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Nur dummes Zeug, oder ernst nehmen?

  • Starter*in Starter*in rumsgurke
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R

rumsgurke

Gast
Hallo, ich habe lange gesucht, aber kein passendes Forum gefunden und möchte somit hier um verbale Hilfe bitten, bzw. von Euch einen Link zu einem Forum mit professioneller Hilfe.

Wir sind eine Patchwork-Familie
- Mutter mit Sohn (16) und Tochter (13)
- Vater mit Sohn (9)
Nun gibt es zunehmend Auseinandersetzungen zwischen (Stief)-vater und dem 16-jährigen Sohn, die dann letzten Endes mit Morddrohungen des 16-jährigen enden. Er äußert sich dann folgendermaßen: Wenn ich selber mit dem Basi zuschlage, könnte es sein, das ich Dich gleich totschlage, also laß ich das von meiner Gang machen. Ich brauch dann nur sagen: schlag und schon haste eine, oder ich nehm nen Schlagring. Also laber mich nicht von der Seite an Alter!

Nun ist mir ja bestens klar, das der 16-jährige
1. Probleme hat wegen der Trennung seiner Eltern
2. den Stiefvater nicht als seinen Erzieher anerkennt
und 3. gerade in dem Alter sowieso Probleme zwischen den Generationen auftreten.

Fragen, die sich aus dem Geschilderten ableiten: Soll man solche Äußerungen ernst nehmen? Erfüllen diese Äußerungen bereits einen Straftatbestand? Oder hat er nur so überzogen reagiert, weil keine Argumente mehr da waren und er auf keinen Fall als Verlierer von der Bühne gehen darf? Diese Drohungen sind auch kein Einzelfall, sondern wiederholen sich. Der Junge ist in seiner Freizeit entweder in seinem Zimmer mit aggressiver Rapmusik, Ballerspielen am PC aber am meisten bis spät in die Nacht mit seinen Kupels (Gang) unterwegs.

Wurde mich freuen, mal ein paar Meinungen dazu zu hören.
 
Wenns auch nicht eindeutig aus dem Text hevorgeht, aber ich bin der Stiefvater.

Meinem Sohn hätte ich eine kräftige geschwalbt, dafür das er es wagt so mit mir zu reden. Nur es ist ja nicht mein Sohn und er soll es auch nicht werden. Die Sprüche, wie: Na und, Du bist nun mal nicht mein Vater, Du hast mir nichts zu sagen, die stecke ich auch locker weg, weil ich sein Vater garnicht sein möchte. Ich glaube auch, das ist nicht unser Problem. Sondern das sitzt hier:

Seine Mutter und ich sind uns (zumindest glaubte ich das bis vor einiger Zeit) in Erziehungsfragen prinzipiell einig. Daraus ergibt sich aber für den Sohn das er eben merkt, das es hier in unserer Patchwork-Familie ein paar Regeln gibt, die da einzuhalten sind. Und Regeln sind für ihn da, einzig um gebrochen zu werden. Er differenziert da, oder möchte differenzieren zwischen den Regeln die seine Mutter vorgibt und denen die ich vorgebe. Nur er hat absolut noch nicht geschnallt das das eigentlich UNSERE Regeln sind. Seine Mutter verlangt von ihm genauso wie ich, und das weiß er eigentlich, das er seine Zähne putzen soll. Nur leider kontrolliert sie das nicht, denn sie denkt, einen 16-jährigen braucht man doch nicht wegen dem Zähneputzen zu kontrollieren, das ist doch das normalste von der Welt. Ich schicke ihn dann aber vom beispielsweise vom Mittagstisch weg, wenn er keine Zähne früh geputz hat. Das geht mir locker runter und geht ganz einfach mit den Worten: An meinem Tisch sitzen keine Leute mit ungeputzten Zähnen, mich ekelt es davor. Dabei hatte er vorher von mir 2 Chancen bekommen, in dem ich am Frühstückstisch mal ganz allgemein das Wort Zähne putzen fallen lassen habe und in dem ich ihn am Vormittag nochmals angesprochen habe, als er losschieben wollte zu seinen Kumpels. Trotzdem oder gerade deswegen, hat er dennoch keine Zähne geputzt und dafür habe ich ihn dann vom Mittagstisch zum Putzen geschickt, vorher würde er kein Essen bekommen. Er hatte ja seine Chance.
Und jetzt ist er nun in der Klemme, so denke ich, weil er mich soweit kennt, das er wirklich vom Tisch muß, da setze ich mich dann auch durch - nicht körperlich, sondern er weiß das er genau in diesem Moment nichts zu Essen bekommt, es sei denn er geht Zähne putzen, danach kann er essen.
Jetzt braucht er aber seinen kleinen Sieg und erklärt nach dem Zähne putzen seiner Mutter, er könne jetzt nicht mehr essen, jetzt hat er den ekligen Geschmack von Pfefferminze in Mund und damit ist ihm das Essen eklig welches seine Mutter gekocht hat. Also ist die Situation immer noch nicht bereinigt. Seine Mutter verlangt jetzt von ihm zu essen, vorher darf er nicht raus zu seiner "Gang", und schon wieder ist er in der Zwickmühle ohne Sieg.

An allem bin am Ende nur ich Schuld, denn ich habe ihn ja zu Putzen geschickt, jetzt muss er eklig essen, denn zu seinen Kumpels, da möchte er pünktlich sein. Und jetzt beginnt er sich reinzusteigern und am Ende steht dann Hass auf mich, blinde Wut, weil ich ihm klarmache, er braucht doch einfach nur seine Zähne putzen und die Welt ist in Ordnung. Da er seinen Sieg jetzt noch braucht um nicht als Besiegter vom Schlachtfeld zu gehen, kommt dann jetzt die Drohung, das nächste Mal den Baseballschläger zu holen.

Ich habe anschließend als der Junge draußen bei seinen Kumpels war und sich die Wogen geglättet hatten, mit seiner Mutter darüber gesprochen und habe die Frage in den Raum gestellt, mit welchem Recht er so mit mir reden darf. Und das ich der Meinung bin, ihr Sohn hat mit seinen Äußerungen eigentlich mehr seine Mutter getroffen als mich, denn er hat ob man es nun ernst nimmt oder nicht, den Mann, den sie liebt mit dem Tode bedroht. Und das wegen ...
... eigentlich Pille-Palle. Ich habe sie aufgefordert, ihrem Sohn klar zu machen, das er mich mit Respekt behandelt, das er zuhören soll, wenn ich etwas sage und das er ein bischen schief gewickelt ist, wenn er denkt, weil ich nicht sein Vater bin, habe ich ihm auch nichts zu sagen. Er stört damit immerhin den Familienfrieden. Konsequenz der ganzen Geschichte wäre ja, das entweder ich einen Rückzieher mache, der Junge kann machen was er will, ich nichts mehr in meiner eigenen Wohnung zu melden habe und der Junge hier den Ton angibt oder die Familie muss sich eventuell irgendwann trennen.

Das Ganze hier ist nur ein Beispiel, es gibt unzählige und tägliche Auseinandersetzungen und Ärger, der aber ausschließlich im Verhalten des Jungen begründet ist. Pflegelalter halt.
Sollte ich gelassen darüber hinwegsehen? Da ist dann ja immerhin auch noch mein Sohn, der registriert ja bereits wie man mit seinem Vater umgehen kann, wie soll ich ihn denn erziehen, wenn ich beim Sohn meiner Frau andere Maßstäbe setze. Der eine darf und der andere nicht - das geht ja auch nicht gut.
Schwierige Kiste, das Ganze, ich weiß mir aber so richtig keinen Rat.
 
Hallo,

also es kommt wie darkside es andeutete drauf an was für ein Typ dein Sohn ist und was für ein Typ dein Mann ist.
Man sollte solche Drohungen schon irgendwo ernst nehmen..und das dem Sohn auch verklickern. Er hat sich innerhalb der family an gewisse Grundregeln zu halten..tut er es nicht, solltest du ihn rausschmeissen...fertig. Wenn er Angst verbreitet ist das dein gutes Recht.
Warum kann er unkontrolliert tun, was er will?...er wohnt ja noch bei euch..wo bleibt da eure Erziehungsarbeit?
Gerade Jugendliche brauchen glasklare STrukturen und ANleitung wie es zu laufen hat. Wenn er das Milieu seiner Kumpels vorzieht und bei euch in der family den Alpha mimen will sollte man diesen Machtkampf um die Herrschaftsposition sehr ernst nehmen. Jugendliche in dem Alter suchen nach Grenzen...finden sie keine kann das schiefgehen..weil sie zu anarschistisch drauf kommen. Die FAmilie ist der Ort an dem Grundstrukturen herrschen sollten an denen sich Jugendliche und Heranwachsende orientieren können.

Grad Mütter sind hier gefragt um klarzumachen, dass sie innerhalb der family eine gleichberechtigte Position haben, klar bestimmen was innerhalb ihrer family zu laufen hat..ich würde bei mir Aggromist nicht dulden...und vom Sohn erwarten, dass er mich und meinen Partner achtet und nicht angreift oder bedroht...auch dass mein Sohn sich PC-Spiele nach eigenem ERmessen reinziehen darf...es sei denn er finanziert sich und all diesen Kram selber und wohnt nicht mehr unter meinem Dach. Solang man eine gewisse Macht über die Kids hat sollte man die auch angemessen nutzen um sie aufs Leben gut vorzubereiten..Wenn er in der family mit Aggression und Einschüchterung ERfolg hat könnte er auf den Trichter kommen das auch anderswo so zu halten. Lernschritt sollte jedoch sein: Aggression und Drohgebärden bringen nix außer Nachteile..niemals Vorteile...nur angemessenes Verhalten bringt ERfolg. Dieses Schema sollte auf jeden Fall "installiert" werden in der Festplatte deines Sohnes.
Auf solche Drohungen würde ich reagieren, dass ich mir den Burschen mal in einem sachlichen Gespräch vorknöpfen würde und ihn ernsthaft klar machen würde, dass diese Drohungen absolut nicht o.k. sind. Oder hast du Angst mit ihm zu reden? Kommst du überhaupt noch an ihn heran, oder lebt er in seiner eigenen Welt? Kann es sein, dass du untergründig deinem Sohn ggü ein schlechtes Gewissen hast oder Verlustängste und ihn daher eher verwöhnst als förderst und forderst, ihm nichts abverlangst etc. (wie sieht es mit Hausarbeit aus..tut er seinen Teil dazu? oder bist du Mama Hotel?...all das sind Dinge die zusammenhängen und seinen Charakter mitprägen!) Frag dich das mal und hol dir ggf. Rat bei Erziehungsfachleuten.

Es ist dein Sohn, du stellst die REgeln auf..kümmer dich drum! Ich denke es wäre falsch einfach so über diesen Vorfall hinwegzusehen.

Gruß
Tyra
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo "rumsgurke",

ich denke, dass du das Problem falsch angehst.

Wie man aus deinem Text erkennen kann, bist du sehr bemüht, dass Problem zu lösen. Allerdings vermute ich, dass du an dem Symptom herumdokterst und nicht an der eigentlichen Ursache: eurem (Stief)Vater-Sohn-Verhältnis.

Wie du selbst geschrieben hast, willst du gar nicht sein Vater sein. Vielleicht ist ihm das bewusster als du vermutest...

Jungs brauchen eine männliche Bezugsperson, ein Vorbild, einen Vater...

Wer weiß, möglicherweise will er damit deine Aufmerksamkeit erreichen, sich mit dir messen.

Sucht euch kompetente Unterstützung/Beratung. Sucht nach der Ursache seines Verhaltens. Erst wenn du verstehst, WARUM er so handelt, kannst du effektiv eingreifen. Probier es mal mit einer systemischen Therapie, die behandelt die unterschiedlichen Rollenverhalten und die Interaktionsmuster innerhalb der Familie.
 
Dank Dir Nora,
inzwischen war ich beim Jugendamt und von dort bin zur Erziehungsberatung geschickt worden. Hatte dort ein 1 1/2-stündiges Gespräch aus dem ich einige Dinge mitgenommen habe
Dort allerdings hat ein Dipl.Psychologe herausgehört und mir das mitgegeben unser Problem wäre, das sich (Stief-)Vater und Mutter nicht mal richtig einig sind. Durch seine Mutter wird nicht konsequent meine Rolle herausgehoben, sie läßt mich zwar agieren, aber unterstützt es nicht sondern wirkt sogar noch dagegen. Mir war das zwar auch aufgefallen, aber hatte ich das nicht als neuralgischen Punkt angesehen. Das wäre es aber.
Beispiel: Nachdem er mir diese Worte im Zorn an den Kopf geballert hat, hat sie fast nichts dazu gesagt, sondern ihn 5 Minuten später mit Geld ausgerüstet und er konnte mit seinen Kumpels den Nachmittag inklusive Party Abends verbringen. Als er dann spät Abends anrief und herauskitzeln wollte auch noch gleich bei Kumpels zu schlafen, hat sie dann allerdings festgelegt, das er nach Hause zu kommen hat. Dies hat er sofort wieder auf mich projiziert, das wäre nur wieder ich gewesen, der ihr das eingeredet hat.

Und so geht die unendliche Geschichte immer weiter.
Am nächsten Tag, es sind Ferien hier bei uns und ich habe freigenommen, denn mein Sohn 9 Jahre hat ja auch Ferien, bin ich ja nun zu Hause ... und siehe da der Große hat wieder nicht Zähne geputzt. Gegen 13:00 Uhr habe ich ihm dann gesagt, das er zu Hause bleiben kann bis seine Mutter kommt, die wird das dann klären. Aber er denkt er kann bei ihr auf Arbeit anrufen und wieder herauskitzeln das er gleich losschieben kann. Ich habe also wieder nichts zu sagen. Nur der Gedanke von ihm, in diesem Moment seine Mutter anzurufen, dürfte ja schon nicht sein, wenn er wüßte, sie entscheidet genauso wie ich.
Da liegt also das Problem.
Das sich das erwachsenwerdende Borstenvie eine große deutsche Eiche sucht um sich daran zu reiben, ist mir schon klar. Das ich die Vaterrolle übernehmen muß ist auch klar, mache ich ja auch, in dem ich den Erzieher spiele. Uns geht es hier schlicht um den Begriff Vater, wenn er sagt du bist nicht mein Vater, dann sage ich ihm: das ich das auch garnicht sein will, sondern ich bin ein erwachsener Mensch mit dem du zusammenlebst und ich gebe hier den Ton an und er hat sich zu fügen.
Nur und das kam im Gespräch dann auch als Konfliktpunkt, er hat sich bis jetzt im Leben noch nicht großartig fügen müssen. Weder seinem Vater und seiner Mutter eben nur teilweise, weil sie dann nachgiebig ist.

Also ich habe hier dann noch genügend Brot, und inzwischen auch kompetente Beratung zum Thema. Mal sehen ob wir das noch hinbekommen.

Gruß rumsgurke
 
Hallo "rumsgurke"!

Klingt doch gut, scheint, dass ihr auf dem richtigen Weg seid.

Viel Glück weiterhin

Gruß
"Nora"
 
Das ich die Vaterrolle übernehmen muß ist auch klar, mache ich ja auch, in dem ich den Erzieher spiele

Hallo rumsgurke,

sorry, ich finde Deine Grundhaltung nicht in Ordnung! Du mußt nicht die Vaterrolle übernehmen. Das kannst Du nie und nimmer! Und wenn Du dann auch noch
willst, wie soll das den gehen? Spielen? Spielst Du mit ihm Dein Spiel? Wo bleibt denn da der Raum für´s wir? Essen hält Leib und Seele zusammen! Und wenn Du im Essen verweigerst, dass, wo heute alles nur noch hektisch zugeht, ist das Gemeinsame Essen, fast der einzige Moment, wo man sich austauschen kann, Reden kann, aufatmen kann... Da sind wir uns sicher einig. Aber nicht unter den Vorzeichen. Das heißt, jeder muß zurück drehen!

In Deinem Eingangspost, spielt das Wort ICH die Hauptrolle, dann kommt ihr Sohn! Jetzt fehlt nur noch, dass er zu Dir Vater oder gar Papa sagen soll. Dann ist die Welt in Ordnug. Für Dich vielleicht.
Merkst Du was! Jetzt in diesem Moment! Ich drück Dich an die Wand?

Das was bei Euch fehlt, ist ganz einfach. TOLERANZ
Mit Deiner Methode ereichst Du alles, nur nicht das was Du willst. Du liebst seine Mutter und nimmst somit in kauf "nur" der Stiefvater zu sein. Mit allen Nachteilen. Aber Essenenzug ist wie Liebesentzug.

Sorry nochmal, dass ist nur meine Meinung!

Du gibst Dir ja Mühe, dass vergesse ich ja nicht.

LG
Knut
 
Hallo, ich frage mich die ganze Zeit was du eigentlich für ein Riesenproblem mit dem Zähneputen hast!???
Lass den armen Kerl doch mal in Ruhe damit,spätestens wenn er eine Freundin hat wird sie es ihm schon beibiegen!
Er hat warscheinlich seelisch schon genug damit zu kämpfen die Trennung seiner Eltern zu verdauen und dann stehst du da als neuer den es zu akzeptieren gilt und machst es ihm so schwer mit deiner Prinzipienreiterei!
Hast du schonmal versucht ihn als Heranwachsenden zu betrachten der sich gerade ziemlich sicher so richtig alleine und verlassen fühlt? Sein Vater ist weg und seine Mutter liebt jemand der noch nichtmal versucht freundlich zu ihm zu sein sondern aus diesem Zähneputzen ein Staatsakt macht!
Ich würde es mal auf andere Weise probieren und einfach nett zu ihm sein, denn schließlich bist DU neu in die Familie gekommen und da kann man doch erstmal versuchen ne Freundschaft aufzubauen anstatt gleich den neuen Platzhirsch raushängen zu lassen! Das er so grass droht zeigt eigentlich nur wie sehr du seinen Stolz verletzt hast ( und der ist in diesem Alter sehr verletzlich!)
Du solltest viel mehr rücksicht darauf nehmen! Wenn ich deine Frau wäre würde ich das von dir verlangen als Grundvorraussttzung dass du in meine bestehende Familie aufgenommen wirst!
Natürlich würde ich auch von meinem Sohn erwarten dass er sich bemüht und akzeptiert dass ich einen neuen Mann liebe, aber Du bist der Erwachsene in dieser Partie und ganz klar der Überlegene! Lass ihn das doch nicht so spüren - ich finde in erster Lilie seid ihr Eltern jetzt erstmal für den Familienfrieden verantwortlich, der Rest ergibt sich wenn überhaupt-nur so!
Viel Glück
Luccy
 
Hallo, ich lese immer mal wieder, ob der Eine oder Andere noch was dazu schreibt und möchte zu den letzten Beiden noch was hinzufügen.
Habe mich vielleicht etwas lax ausgedrückt, wenn ich schreibe Vaterrolle - dann meine ich nicht irgendeine Schauspielerische Rolle, sondern ich muss die väterliche Rolle in dieser Familie übernehmen. Ich bin sozusagen der maskuline Teil hier, an dem sich ein heranwachsender Knabe zu reiben versucht. Dieses Recht darf ich ihm gar nicht verwehren. In einer "normalen" Familie übernehmen dies nunmal die Väter.
Zur Vaterrolle noch dies, der Sohn pflegt die Worte: Du bist nicht mein Vater - und meint damit: Du bist NICHTS für mich! Ich habe ihm darauf geantwortet: Da hast du vollkommen Recht, ich möchte auch dein Vater gar nicht sein! Aber die väterliche Partie, die muss ich dennoch übernehmen. Und einen Erziehungsauftrag kann ich auch nicht so einfach negieren, nach dem Motto, es ist ja nicht mein Sohn. Also nehme ich meine Pflichten wahr und damit habe ich eigentlich in der Vergangenheit nichts falsch gemacht.

Von Essensentzug ist auch überhaupt keine Rede, Hygiene spielt dabei aber auch eine Rolle und nicht nach dem Motto, jeder kann hier machen was er will. Der Junge ist so ein Zahnputzmuffel, bei dem schimmelt das Wasser im Zahnputzbecher. Wir haben Gläser im Halter über dem Waschbecken, schön wenn da ein Glas davon grün im Boden ist, oder?

Und bitte richtig lesen, wir sind (und das jetzt seit 3 Jahren) eine Patchworkfamilie. Das heißt wir sind zusammengezogen, mein Sohn lebt auch noch mit in dieser Familie und wir sind alle neu in dieser Familie und nicht ich.
Ganz am Anfang haben wir sehr viel Wert darauf gelegt unseren Kindern klar zu machen, das dies ein Neustart für alle ist und niemand hier ein Gast auf Dauer ist. Ich bin also in keinster Weise zu meiner Partnerin gezogen und sie auch nicht zu mir.
Ich glaube ich hatte auch bereits geschrieben, das das NICHT-Zähneputzen auch nur ein Beispiel sein soll stellvertretend für fast täglichen Stress oder Reibungen, die er aus seinem Verhalten heraus provoziert. Er ist nun mal ein Ganz normaler Jugendlicher von HEUTZUTAGE, die rennen nun mal wie die MöchtegernGangstarappers durch die Gegend und drohen mit Affengebärdensprache jedem und allen, die im Wege stehen. Ich bin eine wunderbare Reibefläche für ihn, denn sein VATER hätte ihm wahrscheinlich für so ein Drohgebärde eine Züchtigung in Form einer Schelle verpaßt, nur dies darf und vor allem mache ich ja nicht, dies weiß er und deshalb darf man dann auch provozieren.
Ich hatte ja auch bereits geschrieben, wo der vermeintliche Formfehler ist und dies habe nicht ich sondern ein Diplompsychologe von der Erziehungsberatung herausgestellt.

Gruß rumsgurke
 

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