S
somebody
Gast
Hallo, ich weiss nicht so recht weiter...
Hintergrund: Ich bin mit meiner Verlobten zahlreiche Jahre zusammen. Sex war immer schwierig bei uns, die ersten acht Monate ist gar nichts gelaufen. Der Grund dafür war, dass sie unter einer Essstörung litt und (lange vor unserer Beziehung) mal vergewaltigt worden war. Details zur Vergewaltigung kenne ich nicht, ich weiss nur soviel (von ihr), dass es um ihren Ex-Ex-Freund ging und dass meine Verlobte ihm wohl damals erst signalisiert hat, dass sie es auch will und dann, als sie schon dabei waren, nein gesagt hat. Schwierige Situation, die ich mir nicht anmaße, bewerten zu wollen. Wollte nur damit kurz deutlich machen, dass Sex von Anfang an ein sehr schwieriges Thema war -- zum einen Aufgrund dieser speziellen Situation damals und zum anderen weil sie ein sehr gespaltenes Verhältnis zu ihrem Körper hatte. (Der übrigens damals wie heute wunderschön war... Irgendwann hat sie mir zumindest geglaubt, dass ich das so empfinde und wirklich ernst meine.)
Nach einem 3/4 Jahr ist es dann endlich soweit gewesen, dass sie mir vertrauen konnte und mit mir geschlafen hat. Danach vergingen immer Wochen (!) bis zum nächsten Mal...
Ich wusste, dass ich Geduld brauche, aber nach knapp einem Jahrzehnt hat sich die Situation noch nicht verbessert. Ich liebe sie wirklich. Aber ich halte es nicht mehr aus. Unser Sexleben ist eine Farce. Im Schnitt vergehen jeweils drei Wochen. Und dann scheint sie großen Wert drauf zu legen, dass ich schnell eindringe... Es kommt mir vor wie "erweitertes Kuscheln". Überhaupt fühle ich mich bei ihr nicht mehr als Mann, sondern nur noch als Teddy.
Keine Experimentierfreude, immer das selbe Schema, immer nur einmal. Und dann wieder Wochen Pause. Auch der Höhepunkt hat für sie keinerlei Bedeutung. Wenn ich sie gerne verwöhnen würde, damit sie auch einen Höhepunkt erlebt, sagt sie in letzter Zeit immer "ich brauch das nicht".
Kann mir mal eine Frau erklären, warum der Höhepunkt so unwichtig sein kann? Es will nicht in meinen Männerschädel rein.
Es ist mir einfach viel zu wenig, was zwischen uns sexuell läuft! Bisher haben mich immer ihre Versprechen am Leben gehalten, dass sich das ändern würde, wenn sich die Arbeitssituation entspannt hat, wenn die Umzugsplanung vorbei ist, wenn ich mehr Zeit für sie habe, wenn..., wenn..., wenn...
Klar, ich habe aus beruflichen Gründen wenig Zeit. Wir sehen uns täglich nur wenige Stunden (obwohl wir zusammen wohnen), haben aber immerhin die Wochenenden komplett für uns. Wenn sie wollte, könnte sie mich mitten in der Nacht wecken, wenn sie die Lust überkommt, oder sie ruft mich in der Firma an, oder oder oder... Wenn sie wirklich wollte, wäre die Gelegenheit das kleinste Problem (jaja, Männer, allzeit bereit 😀)...
Das schlimme ist, dass ich auch keine Chance habe, sie zu verführen. Wenn sie nicht will, will sie nicht, egal was ich anstelle. Ich fange mir ständig Körbe ein. "Jetzt nicht", "Vielleicht später"... Ich kann's nicht mehr hören!
Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass ich total frustriert bin und dass nach fast einem Jahrzehnt meine Geduld echt am Ende ist. Ich kann nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr, auf Besserung zu hoffen.
Das ist ihr auch alles nicht neu. Sie sagt, dass es definitiv nicht an mir liegt, obwohl ich es ihr wirklich leicht gemacht habe, mir die Schuld zu geben... einfach, weil ich wollte, dass sie ehrlich ist.
Gehören ja immer zwei dazu und wenn es an mir läge, würde ich gerne was dafür tun. Aber nein, an mir liegt es ja nicht. Aber selbst wenn sie das tausend mal sagt, ist es schwer das zu glauben... Wie gesagt: Ich habe die Hoffnung inzwischen aufgegeben, weil ich nicht mehr die Kraft habe, mir ständig meinen Korb abzuholen und wochenlang darauf zu warten, wirklich ausgesprochen mittelmäßigen Sex zu haben.
Also habe ich ihr das vorhin gesagt. Mal wieder. Obwohl ich es ihr wieder leicht gemacht habe, indem ich sie direkt gefragt habe, ob und was ich falsch mache, hat sie abgeblockt (an mir läge es nicht) und sich beleidigt in ihr Schneckenhaus zurückgezogen... "Dann kann ich Dir wohl nicht geben, was Du brauchst"...
Ja, das stimmt leider (wenn es wirklich nicht an mir liegen sollte), aber ich habe das lieber im Raum stehen gelassen und nicht kommentiert, sondern nochmal nachgehakt, was ich besser machen kann.
Naja, dann wieder die üblichen Vorwürfe: "Wenn Du mehr Zeit hättest, hätte ich auch öfter Lust", "die Arbeit ist so stressig", usw usf.
Mal eine Frage an die Frauen hier: Vergeht Euch über Jahre die Lust, wenn sich nicht mehr so viele Gelegenheiten bieten oder würdet Ihr nicht auch (wie viele Männer) dann eher versuchen, in der verbleibenden Zeit maximal auf Eure Kosten zu kommen?
Ich meine: Selbst wenn wir das ganze Wochenende zusammen sind (was in den letzten Monaten immer der Fall war), passiert ja auch nichts. Nochmal zum Mitschreiben: Einmal in drei Wochen! Ich bin Anfang 30, sie vier Jahre jünger. Das ist doch wirklich nicht normal...
Mit den oben zitierten Vorwürfen dampfte sie erstmal in das Arbeitszimmer ab. 10 Minuten später kam sie raus, setzte sich neben mich, sprach kein Wort, verzog keine Miene. Glotze an (bzw. wieder laut gestellt). Fertig.
Mir ist der Kragen geplatzt, und ich bin ins Büro "geflüchtet". Ich kann das nicht länger Aussitzen. Das tue ich schließlich seit Jahren. Ich kann nicht jeden Tag eine Frau um mich haben, die ich liebe, aber mit der sexuell so gut wie nichts läuft. Ich will und kann meine Lust einfach nicht zügeln.
Ich bin niemals in meinem Leben fremd gegangen, hab auch niemals darüber nachgedacht. Aber in den letzten Monaten habe ich schon entsprechende Phantasien und kann wirklich nicht mehr garantieren, dass ich noch länger brav sein kann. Eigentlich will ich das auch nicht.
Ich möchte doch einfach nur mit meiner Herzdame die natürlichste Sache der Welt erleben. Verlange ich zuviel? Was soll ich nur tun?
Für mich gibt es nur eine saubere Lösung, die uns zwar beiden weh tut, aber immernoch besser ist, als uns weiter was vor zu machen: Trennung.
Keine Ahnung, was mich erwartet, wenn ich nach Hause komme. Sie wird sicherlich schon schlafen. Aber vor dem morgigen Tag graut's mir und ich werde heute Nacht sicher kein Auge zu machen.
Hat hier jemand einen goldenen Tipp oder kann mich ein wenig aufmuntern? Ich liebe sie wirklich, aber ich ertrage ihre Nähe manchmal einfach nicht mehr... Ständig bin ich der Kuschelteddy, aber mehr ist einfach nicht drin. Das macht mich einfach fertig und raubt mir auch für viele andere Dinge (zum Beispiel meine Arbeit) total die Kraft. Ich bin einfach nicht mehr ausgeglichen, sondern reagiere oftmals gereizt, bin frustriert, weiss nicht, was ich tun kann...
Ach verflucht... Ich glaube, ich werde mich von ihr trennen müssen, so schwer das auch wird.
Danke für's Zuhören...
Hintergrund: Ich bin mit meiner Verlobten zahlreiche Jahre zusammen. Sex war immer schwierig bei uns, die ersten acht Monate ist gar nichts gelaufen. Der Grund dafür war, dass sie unter einer Essstörung litt und (lange vor unserer Beziehung) mal vergewaltigt worden war. Details zur Vergewaltigung kenne ich nicht, ich weiss nur soviel (von ihr), dass es um ihren Ex-Ex-Freund ging und dass meine Verlobte ihm wohl damals erst signalisiert hat, dass sie es auch will und dann, als sie schon dabei waren, nein gesagt hat. Schwierige Situation, die ich mir nicht anmaße, bewerten zu wollen. Wollte nur damit kurz deutlich machen, dass Sex von Anfang an ein sehr schwieriges Thema war -- zum einen Aufgrund dieser speziellen Situation damals und zum anderen weil sie ein sehr gespaltenes Verhältnis zu ihrem Körper hatte. (Der übrigens damals wie heute wunderschön war... Irgendwann hat sie mir zumindest geglaubt, dass ich das so empfinde und wirklich ernst meine.)
Nach einem 3/4 Jahr ist es dann endlich soweit gewesen, dass sie mir vertrauen konnte und mit mir geschlafen hat. Danach vergingen immer Wochen (!) bis zum nächsten Mal...
Ich wusste, dass ich Geduld brauche, aber nach knapp einem Jahrzehnt hat sich die Situation noch nicht verbessert. Ich liebe sie wirklich. Aber ich halte es nicht mehr aus. Unser Sexleben ist eine Farce. Im Schnitt vergehen jeweils drei Wochen. Und dann scheint sie großen Wert drauf zu legen, dass ich schnell eindringe... Es kommt mir vor wie "erweitertes Kuscheln". Überhaupt fühle ich mich bei ihr nicht mehr als Mann, sondern nur noch als Teddy.
Keine Experimentierfreude, immer das selbe Schema, immer nur einmal. Und dann wieder Wochen Pause. Auch der Höhepunkt hat für sie keinerlei Bedeutung. Wenn ich sie gerne verwöhnen würde, damit sie auch einen Höhepunkt erlebt, sagt sie in letzter Zeit immer "ich brauch das nicht".
Kann mir mal eine Frau erklären, warum der Höhepunkt so unwichtig sein kann? Es will nicht in meinen Männerschädel rein.
Es ist mir einfach viel zu wenig, was zwischen uns sexuell läuft! Bisher haben mich immer ihre Versprechen am Leben gehalten, dass sich das ändern würde, wenn sich die Arbeitssituation entspannt hat, wenn die Umzugsplanung vorbei ist, wenn ich mehr Zeit für sie habe, wenn..., wenn..., wenn...
Klar, ich habe aus beruflichen Gründen wenig Zeit. Wir sehen uns täglich nur wenige Stunden (obwohl wir zusammen wohnen), haben aber immerhin die Wochenenden komplett für uns. Wenn sie wollte, könnte sie mich mitten in der Nacht wecken, wenn sie die Lust überkommt, oder sie ruft mich in der Firma an, oder oder oder... Wenn sie wirklich wollte, wäre die Gelegenheit das kleinste Problem (jaja, Männer, allzeit bereit 😀)...
Das schlimme ist, dass ich auch keine Chance habe, sie zu verführen. Wenn sie nicht will, will sie nicht, egal was ich anstelle. Ich fange mir ständig Körbe ein. "Jetzt nicht", "Vielleicht später"... Ich kann's nicht mehr hören!
Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass ich total frustriert bin und dass nach fast einem Jahrzehnt meine Geduld echt am Ende ist. Ich kann nicht mehr. Ich habe keine Kraft mehr, auf Besserung zu hoffen.
Das ist ihr auch alles nicht neu. Sie sagt, dass es definitiv nicht an mir liegt, obwohl ich es ihr wirklich leicht gemacht habe, mir die Schuld zu geben... einfach, weil ich wollte, dass sie ehrlich ist.
Gehören ja immer zwei dazu und wenn es an mir läge, würde ich gerne was dafür tun. Aber nein, an mir liegt es ja nicht. Aber selbst wenn sie das tausend mal sagt, ist es schwer das zu glauben... Wie gesagt: Ich habe die Hoffnung inzwischen aufgegeben, weil ich nicht mehr die Kraft habe, mir ständig meinen Korb abzuholen und wochenlang darauf zu warten, wirklich ausgesprochen mittelmäßigen Sex zu haben.
Also habe ich ihr das vorhin gesagt. Mal wieder. Obwohl ich es ihr wieder leicht gemacht habe, indem ich sie direkt gefragt habe, ob und was ich falsch mache, hat sie abgeblockt (an mir läge es nicht) und sich beleidigt in ihr Schneckenhaus zurückgezogen... "Dann kann ich Dir wohl nicht geben, was Du brauchst"...
Ja, das stimmt leider (wenn es wirklich nicht an mir liegen sollte), aber ich habe das lieber im Raum stehen gelassen und nicht kommentiert, sondern nochmal nachgehakt, was ich besser machen kann.
Naja, dann wieder die üblichen Vorwürfe: "Wenn Du mehr Zeit hättest, hätte ich auch öfter Lust", "die Arbeit ist so stressig", usw usf.
Mal eine Frage an die Frauen hier: Vergeht Euch über Jahre die Lust, wenn sich nicht mehr so viele Gelegenheiten bieten oder würdet Ihr nicht auch (wie viele Männer) dann eher versuchen, in der verbleibenden Zeit maximal auf Eure Kosten zu kommen?
Ich meine: Selbst wenn wir das ganze Wochenende zusammen sind (was in den letzten Monaten immer der Fall war), passiert ja auch nichts. Nochmal zum Mitschreiben: Einmal in drei Wochen! Ich bin Anfang 30, sie vier Jahre jünger. Das ist doch wirklich nicht normal...
Mit den oben zitierten Vorwürfen dampfte sie erstmal in das Arbeitszimmer ab. 10 Minuten später kam sie raus, setzte sich neben mich, sprach kein Wort, verzog keine Miene. Glotze an (bzw. wieder laut gestellt). Fertig.
Mir ist der Kragen geplatzt, und ich bin ins Büro "geflüchtet". Ich kann das nicht länger Aussitzen. Das tue ich schließlich seit Jahren. Ich kann nicht jeden Tag eine Frau um mich haben, die ich liebe, aber mit der sexuell so gut wie nichts läuft. Ich will und kann meine Lust einfach nicht zügeln.
Ich bin niemals in meinem Leben fremd gegangen, hab auch niemals darüber nachgedacht. Aber in den letzten Monaten habe ich schon entsprechende Phantasien und kann wirklich nicht mehr garantieren, dass ich noch länger brav sein kann. Eigentlich will ich das auch nicht.
Ich möchte doch einfach nur mit meiner Herzdame die natürlichste Sache der Welt erleben. Verlange ich zuviel? Was soll ich nur tun?
Für mich gibt es nur eine saubere Lösung, die uns zwar beiden weh tut, aber immernoch besser ist, als uns weiter was vor zu machen: Trennung.
Keine Ahnung, was mich erwartet, wenn ich nach Hause komme. Sie wird sicherlich schon schlafen. Aber vor dem morgigen Tag graut's mir und ich werde heute Nacht sicher kein Auge zu machen.
Hat hier jemand einen goldenen Tipp oder kann mich ein wenig aufmuntern? Ich liebe sie wirklich, aber ich ertrage ihre Nähe manchmal einfach nicht mehr... Ständig bin ich der Kuschelteddy, aber mehr ist einfach nicht drin. Das macht mich einfach fertig und raubt mir auch für viele andere Dinge (zum Beispiel meine Arbeit) total die Kraft. Ich bin einfach nicht mehr ausgeglichen, sondern reagiere oftmals gereizt, bin frustriert, weiss nicht, was ich tun kann...
Ach verflucht... Ich glaube, ich werde mich von ihr trennen müssen, so schwer das auch wird.
Danke für's Zuhören...
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