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Nervige Themen und Ratschläge der Eltern

Denk Dir doch einfach mal ein paar Themen aus, die Dich UND Deine Eltern interessieren könnten... und die nichts mit Dir zu tun haben.
Du rededest über Dich und Deine Eltern zeigen Dir sehr intensiv, dass sie Dir zuhören und sich ihre Gedanken zu dem machen, was Du erzählst.
Du bist ihr Kind und sie kümmern sich.
Wenn es Dich nervt, bring andere Gesprächsthemen auf den Tisch.
 
Das ist eben die Gefahr bei einem Laien-Forum - Ratschläge werden gegeben vor dem Hintergrund eigener, persönlicher Verletzungen und Enttäuschungen.
Oder eigener Lebens Erfahrungen, ist nicht immer Negativ zu besetzen.
Die Alten möchten die Jugend immer klüger machen, als sie selber ehedem waren; sie vergessen aber, dass auch sie sich damals genau ebenso klüger dünkten als die ihnen ratenden Alten.
Je älter ich werde, desto fragwürdiger erscheint mir die These: Alter macht weise.
Nimm die Erfahrung und die Urteilskraft der Menschen über fünfzig aus der Welt heraus, und es wird nicht viel übrig bleiben.
Henry Ford
 
Lebenserfahrung finde ich gut.
Ich meinte etwas anderes - nämlich eigene Frustrationen und die Reaktion darauf als Strategie weitergeben.
Beispiel: Nutzer A schreibt, dass er ein Problem damit hat, dass seine Mutter ihn jeden Samstag anruft und mindestens eine Stunde lang von sich und ihrem Bingo-Club erzählt. Nutzer B, der den Kontakt zu seiner Mutter abgebrochen hat, aber innerlich an Gewissensbissen leidet, wünscht sich nun, dass andere dies auch tun mögen, damit es "normaler" wirkt. So empfiehlt er umgehend:"Brech den Kontakt mit dieser egomanen Narzistin ab! Du musst dir das nicht anhören!" Uswusw.
Vermutlich geschieht dies häufig unbewusst, aber immer geht es in solchen Fällen eher um den Ratgeber, als um den Ratsuchenden.
 
Viele "Ratschläge" hier sind natürlich Käse, fast schon fahrlässig. "Kontakt abbrechen", klar, wer sind schon die eigenen Eltern. Leute....wer solche "Ratschläge" gibt, hat ein massives Bindungsproblem mindestens mal zu den eigenen Eltern.

Wenn mir ein Nachbar einen sinnbefreiten Tipp gibt, juckt es mich nicht, aber die eigenen Eltern haben ja doch irgendwie einen anderen Draht und das Verhältnis hier ist ein enges und scheint ein Gutes. Wenn dem so nicht wäre, hätte er hier kein Post eröffnet, dann wäre es unwichtig gewesen. Aufgrund dieser Tatsache Ratschläge zu geben wie "Mach schluss, brich ab", finde ich mehr als befremdlich.

Ich kenn das leider auch. Ich hab Phasen, da hab ich einfach schon schlechte Laune, wenn ich Sonntags zu meinen Eltern fahre bzw. laufe, ist also fußläufig erreichbar. Einfach weil meine Eltern auch nicht viel Abwechslung haben und ich den Eindruck, ich bin die lebende Zeitung, das Rohr nach draußen. Will ich nicht sein, aber ist so.

Und dann erzählt man etwas und bekommt ständig ungefragt "Tipps" oder "Ratschläge", die man nicht hören will. Ich weiß nicht, ob das ein Generationenproblem ist oder ob das ein Eltern-Kind-Problem ist. Denn wenn mir ein Kumpel was erzählt, gebe ich nicht alle drei Minuten meine Ratschläge dazu, sondern höre einfach zu. Ich gebe Rat, wenn mich jemand fragt "was sagst du dazu oder wie machst du das oder was weiß ich dazu".

Meine Erfahrung ist auch - "Heute morgen bin ich zur Arbeit gefahren", Eltern:" Da musst du aufpassen, da war es doch bestimmt nebelig und glatt".

Könnte man endlos so fortführen, es gibt Themen, die mich wirklich belasten und Themen, die jucken mich weniger, dann gibt es die Tagesform und so weiter. Ich versuche den großen Knall zu vermeiden, indem ich einfach nicht hingehe oder indem ich einfach mal eine Pause einlege. Das tut dann gut und sorgt nicht für verbrannte Erde.
 
Lieber TE, aber du wohnst doch gar nicht bei deinen Eltern.
Oder habe ich da etwas missverstanden?
Du besuchst sie gelegentlich und dir gefällt es nicht, wenn sie dir "altmodische Ratschläge" geben.
Daher mein Rat - spielt etwas. Oder sprecht über allgemeine Dinge.

(Wenn man "Respekt und Anerkennung" von seinen Eltern fordert, liebe Abendsonne, sollte man im Umkehrschluss auch Respekt und Anerkennung aufbringen können. "Fordere nichts ein, wenn du es nicht auch geben kannst." Mein credo.)
Nein, ich akzeptiere und respektiere aber niemandem, der, wenn er mich von Klein auf schon kennt und eigentlich eine Bezugsperson sein soll wenn er mich schlägt mit der Erziehung überfordert ist und sich zu fein ist, professionelle Hilfe zu holen, nur weil das die Großeltern angeblich nicht wollen und man als Eltern die Fürsorge und Verantwortung nicht ernst nimmt, sondern nur das ausführt, was die Großeltern, also die Eltern von meinen Eltern von ihnen wollten.

Meine Mutter schimpft heute noch über ihre mittlerweile verstorbene Mutter rum. Hat sich aber nicht mal getraut sich als Mutter ihrer eigenen Kinder mal durchzusetzen. Was bitte sollen wir als ihre Kinder für einen Eindruck gewinnen? Ich habe meine Mutter immer Obrigkeitshörig und kuschend vor der Verwandtschaft erlebt, während sie uns, wenn alle wieder weg waren, geschlagen hatte.

Warum muss es immer noch so sein, wie früher, wo die Eltern mit ihren Kindern gemacht haben, was sie wollten und von der Gesellschaft immer von den Kindern nur erwartet wurde? Man muss nicht als Kind (egal welches Alter) die Eltern huldigen und Respekt entgegen bringen und sich demütigen lassen, wenn die Eltern selbst nur achtlos und gewaltsam mit ihren Kindern umgehen und sie kaputt machen und ihren Willen brechen.

Es geht auch nicht darum, die Kinder normal zu erziehen. Meine Eltern sind immer nur davon aus gegangen, ich sei von Geburt an daran interessiert, ihnen das Leben schwer zu machen. Klar, eine 5 jährige plant Wochenlang voraus schon, das es die Mutter ärgern will und hat böse Absichten. Also sowas sagte mir meine Mutter vor ein paar Jahren, als ich sie gefragt habe, warum sie mich mal aus dem Auto geschmissen hatte, als ich mit 5 Jahren eine ganz normale bockige Phase hat, die JEDES Kind in dem Alter hat und was naturgemäß ist. Sie aber redet sich doch ständig immer nur ein, sie musste mich schlagen, weil ihre Eltern sie auch geschlagen haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Kontaktabbruch wäre in dem Fall mehr als überzogen. Ich denke, alo, deine Eltern sehen dich noch als kleines Kind, um das sie sich Sorgen müssen. Du hast scheinbar nie gelernt, dich klar von ihnen abzugrenzen, als du vom Kind sein ins Erwachsenenleben übergetreten bist. Deine Geschwister haben das womöglich besser im Griff. Das, was du bei ihnen als oberflächlichen Kontakt beschreibst, kann auch einfach nur eine klare gesunde Distanz zu den Eltern sein. Was hindert dich daran, es so zu machen wie deine Geschwister? Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie ihre Eltern nicht jedes Wochenebde besuchen und wahrscheinlich auch nicht so viel aus ihrem Leben an die Eltern Preis geben, wie du es tust. Ich glaube, hier liegt auch das Problem. Deine Bindung ist zu eng! So eng, wie die eines noch hilfebedürftigen Kindes. Wahrscheinlich merkst du es selbst nicht. Aber deine Eltern haben dafür wohl feine Antennen. Du bist in ihren Augen noch das Kind, was Unterstützung benötigt.

Es bringt daher nichts, deinen Eltern nur zu sagen, dass du ihre gut gemeinten Ratschläge nicht benötigst. Wichtiger ist, dass du durch dein Verhalten zeigst, dass du erwachsen bist und kein Kind mehr, das Hilfe und Unterstützung braucht. Fange z.B. damit an, räumliche Distanz zu schaffen. Ziehe weiter weg und/ oder besuche deine Eltern erst mal nur noch 1x im Monat. Telefoniere außerdem nicht mehr so oft mit ihnen. Gib außerdem nicht mehr so viel privates von dir Preis. Sollten doch mal wieder gut gemeinte Ratschläge von ihnen kommen, dann gehen diese einfach bei einem Ohr rein und beim anderen wieder raus. Das Gute ist: Du musst ihren Ratschlägen nicht Folge leisten. Lasse sie einfach reden. Was bringt es, sich über ihre Aussagen aufzuregen? Das ist nur vergeudete Energie! Deine Eltern wirst du nicht ändern können! Aber du kannst deine Einstellung zu ihnen und ihren Ratschlägen ändern.
 

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