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Neid, Selbsthass und geringes Selbstwertgefühl

Glashaus

Mitglied
Hallo,

mein Problem mag erst einmal oberflächlich klingen. Ich fühle mich hässlich und bin neidisch auf alle hübschen Mädchen im persönlichen Umfeld und auch alle die ich jemals zu Gesicht bekomme und die nicht mal was mit mir zu tun haben. Ich weiß nicht wieso ich gerade auch in letzter Zeit so obsessiv mit diesem Schönheitswahn umgehe.

Ich habe eine normale Figur, das heißt nicht dick, aber auch nicht völlig schlank. Mein BMI liegt bei 21, was ja laut allen Menschen die ich frage ein super Wert ist. Nur entspricht dieser nicht meinem Schönheitsideal (oder eher dem was ich von der Medienwelt so stark in meinen Kopf gebrannt hat. Ich bin auch der Meinung, dass ich mit 20 Jahren eigentlich schon ein bisschen welterfahrener sein sollte um verinnerlicht zu haben, dass das alles nur Lug und Trug ist. Mein weiteres Erscheinungsbild ist für mich ungeklärt, ob ich als schön gelte oder eher als hässlich, oder was auch sehr schlimm für mich ist unscheinbar oder "normal" und nicht auffallend. Manchmal schaue ich in den Spiegel und sage mir "Wow, so schlecht siehst du doch gar nicht aus." und dann wird ein Foto von mir gemacht, welches ich mir anschaue und dann denke ich " BOah!! OMG! Ich bin sooo eklig und hässlich".
An anderen Tagen meide ich es gänzlich in den Spiegel zu schauen, weil ich mich so schlimm finde, das sich das einfach ausblenden will.
Auch sagt mir keiner der Leute ich bin irgendwie unattraktiv. Viel eher ist mir schon aufgefallen, dass ich auch des öfteren auf der Straße angeschaut werde. Nur denke ich darüber dann schon wieder, dass ich mir das nur einbilde und es gerne so hätte, dass ich angeschaut werde. Das klingt jetzt echt schrecklich alles, so als wäre ich so richtig aufmerksamkeitsgeil und brauche nur Menschen, die mir sagen ich wäre schön und attraktiv. Kann das eine psychische Krankheit sein? Und wenn ja woher rührt sowas?

Ein Beispiel ist:
Ich habe letztes Jahr ein nettes Mädel kennengelernt, die in der gleichen Stadt studiert und mit der ich ab und zu mich treffe und auch feiern gehe. Sie ist die Schönheit in Person, hat einen megamäßig guten Stil, die schönste Kleidung und ist intelligent. Außerdem arbeitet sie nebenher ab und zu als Model und hat eine so bombige Figur, dass ich mich neben ihr immer wie eine fette, hässliche, dumme Kuh fühle und dies auch durch die Aufmerksamkeit, die sie bekommt spüre. Ich bin schon soweit, deshalb den Kontakt zu ihr zu meiden, obwohl sie auch sehr nett und kein bisschen eingebildet ist.
Bei näherer Überlegung ist das für mich krankes Verhalten von mir und ich möchte dem auf den Grund gehen.

Warum bin ich so stark darauf fixiert auf Äußerlichkeiten? Mir fehlt es sicher nicht an Tiefgang, ich mache mir auch nicht den lieben langen Tag nur Gedanken darüber.
Ich hasse mich regelrecht selbst, wenn ich mal wieder schöne Fotos von Mädchen sehe.

Ich hoffe, dass mir jemand mit seinen Erfahrungen weiterhelfen kann oder weiß was mit mir los sein könnte.

Herzliche Grüße
 
Halli Hallo

ist das nicht ein Problem von vielen Mädchen?

Vor 1 1/2 Jahrenwarich noch schlank und stolz drauf und da sagte ich mir schon och von 61 kg möchte ich gern auf 59kg...

Nach meiner Herzop sehe ich das alles mit anderen Augen...ich hab zugenommen um einiges und ja ich bin moppelig und auch nicht die schönste aber ich mag mich so wie ich bin ich kleide mich wie ich will und ich laufe nicht durch die Stadt und denke voller neid boah ist sie hübsch und ich nicht weil jeder Mensch schön ist auf seine Weise und glaub mir schönheit ist nicht alles der Charakter zählt.

Klar gibt es Hübscherer...Klügere..Dünnere..Erfolgreichere Mädchen aber glaub mir jede einzelne von ihnen hat auch ihre Probleme und jede einzelne wünscht sich auch das sie irgendwas an sich ändern kann.

Wenn du unzufrieden mit dir selber bist kannst nur du das ändern nur du alleine. Findest du dich dick? Sport und gesunde Ernährung. Findest du deine Haare oder dein Aussehen nicht gut? Umstyling probier was neues ne andere Haarfarbe neue Frisur andere Klamotten usw.
 
hallo du...

es gibt so topmodelmässige junge frauen, die sind sauunglücklich. die haben, wie andere menschen auch, tiefe löcher und sehnsüchte, fühlen sich gestresst und ungeliebt. was sie halt haben ist ein modelvertrag. dass sie eben modeln können, oder dass sie alleine mit ihrem äusseren menschen beglücken. nicht so wie ich. wenn ich auf der bildauftauche. ich muss schon was anderes machen, damit ich aufmerksamkeit bekomme. witzig sein. zum beispiel. was auch immer. oder ich mache mir orange haare, damit ich auffalle.

ach ja. das geschäft ist das eine. sex sells. schönheit kommt gut an. das ist so. das war so. das wird immer so bleiben. die ästhetik.

die frage ist jetzt, ob man sich deshalb zu hause einsperren, die decke übern kopf ziehen und sich scheisse fühlen will. oder nicht. wie geht man damit um? dass die kleopatras halt begehrt sind, so wie die adonisse?

abgesehen vom äusserlichen gibt es ja auch noch das, was man als charakter, persönlichkeit versteht. da habe ich auch so ein paar "hübsche" kennengelernt, die genau so fies sind, wie solche, die nicht so hübsch aussehen. es sind menschen. wie du und ich. wir können unsere gene nicht wählen. unseren körper nicht selber formen. wir müssen mit dem arbeiten, was wir haben.

und mir hilft da definitiv, wenn ich einfach bei mir bleibe. ja, toll, gibt es diese wundervollen wunderhübschen menschen. augenweide. und so weiter.

ich nehme mich an wie ich bin und mach für mich das beste draus. sich gut fühlen resultiert nicht alleine von äusserlichen faktoren. wenn deine verdauung scheisse ist, du deinen körper missachtest, ja damit gar nicht umgehen kannst, es nicht fühlst, nicht begreifst, was dein körper braucht, was nicht, dann fühlst du dich auch scheisse und bekommst depressionen oder was auch immer. zu wenig bewegung, zu viel oder zu wenig essen, das falsche essen, zur falschen zeit in einer falschen atmosphäre. all das beeinträchtigt dein wohlbefinden. das wohlbefinden eines jeden menschen!

was ich mir einfach nicht antu, ist mich vergleichen lassen. ob im witz oder im ernst. ich habe keine solchen beziehungen zu gar niemanden und wenn, dann fühl ich mich scheisse und brech den kontakt ab. ich suche menschen, mit denen ich einen austausch haben kann. ich vergewaltige niemanden. wenn mich jemand zu hässlich oder zu uncool oder zu was auch immer findet.. bitte sehr.. nicht MEIN problem.
das können weibliche oder männliche personen sein. egal wer. ich mag mich nicht mit menschen umgeben, die diese giftigen und schlechten gedanken im privaten weiter ausleben. das was sie oberflächlich in der äusseren welt gesehen haben, was sich aber auch in ihnen manifestiert hat, das leben sie dann im privaten weiter.

ich kenne eine frau, die voll auf dem konkurrenztrip ist. alles ist immer wettbewerb. sobald sie mich trifft, wird abgecheckt. wer hat welche sachen an. wer das hübschere täschchen, wer die schönere schminke, wer kommt (wenn man zusammen auswärts geht um was zu trinken oder kino) bei den anderen mehr an?

aaarrrrrrggggghhhhhh! sowas macht mich aggro und ich geh. meistens haben solche menschen krass selbstwertprobleme, vielleicht auch durch die familiäre situation bedingt (eltern, die einen nie anerkennen, eltern, die dauernd fordern, eltern, die einen schon so behandeln! keine liebe, von nirgendwo. immer ängstlich, immer im stress, existenzängste, etc.).

das ist deshalb mühsam, weil man bei so zeugs kleben bleibt und man nichts anderes machen kann. erleben. gemeinsam was tun. sich hingeben. sozusagen. das macht spass. das gibt freude.

manche sind so drauf. auch jungs. da musst du dir halt selber überlegen, willst du dir das antun, oder willst du menschen finden, mit denen du deine interessen teilen kannst, leben, lebendig sein.

neid ist allgegenwärtig. man redet nicht so offen drüber. es könnte ja helfen!! man behält es für sich. man darf ja nicht. dabei. viele menschen kennen die ganze palette der gefühle. ist normal. was nützt es so zu tun, als wär man immer lieb, hätte nur gute gedanken, nie angst, nie schmerz, nie trauer, nie schwäche, nie unsicherheit, nie neid, nie eifersucht, etc. es hat ja nichts direkt mit dem anderen zu tun. wenn ich neidisch reagiere, frag ich mich woher das kommt. was das soll. was dieses gefühl mir sagen will?? oder angst, oder trauer, was auch immer. ich setze bei mir an. dann ist alles halb so schlimm. ich kann viel einfacher mit diesen gefühlen umgehen. auch bei den anderen. vorallem nehme ich es war. auch wenn mir jemand was sagt, die körperhaltung aber was ganz anderes ausdrückt. ich sprech das dann auch oft an.

selbsthass... damit macht man sich fertig für etwas wofür man gar nichts kann. weshalb?? weshalb springt man so mit sich selber um? so gnadenlos? als ob man sich selber foltern würde! warum? (ist jetzt rethorisch, weil ich kenn das auch. manchmal, wenn ich so gnadenlos mit mir umgehe.. kommt eine andere stimme in mir hoch und sagt, he, ganz sachte! mal ganz langsam. ich bin ok. jeder macht fehler. niemand ist perfekt. ich muss nicht superman sein. und wenn mich gewisse menschen nicht sehen, nicht beachten, dann ist das nicht mein problem und sagt auch so gar nichts über mich aus).

selbstliebe. sogar menschen, die superhübsch aussehen, haben manchmal mühe damit. das hat dann weniger mit äusserlichem zu tun, sondern vielmehr, in welchem umfeld man gross geworden ist. ob man nur gestresst wurde, fehlerbezogen aufgezogen wurde, immer kritisiert wurde, ja grundsätzlich ein gefühl eingeimpft wurde, von wertlos zu sein, wenn du nicht das und dies und dann noch das andere und jenes bist. bedingungslose liebe. menschen, die das erfharne haben, egal wie sie aussehen, sind viel lockerer.
man kann sich selber aber auch fordern, ohne sich so fertig zu machen.

ich fiel jedesmal aus den socken, wenn ich wieder einem menschen begegnet bin, der mich einfach liebevoll angeschaut hat. oder einfach so mal sich mit mir unterhalten hat. einfach so. ohne bedingungen.

ich hatte mal eine beste freundin, die hat sich so fertig gemacht. weil sie blond war und braune haare wollte.

es gibt einen wesentlichen anteil des menschen, der dafür sorgt, wie man mit sich selber umgeht. das sind nicht die anderen. das ist man selber. klar, wenn man die negativen gedanken anderer übernommen hat, dass man das dann in sich trägt. daran muss man arbeiten. leider. geht nicht anders. ist einfach so. das mache ich zum beispiel. geht nicht anders. ich hoffe und warte nicht mehr darauf, dass mich andere lieben. dass mich meine familie annimmt, wie ich bin. dass andere aufhören, mich nach äusserlichen kriterien abzuurteilen. nein. ich fange bei mir an und höre da auch auf. mich selber respektieren. wer sonst?

manchmal schaff ich das, und bin entspannt und mit mir stimmig. lustigerweise sind das die momente, wo menschen eher positiv auf mich reagieren. weil man das logischerweise ausstrahlt.

eigentlich fängt alles in einem selber drin an und hört dort auch auf. die welt, die wir sehen, entsteht in unseren köpfen. so kann es auch geschehen, dass jemand eine sicht hat, wo andere gar nicht nachvollziehen können. oder dass sich jemand was in kopf gesetzt hat. das kennt man ja auch. wie grisu, der feuerwehrmann werden wollte. oder wenn ein junge kommt und sich sagt, ich werde alle gipfel dieser welt erklimmen, einen nach dem anderen, und es dann tut. besessen sein. von einer idee, etwas, das einen antreibt. im tiefsten berührt, wach hält.

mir ist auch schon passiert, dass ein junge kam und meinte, ich sei zu hässlich für ihn. er habe jetzt eine neue freundin, die wäre hübscher und somit passender für ihn. was soll ich sagen? nicht mein problen.

bin ich auf die "liebe", auf die "annahme" dieser menschen angwiesen? nein.

man kann vieles aus der hand geben. man kann es aber wieder zurücknehmen. nicht immer ganz einfach. weil es sind zum teil tiefliegende, verzwickte emotionen, die einen lenken, die vollautomatisch ablaufen, ohne dass man es begreift. bumm spürt man krasse neidgefühle. hallo hoppla??? was passiert in einem, wenn man aussen so eine person sieht und das eigene gehirn dann so reagiert? da ist viel unbewusstes, dass schnapp loslegt und resultate liefert. man kann das bewusst wahrnehmen, anschauen und dadurch ein wenig einfluss üben. nicht seinen gefühlen eins zu eins ausgeliefert sein. eher beobachten. sich nicht gleichsetzen mit den momentanen gefühlen, die ja auch dauernd wechseln.

der hässlichste mensch fühlt sich schön, wenn er sich geliebt fühlt, wenn er sich selber lieben kann.
der schönste mensch fühlt sich hässlich, wenn er sich nicht geliebt fühlt, wenn er sich selber nicht lieben kann.

wenn ich in einem umfeld bin, das gerne auf anderen rumhackt, dann fühl ich mich auch dementsprechend. aber eigentlich... entscheidet man immer selber. wie man reagiert. wie man mit den eigenen gefühlen umgeht. wie man sie interpretiert. ob man sie einfach auch zulassen kann. sie anschauen kann. sie nicht verleugnen muss. man wird dann ganz verkrampft.

es geht hier weniger um deine bekannte, als um dich. dich, dein leben, dein hirn, deine sichtweise, wie du mit dir umgehst, woher du dir dein selbstvertauen nimmst, wie du mit deinen ängsten und gefühlen umgehst.

solange du versuchst andere zu sein, bildern die ausserhalb von dir sind, die von anderen suggeriert werden, wirst du durch die hölle gehen. wirst du dich fertig machen.

nicht, dass man mit anderen menschen sich nicht austauschen soll. im gegenteil. aber wenn man versucht etwas zu sein, was man nicht ist, kommt das nicht gut. das frustet. du bist du. sei deine beste eigene freundin und nimm dich wie du bist. so respektierst du dich und das gibt gutes gefühl.
 
Ich danke sehr für die Antworten!!

Liebe LsaOne,
Danke für deinen Blick nach vorne und deine Erfahrung. Ich verstehe, dass man nach einem Einschnitt im Leben durch Tod oder Krankheit, erst mal nicht mehr nach Äußerlichkeiten schaut. Mir ist auch klar geworden, dass ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen sollte, dass ich glücklich mit meiner Situation sein sollte, da bei mir alle soweit in Ordnung ist.

Lieber Gast,
ich hoffe, dass du meiner Antwort noch ließt. Da du nicht angemeldet bist, wünsche ich mir sehr stark, dass du noch einmal antwortest. Dein Text hat mich sehr inspiriert und motviviert, mir nicht so viele böse Gedanken zu machen. Die Botschaft habe ich verstanden und ich werde mir deinen Text wohl gerne noch öfter durchlesen, auch soweit mich wieder dieses Minderwertigkeitsgefühle hochkommt. Danke nochmal 🙂
 
hallo glashaus

das freut mich, dass mein geschriebenes dich motiviert hat ein bischen 😉

was soll ich sagen? es ist für alle ein thema, für manche mehr, für manche weniger, für manche ist es bewusster, für manche unbewusster. aber es ist ein thema, wo du fast von jedem eine meinung einholen kannst,


manchmal denke ich, fühlt man sich auch nur hässlich oder was auch immer, weil man nicht bekommt was man will. man sieht nicht, dass man was will. man will es und basta. und wenn man es nicht bekommt, gibts mordio!

nimm kleine kinder. die zeigen sehr schön, wie wir mal waren. schade, dass sich diese erfahrungen als kleinkinder, dieses bewusstsein später nicht mehr da ist in unserem hirn. nicht mehr so bewusst.

wenn ich ein kind sich unwohl fühlt, weil ihm was fehlt, und ein kleines kind kann noch nicht mit worten formulieren, (z.T. als erwachsene auch nicht, weil sie es nie gelernt haben), das schreit dann halt los oder quengelt. dann muss man hingehen und es interpretieren. braucht es nahrung? will es in den arm genommen werden? ist es müde? hat es kolliken? die kunst des sich einfühlens und sich auf jemand anderen beziehen. wohl die klassische beziehung zwischen mutter und kind.

später im leben.. als erwachsene.. benehmen wir uns oft noch wie kleine kinder. : )


wir leben in einer verfremdeten, nach aussen hin orientierten welt. klar, jeder wächst ganz individuell auf. wir lernen zu genügen. wir lernen zu gefallen. wir passen uns an und nehmen vieles aus unserer umgebung auf.
wir lernen angst zu haben, wenn wir meinen nicht zu genügen, und so dann ausgeschlossen zu werden. mit recht! aber angst müssen wir eigentlich nicht mehr haben.

als kleines kind braucht man die mama. man braucht das einfach. als mensch. als kleines wesen. aber später im leben eigentlich nicht. wie die kleinen küken, die jetzt halt gross sind. ; )

aber man hat uns zum teil schrott beigebracht. wenn ich mich als frau mies fühlen will, schau ich einfach italienisches staatsfernsehen oder setz mich neben typen, die nur frauen toll finden, welche geschminkt, grossbusig und was weiss ich sind. oder frauen, die die typen auf einen podest stellen. sozusagen mamas liebling, der nie kritisiert werden darf. es sind zwar männer (!!!!!), aber drauf sind sie immer noch wie die kleinen jungs.

das ist alles nicht schlimm. das ist nicht wertend gemeint. nicht verurteilend. es ist tatsache. und die missverständnisse da raus. voll das chaos! und es geht um tiefe gefühle. die uns steuern und lenken, dessen wir uns gar nicht immer so bewusst sind. und da das normal und natürlich ist, geht es mir auch nicht darum, dies zu verdammen, mit der peitsche zu bestrafen.. ganz im gegenteil.. mensch.. stell dich auf einen hügel und schau dich an. nehm dich an. man kann sich nur dort abholen, wo man ist. man kann schon so tun. aber dann ist man wie ein hohler baum, der, sobald es zu stark windet, umfällt, weil sein stamm nicht stark genug ist.

das ist das gleiche mit meinem inneren leben. wenn mein selbstvertrauen nicht stark ist, dann "fall" ich bei der kleinsten kritik, missachtung, ignorierung oder auch demütigung (zwecks wettbewerb und konkurrenz, ja, es lebe die evolution) nicht gleich um und in depression.

ich habe dir zurückgeschrieben, oder auf deinen beitrag geantwortet, weil es mich tangiert. weil ich das auch kenn. angefangen hat es bei den eltern. und dann habe ich es im erwachsenenleben einfach weitergeführt. ich fühlte mich mies, mies, mies, ungenügend, ungenügend, ungenügend, wenn was nicht klappte, sah ich die gründe und die schuld (!) bei mir. ich war der meister des sich selber fertig machens.

ich habe viel über dieses thema gelesen und selber nachgedacht. ich habe in mir nachgespürt. gefühle sind heftig, manchmal füllen sie uns ganz aus. wir bekommen sie nicht weg. auch wenn wir es nicht wollen, angst haben zum beispiel. bumm ist es da. es geht nicht weg, indem man sich und das eigene erleben ignoriert.

emotional dazulernen. gedanklich dazulernen.

das tun übrigens alle, die irgendwie auf dieser erde materialisiert worden sind, also hier rein geboren wurden.
wir kommen ja mit null auf die welt, ausser unseren genen. dann fängt das grosse lernen an. das nie aufhört. bis zum letzten atem. viele menschen zerbrechen sich die köpfe, über sich, die welt und ihre mitmenschen. viele interpretieren rum.

wenn ich meinen selbstwert nur durch andere erhalte, bin ich arm dran. ich bin abhängig. von der meinung, dem geschmack, dem wollen der anderen. so liefert man sich aus. und ist verdammt manipulierbar. ich glaube nicht, dass ein menshc, der so lebt, wirklich glücklich sein kann. vielleicht verliert sich so ein mensch auch nie. aber so ein mensch ist immer abhängig. und schützen tut es dich eh nicht. weil es diesen hundertprozentigen schutz nicht gibt. eine garantie. sozusagen. und auf der suche nach dieser garantie verpassen wir eine andere wichtige lektion. nämlich, dass wir mit unsicherheiten leben können. dass wir stark genug sind, wenn die dinge ins rollen geraten oder sich andauernd verändern. wir müssen uns nicht geistig, seelisch oder körperlich an was festkrallen. wir können autonomer sein. hinterfragen. und wir können, wenn zehn leute auf einer party sich besaufen, keinen tropfen anfassen und trotzdem gut drauf sein.

wenn du nur auf die stimme anderer hörst, killst du deine eigene stimme. es braucht beides. dich und die anderen. das leben findet aber für dich durch dich und in dir statt. ich bin deine umgebung. du bist meine umgebung.

es gibt auch andere projektionen, die in uns heftige gefühle auslösen, die wir aber nicht fühlen wollen, weils unangenehm ist, weils eine unruhe heraufbewschwört. ich hatte durch meine konfklikthafte erziehung immer ziemlich emotionalen stress mit chefs, die rumschreien. ich kann da nie still sein oder gleichgültig und gleichmütig, distanziert. nein, der chef kommt, schreit, zieht davon. und ich koche. und wie. das sind alte sachen, die auch mit mir zu tun haben, wie ich reagiere. alte erfahrung. hier mein prägender vater. ich habe auch ein prägende mutter. das haben wir alle.

jeder mensch ist einfach mal mensch. der geboren wird und dann sein leben lebt. oder es wird gelebt. wenn man alles absolut durch seine brille sieht und interpretiert, liegt man definitiv falsch. weil man von sich ausgeht. von seiner welt. diese mit dem anderer direkt vergleicht. das geht nicht. manchmal passen menschen zusammen. manchmal nicht. alles hat seine gründe. die man aber nicht erkunden kann, wenn man es gar nicht sehen will, respektive verurteilt und für sich behält. es ist nichts schlimmes! schlimm ist es, wenn es einen in seiner totalen gewalt hat. man so reagieren muss. sprich, wenn jemand wütend ist, muss er dreinschlagen zum beispiel. wenn man neid verspürt, sinkt die stimmung. das muss nicht so sein. man kann "an sich arbeiten". sich wahrnehmen. sich einen raum verschaffen, wo diese gefühle raum und platz haben (mit menschen austauschen, bücher lesen).

im sinne von, wenn dir das leben ne tonne zitronen schickt, mach limonade draus. wenn dir das leben neid und eifersucht beschert, mach was tolles draus. das ist jetzt vielleicht so wischi-waschi-pseudo-rat.. aber ich will mich nicht dafür schämen oder sonst was tun, weil ich fühle wie ich fühle, weil ich bin, was ich bin. aber mir hilft es, mich einfach ehrlich anzuschauen. und als nächstes, das dann auch zu leben. zu sein. direkt.
keine faulen kompromisse. aber auch offen sein, für die meinung der anderen. je nach dem.

zum teil wird uns das ja eingeimpft. und viele menschen solidarisieren sich auch, weil sie merken, wettbewerb ja, sicher, normal, man kann es aber auch übertreiben und tut es auch. mit der folge, dass junge frauen völlig gestört werden. junge hübsche frauen sich zusaufen und kotzen gehen. weil sie nicht schön genug sind.

anerkennung holt man sich nicht so. anerkennung hat auch was mit dem inneren erleben zu tun. damit, ob man sich selber der beste freund sein kann und sich sagen kann, das habe ich gut gemacht. oder man kann die messlatte ins universum schieben und dann wie kafka ein leben lang leiden. sich fertig machen. dass man nicht ist, was man meint sein zu müssen, um leben zu können.

ich denke, das hat auch was mit eltern zu tun.

für mich ist das leben einfach sehr komplex. jeder mensch ein individuum. es gibt wege, wie man sich selber noch zusätzlich fertig macht. (und eigentlich auch andere. die erwartungen an sich hat man auch an andere). und es liegt an einem selber, ob man sich das leben lebenswert gestalten will. sprich, will ich nach hause rennen und heulen, weil ich jetzt als frau null chance hätte in berlusconis machtapparat oder überhaupt sonstwo, weil ich kein pinup-girl bin? oder denk ich mir, Hallo??

wir haben alle ein recht auf leben. entweder du entscheidest das für dich, oder du machst dich zum sklaven von meinungen anderer. (achtung, der schnellste weg in den abgrund). da helfen auch keine pillen gegen depressionen! nein. niemals. da hilft nur, sich freistrampeln, sich trauen, für sich einstehen.

jeder hat seinen lebensweg. manche sehen nur sich. das sind so langweilige abend, wo nichts fruchtbares passiert, weil jeder hinter seiner mauer verschanzt ist, man alle als konkurrenz ansieht und die angst einfach begräbt, dann wirkt man coooool.
als teenie ging das noch. jetzt bin ich erwachsen.. .da habe ich einfach interesse am menschen. am austausch. daran, dass ich ich bin.

und oft, projiziert man "unschönes" auf andere. man ist selber niemals aggressiv, man hat selber nie grössenwahngedanken, man flunkert nie und es einfach lieb und toll und super. : ) lol.

da ist das logisch, dass man keinen austausch hat. nicht austauschen kann. es gibt ja nichts auszutauschen. man ist umzingelt von menschen, die das böse sind. man selber das opfer. mag sein, dass es einem in dem moment hilft. aber wenn man als mensch wachsen will, muss man glaub bereit sein, sich selber ganz ehrlich anzuschauen. das geht aber auch nur, wenn gewisse emotionen, gedanken nicht auf einer verbotsliste stehen. man darf nicht. du sollst immer ehrlich sein. du musst immer lieben. man übergibt die verantwortung und eigentlich auch sich selber. aber man kann das nicht abgeben, ohne zum halben menschen zu werden, der degeneriert versucht etwas zu sein, dass er einfach nicht ist. und was wir uns abmühen! und am ende sind alle müde und haben es einfach satt. es braucht viel enerige und kraft, emotionen in sich zu verneinen und zu verbergen.

und dann gibt es so ganz witzige situationen, vor lauter höflichkeit wird man vollgesülzt, um dann zu hören, wie die gleiche person hinter dem rücken rumlästert.

da muss man ja gestresst sein. kamikazemässig. sags doch mitten ins gesicht. wenn man das nicht tut, dann tu ich auch auf förmlich und sag ja, ja, und lächel blöd in die runde. und geh dann. für immer. nähe distanz. traut man sich sich selbst zu sein? das macht den menschen oft viel mehr angst als alles andere.

aber eigentlich auch nur, wenn man erfahren hat, dass es nicht ok ist, wenn man so ist.

aber wer entscheidet darüber?

körperübungen helfen bei dir zu bleiben. dich zu spüren, dich wahrzunehmen. dich kennenzulernen. zu merken, was in dir vorgeht. du kannst natürlich wie viele anderen vollstoff durchs leben preschen und meinen, dass das dein ureigener wille und wusnch sei. dass du null programmierungen und meinungen hast, über die man diskutieren kann. du kannst jeden und jede abkritisieren, die schuld zuschieben, wenn etwas nicht so läuft wie du das möchtest.

manche menschen sagen entweder-oder. es fällt schwer, zu akzeptieren, dass menschen einfach unterschiedlich ist, dass es eine bereicherung sein kann.

und schlussendlich.. gibt es auch tussen, die da voll mitmachen. nimm das nicht zu ersnt, wenn eine dann wie ne queen rumläuft und meint das nonplusultra zu sein und dich oder mich oder andere als niedere wesen anschaut. "wer is die schönste im ganzen land". da stehen sie vor den spiegeln und merken nicht, dass sie sich selber gefangen halten. und zicken dann rum. das leben kommt und geht. und eine weitere generation geht vorbei. was bleibt übrig? das leben? oder dass man so sinnlos gelitten hat wegen brainwash?

manche rennen auch ein leben lang vor sich davon. manche mit erfolg?

wozu ist das leben da? sind wir fliessbandprodukte? was ist das leben? grau, fanatisch, idiologisch? lassen wir uns leben, oder leben wir? haben wir den mut uns anzuschauen? hinter die fassade der anderen zu sehen? wollen wir wohlwollend sein oder uns gegenseitig stressen, weil man uns gesagt hat, das sei ok, normal? wollen wir, dass alle verkrampft durch die gegend laufen? alles, was nicht ins ideal passt, irgendwohin verfrachten, wo sie niemand sieht. weil nur noch alles hübsch und jung und lächelnd und leistungsstark sein muss? wer sagt das?

und auch wenn du ein gutes selbstwertgefühl hast, die probleme, die das leben bereitet, die gehen nicht vorbei. das ist auch nicht der sinn des lebens. wir können uns dem leben, mit allen knörzen, annehmen und leben. oder wir könne wie puppen in einer kulisse unser leben fristen. alles kommt und geht. man hat nur diese möglichkeit im leben.

manchmal.. überkommt es auch mir.. und ich frag mich, was ist denn jetzt los? ich schau das dann näher für mich an. um zu verstehen, was in mir abgeht. da sehe ich dann alte kränkungen durch die eltern. oder schon im kindergarten war das thema, wer ist die tollste, wer der tollste. oder mein neid bezieht sich auf die kraft der anderen person, dass sie mutig ist, und ich bin neidisch, weil ich ängstlich und verkrampft bin. und lerne, dass ich mich meiner angst stellen muss.

das ist im arbeitsleben zum teil noch viel krasser. was da abgeht.

wenn du eine mitte hast, ist das gut. es gibt halt. diese mitte in dir. du kannst nicht in andere menschen schauen. du bist darauf angewiesen, dass sie sich dir öffnen. geübte augen erkennen aber einiges am anderen. aber man kann in sich selber schauen. da ist man experte. und so kann man auch nicht mehr so tun, als wär man dies oder das. man ist dann sich. und erkennt zum beispiel wie zickig man selber ist, oder nach etwas giert. dass ich mal nett und aufmerksam bin, aber dass ich dann manchmal auch voll das gegenteil bin. das irritiert. aber nur in einer welt, wo der mensch glaubt nur weiss sein zu müssen und man selber nur schwarz ist. das leben ist bunt. und wenn man genau hinschaut, erkennt man viele verschieden anteile.

schau es an, die gefühle. sie verlieren so ihre überwältigende macht. wie die inneren organe eines körpers.

gefühle können auch entwicklungsschritte anzeigen. man erkennt, dass man eine entscheidung treffen muss, dass man nen schritt vorwärts machen muss. dass man was ändern muss. was ändern will. dass man aus den schuhen hinauswächst. das leben steht ja nie still. immer alles in bewegung und veränderung. so auch der mensch.

viele menschen leiden, weil sie anerkennung suchen. im aussen. die eltern. weil die eigene anerkennung nicht reicht. oder auch wirklich niemand da ist, der mal was wertschätzendes sagt. im konkurrenzkampf kann man das eh vergessen. da tritt man gegeneinander an. immer alles niedermachen. aber wenn du dich selber wertschätzt, ist dir das egal, wenn jemand kommt und dich kritisiert. du kannst ruhig zuhören, überlegen und dann stellung nehmen.

tut mir leid, ich habe wild geschrieben, was mir so in den sinn kam. mir war es wichtig dir irgendwie zu erklären, dass das emotionale erleben von vielen sachen abhängt. dass die emotionen nichts schlechtes sind. dass man sie anschauen kann und dadurch lernen kann, statt sie unhinterfragt direkt auszuleben. und dass man dann menschen nicht mehr mag, weil sie in einem ein gefühl auslösen. aber sie lösen es nur aus. das, was in einem selber ist.

und dass wir durch bilder und meinungen anderer dazu verleitet werden, etwas sein zu wollen. und dass wir nur dann, und wirlich nur dann, geliebt und anerkannt werden.
schrott vom feinsten!

tu dir das nicht an.

sei du. werde. du darfst und bist. und egal wie wir menschen und das um uns herum ausschaut, ich finde es immer wieder ein mega phänomen.. wir menschen auf der erdkugel im universum. !!

ist auch eine herausforderung im leben. aber ich glaube, diese lohnt sich.
 

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