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Nur ein Ausrutscher oder erst der Anfang?!

K

Katja.K

Gast
Hallo!
Ich sebst bin nicht von Gewalt in der Ehe betroffen aber ich suche nach Antworten für meine Schwägerin.
Sie ist schon lange verheiratet und ihr Mann war schon immer etwas komisch. Nicht gewalttätig, aber immer schon (meiner Meinung) sehr egozentrisch; sehr von sich eingenommen. Sie ist sehr, sehr lieb und nett; will mit jedem "gut-Freund" sein und versucht eigentlich immer jeglichem Konflikt aus dem
Weg zu gehen. Ich habe meinem Mann schon oft gesagt, daß ich mir anstelle seiner Schwester bestimmte Dinge nicht einfach so gefallen lassen würde. Teilweise waren das nur Kleinigkeiten und es ist schwer in Worte zu fassen, was dieser Mann "falsch" gemacht hat. Am auffälligsten war aber immer, daß er sofort fuchsteufelswild geworden ist, wenn irgendetwas nicht so gelaufen ist, wie er es sich vorgestellt hat. Sei es beim Heimwerken, bei einem Ausflug oder beim Essen gewesen. Er wurde so "irrational" wütend... wegen Kleinigkeiten, die die ganze Aufregung gar nicht wert sind.
Vor ca. 1 Jahr hat er jetzt massive psychische Probleme: Panik-Attacken, Depressionen, Alkoholprobleme. Er hat eine Therapie angefangen, die meiner Meinung nicht viel bringt und nimmt Medikamente. Dann hat er auch noch den Job verloren.
Meine Schwägerin hat ihn die ganze Zeit immer unterstützt, ihm Mut zugesprochen, ihm den Rücken freigehalten.
Jetzt behauptet er, daß wir alle nur an ihm rumnörgeln, bekommt unglaubliche Wutanfälle wegen den kleinsten Anlässen; teilweise sogar ohne für uns ersichtlichen Anlaß. Ich persönlich glaube sogar, daß er mit dem Trinken nicht aufgehört hat, sondern weiter heimlich trinkt. Ich habe zwar keinen echten beweis, aber manchmal riecht er einfach zu stark nach Aftershafe; wie als würde er einen anderen Geruch überdekcen wollen.
Vor einigen Tagen ist er dann wieder grundlos ausgetickt und hat meine Schwägerin mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Sie hat das gar nicht erwartet und war völlig verdutzt. Er hat sie dann nur angeschriene, ob sie sich jetzt wieder "einkriegen" würde.
Sie hat dann ihre Sachen gepackt und ist zu ihren Eltern. Sie hat jetzt ein ordentliches Veilchen. Ich habe ihr geraten zum Arzt zu gehen und das dokumnetiern zu lassen, aber sie will nicht, weilsie Angst hat, daß das "weitere Kreise" zeiht und sie ihm erst noch mal eine Chance geben will. Ich konnte sie wenigstens davon überzeugen, daß ich Bilder von ihrem Gesicht mache; wobei das vermutlich später als Beweis nicht viel hilft.
Einen Tag danch haben sie sich dann auf "neutralem" Boden zu einer Aussprache getroffen. Das erste was er zu ihrem Auge gesagt hat war: Na, da habe ich Dir ja ein schönes Velchen verpasst!" Sie war furchtbar wütend darüber... richtig Reue hat er aber nicht gezeigt. Er findet das anscheinend nicht so schlimm.
Meine persönliche Meinung ist, daß da nicht mehr viel zu retten ist. Meine Schwägerin hat sich erst mal 1 Woche Urlaub gneommen und will so lange bei Ihren Eltern bleiben. Dann will sie ihrem Mann klar und duetlich sagen, daß so etwas nie, nie wieder vorkommen darf und dann wierde bei ihm einziehen.
Was haltet ihr denn davon?
Ich bin er der Meinung: wer ein mal schlägt der schlägt auch immer wieder; wahrscheinlich sogar noch häufiger und brutaler als beim ersten mal. Was mich auch so unheimlich wütedn macht, ist daß er das ganzen anscheinend nur als "Kleinigkeit" betrachtet, was halt mal passieren kann.
Ist das nicht der Anfang einer Gewaltspirale?

Katja
 
Hallo Katja,

DAS war bestimmt nicht der Anfang - der Anfang lieg mit Sicherheit schon viel weiter zurück. Dein Schwager scheint ja ganz massive Probleme mit sich und mit dem Alkohol zu haben und das blaue Auge ist da "nur" einer von vielen Fehltritten. Aber eben auch einer, mit dem er die Toleranzgrenze deiner Schwägerin eindeutig überschritten hat. Nur es erscheint ihm - vor dem Hintergrund, dass er sich ja schon immer einiges bei seiner Frau erlauben konnte - eigentlich gar nicht so schlimm...
Wahrscheinlich hat deine Schwägerin durch ihre Toleranz diese Entwicklung und Eskalation sogar begünstigt - aber natürlich ist er für sein Verhalten selbst verantwortlich. Meiner Meinung nach sollte sie spätestens jetzt aufhören zu verzeihen. Ein Schlag ins Gesicht muss Konsequenzen haben. Es muss deinem Schwager klar werden, was er da eigentlich getan hat - und vor allem, dass es daran liegt, dass er massive Probleme hat.
Ob seine Therapie "etwas bringt", kann nur er selbst beurteilen. Eine Voraussetzung für den Therapieerfolg ist jedenfalls, dass sich der Patient über seine Krankheit im Klaren ist. Wenn er seine Probleme gegenüber dem Therapeuten herunter spielt, kann dieser sich natürlich auch kein richtiges Bild von seinem Patienten machen und die passende Hilfestellung geben...

Also ich meine, die Bedingung "daß so etwas nie, nie wieder vorkommen darf" ist zu wenig. Dein Schwager muss diesen Schlag als ein Teil seiner Probleme begreifen und erkennen, dass es höchste Zeit ist, die Lösung dieser Problem als wichtigstes Ziel anzusehen. Solange er das nicht tut, sollte deine Schwägerin nicht zurückkehren.

Viele Grüße,
Jens
 
Hallo Jens!

Danke für Deine Antwort.
Es stimmt schon... gewisse psychische Gewalt war tatsächlich schon früher vorhanden. Ich habe meine Schwägerin schon öfter gesagt, daß sie sich bestimmte Dinge von ihm einfach nicht bieten lassen darf; teilweise habe ich meinem Schwager sogar "zurechtgewiesen". Sie hat immer gesagt, daß er noch mehr ausflippt, wenn sie sich verbal wehrt und sie es deswegen nie macht. Ich muss aber auch sagen, daß ich nie dabei gewesen bin, wenn sie sich mal gewehrt hat, falls sie das überhaupt jemals gemacht hat.
Das klingt jetzt vielleicht so, als würde ich ihr eine Mitschuld geben. Das ist aber auf keine Fall so. Für Körperliche Gewalt gibt es keine Entschuldigung, auch wenn einen der Partner (angeblich) auch noch so provoziert.
Ich weis auch nicht so genau, wie ich ihm jetzt begegnen soll. Soll ich ihn direkt darauf ansprechen, oder soll ich warten, bis er von sich aus das Thema anspricht. Einem Treffen werde ich wahrscheinlich nicht aus dem Weg gehen können, wobei mir das gerade am liebsten wäre. Aber andererseits würde ich ihm auch gerne klipp und klar ins Gesicht sagen, daß er sich völlig falsch benommen hat und er nur noch eine einzige Chance bekommt sein Problem in den Griff zu bekommen.
Ich danke Gott dafür, daß ich so ein stabiles Elternhaus hatte und mir meine Eltern die Eigenschaft mitgegeben haben mich nicht unterdrücken zu lassen. Das soll nicht heisen, dass ich eine aufsässige Zicke bin; ich bin eine ganz normale Angestellte und lebe in einer glücklichen und gleichberechtigten Ehe (ich unterdrücke meinen Mann nicht 🙂
Mir wird jetzt erst bewußt wie wichtig es für ein Kind ist ihm den Mut anzuerziehen bei bestimmen Sachen "NEIN! Mit mir machst Du das nicht!!!" sagen zu können.
Meine Schwägerín kommt nicht aus einer "schlechten" Familie. Es ist nur so, daß der Vater (positv) dominant ist. Mein Schiegermutter orientiert sich ständig an meinem Schwiegervater wie ein treuer Hund an seinem Herrchen. Das funktioniert nur so lange gut, wie das "Herrchen" vernünftig und gerecht ist; das ist mein Schwiegervater auch und ich schätze ihn auch sehr, aber meine Schwiegermutter, so nett sie auch ist, ist einfach zu unterwürfg. Ich glaube noch nicht mal, daß meinem Schwiegervater das sonderlich gefällt, aber sie ist eben so. Meine Schwägerin hat anscheinedn auch zu viel von dieser Unterwürfigkeit und die nutzt mein Schwager jetzt schamlos aus.

Ich kännte noch ewig schreiben...
Mal sehen ob ich meiner Schwägerin eine Hilfe sein kann,
Katja
 
Wenn die Schwägerin klug ist, dann checkt sie aus dieser Beziehung aus. Nur die Beziehung aufrecht zu erhalten, um den Schein zu wahren, damit es nicht noch weitere Kreise zieht, ist die verkehrte Einstellung.

Aufgrund der Vorschriften des Gewaltschutzgesetzes kann der schlagende Ehemann durch die Polizei sogar aus der Wohnung/Haus entfernt werden.

Außerdem ist Gewalt in der Ehe ein Straftatbestand. Vielleicht braucht dieses Musterexemplar eines Ehemannes mal so einen richtigen Gong, damit er mal wach wird und anfängt an sich zu arbeiten.
 
Hallo, Katja.

Ich denke, du wirst zur Zeit deiner Schwägerin nicht viel helfen können. Ihr ist noch nicht bewusst, in was für einer Situation sie steckt. Und solange für sie der Leidensdruck nicht hoch genug ist, wird sie auch nicht ernsthaft etwas ändern wollen.
Selbstverständlich war das kein "Ausrutscher", die ganze Situation ist doch der "Ausrutscher", die Wutausbrüche, Aggressionen, ....

Lass ihr einfach Zeit, um sich der ganzen Situation bewusst zu werden. Das wird noch einige Zeit dauern, vielleicht Wochen oder Monate. Unterstütze sie einfach, so gut du kannst und es selbst auch zulassen möchtest. Wenn dann eines Tages vielleicht der Punkt kommt, dass sie genug von ihm hat und der Situation ein Ende bereiten möchte, wird sie schon etwas unternehmen.
Bestärke sie einfach darin, dass sie ein liebenswerter Mensch ist, der es verdient hat auch so behandelt zu werden.

Diese Unterstützung ist das Wichtigste, was du ihr geben kannst.
 
Hi Katja,

Mein Rat in dieser Sache: Finger weg von einem Alkoholiker und psychisch Kranken...so hart das klingen mag...
Den Beschreibungen nach handelt es sich ja zudem noch um einen Menschen, der persönlichkeitsgestört ist, evtll. narzisstisch = stark selbstbezogen und daher soziopathisch = hält sich nicht an soziale Regeln etc....könnte auch in Richtung Schizophrenie gehen...

Grundsätzlich bringt es wenig sich selber aus Konflikten rauszuhalten, insbesondere aus denen mit dem eigenen Partner, der einem ohne deutliche Gegenwehr immer mehr vom Selbstwert raubt...gewisse Grenzen..wie z.B körperliche und seelische Unversehrtheit als Zeichen der tatsächlichen Liebe und Achtung des Partners sollte man rigros verteidigen....falls der Partner diese GRenze nicht achtet, trotz wiederholter Mahnung (nicht BItte, sondern Forderung!) sollte man konsequenterweise gehen...Eine Liebe ohne Achtung ist keine Liebe und sich für jemanden aufzuopfern, der einen wie ein Stück Dreck behandelt...das sollte sich keine Frau antun!

Körperliche Gewalt ist strafbar, in Hinsicht auf Veilchen oder sonstige Hämatome Beweissicherung machen, d.h. Fotos und/oder ärztliche Behandlung...und im Wiederholungsfall auch Strafanzeige, sonst lernen solche Soziopathen es nie! Dein Vorschlag mit dem ARzt war schon goldrichtig...Die Reaktion deiner Schwägerin war zwar verständlich, aber an sich sehr zu ihrem Nachteil...sie denkt da wohl wieder eher an ihren Mann als an sich. Der einzige hilfreiche SChutz für sie und auch eine wirksame Methode, die ihren Mann dazu bringen kann, dass er sich zusammenreißt und seine Aggressionen im Zaum hält, ist Öffentlichkeit...Blöderweise schweigen die meisten Frauen aus Scham oder sonstwas und unter diesem sicheren Deckmantel ihres Schweigens können die Männer ihre Macht- und Gewaltspiele, die letztlich auch eskalieren können, da ja nie ne Grenze gesetzt wurde, weiterführen...Es sollte aber nicht der Gewalttäter vor Strafe, sondern in erster Linie das Opfer geschützt werden...Du hast in punkto Eskalation übrigens REcht, dass es sich um den Anfang einer Gewaltspirale oder zumindest einer Gewaltgewohnheit handeln kann...ist sehr häufig so...Gewalt ist halt ein Machtmittel und wer es gewohnheitsmäßig anwendet, der findet oft Gefallen daran und kann die Finger nicht mehr so leicht davon lassen....ist zwar ein blöder Vergleich...aber ist ein bißchen so wie wenn ein Haushund das erste Mal ein Tier gerissen hat ...der ist dann an sich kaum noch wieder gewaltzahm zu kriegen....

Was übrigens evtll auch was bringt ist, dass du dich einmischst und ruhig und klar sagst, dass du selber Bescheid weißt, ne Beweissicherung von seiner Straftat gemacht hast, oder Zeugin bist etc., körperliche Gewalt strafbar ist und du im Wiederholungsfall ne Strafanzeige machen wirst...das könnte deiner Schwägerin Rückendeckung geben, allerdings kann der Schuß je nach Charaktertyp des Mannes deiner Schwägerin auch nach hinten los gehen und er kann zusätzlich dich noch attackieren oder deine Schwägerin dafür bestrafen, dass sie ihr "kleines Geheimnis" ausgeplaudert hat...Ich weiss ja nicht, wie durchgeknallt der Typ ist....weißt du was Näheres über seine psychische Erkrankung und was er für Medikamente nimmt?

Also nochmals, weils wichtig ist: die Dinge ohne Zip und Zap beim Namen nennen, nix beschönigen, klare Grenzen ziehn und Regeln setzen...und eine Straftat auch als solche ahnden...Mit der Problematik nicht schamvoll in dunklen Geheimnisecken rumkröchzen, sondern gerade Wege ins helle Licht der Öffentlichkeit...das ist an sich der effektivste Weg und Schutz...

Zu der Vorgehensweise deiner Schwägerin ist zu sagen, dass diese mit an Sicherheit grenzender WAhrscheinlichkeit nicht klappen wird, wenn sie nicht ausreichend selbstbewusst, kampf- und abwehrfit ist, oder nicht genügend eindeutig und konsequent in ihrer Grenzziehung...Besser wäre es eventuell nicht nur eine Woche, sondern für längere Zeit wegzubleiben um einen deutlicheren Einschnitt vorzunehmen...
Vielleicht kannst du deine Schwägerin ja auch mal dazu bewegen hier im Forum zu lesen oder zu schreiben...hier gibt es viele Frauen mit ähnlichen Erlebnissen, von deren Wissen und Erfahrungen sie profitieren könnte...

Lieber Gruss
Tyra
 
Hallo!

Vielen Dank für all Eure Antworten und Ratschläge.
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob es richtig von mir ist hier weiter zu scheiben und das Ganze in eine gewisse "anonyme" Öffentlichkeit zu zerren, vor allem, weil ich nicht selbst betroffen bin.
Schweigen und wegsehen ist natürlich auch falsch, aber das Thema öffentlich in einem Forum zu diskutieren ist doch wieder was anderes. Ich vermute mal, die Opfer hier unter euch hätten es auch nicht so gern gesehen, wenn eine Freundin oder Verwandte von Euch in einm Forum eine solches Thema ohne eures Wissens anschneidet.
Ich musste es aber trotzdem irgendwie los werden; wollte hören, ob ich mit meiner Meinung einen falschen Standpunkt eingenommen habe, was anscheinend absolut nicht der Fall war.
Außerdem habe ich den Verdacht, daß mein Schwager "mitliest"...
Vielleicht werde ich mich aunter einem "pseudonym" hier registrieren und aniger von Euch dann eine PN schicken.
Ich muss sagen, daß mich das Ganzen einfach sehr stark beschäftigt und da tut es einem manchmal ganz gut, wenn man mit jemanden darüber reden kann, dermit den beteiligten Personen nicht in Verbindung steht.

Liebe Grüße,
Eure Katja
 
Hi Katja,

an sich finde ich es gut, dass du nicht wegsiehst, sondern dich kümmerst und dir bei Unsicherheiten andere Meinungen einholst. Deine Schwägerin kann sich sehr glücklich schätzen.
Glücklicher wäre sie allerdings dran, wenn sie genügend Selbstbewusstsein und auch Selbstwertgefühl aufbringen würde selber die Dinge um sich so zu ordnen, dass wie bereits gesagt ihre innerste Grenze = die seelische und körperliche Unversehrtheit ausreichend gesichtert ist und zwar ab sofort und ohne weitere Ausnahme...

Dahingehend wünsche ich ihr weitherhin viel Erfolg! Und dran denken: totschweigen bringt nix...immer grade und direkte Wege gehen, jeder ist für sein Handeln verantwortlich und sollte stets so handeln, dass er mit seinem Tun das Licht der Öffentlichkeit nicht scheuen muss....Derjenige der sich nach außen hin lieb und zahm gibt, aber hinter verschlossenen Türen sadistisch ist und Gewalt ausübt sollte sich auch öffentlich dazu äußern, bzw. rechtfertigen, am besten bei Körperverletzung vor Gericht...ohne Zip und Zap!
Ich finde diese gutbürgerliche Fassade mit einem dahinter verborgenem asozialen Gebaren immer abstossend und echt gruselig....hab so was während meiner Kindheit selber erlebt...seitdem finde ich: Was falsch und verderbt ist, muss ausgemistet werden!
In nen dunklen Hühnerstall muss man ne helle Lampe hängen, damit der Fuchst wegbleibt, oder von mir aus anfängt mit den Hühnern Eier zu legen 🙂)

Gruss
Tyra
 
liebe katja,

ich finde es wirklich toll von dir, daß du deiner schwägerin hilfst. mach dir keine gedanken, ob es richtig ist oder nicht hier zu schreiben. denn es IST RICHTIG! mein ex gehört auch zu diesen "ich alles, du nix-typen", nur leider hab ich das versteckspiel zu gut gekonnt. niemand hat was gemerkt und niemand hat geholfen. und das wär aber wirklich hilfreich gewesen, wenn sich einer von den freunden gekümmert hätte, sich informiert hätte. ich wär nicht böse gewesen, im gegenteil!

und ich schließe mich meinen vorrednern an: 1. das ist nicht der anfang sondern die nächste stufe. der anfang war schon viel früher. aber es ist mit großer wahrscheinlichkeit der anfang von physischer gewalt. die psychische ist schon lange da.
2. sie sieht das nicht ein, erst wenn es richtig schlimm wird.

wichtig ist, daß du ihr beistehst, und sie weiß, daß sie im notfall zu dir kommen kann, sie nicht allein ist. wichtig auch, daß du ihr und ihm die meinung sagst, daß es zu weit ging und es aufs fürchterlichste anzuklagen ist. (am besten wäre, daß alle seine freunde erfahren, was für ein typ er ist: ein schläger, ein frauenhasser, ein psycho!)

weißt du, alle meine freunde haben nichts gesehen, oder sich neutral gehalten. außer eine freundin, die hat meinen ex sofort durchschaut, ihn gehasst. ich wollte immer, daß sie sich mit ihm wenigstens verträgt. aber da war nix zu machen. und als mein typ dann wieder mal aggressiv auf mich losging, da konnte ich zu ihr und sie hat mir geholfen.

so wie du sollten alle freunde sein!

salome
 
Hallo!

Vielen Dank noch mal für Eure gute Unterstützung.
Meiner Schwägerin geht es relativ gut und sie zieht jetzt radikal die Konsequenzen aus der ganzen Sache:
Sie gibt ihrem Mann zwar noch eine Chance, aber die Chance sieht so aus, dass sie verlangt, dass sie zusammen eine Therapie machen. Schon deswegen, damit er dem oder der Therapeutin keine Märchen erzählen kann.
So lange die Therapie dauert bzw. bis große Fortschritte zu sehen sind (mindestens also ein Jahr) bleibt sie bei ihren Eltern, ohne wenn und aber. Er versucht sie gerade immer unter Druck zu setzten indem er sagt entweder kommt sie nach Hause oder sie können sich gleich scheiden lassen. Sie meint dann immer, dass das dann seine Entscheidung ist; wenn er es so will, dann soll er es so machen. Sie lässt sich also nicht erweichen... bis jetzt zumindest nicht. Zumindest die Notwendigkeit der Therapie sieht er ein.
Außerdem tritt sie ihm nie alleine gegenüber; während sie ihre Sachen abholt ist entweder immer ihr Vater oder mein Mann dabei. Er hätte immer gerne Gespräche „unter vier Augen“ aber sie lehnt es völlig ab; das äußersten Zugeständnis von ihr ist, dass zumindest jemand im Nebenraum mit geöffneter Türe bleibt. Sie lehnt es auch völlig ab zusammen mit ihm zu den Therapiesitzungen zu fahren; jeder fährt einzeln hin und auch wieder zurück.
Beim Arzt war sie inzwischen auch; sogar Verdacht auf eine Verletzung am Jochbein, aber das hat sich zum Glück nicht bestätigt. Wenigstens hat sie es sich noch bestätigen lassen; im Fall einer endgültigen Trennung kann das sicher nicht schaden.
Ein großes Problem ist natürlich auch das Finanzielle: neue Immobilie, Schulden, die zwar gemeinsam leicht zu trage wären, aber im Falle einer Scheidung stehen beide vor einem Scherbenhaufen für den Sie die Hälfte ihres Lebens um sonst gearbeitet haben. Aber besser so, als sich noch weitere Jahre psychisch und physisch kaputt machen zu lassen.
Für mich steht sowieso fest: wenn es zur endgültigen Trennung kommt bekommt meine Schwägerin schon wieder festen Boden unter die Füße... ganz im Gegensatz zu meinem Schwager; der wird mit ziemlicher Sicherheit untergehen.

Und... ihr hattet alle Recht damit, dass das nicht erst der Anfang war. Anscheinend schon über vier Jahre lang hat er sie angebrüllt, aus Wut irgendwelche Sachen demoliert und sich wichtig gemacht. Es muss so schlimm im letzten Jahr gewesen sein, dass sie kaum noch in der Nacht schlafen konnte, so war sie mit den Nerven runter.
Geahnt haben wir im Verwandten und engsten Freundeskreis eigentlich alle etwas; wir haben bei ihr auch immer nachgefragt, aber sie ist uns immer ausgewichen. Wenigstens jetzt hat sie den Mut dazu gefunden sich uns anzuvertrauen.

@Salome
Vielleicht ist es wirklich richtig hier zu schreiben... meine Schwägerin und vor allem meine Schwiegereltern wollen aber zur Zeit auf keinen Fall, dass es „größere“ Kreise zieht. Ich nehme in so weit Rücksicht darauf, dass ich bis jetzt noch niemandem, noch nicht mal meiner Familie davon etwas gesagt habe. Ich komme mir schon immer wie eine Lügnerin vor, wenn mich meine Mutter am Telefon fragt, wie es den beiden geht und ich immer sagen muss: ja, ganz gut...
Aber trotzdem möchte ich dem Wunsch entsprechen es vorerst mal „geheim zu halten“. Über Weihnachten wird sich der schöne Schein vermutlich sowieso nicht halten lassen können.
Danke für Dein großes Lob! Mein ganzes Interesse und meine Sorge gilt natürliche meiner Schwägern aber hasse ich meine Schwager dafür, was er gemacht hat, was er ist? Ich bin (leider) jemand, der Dinge sehr nüchtern und neutral beurteilt und handelt. Bis jetzt hatte ich noch keine Gelegenheit mit meinem Schwager zu sprechen obwohl er in unmittelbarer Nähe wohnt, da er uns anscheinend aus dem Weg geht. Ich habe eigentlich nicht vor ihm anders zu begegnen als früher; ich habe ihm schon immer meine Meinung gesagt, wenn er Mist gebaut hat, sachlich, klar und deutlich. Das werde ich diesmal auch und werde ihm eindringlich sagen, dass er diese letzte Möglichkeit ergreifen soll. Und natürlich werde ich ihm auch sagen, dass er sich jegliches Vertrauen mit dieser Aktion verspielt hat. Vertrauen wieder herzustellen dauert bekanntlich sehr lange, wenn es überhaupt möglich ist und er wird sein Leben lang daran arbeiten müssen.
Ich persönlich habe ihm damit eine eindeutige Ansage gemacht und er kennt die Konsequenzen. Ich lasse ihm nur eine Türe offen: die Türe sich zu ändern und die versuche ich ihm mit Zuckerbrot und Peitsche schmackhaft zu machen. Wenn er darauf nicht reagiert, ist er für mich gestorben. Ich bin so, dass ich mit einer Beziehung zu einem Menschen dann komplett brechen kann; mich interessiert dann an dieser Person überhaupt nichts mehr, egal was passiert. Ich empfinde dann weder Mitleid, Wut oder sonst irgendeine Emotion. Manche finden, dass ich „kalt“ bin, aber warum sollte ich mir Gedanken und Sorgen um einen Menschen machen, der es nicht wert ist? Diese Energie, die ich mir da spare kann ich dann um so besser den Personen zukommen lassen, die es nutzen und daran wachsen können... (sehr philosophisch! J )

Ich werde mal wieder schreiben wenn sich etwas neues ergibt, oder wenn ich eure Hilfe und Unterstützung brauche.

Und an alle Opfer da draußen: Wehrt Euch!!! Nicht ihr seid die Schwachen, sonder die, die euch quälen sind die Schwachen sobald ihr euch wehrt!

Eure
Katja
 

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