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Panische Angst vor Kündigung wegen Krankheit

Hallo Ihr Lieben,

ich brauche bitte, bitte ganz dringend Eure Hilfe. Ich bin die ganze Woche wegen einem Infekt krank geschrieben.
Leider dieses Jahr nicht das erste Mal. Im August hatte es mich so schlimm erwischt, dass ich eine Woche ins Krankenhaus mußte. Ich hatte auch einige kürzere Infekte, bin also (diese Woche eingeschlossen) betsimmt auf 20 Krankentage gekommen.
Ich habe schon mit meinem Arzt nachgeforscht, woran es liegen könnte. Ich mache viel Sport, ernähre mich gesund etc. Daran kann es also nicht liegen.
Vielleicht sollte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich Führungskraft bin und auch keinen Vertreter habe. In den Firma herrschen unmögliche Arbeitsbedingungen, d.h. die ganze Verantwortung in der Abteilung liegt an mir. Bin ich im Urlaub kann ich nicht abschalten, denn niemand nimmt mir etwas ab. Auch am heutigen Krankheitstag (mir geht es echt dreckig) beantworte ich seit 7 Uhr Morgens Mails und versuche auch Rückfragen meiner Kunden telefonisch zu klären. Mein Arzt hat mir zwar absolute Bettruhe verordnet, aber das ist in diesem Job nicht möglich. Ich bin alleinerziehende Mama und finanziell absolut auf den Job angewiesen. Und nun kommt meine Panik. Ich habe heute gelesen, dass mir wegen häufiger Kurzkrankheiten gekündigt werden kann. Ich stehe ohnehin schon pausenlos unter Durck. Seit heute Morgen heule ich nur noch, weil ich nun panische Angst habe, mir wird zeitnah gekündigt. Ich weiß, dass ich vielleicht überreagiere, aber ich kann einfach nicht mehr und weiß nicht, wie ich diese panische Angstt in den Griff bekommen kann. Und was, wenn mir nun nächste Woche die Kündigung ins Haus flattert? Ich glaube langsam, dass mich der permanente Durck einfach kaputt macht und meine häufigen Krankheiten eine Folge davon sind.
Kann mir jemand helfen??? Habe ich etwas zu befürchten??? Ich habe solche Angst. Da ich keinerlei Rückhalt habe, fühlt sich alles noch 1000 Mal schlimmer an.
Sollte ich eventuell Abends ins Büro gehen, um den Schriftkram zu erledigen oder könnte mir daraus ein Strick gedreht werden?? Mal abgeshen davon, dass ich nicht weiß, wie ich das schaffen sollte, da ich mich echt schlecht fühle

Vielen, vielen Dank und liebe Grüße
Mad scientist
 
Hallo,

Ich glaube langsam, dass mich der permanente Durck einfach kaputt macht und meine häufigen Krankheiten eine Folge davon sind.

ganz abwegig erscheint mir der Gedanke nicht.

Das du krank bist, da kannst du ja nichts dafür.

Wie war denn das Verhalten der Vorgesetzten nach dem Krankenhausaufenthalt ?

Worin ich mich in deinen Worten lese ist, daß du von deinen Aufgaben keine "weg delegierst". Hierin steckt die Gefahr, des Überarbeitens und des "ausgenutzt werden". Hierzu solltest du dir Gedanken machen.

Und nein...
wenn du krank bist, gehst du nicht ins Büro und erledigst irgendwelche arbeiten !!!

So blöd wie es auch klingt, was eigentlich keiner will, wäre eine Kündigung kurzzeitig nicht das schlechteste. 😉

Je nach dem was du für ein Typ bist, wie sich die Vorgesetzten verhalten, suche das Gespräch, um zu klären, was sich verändern läßt.

Falls nein, such dir in Ruhe einen anderen Job.

Gruß Hajooo
 
Lieber Hajoo,

vielen Dank für Deine Antwort, die mir total gut tut. Vielleicht wäre die Kündigung wirklich das Beste, aber wegen meinem AE-Status habe ich davor panische Angst.

Nach meinem Krankenhausaufenthalt habe ich von meinem Chef gar nichts gehört. Ich habe ihn sogar seit 3 Monaten nicht mehr geshen oder gesprochen. Er reist wegen seiner Projekte um die Welt. Es müßte sich eigentlich für meine besch.... Abteilung interessieren, da er mein direkter Vorgesetzter ist. Aber solange die Kasse stimmt (zum Glück erwirtschafte ich mit meinen Mitarbeitern fette Gewinne) ist ihm alles egal. Daher auch keine Nachfrage nach meinem Krankenhausaufenthalt. Das interessiert ihn nicht die Bohne und dennoch habe ich panische Angst! Ständig und überall. Nur zwischen Weihnachten und Neujahr kann ich mal ausspannen, da der Betrieb dann gesschlossen ist.
 
Hallo,

Wegen der Kündigung kann ich dich - glaube ich - beruhigen. Wegen häufiger Kurzerkrankugen kann man nur gekündigt werden, wenn man über mehrere Jahre hinweg regelmäßig länger als insgesamt 6 Wochen krank war. Zudem muss eine negative Gesundheitsprognose vorliegen, d.h. dass die Befürchtung besteht, dass in der nächsten Zeit weitere krankheitsbedingte Fehlzeiten erfolge könnten. Aber warum sollte dich der Chef denn kündigen? Wer macht denn dann die Arbeit, wenn du nicht einmal einen Vertreter hast. Ein wenig kommt es aber auch auf die Betriebsgröße an und wie lange du dort beschäftigt bist. Wenn du wieder gesund bist, solltest du unbedingt mit deinem Chef sprechen, dass du eine Vertretung bekommst, denn sonst wirst du immer wieder krank werden, weil der Druck einfach zu hoch ist.

Liebe Grüße
Anke
 
Du bist krank. Basta. Hör auf mails und Kundenanfragen zu beantworten.

Abwesenheitsassistent ins e-mail-programm einschalten und mails an Mitarbeiter weiterleiten, damit Du die gar nicht erst siehst. Einige wenige Tage kann das alles ruhen. Punkt.

Und dann erholen. Dich auskurieren. Die Auszeit zur Entspannung und Ruhe und zum Kraft tanken gestalten.

Du hast Dich völlig verrannt und Deine Wahrnehmung ist gestört. Du mißt der Arbeit viel mehr Wichtigkeit zu als sie wirklich hat.

Wenn es Dir schon nicht gelingt, aus dem Gedanken der Selbstverantwortung heraus gut für Dich zu sorgen, dann tue es für Dein Kind, das eine entspannte fröhliche und gesunde Mutter verdient hat.

Ich vermute genau wie Du, daß die Vielzahl Deiner Infekte mit dem Druck und Deinen Ängsten auf der Arbeit zusammenhängt. Auch Deine jetzt Panik vor Kündigung und stundenlanges Weinen deswegen, deutet das an.

Wenn Du mit Deiner Abteilung Gewinn machst und Dein Vorgesetzter seit 3 Monaten nicht den geringsten Anlaß hat, sich um Deine Abteilung zu kümmern, dann wirst Du vermutlich geschätzt und nicht entlassen.

Aber für Deine Gesunderhaltung mußt Du dringend etwas ändern in Deinem Arbeitsbereich. Dein Körper wird Dir immer stärkere Signale senden und immer mehr unternehmen, um seine Auszeiten zu bekommen, um wieder in seine Balance zu finden. Wenn Du verhindern willst, daß Du immer schlimmer krank wirst, psychische Störungen oder psychosomatische Krankheiten bekommst, dann mußt Du die Reißleine ziehen und Deine Wahrnehmung verändern.

Was ist wichtig in Deinem Leben? Du. Dein Kind. Eure Gesundheit und Eure Freude. Eine Arbeit, die Euren Lebensunterhalt sichert und einigermaßen sinnhaft ist. Habe ich was vergessen?

Wenn Du wieder gesund bist, solltest Du als erstes im Kreis Deiner Mitarbeiter schauen, wer als Deine Vertretung in Frage kommt und den/die Vertreter/in entsprechend aufbauen und einweisen.

Und dann schaust Du mal, ob das wirklich die Arbeit ist, die Du im Leben machen willst. Ob sie auch von der Verantwortung genau richtig für Dich ist. Oder Du Dich überfordert oder alleingelassen fühlst. Ob ein anderer Arbeitgeber bessere Arbeitsbedingungen bietet. Ob vielleicht eine Stundenreduzierung oder ein Schritt zurück in der Hirarchie attraktiv sein kann. Natürlich bedeutet das auch weniger Einkommen. Aber benötigst Du wirklich das Einkommen in der aktuellen Höhe?

Ich war mal in einer ähnlichen Situation. Hatte mich auch völlig verrannt und das Leben ging an mir vorbei, weil ich nur noch arbeite in ähnlicher Position wie Du und auch ohne Rückhalt von oben, weil die Chefin ausgeschieden war und der neue Chef noch in mehreren anderen Unternehmen und Tochtergesellschaften tätig war und verlangte, daß unsere Abteilung irgendwie laufen muß, was sie dann auch tat. Allerdings auf Kosten meiner Gesundheit. Ich bekam schwere Panikattacken. ging ständig auch krank zur Arbeit. War kaum ansprechbar. Keine gute Vorgesetzte mehr. Wollte überall zugleich sein und habe mich heillos überfordert. Eine Psychotherapie hat mir geholfen. In Verbindung mit einem Rückschritt in der Hierarchie und einer Verkleinerung meines Arbeits- und Verantwortungsbereichs. Da sich glücklicherweise auch einige andere Rahmenbedingungen im Unternehmen geändert haben, hat sich alles zum Guten gewendet.

Die Sorge, ob Dir die Kündigung droht, kannst Du Dir ersparen. Die führt ja zu nichts. Diese Sorge hilft Dir weder gesund zu werden, noch verbessert sie Deine Arbeitsbedingungen. Sie ist nicht zielführend, sondern eine zusätzliche Belastung. Du kannst auch nichts aktiv tun, um ein mögliches Tätiggwerden Deines Unternehmens zu verhindern. die Sorge blockiert Dich und Deinen Gesundungsprozeß nur. Also laß sie einfach los. Wenn die sorgenvollen Gedanken in Deinen Kopf kommen, dann laß sie wie Wolken an einem blauen Himmel einfach vorbei ziehen. Nimm die Sorge wahr und laß sie gleichmütig kommen und gehen.

Kurier Dich erst mal aus, erhole Dich und mache dann einen Plan, was Du unternehmen kannst, um die Belastung für Dich zukünftig zu reduzieren. Und schau, was Du unternehmen kannst, um Deine prioritäten wieder in die richtige Reihenfolge zu bekommen und der Arbeit den ihr gebührenden weiter hinten liegenden Platz zuzweisen.

Ich wünsche Dir gute Genesung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Krankheitsbedingt kann man nur gekündigt werden, wenn man oft wegen der gleichen (!) Krankheit ausfällt und man eine negative Gesundheitsprognose hat (chronische Krankheit).
 

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