G
Gast
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Hallo,
mein Freund und ich haben uns vor acht Jahren an der Uni kennengelernt und sind seitdem "ein Herz und eine Seele". Er ist Suedlaender, temperamentvoll, und die ersten zwei Jahre hatten wir ein paar Probleme mit seiner Eifersucht, ein paar Teller sind mal kaputtgeschmissen worden, aber wir haben uns immer wieder zusammengerauft. Seit zwei Jahren wohnen wir nun in seinem Heimatland - er hat einen anstrengenden Job, und ich bin wieder an der Uni um meinen Master zu machen. Eigentlich geht es uns gut, auch wenn ich nicht so gluecklich mit seiner Beziehung zu seiner Familie bin, die in staendig um Geld bitten und meinen, dass er, weil er ja nun zurueck ist, alles regeln muss. Zur Erklaerung - er ist der aelteste von drei Soehnen, weder Mutter noch Vater (ex-Alkoholiker) noch Bruder arbeiten, und mein Freund und der juengste Bruder kommen also finanziell fuer den Rest auf. Das mir das nicht gut gefaellt, ist glaube ich logisch.
Natuerlich fliegen ab und an die Fetzen, aber das kommt wohl in jedem Haushalt vor. Wegen dem Stress mit seiner Familie, dem Job und natuerlich auch finanziell habe ich ihn schon seit einiger Zeit gebeten, mal mit jemandem zu sprechen, bei dem er sich seine Sorgen von der Seele reden kann, aber es ist bis jetzt immer irgend etwas dazwischen gekommen. Ich glaube, ehrlich gesagt, dass er sich selbst nicht eingestehen wollte, dass ihm alles zu viel wird.
Am Sonntag sind wir nach einem schoenen Wochenende nach Hause gekommen. Mein Freund nimmt mein Handy und faengt an, meine Nachrichten anzuschauen. Ich sage ihm, dass ich das nicht will, es geht hin und her, und bevor ich richtig weiss, was geschieht, schmeisst er mein Handy gegen die Wand und mich im Wuergegriff gegen den Kuehlschrank! Hat mich die ganze Zeit angeschriehen, mich aufs Sofa geworfen und auf mich eingeschlagen. Das ganze hat wohl nicht laenger als zwei Minuten gedauert, und ich bin auch nicht verletzt, aber es kam mir wie Stunden vor.
Ich hab ihn schliesslich aus der Wohnung rausgekriegt und bin zur Nachbarin gegangen. Dort tauchte er dann nach ner Stunde auf und wollte, dass ich mit ihm nach Hause komme. Meine Nachbarin hat ihm gesagt, dass er absolut kein Recht mehr hat, mir irgendwas zu sagen, und er hat angefangen zu weinen und gesagt, dass er unglaublichen Mist gebaut hat.
Am naechsten Tag kam er nach Hause (hat sich freigenommen) und hat geweint wie ein Schlosshund. Meinte, er wuesste nicht, was in ihn gefahren ist, es tut ihm so leid.... Ich habe ihn wieder weggeschickt und er ist zu seinen Eltern gegangen. Kam nachmittags noch mal wieder und sass heulend auf dem Sofa bei meiner Nachbarin, die ihn gebeten hat, mir Zeit zu geben.
Heute mittag war er wieder da - sein Chef hat ihm frei gegeben, weil er nicht in der Lage ist zu arbeiten. Hat wieder um Verzeihung gebeten - meinte, er wuerde alles tun was ihm moeglich ist, damit ich ihn nicht verlasse. Ich habe ihm dann erstmal gesagt, dass ich moechte, dass er mit einem Psychologen oder so spricht, und dass ich ihn erst mal nicht mehr sehen moechte.
Habe ich wohl richtig gehandelt? Ich moechte ihn nicht entschuldigen, aber ich weiss, dass er kein gewalttaetiger Mensch ist. Er trinkt nicht, nimmt keine Drogen.... Vielleicht sagt ihr mir jetzt, dass das alle sagen, und normalerweise waere ich die erste, die sagt "nie wieder", aber sollte ich ihm, falls er tatsaechlich eine Therapie anfaengt, noch eine Chance geben? Dass wir auf jeden Fall nicht in der Naehe seiner Eltern bleiben wuerden und ich auch nicht in diesem Haus bleiben moechte ist klar, - er hat schon zugestimmt, dass wir nach meiner Uni versuchen wuerden, fuer ihn in Deutschland Arbeit zu finden....
Durcheinander.....
mein Freund und ich haben uns vor acht Jahren an der Uni kennengelernt und sind seitdem "ein Herz und eine Seele". Er ist Suedlaender, temperamentvoll, und die ersten zwei Jahre hatten wir ein paar Probleme mit seiner Eifersucht, ein paar Teller sind mal kaputtgeschmissen worden, aber wir haben uns immer wieder zusammengerauft. Seit zwei Jahren wohnen wir nun in seinem Heimatland - er hat einen anstrengenden Job, und ich bin wieder an der Uni um meinen Master zu machen. Eigentlich geht es uns gut, auch wenn ich nicht so gluecklich mit seiner Beziehung zu seiner Familie bin, die in staendig um Geld bitten und meinen, dass er, weil er ja nun zurueck ist, alles regeln muss. Zur Erklaerung - er ist der aelteste von drei Soehnen, weder Mutter noch Vater (ex-Alkoholiker) noch Bruder arbeiten, und mein Freund und der juengste Bruder kommen also finanziell fuer den Rest auf. Das mir das nicht gut gefaellt, ist glaube ich logisch.
Natuerlich fliegen ab und an die Fetzen, aber das kommt wohl in jedem Haushalt vor. Wegen dem Stress mit seiner Familie, dem Job und natuerlich auch finanziell habe ich ihn schon seit einiger Zeit gebeten, mal mit jemandem zu sprechen, bei dem er sich seine Sorgen von der Seele reden kann, aber es ist bis jetzt immer irgend etwas dazwischen gekommen. Ich glaube, ehrlich gesagt, dass er sich selbst nicht eingestehen wollte, dass ihm alles zu viel wird.
Am Sonntag sind wir nach einem schoenen Wochenende nach Hause gekommen. Mein Freund nimmt mein Handy und faengt an, meine Nachrichten anzuschauen. Ich sage ihm, dass ich das nicht will, es geht hin und her, und bevor ich richtig weiss, was geschieht, schmeisst er mein Handy gegen die Wand und mich im Wuergegriff gegen den Kuehlschrank! Hat mich die ganze Zeit angeschriehen, mich aufs Sofa geworfen und auf mich eingeschlagen. Das ganze hat wohl nicht laenger als zwei Minuten gedauert, und ich bin auch nicht verletzt, aber es kam mir wie Stunden vor.
Ich hab ihn schliesslich aus der Wohnung rausgekriegt und bin zur Nachbarin gegangen. Dort tauchte er dann nach ner Stunde auf und wollte, dass ich mit ihm nach Hause komme. Meine Nachbarin hat ihm gesagt, dass er absolut kein Recht mehr hat, mir irgendwas zu sagen, und er hat angefangen zu weinen und gesagt, dass er unglaublichen Mist gebaut hat.
Am naechsten Tag kam er nach Hause (hat sich freigenommen) und hat geweint wie ein Schlosshund. Meinte, er wuesste nicht, was in ihn gefahren ist, es tut ihm so leid.... Ich habe ihn wieder weggeschickt und er ist zu seinen Eltern gegangen. Kam nachmittags noch mal wieder und sass heulend auf dem Sofa bei meiner Nachbarin, die ihn gebeten hat, mir Zeit zu geben.
Heute mittag war er wieder da - sein Chef hat ihm frei gegeben, weil er nicht in der Lage ist zu arbeiten. Hat wieder um Verzeihung gebeten - meinte, er wuerde alles tun was ihm moeglich ist, damit ich ihn nicht verlasse. Ich habe ihm dann erstmal gesagt, dass ich moechte, dass er mit einem Psychologen oder so spricht, und dass ich ihn erst mal nicht mehr sehen moechte.
Habe ich wohl richtig gehandelt? Ich moechte ihn nicht entschuldigen, aber ich weiss, dass er kein gewalttaetiger Mensch ist. Er trinkt nicht, nimmt keine Drogen.... Vielleicht sagt ihr mir jetzt, dass das alle sagen, und normalerweise waere ich die erste, die sagt "nie wieder", aber sollte ich ihm, falls er tatsaechlich eine Therapie anfaengt, noch eine Chance geben? Dass wir auf jeden Fall nicht in der Naehe seiner Eltern bleiben wuerden und ich auch nicht in diesem Haus bleiben moechte ist klar, - er hat schon zugestimmt, dass wir nach meiner Uni versuchen wuerden, fuer ihn in Deutschland Arbeit zu finden....
Durcheinander.....