Also das was Tyra, über die Sexualität geschrieben hat, geht bei mir auch nicht, da ist die Angst in mir viel zu hoch, wieder nur Schmerzen zu erleben. .
Gegen die Angst ankämpfen...sehr viel tun um das Selbstbewusstsein größer und damit auch die Angst kleiner zu machen.
Entweder regiert dich die Angst dein Leben lang oder du fängst an sie ein wenig mehr zu kontrollieren..das geht und die Grundfähigkeit dazu steckt in jedem Menschen auch in dir!
An sich muss eine Umkonditionierung deines Körpers stattfinden, dein Körper lernen dass Sexualität und Sex auch mit guten Gefühlen, Glücksgefühlen verbunden sein kann. Dazu wirst du jedoch den Schritt tun müssen, den Mut dazu aufbringen dich auf Veränderung und was Neues ein zu lassen...
Bei zu großer Angst wäre eine weile psychiatrische Behandlung neben psychologischer Behandlung (und weiteren Maßnahmen die du für dich im alltag einbauen solltest) ganz gut...Traumatherapie ist wichtig in Kombination mit Verhaltenstherapie. Zusätzlich Kampfsport und viel Sport.
Was hast du bisher gegen die Angst getan?
@Leilaloveslive: natürlich gibt es solche Männer..aber vorsicht mit der Suche per Internet oder so...es gibt auch Männer die sich solche Mädels aussuchen...ohne Interesse ihnen
nicht weh zu tun allerdings. Es gibt durchaus auch Sadisten die auf Opferstarre stehn...dran denken: Menschen sind hochsexualisierte Raubtiere...man muss keine Angst davor haben, aber sollte stets achtsam und vorsichtig sein. In traumatisiertem Zustand ist man psychisch geschwächt und muss ganz besonders auf einen vernünftigen Selbstschutz achten...auch in Hilfeforen.
Ich war in meiner Kindheit/Jugend auch wie du Opfer nicht sexueller Gewalt und hatte zunächst viele Berührungsängste...mir hat meine kleine private Reittherapie sehr geholfen...der enge Körperkontakt zu einem Tier sozusagen...zuvor panische Angst Tiere/Pferde zu berühren..ich habe dann in Schritt 1 Handschuhe angezogen und erst nur eine Minute dann länger ein Pferd gestreichelt...dann handschuh aus...schrittweise weiter...war anfangs anstrengend und ängstigend..aber die Angst baut sich rasch ab je öfter man positive Erfahrungen macht...und an sich ging es dann nachdem der erste Schritt getan war relativ rasch voran. Umgang mit Pferden bringt viel fürs Herz aber auch noch viel mehr. Ein solch großes und kräftiges Tier als Reiterin zu beherrschen bringt viel Selbstbewusstsein.
Neben dem Reiten habe ich sehr viel Sport gemacht...auch Langlauf, laufen...das kurbelt die köpereigenen Glückshormone an...ein wohliges Gefühl durchströmt den Körper...dadurch lernt der Kopf und Körper positiv zu denken sozusagen.
Nach viel Arbeit an mir (mehrere Jahre täglich durch Sport, Jobs, Aufbau finanzieller Eigenständigkeit etc.) habe ich relativ spät mit sexuellen Kontakten zu Jungs/Männern angefangen..zuerst nur mal flüchtige Berührungen, Händchenhalten...umarmen...dann gelegentliche Knutschereien und Petting ...langsam herangetastet...um zu gucken ob mir das gefällt und was mir gefällt...Meinen ersten festen Freund der mich entjungfern durfte hatte ich mit 23 Jahren...zu diesem Zeitpunkt war die Berührungsangst dank der (unbewusst intuitiv richtig gewählten) Vorarbeiten sehr stark zurück gegangen. Mein Freund kannte meine Vorgeschichte und ging sensibel vor...Als Partner hatte ich mir auch instinktiv einen sensiblen Partner gewählt...Durch ihn und mit ihm konnte ich mich Sex langsam nähern...bis es plopp machte und ich gar nicht mehr zu bremsen war....
😉
Man kann an sich nicht erwarten dass ein Freund oder Mann den Therapeuten für einen spielt und man sollte..aber natürlich kann man von jemandem der einen liebt Rücksichtnahme und auch Mitarbeit erwarten..aber sollte zumindest selbst vorher aktiv daran arbeiten sein Körpergefühl zu verbessern und seine Berührungsängste ab zu bauen. Es wäre nicht richtig sich einen Freund dahingehend aus zu suchen dass er den Therapeuten für einen spielt...lieber vorher auch selbst Hand anlegen
😉
Programm z.B. Solo- Rollenspiel (ohnehin spielerisch rangehen): zieh dir ein paar sexy Klamotten an, stell dich vor einen großen Spiegel, lege mal nen kleinen Strip für dich hin, dann mit einem Massageöl einreiben..in angenehmer entspannter Athmosphäre..ruhige Musik, Kerzenlicht..wie bei einem Rendevouz mit einem Lover nur das du Lover und Geliebte in einer Person bist...Dabei kommst du dir ggf anfangs blöd vor...zieh es dennoch durch. Guck mal was du so mit deinen Händen alles machen kannst....schließe dann die Augen und stell dir vor es wären die Hände deines imaginären Freundes...das ggf aber erst nachdem du einige Male bewusst deine Hände benutzt hast...
Dein Körper braucht Streicheleinheiten um zu erkennen dass Streicheln und Berührungen keine Bedrohung darstellen sondern angenehm sind....du hast zwei Hände...also hast du alles was du dazu brauchst...nutze deine Hände, diese Wunderwerke der Natur mit denen du sehr viel angenehmes anstellen kannst.*
Du scheinst in sone Art Angst- oder Opferstarre zu verfallen bei Berührung? Dekonditionierung durch Konfrontation wäre ein Weg...vorher das Programm mit Pferd und Sport durchziehen, Kampfsport machen...es gibt Spezialkurse für Gewaltopfer die gezielt an der Problematik Angststarre arbeiten.
Tyra
* Bei Autoaggression an sich dasselbe Programm...mit kurz geschnittenen und stumpf gefeilten Fingernägeln und unter Einschluss von Klingen...und nach einer fundierten Traumatherapie versteht sich.
Skillstrainig ist wichtig. Ablösung vom Täter..durch Autoaggression führt man an sich die Tat der Täter an sich fort....bleibt Sklavin des Täters, eng verkettet mit dessen Ansichten (das man nichts wert ist und Schmerz verdient hat, ) und Absichten (Schmerzen zu zu fügen)..dagegen muss man eine starke Antihaltung aufbauen..und anti heißt auch anti Täter, anti Schmerz und anti Verletzung...für sich selbst, für schöne Gefühle beim Sex..........Selbstbewusstsein aufbauen um Herrin seines Körpers zu werden, ihn neu kennen lernen, beherrschen lernen
Bei der Partnerwahl bewusst darauf achten nicht einen Tätertypen zu wählen...nicht selten ist das der Fall...nach dem Missbrauch dann Vergewaltigungstypen...das liegt oft an der mangelhaften Reflexion und Traumaverarbeitung...man kann sich nicht von der Täterbewertung dass man nichts wert ist lösen und traut sich keinen guten Partner zu etc...Daher: viel viel am Selbstwertgefühl arbeiten...du bist ein wertvoller Mensch und hast das Recht auf Glück und Spass beim Sex! Schreibe dir diesen Satz: ich bin ein wertvoller Mensch und habe das Recht auf Glück und Unversehrtheit...auf einen Zettel und häng ihn dir übers Bett, an den Badspiegel an den Kühlschrank...damit du das niemals vergisst. Wenn du dich dazu verdammst nichts wert zu sein als nur Schmerz und Leid bist du verloren..daher: KÄMPFE!
Ach noch ne Erkenntnis ist wichtig: du und auch dein Körper ist nicht Schuld an dem Missbrauch...nur der Täter ist Schuld...es bringt wenig deinen Körper zu bestrafen für etwas dass er gar nicht verursacht hat...Deine Weiblichkeit ist unschuldig und benötigt deinen Schutz! Steh zu dieser Verantwortung..mach es nicht wie der Täter es tat und behandle dich schlecht...Menschen sind Gewohnheitstiere..je länger eine schlechte Gewohnheit praktiziert wird desto schwieriger wieder davon runter zu kommen. Je eher du also damit beginnst gezielt an dir zu arbeiten...desto besser für dich. Ich fände es schade wenn ein Mistkerl ein gewiss sehr liebenswertes Mädel wie dich für immer in seiner Hand hätte weil du dich nicht lösen kannst.
Hier nochmals die Hilfsmittel die du nutzen solltest:
professionelle psychologische Hilfe / Therapie (ggf auch ne zeitlang psychiatrisch-medikamentös)
Sport
Kampfsport
Aufbauprogramme...die du in Therapie besprechen solltest...ich hatte ja einige Tipps dazu gegeben....Solo-Rollenspiel..etc.
Gute Tagesstruktur, sinnvolle Beschäftigungen, regelmäßige Seelenhygiene (mit Freunden, Therapeuten über ALLES reden)