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Nach Klinikaufenthalt schlimmer als Zuvor?

|Shad|

Aktives Mitglied
Ich hab meinen 2. Psychosomatischen Klinikaufenthalt heute zuende gebracht. Auch wieder ein paar wenige sehr tolle leute kennengelernt, die ich jetzt -sehr sehr schmerzlich- vermisse... ich scheine da "verlustängste" in bezug auf meine Freunde generell zu haben. (ich hab erst seit meinem 1. Aufenthalt im Januar Freunde)

Meine Depression, die negativen Gefühle, eine gewisse Todessehnsucht und der Drang mich zu Verletzen (und andere Zwänge) sind aber stärker geworden :-/ . Ich empfinde meinen Gesamtzustand als schlechter als vor dem Aufenthalt.

derweil habe ich mich nach Kräften bemüht die Therapieangebote wahrzunehmen und meine Probleme anzupacken... aber wie gesagt ohne erfolg scheinbar.

ich konnte mich auch in der klniik für keine "lebens-Ideen" begeistern... es wurden zwar dinge angesprochen die ich machen kann, aber irgendwie kam alles nicht an...

bin ich mir selber im weg??? bzw wie krieg ich das weg? ich find es fast ausichtslos wenn ich selbst mit willen und Anstrengung nicht aus der scheisse raus, sondern immer weiter rein komme :-/ ....
 
Heißes Thema.... zumindest weil ich in diesem Fall zur Ursachenforschung raten würde. Und zwar nicht wie es hier so gern von den Hobbypsychologen herrangezogen oft wird, das man als Baby ein Problem hatte und...
eher aktuell gucken. Gerade wenn du schreibst, das du Probleme wegen dem Verlußt der Freunde hast, wäre es vielleicht einfach möglich das da die Ursache liegt.

Da könnte man gucken ob man nicht versucht dann selber die Kontakte aufrechtzuhalten. Weiß jetzt nicht ob man in so einer Klinik die Leute auch mal besuchen kann. Aber dann versuchen Telefonnummern oder SMs, Foren oder öffentliche Portale wie das Fratzenbuch, in Verbindung zu bleiben.
 
ja das mach ich eh, fonnummern adressen etc hab ich, auch von meinem davorigen klinikaufenthalt im januar....

was mir gerade nochmal etwas klarer bewusst geworden ist, ist das in der klinik einfach zu absolut jedem zeitpunkt wunderbare Freunde, viele wohlwollende Fremde und sonstige Mitpatienten (und pfleger) in greifbarer nähe waren.

hier hab ich das nicht. hier bin ich alleine, hier kann ich nicht jeden tag schaun wies meinen freunden geht, ob sie noch leben, kann mir nicht meine knuddels holen und austeilen. hier "draussen" kann man nie so frei reden wie mit den leuten in der klnik. sogar bei meinen freunden vom davorigen aufenthalt ist es so das wir festgestellt haben das wir die "Sprache" die man in der klniik lernt sehr schnell wieder komplett verliert... und ich bin noch keinen tag draussen und komm mir schon so verloren vor.

mir gehn sogar die geräusche ab, das schnarchen vom zimmerkollegenm, die nächtlichen laute die IMMEr da waren, z.b. wenn jmd aus versehen klingelt oder jmd durchs haus latscht weil er nicht schlafen kann oder durst oder kopfschmerzen hat und und und... und hier ist das alles nicht, keine leute ausser mit glück und anstrengung ein eher seltenes treffen mit den freunden, je nachdem auch wie weit weg die einzelnen wohnen (und nur eine wohnt in der nähe, die anderen seh ich viel zu selten... naja viel zu selten seh ich alle, aber bei der einen ist es nicht ganz so krass selten)

hier brechen altag und alte muster sofort auf mich ein. sobald ich aus dem zug gestiegen bin war die klinik-sprache schon weg. ich verstehs nicht und hasse den zustand, weiß aber nichtso recht was ich dagegen tun kann... sogar wenn der kontakt zu meinen freunden hält, sie können nicht 24/7 um mich rum sein, ich sollte eig froh sein wenn ein treffen alle paar monate klappt, aber das reicht nicht... das ist der tropfen wassesr für den verdurstenden, der ihn (also mich) nicht rettet, aber zeit wie schön das was mir fehlt doch wäre... .irgendwie so.... :-/ und ich komm damit nicht klar. überhaupt nicht.

PS: und das mit den "hobbypsychologen" und so... auch erfahrene psychologe gehen davon aus dass die kindheit u.u. sogar noch die geburt und davor prägend sein können. Manche verbeissen sich sicher so sehr darauf das sie nichts anders gelten lassen als "das war was in der kindheit" aber sehr oft stimmt es einfach... unabhängig davon kenne ich durchaus die ein oder andere ursache für das ein oder andere problem... aber das hilft mir auch nicht weiter... dann bin ich eben depressiv wegen ereignis X und Ungerechtigkeit Y etc. pp.... so what?? deswegen gehts mir ja immernoch besch**sen
 
shad leider kenn ich die situation nicht daher verzeih mir wenn es nicht passt 😉

lässt du dich wirklich auf die therapie ein oder nur so halbherzig?
bekommst du medikamente, wenn ja bist du vlt. nicht richtig eingestellt oder hast gar für dich falsche bekommen?


du meldest dich sicher immer wieder bei deienen freunden, so dass du dir bewusst bist dass sie ja da sind?

die ursache zu kennen ist oft das sich in einer gewissen situation bewusst machen zu können: das ist nicht das gleiche wie früher- nicht mal ansatzweise. man kann anderes auf die neue sachen reagieren,w enn man sich eben bewusst ist, dass das früher früher war und jetzt jetzt, und beides nichts miteinander zu tun hat. ist schwer oft....
 
Shad,

ist es doch ganz normal, dass du die Klinik erst mal vermisst und Zeit brauchst, dich wieder umzugewöhnen. Gib dir die Zeit. Trauere ein bisschen, lass Tränen zu. Leg dich auf die Couch, schau Fernsehen, lass dich berieseln. Tue Dinge, die dir gut tun. Was Leckeres essen, spazieren gehen, malen, basteln, ins Kino gehen. Lass die Gefühle zu. Das muss jetzt erst mal raus, damit was Neues beginnen kann.

Verdau doch erst mal das, was du erlebt hast. Schreib drüber. Vielleicht magst du hier den Austausch suchen.

Tuesday
 
ich hab mich wirklich auf die therapie eingelassen, allerdings ab und an (meist erst im nachhinein) gemerkt das ich mich "verstellt" hatte um den/die therapeuten "zufriedenzustellen" also z.b. besserung vorgelogen etc. aber eben ohne das es mir zu dem zeitpunkt bewusst war.

medikamente hab und hatte ich keine.

bei meinen freundne melde ich mich immer wieder mal ja, aber sogar zu zeiten wo jede woche ein treffen mit dem ein oder anderen war, gings mit insgesamt sehr schlecht...

das problem ist nicht das mich allerlei gefühle überfallen weil ich aus der klinik raus bin, sondern das meine ganzen alten komplexe verstärkt zurück sind... sei es verstärkter drang zum ritzen/schlagen etc. oder das ich wieder mit dem frustessen weitermache (und dabei alles zumüll und ne menge geld das ich nciht habe ausgeb) , irgendwie ist es als hätte ich in der klinik zwar einiges an information und theorie gelernt, aber bin mir extrem im weg das umzusetzen.
stattdessen kommt eben als problem noch dazu das dinge wie "einsamkeit" und "kein selbstwertgefühl" verstärkt werden, ersteres eben weil ich weiss wie schön es war (und außerhalb der klinik eben nicht ist) und zweiteres, naja hatte sich ohnehin nicht gebessert in der klinik.

irgendwo muss ich mir selber im weg sein, sonst hätte ich doch vortschritte gemacht... aber ich check nicht wo und warum ich mir im weg bin 0_o ddas macht für mich keinen sinn... .
 
hm schwierig.

aber zumindest hast du mal den ansatz dass du dich schon ein wenig verstellt hast bei der therapie, somit hast dich ja auch nicht kompett hingegeben.

was mir in den sinn kommt, ich weiß nicht ob ich richtig liege, aber manche menschen stehen sich selbst im weg, weil sie angst haben, wenn sie sich "nackt" zeigen. angst davor dass alles hoch kommt und sie angreifbar und verletzlicher als je zuvor wären. bzw. im unterbewusstsein auch gar nicht weiterentwickeln wollen.

daher hast du angst dich "nackt" zu presentieren? stehst du dir deshalb selbst ihm weg? siehst du die "nacktheit" nicht als chance, sondern als "verdamnis" noch weiter abzusacken?
 
hm nein so würd ich des nicht sehn. andererseits bin ich es gewohnt mich zu verstellen, schon seit jahren, und habe das so sehr perfektioniert das es mir in vielen situationen schwer fällt wie ich eig bin (beispiel eben wenn ich mich in der therapie aus "gewohnheit" verstelle, wohl um mich zu schützen)

und der teil mit "nicht verletzlich sein wollen" stimmt schon auch... ich hab generell ein problem damit mich therapeuten zu öffnen, bei mitpatienten und meinen freunden klappt das mitunter aber gut (da ist das problem dann eher "wieviel kann/darf/will ich denen zumuten")

allein jetzt merk ich schon das es mir seeeehr schwer fällt mich zu konzentrieren, meine gedanken zu ordnen, was ich auch als so ein fehlgeleiteter "schutzreflex" oder evtl eine vermeidung von i-was ist....

mir fehlt in jedem fall auch ein bezug zu mir... ich weiß zwar von ein paar sachen die evtl auslöser für meine probleme sein könnten... aber i-wie passt das für mich nicht zusammen.
wenn ich an meine gefühlslage, (ängste, selbsthass, etc) denke und an die kleinigkeiten die in meinem leben nicht gut warn denke wundere ich mich wie sich eben so eine gefühlslage aus "so was" entwickeln kann... das macht für mich keinen sinn, und ja.. ich schweife ab.
 

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