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Nach mehreren Anläufen und Burn-Out Symptomen wird mir langsam alles egal

R

Ralphf

Gast
Servus zusammen. Ich, 29 war bis Anfang 20 ein sehr lebenslustiger Mensch.

Durch private Dinge, die mich aus der Bahn warfen brach ich 2001 das Gymnasium ohne Abschluss ab und begann sogleich eine kaufm. Ausbildung, in welcher ich eigentlich recht gut aufging und dachte, dass mein berufliches Dasein wieder einen Sinn findet. Nachdem dann aber trotz guter Leistungen keiner übernommen wurde, musste ich mir schnell einen Job suchen, und bin seither - auch durch 2mailges Wechseln der Firma als Sachbearbeiter hängengeblieben, obwohl ich dazwischen 3 Jahre lang versucht hatte, die erste Firma zu übernehmen, welche der Geschäftsführer altersbedingt übergeben hatte.

Ich fühlte mich also durch meinen Einsatz und meine gute Arbeit bestätigt, leider war die Firma schon so heruntergewirtschaftet, der Konkurrenzdruck so groß, dass es nicht mehrr funktionierte. Jeden Tag 14 Stunden gekämpft ohne Urlaub - und auch ohne Erfolg.

Als Ergebnis habe ich heute burnout-ähliche Symptome, schaue ständig was andere erreicht haben, fühle mich als Nichtsnutz und Versager, und allmählich ist mir auch irgendwie alles egal. Dieser Frust lähmt mich total, so dass ich zu nichts mehr Lust habe.

Meine Frage an Euch, wie komme ich aus diesem Loch heraus? Unterhält man sich mit anderen belächeln die mich weil ich nichtmal studiert habe, ok dann bin ich also wertlos in der Gesellschaft ? Habe im Januar noch mal eine Weiterbildung zum Betriebswirt angefangen, und denke jetzt schon wieder dran abzubrechen, weil jeder sagt bringt doch nichts, ist eh nicht akademisch usw...

Ich komme mir vor wie jemand der sehr gerne will, aber trotzdem auf keinen grünen Zweig kommt. Ab- und zu wäre es mir echt egal wenn ich morgen nicht mehr wäre..
 
Hallo,

Dein Lebenslauf klingt soweit doch ganz okay und eine Weiterbildung zum Betriebswirt ist doch auch nicht verkehrt, solange es Dir gefällt. Wenn Du Dich weiterentwickeln möchtest bzw. glücklicher sein möchtest, dann brauchst Du aber natürlich auch einerseits irgendwie so ein Gefühl von "Das ist das Richtige, was ich tue, und ich kann stolz auf mich sein, nicht nur, weil ich das und das geleistet habe, sondern auch so" und trotzdem auch natürlich Unterstützung von Freunden bzw. ein Umfeld, das Dir gut tut.

Falls Du das Gefühl hast, es würde alles nicht weitergehen können, suche Dir unbedingt Hilfe, such Dir Beratungsstellen oder einen Arzt, sprich mit Freunden und Familie. Burnout ist ein typisches Phänomen unserer Zeit, es ist nicht das Zeichen der eigenen persönlichen Schwäche, aber Burnout-Symptome zeigen auf jeden Fall, wie sehr man selbst die Energie auch in falsche Bahnen gelenkt hat (unbewusst).
Ich kann Deine geschilderten Gefühle verstehen, aber auch Menschen mit Abitur und Studienabschluss können unter den Symptomen leiden, und man ist auch nicht unbedingt in dieser Gesellschaft am besten mit einem Studium ausgestattet. Letztendlich ist auch nur die Universität ein System. Fragt sich halt, wo möchtest Du stehen, was erwartest Du von Dir und Deinem Leben? Gefällt Dir der kaufm. Bereich immer noch? Wenn ja, bleib dabei. Wenn nein, dann informier Dich, was Du noch für Möglichkeiten hast.
Du bist bisher scheinbar einer Linie gefolgt, hast etwas versucht, aber vielleicht suchst Du auch nur nach Anerkennung (?) und die bekommt man nicht unbedingt, wenn man irgendwo aufsteigt. Oft sind solche Positionen auch nicht das Gelbe vom Ei. Und 14 Stunden pro Tag und ohne Urlaub etc. ist auch nicht der Weg, der Dich glücklich machen wird. (bzw. das ist hoffentlich vorbei, so wie ich das verstanden hab)
Ein Studium dient eigentlich dazu, sich weiterzuentwickeln, ursprünglich sollte es hauptsächlich wissenschaftliche Fähigkeiten fördern und Wissen vorantreiben usw. Dass heutzutage alles krampfhaft auf Karriere ausgerichtet zu sein scheint, ist eine Möglichkeit der Wahrnehmung. Aber man sollte sich seine eigene Meinung und seinen eigenen Traum bewahren und dafür etwas Gutes tun. Wenn jemand das schlecht macht, kann einem das eigentlich egal sein. Wichtig ist, pragmatisch damit umzugehen und trotzdem auf sein Herz zu hören. Manchmal sehr schwierig. Aber aufgeben solltest Du Dich bitte nicht!

Ich (w,28) schreibe normalerweise nie was in solchen Foren, bin hier wegen eigener Recherche gelandet, aber irgendwie wollte ich Dir doch gern Trost aussprechen und Mut zusprechen! So 🙂
 
Hallo Ralph,

hör nicht darauf, was andere sagen!!!!!!!!!! Bitte!!! Das ist doch Sch... egal!

Es geht hier um Dich und um Deine Träume, Wünsche und Ziele.

Meine Frage ist, hast Du denn Ziele? Wenn nicht, dann gebe ich Dir jetzt die Aufgabe ;-), Dich mal mindestens eine Woche jeden Tag mal zwischendurch zu fragen, was denn eigentlich Deine Wünsche für Dein Leben sind und Dir dann daraus Deien eigenen kleineren und größeren Ziele zu setzten. Und bitte, mache das schriftlich! Stelle eine Liste mit Deinen Zielen auf. Ich schätze mal, Du solltest zehn Ziele hinbekommen. Vielleicht kann ja auch ein kleines Ziel eine Etappe zu Deinem großen Ziel sein.

Wenn Du soweit bist, melde Dich, wenn Du magst, und wir machen weiter bei Schritt zwei. 🙂

Ich schicke Dir ganz viel Mut und Durchhaltevermögen und Ohrenstöpsel, damit Du die demotivierenden Sprüche Deiner Gegenüber nicht hören mußt😎
 
Hallo Ihr Zwei, habe mich sehr gefreut dass doch noch jemand etwas dazu geschrieben hat.

An Kalo:

ich kann dir ganz spontan sagen was für Ziele und Träume ich habe, und ich unterscheide mich auch ein wenig von den typische Leuten mit dem Motto -> Abi-> Studieren -> vieel Geld verdienen -> noch mehr Geld verdienen -> noch höher steigen etc...

Mein Ziel ist im Prinzip eine Familie zu gründen, irgendwann ein kleines Eigenheim zu besitzen, "ordentlich" zu verdienen (ich muss kein Millionär sein), und vor allem dann auch etwas Zeit für Kinder und Freizeit zu haben. Und vor allem hier und da mal verreisen.

Ich sehe mittlerweile keinen Sinn mehr darin für seinen Beruf das halbe Leben zu versäumen. Gebracht hat es mir bisher erstens finanziell wenig , dafür körperlich umsomehr Signale dass ich gesundheitlich angeschlagen bin durch die Unsicherheit und der Erkenntnis viel gegeben, aber nichts erreicht zu haben. Ein ehemaliger Kollege von mir hat sich weit hochgearbeitet, aber dafür sein Kind abends noch 5 min gesehen wenns hochkommt, am Wochenende auch noch gearbeitet, und sonntags den ganzen Tag auf der Couch geschlafen weil er dann natürlich platt von der Woche war.

Ich strebe auch nicht nach Anerkennung nur weil ich Porsche fahre oder den scheinbar mega Job habe, sondern eher nach menschlicher Anerkennung. Menschen die einen nehmen wie man ist und Hilfsbereitschaft noch schätzen.

Manchmal habe ich das Gefühl wie beschrieben wurde in einem System zu leben, in dem du gezwungen bist dich dem Streben nach Macht und Status anzupassen und kläglich untergehst wenn du Schwächen zeigst oder es nicht packst.

Zitat eines Bekannten in meinem Umfeld: "Das was du machst kann man doch kein Studium nennen und wird dir sowieso nichts bringen. Ich bin nacher als Master 3x so gut wie du und werde mit 35 einen Lamborghini kaufen.."
 
Hallo Ralph,

Du schreibst: „Mein Ziel ist im Prinzip“


è[FONT=&quot] [/FONT]Das klingt nach Zweifel! Sage doch einfach „meine Ziele sind:“
è[FONT=&quot] [/FONT]Deine Gedanken bestimmen Dein Handel. Und wenn Du sagst „im Prinzip“, drückt das keine Entschlossenheit aus und es bewegt sich nichts in Dir. Sei bzw. werden entschlossen!

So und jetzt ordne Deine Ziele nach Prioritäten und bearbeite dann für Dich meine Fragen, die ich Dir zu Deinen Zielen aufgeschrieben habe und finde noch mehr Detaills. Wichtig ist, dass Du Dir das alles aufschreibst. Dann nur dann kannst Du erfolgreich zum nächsten Schritt übergehen. Lass Dir ruhig Zeit. Und ganz wichtig. Erzähle am besten keinem davon. Es könnte nur passieren, dass derjenige kein Verständnis für Deine Sache hat und Dich demotiviert.

Du schreibst: „eine Familie zu gründen“

è[FONT=&quot] [/FONT]Überlege Dir, was dazu gehört. Wie soll Deine Frau sein, wie soll sie ausssehen,….. Dann weiter. Wieviel Kinder möchtest Du haben. Wann willst Du Kinder haben? Vor der Hochzeit, nach der Hochzeit, in zwei Jahren, in 10 Jahren? Willst Du überhaupt heiraten oder reicht Dir eine „Beziehung“. Wie wollt Ihr zusammenleben. Verstehtst Du, was ich meine? Beschreibe Dein Ziel genauer. Zerlege es in viele Detaills.

Du schreibst: „ irgendwann ein kleines Eigenheim zu besitzen“

è[FONT=&quot] [/FONT]Wann genau möchtest Du das Eigenheim besitzten. Sage doch lieber: Ich werde in 5 Jahren ein Eigenheim besitzen. Das ist mein Ziel.
è[FONT=&quot] [/FONT] Wie soll es aus sehen? Wieviele Zimmer soll es haben. Willst Du eine Wohnküche? Wieviel Geld würdest Du investieren. Willst Du selber bauen oder es fertig kaufen. Soll es ein Neubau sein. Willst Du der Erstbezug sein? Wie ich oben meinte. Schreibe alles detailliert auf.

Du schreibst: „"ordentlich" zu verdienen (ich muss kein Millionär sein), „

è[FONT=&quot] [/FONT]Was heißt „ordentlich“? Willst Du Brutto 3000 € oder netto 4000 € im Monat. Schreibe Dir den genauen Betrag auf. Und zwar den, den Du wirklich haben willst. Er muss natürlich realistisch sein. Denn im zweiten Durchgang wirst Du darüber nachdenken, wie Du dieses Einkommen erreichen kannst.

und vor allem dann auch etwas Zeit für Kinder und Freizeit zu haben.

è[FONT=&quot] [/FONT]Hier wieder die Frage nach dem „etwas“. Was bedeutet das. Wieviel Stunden am Tag und zu welcher Tageszeit. Wieviel gemeinsamer Urlaub…..

Und vor allem hier und da mal verreisen.

è[FONT=&quot] [/FONT]Wohin willst Du verreisen. Wann willst Du verreisen und mit wem? Sollen es Club-Reisen sein oder Abenteuer-Reisen? ……

Ralph, verstehst Du was ich meine. Zerlege Deine Ziele kleine Einzelziele und, dass is



Du schreibst: „Zitat eines Bekannten in meinem Umfeld: "Das was du machst kann man doch kein Studium nennen und wird dir sowieso nichts bringen. Ich bin nacher als Master 3x so gut wie du und werde mit 35 einen Lamborghini kaufen.." „

è[FONT=&quot] [/FONT]Dafür habe ich Dir doch für die Zukunft die Ohrstöpsel geschickt ;-)

Alles Gute und melde Dich, wenn Du weitermachen willst.
 
Hallo Kalo, danke für die Mühe die du dir gibst.

Also mein erstes Ziel ist definititv mein jetziges Leben zu ändern, denn durch diese permanente Existenzangst und eingetrichterte Dinge wie ohne Studium kannst du dich gleich beerdigen und ohne Statussymbol ist man nichts wert etc.., leidet auch alles andere.

Selbst meine Freunde sagen ich wäre in den letzten Jahren immer verbitterter geworden. Stimmt ja auch, ich habe fast zu nichts mehr Lust und bin in mich gekehrt. Bin ich mit anderen zusammen die studiert haben oder scheinbar wunderwas erreicht haben werde ich schnell gereizt wenn ich auf meine Situation angesprochen werde.

Dazu kommen Magenprobleme und permanente Schlaflosigkeit.

Sogesehen habe ich meine Gesundheit schon in jungem Alter durch ackern gefährdet, wobei es mir nichtmal finanziell etwas gebracht hat. Das Schlimme ist eben das ich auf der anderen Seite immer denke alle anderen haben es besser gemacht und denen geht es gut.
 
Hallo nochmal,
also das Zitat des Bekannten ist natürlich nicht gerade ein besonders motivierendes bzw. nicht reflektiert bzw. obendrein noch ziemlich arrogant. Das kann zwar durchaus noch ein netter Bekannter sein, wobei ich das Ziel sich ein teures Auto zu kaufen (auch wenn es hier sicherlich nur ein Stellvertreter für "Wohlstand" sein soll), finde ich schon bedenklich sowie die Aussage, er würde Deinen Weg, den Du gehst, für sinnlos erachten.

Ich finde, es gibt einen riesigen Unterschied zwischen dem eigenen manchmal auf den ersten Blick etwas konfusen also unkonventiellen Lebenslauf und auf der anderen Seite den Weg, den man geht, weil man denkt, man MÜSSTE den gehen. Ich habe für mich festgestellt, dass ich zwar weiß, mein Lebenslauf sieht nicht geradlinig aus, aber im Moment überrasche ich mein Umfeld damit, dass ich mich noch einmal umorientieren möchte. Wichtig ist, für sich selbst zu erkennen, ob man wirklich selber weitermachen möchte oder ob es da noch andere Möglichkeiten gibt. Das bedeutet nicht, dass man immer wieder begonnene Sachen abbricht oder ständig im Hinterkopf hat "Könnte es was Besseres geben...?", aber so Ende 20 (bestimmt auch später noch, aber ich könnt mir vorstellen, dass es dann immer schwieriger wird...?) finde ich hat man schon noch ganz gute Möglichkeiten sein "Erwerbsleben" zu gestalten, da darf man dann ruhig auch mal den anderen erzählen, dass es auch mal seine Zeit braucht, um etwas zu erreichen (kurz-, mittel-, langfristige Ziele, wie schon erwähnt...).

Dass Du von menschlicher Anerkennung geschrieben hast, das hatte ich auch so verstanden. Leider ist es trotzdem oft so, dass Du die im Beruf so schnell nicht bekommst. Das hat ja etwas damit zu tun, in was für einem Umfeld Du beschäftigst bist. Geht es in der Firma eher mehr um Profit und werden alle möglichen Verkaufsstrategien angewandt, alles ökonomischer gestaltet usw. steht man mit seiner Menschlichkeit dann manchmal auch allein da. Zum Glück gibt es auch noch "gute" Arbeitgeber, welche die nicht immer nur dran denken, den schönen Schein zu wahren etc. Es ist aber schwierig, die zu finden, Auch im Non-Profit-Bereich und im sozialen/kulturellen Bereich kann es Probleme geben und es ist nicht immer so schön, wie es aussieht. Trotzdem habe ich gerade in den Bereichen, die sich auch für Bildung im weitesten Sinne und für Offenheit einsetzen, die positivsten Eindrücke gewonnen.

Meinen Mut schöpfe ich u.a. aus den Geschichten aus dem Magazin brandeins. Obwohl es ein Wirtschaftsmagazin ist, oder gerade weil es das ist. Die Journalisten bemühen sich aber um eine allumfassende Sicht der Dinge, das ist also nicht nur interessant, wenn man die Themen näher kennt. Alles wird ziemlich menschlich rübergebracht, oft suchen die Autoren in ihren Texten nach unkonventiellen Lösungswegen und die Weltsicht ist auch ziemlich von Herz UND Verstand geprägt, das mag ich. Auf deren Internetpräsenz kann man auch Texte der Ausgaben online lesen, unter Archiv sieht man die monatlichen Ausgaben und kann sich was Interessantes raussuchen, Vielleicht findest Du da auch für Dich was?

Familie gründen schön und gut, aber dafür braucht man auch nicht soooo viiiiel Geld, da muss man sich auch nicht wieder ständig an anderen messen. Natürlich solltest Du Deine Familie ernähren können, aber ist Eigenheim so wichtig etc. etc. (klar, was eigenes ist schon schön, aber nicht um jeden Preis)?

Also, ich glaube, ich bin zwar schon idealistisch, aber nicht naiv, und ich weiß aus eigener Erfahrung wie schwer das sein kann, wenn man auf Menschen trifft, die vermeintlich mehr erreicht haben als man selbst.... aber die müssen deshalb wirklich nicht glücklicher sein, vielleicht haben sie es manchmal leichter, aber auch da kann man sich täuschen. Also, Blick auf Deine Ziele gerichtet, was kannst Du dafür tun und dann tu es. Lass Dich nicht beirren. Und dass Du nicht so materiell eingestellt bist, ist ja schon mal toll, dann sollte es doch klappen.

🙂
 
Hallo Kalo, danke für die Mühe die du dir gibst.

Also mein erstes Ziel ist definititv mein jetziges Leben zu ändern, denn durch diese permanente Existenzangst und eingetrichterte Dinge wie ohne Studium kannst du dich gleich beerdigen und ohne Statussymbol ist man nichts wert etc.., leidet auch alles andere.

Selbst meine Freunde sagen ich wäre in den letzten Jahren immer verbitterter geworden. Stimmt ja auch, ich habe fast zu nichts mehr Lust und bin in mich gekehrt. Bin ich mit anderen zusammen die studiert haben oder scheinbar wunderwas erreicht haben werde ich schnell gereizt wenn ich auf meine Situation angesprochen werde.

Dazu kommen Magenprobleme und permanente Schlaflosigkeit.

Sogesehen habe ich meine Gesundheit schon in jungem Alter durch ackern gefährdet, wobei es mir nichtmal finanziell etwas gebracht hat. Das Schlimme ist eben das ich auf der anderen Seite immer denke alle anderen haben es besser gemacht und denen geht es gut.

Sorry, aber merkst Du, dass Du die Dinge nicht anpackst? Hast Du meine Fragen für Dich schon beantwortet?

Höre auf, Dich selbst zu bemittleiden und mache Dich an Deine Ziele!!!! Was heißt es denn, Dein jetziges Leben zu ändern. SChreibe Dir das auf und beginne, es umzusetzen.
 
Vielen Dank, dass es noch Menschen gibt, die gerne helfen wollen, wenn auch nur menthal und anonym.

Weißt du lieber Gast, ich war früher immer die Fröhlichkeit bzw. der Lebensgeist schlechthin. Seit ich im Erwerbsleben stehe, musste ich erkennen wie manche menschen miteinander umgehen können, über Leichen gehen um sich Vorteile zu sichern, wie man wissentlich belogen und betrogen wird.. usw....

Mir wurden auch schon Karriereaussichten gestellt, welche sich am Ende nur als Aunsutzen herausgestellt haben. Heute kommen ich einfach zum Ergebnis, dass ein Großteil der Menschheit schlecht ist. Die Zeit hat mich geprägt und ich bin sehr sehr mißtrauisch und introverierter geworden. Viele sehen ja auch nicht wie korrupt unser System teilweise geworden ist, weil sie es nie hinterfragen oder vielleicht auch nicht den Horizont dazu haben.

Es ist wie beim Frauen kennenlernen: die A********* haben Erfolg, nette Männer sind langweilig.
Bezug zu hier: gehe mit Ellenbogen und du hast Erfolg, sei hilfsbereit und ehrlich nimm deinen Arschtritt.

Hinzu kommen natürlich die berühmten Aussagen warum man keinen Daimler fährt, so wenig erreicht hat, sich dies oder das nicht leisten kann. Ergebnis: Vergleiche mit anderen.

Und der schwache emotionale Mensch leidet wohl besonders darunter, ich kenne 2 Kandidaten, die bislang noch gar nichts geschafft und auch gar keine Lust dazu haben, aber das Selbstbewusstsein in Person darstellen.

Mit großer Sicherheit bin ich so auf dem Weg zur Selbstzerstörung, deshalb suchte ich auch hier Rat von menschen die noch so wie ich denken. Manchmal habe ich das Gefühl in diese Gesellschaft nicht richtig reinzupassen weil ich dieses Ganze Gehabe nicht mitmachen will.
 
Es ist auch sehr schwierig sich ein Ziel zu stecken, wenn man motivations- antriebslos oder depressiv ist. Da gelingt gar nichts.
In mir hat sich auch eingebrannt, beruflich erfolgreich sein zu müssen, um zufrieden zu sein. Wenn schon nicht privat.
Also habe ich nach meiner kaufmännischen Ausbildung die BOS zum erreichen der fachgebundenen Hochschulreife begonnen. Wollte danach irgendwas studieren. Was erreichen. Ich dachte einfach, ich müsse das tun, um mir was zu beweisen. Explizites Ziel hatte ich keins. Und genau da war das Problem. Aus dem "machste halt einfach mal" kam nix dabei heraus und hab am Ende abgebrochen.
Jetzt im Moment mach ich grad meinen Wehrdienst, in 4 Monaten bin ich raus, und hab immer noch keine Ahnung wie es weitergehn soll. Warscheinlich einfach im bisherigen Berufsfeld weiterarbeiten, auch wenns nicht mein traumberuf ist.
Und Du gehörst glaub wie ich nicht zu der Sorte, die bis an ihr Lebensende stumpf irgendwas arbeiten, was keinen Spaß macht sondern nur dem Zweck der Geldbeschaffung dient.
Aber um glücklich zu werden, im Beruf- wie im Privatleben, muss man erst mal die Grundlagen dafür schaffen.
Aber wie? Keine Ahnung, ich kann mir selber nicht mal helfen.
 

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