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Ohne Vorwissen Wirtschaftsinformatik zu schaffen?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 68904
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G

Gelöscht 68904

Gast
Hallo zusammen,

nach 2,5 Jahren WiIng Studium habe ich einige Scheine machen können und habe es nun abgebrochen, weil mir der ganze Maschinenbau Kram auf die Nieren ging.

Nun, ich habe eine Springer Campus entdeckt, wo man Wirtschaftsinformatik online studieren kann.
Wäre für mich super, da ich ab dem 01.08 eine Lehre beginnen möchte, um nebenbei etwas zumindest handfestes zu haben.

Mit Informatik kam ich auch im WiIng Studium in Berührung und fand es eigentlich relativ interessant.
In meiner Nebenbeschäftigung arbeite ich mit einem SAP ERP Programm und finde das Programm nicht sonderlich schwer zu bedienen (?)

Würde gerne mit der Zeit weitere SAP Zertifikate anstreben wollen, das Programmieren erlernen und später mal in die Beratung gehen.
Bin sehr kontaktfreudig und kann mich sehr gut als Beraterin vorstellen.

Mit IT würde ich meine Zukunft auch absichern und könnte mich auch auf etwas Spezialisieren und Dinge auch von zuhause bearbeiten. (Software/App Entwicklung)

Dass man von überall arbeiten kann, wenn man natürlich gut ist, finde ich absolut spitze.
Allerdings ist mir klar, dass der Weg dorthin sehr hart ist.

Ich habe kein Vorwissen in Informatik was zb HTML, CSS oder ABAP angeht, Java-Script sagt mir auch nichts.
All das müsste ich nachholen.

Das OnlineStudium ist so aufgebaut, dass man jeden Monat mind ein Modul absolvieren kann, was ich sehr gut finde.
In der alten Uni musste ich 4 Prüfungen in einer Woche schreiben und alles gleichzeitig lernen, Ergebnis = katastrophe.

Allerdings kostet mich dss Online Studium 335€ / Monat. Regelstudienzeit sind 6 Monate, darüber hinaus ist das Studium kostenlos. Man kanns auch verkürzen wenn man möchte.

Die BWL Module würde ich mit links schreiben.
Ich habe Angst, dort aus Dummheit nicht durchblicken zu können und mir alles spanisch vorkommen wird.

Meint ihr, man muss gewisses Vorwissen haben dsmit man sich durchs Info Studium schlagen kann??
 
liebe Gast-Schreiberin,

Vorkenntnisse sind nie verkehrt. Ob sie bei Dir zwingend erforderlich sind, kann ich nicht abschätzen. Aber anscheinend verfügst Du über gute autodidaktische Fähigkeiten. Und dann auch noch hast Du Freude am Lernen. Und praktisch denkst Du auch noch (man muß ja auch während des Lernens leben). Ich will Dir hiermit Mut machen. Irgendwas gibt es immer, was man nicht weiß. Noch nicht. Die Welt gehört den Mutigen und den Tüchtigen. Du scheinst so ein Mensch zu sein.

Viel Erfolg,
Nordrheiner
 
Hallo Gast000, ich würde mir nicht zutrauen, neben der Ausbildung noch ein Vollstudium zu schaffen. Wie soll das rein praktisch gehen? Eine Ausbildung erfordert Zeit, Energie, Lernbereitschaft. Alles ist neu.
Und da soll dann noch parallel dazu ein Studium aufgenommen werden?
Ich würde das hintereinander machen, nicht zur gleichen Zeit.
 
Hallo Gast000,

Wirtschaftinformatik ist ja ein schillernder Begriff. Darunter kann man sich viel vorstellen. SAP scheint mir sehr gefragt zu sein. Allerdings scheint es mir hierbei mehr um die Bedienung oder Anwendung von Software zu handeln. Hierbei ist sicherlich ein betriebswirtschaftliches Backgroundwissen sehr gefragt.

Die Programmierung betriebswirtschaftlicher Software ist aber noch etwas ganz anderes als die Anwendung solcher Software.

Ich finde es immer etwas misslich, wenn man sich zu plötzlich für etwas interessiert. Wenn Du Programmierung so gut findest, dann frage ich mich, warum Du sie erst jetzt entdeckst. Wirklich Interessierte würden das so in der Regel spätestens im Alter von 12 Jahren entdecken.

Du solltest also mal herausfinden, worum es wirklich bei der von Dir genannten "Wirtschaftsinformatik" geht. Und wenn es hier wirklich zu 60% oder so um Programmierung geht, dann solltest Du Dir das unbedingt mal genauer ansehen. Das liegt wirklich nicht jedem. Und Deine mangelnden Vorkenntnisse helfen Dir dabei auch nicht so dolle.

OK, HTML und CSS sind eigentlich nicht so schwierig zu erlernen. Kannst Dich ja mal darin versuchen. Javascript ist schon schwieriger. ABAP ist die proprietäre SAP-Sprache. Die kenne ich selbst überhaupt nicht. Die Code-Beispiele bei Wikipedia erinnern mich etwas an SQL. Wobei man sagen muss, das SQL keine Programmiersprache ist. Aber ABAP scheint schon etwas mehr in Richtung Programmierung zu gehen. Vermutlich wird hier SQL in ABAP eingebettet. Schließlich sollen die Datenbestände auch abgefragt werden.

Fazit: Befasse Dich mit diesen Sprachen und Du wirst vermutlich schnell merken, ob Dich das Ganze ankotzt oder ob es Dir gefällt.
 
Also ich weiss ja nicht, was "eine Springer Campus" ist, aber wenn die Regelstudienzeit dort nur 6 Monate beträgt, dann handelt es sich ja nicht um ein richtiges Studium. Mit einem RICHTIGEN Abschluss in Wirtschaftsinformatik hättest du natürlich viel bessere Chancen und Verdienstmöglichkeiten, aber wieviel dir so ein Nebenbei-Dingens bringt, weiss ich nicht. Darüber würde ich mich erst mal informieren, bevor ich ca. 2.000 Euro dafür ausgeben würde. (Vielleicht gibt's auch Lehrgänge, z.B. von der VHS, die mehr für weniger Geld bieten.) Und ich würde das nicht direkt beginnen, wenn überhaupt. Kuck doch erst mal, wie sehr dich die Lehre fordert. (Ich hoffe, du hast mit "nebenbei was Handfestes" nicht die Lehre gemeint, denn eine Lehre macht man nicht nebenbei, sondern Vollzeit.) Dieses "Studium" läuft dir ja nicht weg.

Wirtschaftsinformatik ist nicht:
- Programmieren (wird auch drin vorkommen, aber nicht intensiv, schon gar nicht in 6 Monaten)
- Programme anwenden lernen

Informatik ist nicht:
- HTML, CSS, ABAP oder Java-Script lernen (kann auch drin vorkommen, aber nicht intensiv; Programmieren lernt man vor allem durch Erfahrung bzw. learning by doing); Informatik ist viel Mathe, man lernt, wie ein Computer funktioniert, wie Daten organisiert werden usw., also viel schwierigere Dinge als Programmieren

SAP Beratung ist nicht nur SAP anwenden oder wissen, was der Anwender tun muss, sondern auch das System so einstellen/konfigurieren, wie der jeweilige Betrieb es braucht. D.h. man muss die Abläufe analysieren, die Erfordernisse im System abbilden. Das kann teilweise sehr trocken oder abstrakt werden.

ABAP programmieren ist etwas anderes als mit HTML, CSS und Javascript Webseiten basteln. Und mit SAP und ABAP bist du eher in der Welt der großen Konzerne und der Anzugträger. Von überall arbeiten kannst du da auch eher nicht, soweit mir bekannt ist, weil man da als Berater oder Programmierer eher in dem jeweiligen (Groß-) Unternehmen ist. Aber du kannst damit überall Aufträge oder Jobs finden, auch im Ausland (wenn du Englisch kannst).

Wenn du 2.000 Euro ausgeben willst, kannst du ja auch SAP-Kurse damit machen. Aber das macht m.E. nur Sinn, wenn du auch im Alltag mit SAP arbeitest. Wir wissen jetzt leider nicht, was für eine Lehre du machst, ob da IT eine große Rolle spielt. Allgemein würde ich dir raten, erst in die Bereiche reinzuschnuppern und dir Rat bei Leuten zu holen, die sich da gut auskennen, und dir dann zu überlegen, wie du gezielt in einen bestimmten Bereich gehst, der dir liegt. Niemand hindert dich ja daran, nebenbei programmieren zu lernen (außer bei ABAP, dafür brauchst du ein SAP-System, soweit ich weiss). Am besten wäre eine Art Mentor, der dir sagen könnte, was sich lohnt und was gefragt ist. Sprich doch mal bei deinem Nebenjob mit den IT-Leuten. Oder frag in Fachforen bzw. XING nach. Aber am besten begreift man die Sachen, wenn man selber Erfahrung damit macht. Vielleicht kannst du dir ja in den 3 Monaten bis Beginn der Lehre einen Bereich erarbeiten? Entweder programmieren (lernen) oder irgendeine Art von Qualifikation/Kurz-Fernstudium machen.
 
Also ich weiss ja nicht, was "eine Springer Campus" ist, aber wenn die Regelstudienzeit dort nur 6 Monate beträgt, dann handelt es sich ja nicht um ein richtiges Studium. Mit einem RICHTIGEN Abschluss in Wirtschaftsinformatik hättest du natürlich viel bessere Chancen und Verdienstmöglichkeiten, aber wieviel dir so ein Nebenbei-Dingens bringt, weiss ich nicht. Darüber würde ich mich erst mal informieren, bevor ich ca. 2.000 Euro dafür ausgeben würde. (Vielleicht gibt's auch Lehrgänge, z.B. von der VHS, die mehr für weniger Geld bieten.) Und ich würde das nicht direkt beginnen, wenn überhaupt. Kuck doch erst mal, wie sehr dich die Lehre fordert. (Ich hoffe, du hast mit "nebenbei was Handfestes" nicht die Lehre gemeint, denn eine Lehre macht man nicht nebenbei, sondern Vollzeit.) Dieses "Studium" läuft dir ja nicht weg.

Wirtschaftsinformatik ist nicht:
- Programmieren (wird auch drin vorkommen, aber nicht intensiv, schon gar nicht in 6 Monaten)
- Programme anwenden lernen

Informatik ist nicht:
- HTML, CSS, ABAP oder Java-Script lernen (kann auch drin vorkommen, aber nicht intensiv; Programmieren lernt man vor allem durch Erfahrung bzw. learning by doing); Informatik ist viel Mathe, man lernt, wie ein Computer funktioniert, wie Daten organisiert werden usw., also viel schwierigere Dinge als Programmieren

SAP Beratung ist nicht nur SAP anwenden oder wissen, was der Anwender tun muss, sondern auch das System so einstellen/konfigurieren, wie der jeweilige Betrieb es braucht. D.h. man muss die Abläufe analysieren, die Erfordernisse im System abbilden. Das kann teilweise sehr trocken oder abstrakt werden.

ABAP programmieren ist etwas anderes als mit HTML, CSS und Javascript Webseiten basteln. Und mit SAP und ABAP bist du eher in der Welt der großen Konzerne und der Anzugträger. Von überall arbeiten kannst du da auch eher nicht, soweit mir bekannt ist, weil man da als Berater oder Programmierer eher in dem jeweiligen (Groß-) Unternehmen ist. Aber du kannst damit überall Aufträge oder Jobs finden, auch im Ausland (wenn du Englisch kannst).

Wenn du 2.000 Euro ausgeben willst, kannst du ja auch SAP-Kurse damit machen. Aber das macht m.E. nur Sinn, wenn du auch im Alltag mit SAP arbeitest. Wir wissen jetzt leider nicht, was für eine Lehre du machst, ob da IT eine große Rolle spielt. Allgemein würde ich dir raten, erst in die Bereiche reinzuschnuppern und dir Rat bei Leuten zu holen, die sich da gut auskennen, und dir dann zu überlegen, wie du gezielt in einen bestimmten Bereich gehst, der dir liegt. Niemand hindert dich ja daran, nebenbei programmieren zu lernen (außer bei ABAP, dafür brauchst du ein SAP-System, soweit ich weiss). Am besten wäre eine Art Mentor, der dir sagen könnte, was sich lohnt und was gefragt ist. Sprich doch mal bei deinem Nebenjob mit den IT-Leuten. Oder frag in Fachforen bzw. XING nach. Aber am besten begreift man die Sachen, wenn man selber Erfahrung damit macht. Vielleicht kannst du dir ja in den 3 Monaten bis Beginn der Lehre einen Bereich erarbeiten? Entweder programmieren (lernen) oder irgendeine Art von Qualifikation/Kurz-Fernstudium machen.

Hallo,

das Studium dauert 3 Jahre = 6 Semester, nicht 6 Monate.

Mit 6 Monaten war gemeint, dass Das Studium so aufgebaut ist, dass man jeden Monat ein Modul freigeschaltet bekommt und man dann die Prüfung schreiben darf. Heisst: wenn ich gut und fleissig bin, habe ich in 6 Monaten 6 Klausuren geschrieben.

Der Springer Campus gehört der FH Dortmund und ist ein Fernstudium, nennt sich aber OnlineStudium, weil man alles übers Internet macht, Skripte per Email, Übungsaufgaben, Vortests alles macht man dort online. Nur die Prüfungen schreibt man an der FH.

Mit handfestem meinte ich eine kaufmännische Lehre, irgendwas, was einfach ist wie Bürokauffrau, wo ich mir keine grosse Mühe geben muss und mein Lerngewicht mehr aufs Studium lege.

Alles andere was INhaltlich betrifft muss ich mir nochmal näher anschauen
 
Ok, jetzt wird einiges klarer.

das Studium dauert 3 Jahre = 6 Semester, nicht 6 Monate.

Und kostet es 335€ pro Monat oder pro Semester? Wenn es pro Monat wäre, würde das gesamte Studium ja ca. 12.000 Euro kosten.


Ich bin mir nicht sicher, ob dein Plan so gut ist. Auch wenn du als z.B. Bürokauffrau-Azubine nicht intellektuell überfordert sein wirst, so musst du ja doch die Zeit im Büro verbringen. Und es ist ja nicht so, als ob man da nichts lernen müsste oder von nichts gestresst wäre. Das kostet dich genug Zeit und Energie (auch wenn du nach der Berufsschule, am Wochenende oder im Urlaub durchaus noch was lernen kannst). Ob du die Kraft aufbringst, nebenbei ein richtiges Studium zu stemmen, ist die Frage. Das wär nicht so schlimm, wenn das Studium nur Plan B oder ein nettes Sahnehäubchen wäre. Aber eigentlich ist ja das Studium das, was dein Ziel ist. Das ist in meinen Augen der Fehler: Du machst eine Lehre als Absicherung, für den Fall, dass das, was du eigentlich vorhast, nicht funktioniert. Aber wenn es nicht funktioniert, wärst du denn dann mit dem Beruf Bürokauffrau zufrieden? Ich nehme an, dass nicht. Dann ist das aber auch kein guter Plan B. Wäre es nicht besser, eine (mit Abi auf 2 Jahre verkürzte) Ausbildung im IT-Bereich zu machen, und danach nochmal normal zu studieren? Dann hättest du a) Einblick in die IT-Welt und damit eine Entscheidungsgrundlage bezüglich Studium b) was in der Hand, was bessere Möglichkeiten gibt als ein Bürokauffrau-Abschluss c) eine bessere Möglichkeit, die paar Monate vorm Studium (die Ausbildung endet normal schon im Frühjahr) und während des Studiums nebenbei Geld zu verdienen d) nicht die Gebühren dieses Fernstudiums.
Es sei denn, du willst das Studium auf jeden Fall durchziehen und würdest im Zweifel lieber die Lehre sausen lassen. Aber das ist auch kein guter Plan, denn - abgesehen davon, dass das dem Arbeitgeber gegenüber nicht sehr fair ist - dann hättest du wieder die Unsicherheit eines Studiums und würdest auf die Sicherheit einer Lehre verzichten.

Wie wäre es denn damit: Du machst eine "richtige" Lehre in einem IT-Beruf, und fängst währenddessen mit dem Fernstudium an. Das Studium machst du dann halt langsamer und machst es erst nach der Lehre fertig. Oder gehst nach der Lehre regulär an eine Uni und lässt dir die Fernstudium-Scheine anerkennen, falls das möglich ist. Auf jeden Fall gibst du der Lehre Vorrang, für die Uni machst du nur dann was, wenn noch Reserven übrig sind (die BWL-Sachen kannst du ja auf jeden Fall abhaken, wenn sie dir leicht fallen).

Übrigens, ist es nicht höchste Zeit, dir 'ne Lehrstelle zu suchen? Oder hast du schon Zusagen?
 
Klingt für mich nach riesigen Blödsinn. Es fraglich wie anerkannt dieser online-Studiengang ist. Dann arbeitest du Vollzeit und musst für deine Ausbildung lernen. Es bleibt keine Zeit zum Studieren. Du unterschätzt den Schwierigkeitsgrad und Aufwand total. (Einen akademischen Abschluss bekommt man nicht hinterher geworfen. Ich musste 4 Jahre hart an meinem Arbeiten, in Vollzeit!) Die Ausbildung, die du machen willst scheint ja generell Zeitverschwendung zu sein. Und dann zocken sie dich auch noch mit Kosten ab, die in einem normalen Studium mitterweile nichtmal mehr da wären. Wie zahlst du das? Ich glaube auch kaum, dass du das Studium unter 6 Semestern schaffst. Du arbeitest schließlich tagsüber Vollzeit wohin deine ganze Energie fließen wird. Du wirst es eher verlängern müssen und irgndwann kommen dann die Langzeitstudiengebühren auf dich zu. Ganz schön blauäugig.

Mein Rat: Lass die Ausbildung sein-du willst sie offenbar sowieso nicht. Und schreib dich für ein richtiges Studium zum Wintersemester ein (WiInfo ist öfters zulassungsfrei) oder bewirb dich jetzt dafür.
 
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