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Opa verstorben

  • Starter*in Starter*in EyeShadow
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E

EyeShadow

Gast
Hallo an alle,
ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll.
Mein Opa hatte am 14.12.10 einen schweren Schlaganfall, am 24.12.10 kam er aus dem KH und war ein Pflegefall. Er konnte weder sprechen, laufen, noch essen. Er war an einer Magensonde und Katheter angeschlossen, hatte einen künstlichen Darmausgang (von vorherigem Krebs) und lag einfach nur da in seinem Pflegebett. Er hat kaum auf Personen reagiert. Doch irgendwie habe ich einen Weg gefunden um mit ihm komunizieren zu können. Habe an manchen Tagen fast 2 Stunden an seinem Bett gestanden und ihm einfach sachen erzählt (manchmal hat er mich sogar angelächelt und richtig gelacht, ich dacht dass es wieder besser wird). Eines Abend bekam er Fieber und konnte immer schlechter atmen. Er hat auf niemanden mehr reagiert. Hat nur noch wie starr an die Decke gestarrt oder geschlafen. Doch wenn ich hinein kam, merkte ich, wie er mich beobachtet und versuchte mir zu zuhören. Obwohl es ihm schwer fiel. Am 15.01.10 kam ich um 19:00 Uhr in sein Zimmer, die Pflegerin war grad vor Ort und machte ihn "Nacht fertig" (wenn die Pflegerinnen da waren, war er immer total erschöpft). Ich stand in der Tür und warf nur ein kurzes "Hallo" hinein. Seine Augen öffnenten sich doch er war zu schwach um mir seinen Kopf zuzuwenden. Ich dachte, dass ich ihn lieber nicht weiter störe und später noch mal nach ihm schaue. Als das Abendbrot vorbei war, ging ich ins Schlafzimmer um ihm zu erzählen wie mein Tag war, doch er war tot. Sein Gesicht schon ganz weiss und das Erbrochene hing an seiner Wange. Ich weiss dass er sich nicht gequält hat, denn seine Augen waren zu und sein Gesichtsausdruck zufrieden. Doch ich mache mir solche Vorwürfe dass ich nicht gleich, als ich in der Tür stand, Hallo sagte und er die Augen öffnete, da geblieben bin. Ich war doch die einzigste die Ihn in den letzen Wochen verstand und auf der er reagiert hat. Er wollte mich bestimmt noch einmal sehen als er die Augen öffnente und ich bin nicht hin gegangen. Er sollte doch wissen dass ich da war...:wein:
Bin so traurig. Und weiss nicht wie ich damit umgehen soll...
(wir schenkten ihm zu Weihnachten eine CD mit Blasmusik, weil er dies so gern hörte, wir fragten Ihn ob wir ihm die Musik anmachen sollen, er nickte mit einem lächeln und wir holten den Player, leider ging dieser nicht und wir konnten ihm das nicht vorspielen, bis zu seinem Tod hat er nicht ein Lied gehört... Warum haben wir nicht einfach am nächsten Tag einen neuen Player gekauft???)
 
Hallo an alle,
ich weiss nicht wie ich damit umgehen soll.
Hallo EyShadow,
es tut mir sehr leid, dass Du so traurig bis. Bis zu dem Tod meiner Mutter habe ich an NICHTS geglaubt. Ich bin ohne Religion oder andere Weisheiten erzogen worden. Meine Mutter durfte ich vor 6 Jahren in den Tod begleiten. Nachdem sie gestorben ist, bin ich in den erst besten Buchladen und habe nach Büchern vom Tod gefragt. Es gibt die "Todesforscherin" Elisabeth Kübler Ross - Verlag Silberschnur (?). Ich habe in den folgenden Wochen alle erschienen Bücher von ihr gelesen. Elisabeth Kübler-Ross sagt, dass Sterbende hoch sensibel sind und ihre Angehörigen nicht unnötig aufwühlen wollen. Dein Opa hat den exakten Zeitpunkt gewählt oder zumindest mitbestimmt. Vertraue darauf, dass er wusste, dass Du in der Nähe warst. Bitte hole Dir dringend ein Buch von Elisabeth, es wird Dir helfen.
Mein Vater ist vor 2 Jahren gestorben, ich war im Nebenzimmer während er aufhörte zu atmen - ich war da und doch nicht da.
Ich lege Dir ans Herz, hole Dir ein Buch von der Autorin. Das ist übrigens keine Religion oder so etwas - Frau Ross hat den Nobelpreis für ihre Forschungen erhalten.
 
Danke, aber ich bin nicht für sowas. Ist bestimmt lieb gemeint aber ich möchte mich damit nicht auseinander setzen.
 
Hallo, du kannst nie alles richtig machen. Du hast ihm viele Stunden verschönt und das ist mehr wert als dieser verpasste Moment.
Vielleicht konnte er auch leichter alleine sterben. Er hätte evtl. Angst und Sorge um die Hinterbliebenen gehabt.
Freu dich an dem was du für ihn getan hast und behalte die guten Momente in Erinnerung.
 

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