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Gast
Hallo Forum,
ich (männlich, 23 Jahre alt, heterosexuell) habe ein Problem mit meiner Mutter. Sie drängt mich richtig aggressiv, dass ich eine Freundin habe/ suche/ finde.
Es macht mir sehr zu schaffen. Soweit bin ich glücklich. Ich habe studiert, und wohne jetzt wieder bei meinen Eltern. Ich arbeite auf die Selbständigkeit hin (von daheim), und in meiner Freizeit hebe ich zuhause Gewichte und lese Bücher. Viele meiner Vorbilder in Sport und Wissenschaft waren zu ihren besten Zeiten Single, viele sogar ganz abstinent.
Meine sexuelle/ romantische Historie: Eigentlich hat mich meine Mutter normal erzogen, bis ins Teenager alter. Sie hat mich dann ein wenig asexualisiert, Mädchen, die ich toll fand, schlecht geredet, meine Sexualität so gut es ging verleugnet, und mich verurteilt, als ich Selbstbefriedigung entdeckt habe. Das hat mir geschadet. Ich habe mich total isoliert und bin zu einem sehr stoischen, geheimnistuerischen Menschen geworden, das ist heute noch so.
Als ich dann weggezogen bin zum Studieren (und ich bin absichtlich weit, weit weg gezogen), wollte ich mich endlich ausleben, und es hat mich zu weniger ruhmreichen Dingen gebracht: One Night Stands, Bordellbesuche... Eine Langzeitfreundin hatte ich nie, und die kurzen Beziehungen, die ich hatte, ließ ich "unterm Radar" laufen. Trotzdem hatte ich unglaublich schöne Momente erlebt. Alleine weg von zuhause konnte ich Frauen in die Augen schauen, und ihnen sagen, dass ich sie will. Ich war ein heißer Flirter. Ich habe ein Stück von dem nachgeholt, was ich "verpasst" habe.
Jetzt bin ich zu meinen Eltern zurück gekehrt. Wie schon gesagt, ich konzentriere mich auf mich selbst. Ich verlasse selten das Haus, weil meine Selbständige Arbeit von zuhause mache (oder machen werde, ich bin noch in der Vorbereitungsphase, der Geldfluss soll im Sommer losgehen). Ich habe keine Kontakte zu alten Schulkollegen, weil ich immer ein hardcore Eigenbrötler war. Auch habe ich kein soziales Hobby, da mir Bücherlesen und Gewichteheben reicht. Ich arbeite nebenbei im Garten, und renoviere das Haus.
Ich genieße das Alleinsein. Doch jetzt fängt meine Mutter plötzlich an, auf mir herumzuhacken. Es gefällt ihr nicht, dass ich Single bin. Immer wenn ich frage, was denn das Problem ist, gibt sie wischiwaschi Erklärungen von sich: "Tolle Gefühle... dann bist du nicht allein... sonst verpasst du die Richtige... sonst bist du kein Mann... dein Kuseng hat auch eine Freundin..."
Sie scheint sich regelrecht vor mir zu ekeln. Ich verstehe es nicht. Und es macht mich FERTIG. Niemand scheint auf meiner Seite zu stehen: ob Schwester oder Tante, alle erwarten von mir, dass ich eine Freundin habe, und meine Mutter im Recht ist, mich zu drängen. Häh?
Die selbständige Arbeit, von der ich spreche, hat eine enorm niedrige Erfolgsquote. Die Vorbereitung geht auf die Knochen, und ich muss alles aus mir rausholen, was in mir ist. So gefällt es mir. Zum ersten mal im Leben strebe ich wirklich nach etwas. Eine Freundin? Jetzt?
Es wäre ein enormer zeitlicher und finanzieller Aufwand/ Verlust, wenn ich jetzt in eine Wohnung ziehe. Aber ich ertrage meine Mutter nicht mehr. Erst wird meine Sexualität im Keim erstickt, dann wird sie infrage gestellt.
Also, ich möchte bitte hören, was ihr dazu zu sagen habt. Ähnliche Erfahrungen und Tipps? Ansichten? Bin ich wirklich so "komisch" oder übertreibt meine Mutter? Buchempfehlungen?
Danke für's Lesen 🙂
ich (männlich, 23 Jahre alt, heterosexuell) habe ein Problem mit meiner Mutter. Sie drängt mich richtig aggressiv, dass ich eine Freundin habe/ suche/ finde.
Es macht mir sehr zu schaffen. Soweit bin ich glücklich. Ich habe studiert, und wohne jetzt wieder bei meinen Eltern. Ich arbeite auf die Selbständigkeit hin (von daheim), und in meiner Freizeit hebe ich zuhause Gewichte und lese Bücher. Viele meiner Vorbilder in Sport und Wissenschaft waren zu ihren besten Zeiten Single, viele sogar ganz abstinent.
Meine sexuelle/ romantische Historie: Eigentlich hat mich meine Mutter normal erzogen, bis ins Teenager alter. Sie hat mich dann ein wenig asexualisiert, Mädchen, die ich toll fand, schlecht geredet, meine Sexualität so gut es ging verleugnet, und mich verurteilt, als ich Selbstbefriedigung entdeckt habe. Das hat mir geschadet. Ich habe mich total isoliert und bin zu einem sehr stoischen, geheimnistuerischen Menschen geworden, das ist heute noch so.
Als ich dann weggezogen bin zum Studieren (und ich bin absichtlich weit, weit weg gezogen), wollte ich mich endlich ausleben, und es hat mich zu weniger ruhmreichen Dingen gebracht: One Night Stands, Bordellbesuche... Eine Langzeitfreundin hatte ich nie, und die kurzen Beziehungen, die ich hatte, ließ ich "unterm Radar" laufen. Trotzdem hatte ich unglaublich schöne Momente erlebt. Alleine weg von zuhause konnte ich Frauen in die Augen schauen, und ihnen sagen, dass ich sie will. Ich war ein heißer Flirter. Ich habe ein Stück von dem nachgeholt, was ich "verpasst" habe.
Jetzt bin ich zu meinen Eltern zurück gekehrt. Wie schon gesagt, ich konzentriere mich auf mich selbst. Ich verlasse selten das Haus, weil meine Selbständige Arbeit von zuhause mache (oder machen werde, ich bin noch in der Vorbereitungsphase, der Geldfluss soll im Sommer losgehen). Ich habe keine Kontakte zu alten Schulkollegen, weil ich immer ein hardcore Eigenbrötler war. Auch habe ich kein soziales Hobby, da mir Bücherlesen und Gewichteheben reicht. Ich arbeite nebenbei im Garten, und renoviere das Haus.
Ich genieße das Alleinsein. Doch jetzt fängt meine Mutter plötzlich an, auf mir herumzuhacken. Es gefällt ihr nicht, dass ich Single bin. Immer wenn ich frage, was denn das Problem ist, gibt sie wischiwaschi Erklärungen von sich: "Tolle Gefühle... dann bist du nicht allein... sonst verpasst du die Richtige... sonst bist du kein Mann... dein Kuseng hat auch eine Freundin..."
Sie scheint sich regelrecht vor mir zu ekeln. Ich verstehe es nicht. Und es macht mich FERTIG. Niemand scheint auf meiner Seite zu stehen: ob Schwester oder Tante, alle erwarten von mir, dass ich eine Freundin habe, und meine Mutter im Recht ist, mich zu drängen. Häh?
Die selbständige Arbeit, von der ich spreche, hat eine enorm niedrige Erfolgsquote. Die Vorbereitung geht auf die Knochen, und ich muss alles aus mir rausholen, was in mir ist. So gefällt es mir. Zum ersten mal im Leben strebe ich wirklich nach etwas. Eine Freundin? Jetzt?
Es wäre ein enormer zeitlicher und finanzieller Aufwand/ Verlust, wenn ich jetzt in eine Wohnung ziehe. Aber ich ertrage meine Mutter nicht mehr. Erst wird meine Sexualität im Keim erstickt, dann wird sie infrage gestellt.
Also, ich möchte bitte hören, was ihr dazu zu sagen habt. Ähnliche Erfahrungen und Tipps? Ansichten? Bin ich wirklich so "komisch" oder übertreibt meine Mutter? Buchempfehlungen?
Danke für's Lesen 🙂