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Muss Entscheidung mittragen hinter der ich definitiv nicht stehe. ....

Jacy Eva

Mitglied
Hallo liebe Community,

In meinem Beruf als Krankenpflegerin in der Forensik bin ich heute an meine emotionale Grenze gestoßen.
Ich arbeite erst seit einem Jahr dort und bin direkt nach meinem Examen dorthin gegangen.

Gestern war ich bei einer Lockerungskonferenz dabei. ( In dieser geht es darum ob er Patient (also der "Täter" ) z.B. alleine aufs Gelände oder Ausgang in der Stadt bekommt.
Der Patient ist bei uns, da er eine Sexualstraftat begangen hat. Derjenige zeigt keinerlei Einsicht über sein Delikt. Er ist sehr Therapierfahren und sagt uns das Zeug, dass wir angeblich hören wollen aber man merkte trotzdem das keinerlei Opferempathie oder Reue vorhanden ist.
Trotzdem wurde dieser Patient gestern gelockert! Unsere Klinikleitung ärztlicher Seite war persönlich dabei und sah keinerlei Bedenken ihm die Stufe zu gewähren. Schade fand ich dass er nicht mal gefragt hat ob alle einverstanden sind, das ist sonst immer anders.

Ich fühle mich schlecht deshalb , da ich so eine wesentliche Entscheidung mittragen muss ohne dass ich die Chance hatte meine Zweifel anzubringen.

( Die Klinikleitung war so schnell wieder weg , dass ich nicht die Zeit hatte mich zu erklären oder nen Stop einzuwerfen)


Geht es jemandem ähnlich , bzw. hat ähnliches Erlebt ? Wie geht man damit am Besten um ???
 
Sollte der Täter wieder eine Frau angreifen, kann man die Leitung nicht mal zur Verantwortung ziehen warscheinlich. Eigentlich müsste man das öffentlich machen. Frauen gehören gewarnt vor diesem Mann.
Ein Skandal ist das.
 
Zuletzt bearbeitet:
ein jahr ist keine langjährige berufserfahrung 😉 und gleich nach dem examen = jung = noch nicht soo viel lebenserfahrung .
richtig ist allerdings , daß das pflegepersonal die patienten wohl sehr viel " echter " erlebt als der arzt .

ich verstehe das ungute gefühl . ob ich aber als neuling im pflegebereich gegen erfahrene ärzte antreten würde - ich weiß es nicht .
kommt darauf an , wie kollegial es generell in der klinik zugeht .
" mittragen " mußt du als pflegepersonal die entscheidung nicht .
 
Hallo liebe Community,

In meinem Beruf als Krankenpflegerin in der Forensik bin ich heute an meine emotionale Grenze gestoßen.
Ich arbeite erst seit einem Jahr dort und bin direkt nach meinem Examen dorthin gegangen.

Gestern war ich bei einer Lockerungskonferenz dabei. ( In dieser geht es darum ob er Patient (also der "Täter" ) z.B. alleine aufs Gelände oder Ausgang in der Stadt bekommt.
Der Patient ist bei uns, da er eine Sexualstraftat begangen hat. Derjenige zeigt keinerlei Einsicht über sein Delikt. Er ist sehr Therapierfahren und sagt uns das Zeug, dass wir angeblich hören wollen aber man merkte trotzdem das keinerlei Opferempathie oder Reue vorhanden ist.
Trotzdem wurde dieser Patient gestern gelockert! Unsere Klinikleitung ärztlicher Seite war persönlich dabei und sah keinerlei Bedenken ihm die Stufe zu gewähren. Schade fand ich dass er nicht mal gefragt hat ob alle einverstanden sind, das ist sonst immer anders.

Ich fühle mich schlecht deshalb , da ich so eine wesentliche Entscheidung mittragen muss ohne dass ich die Chance hatte meine Zweifel anzubringen.

( Die Klinikleitung war so schnell wieder weg , dass ich nicht die Zeit hatte mich zu erklären oder nen Stop einzuwerfen)


Geht es jemandem ähnlich , bzw. hat ähnliches Erlebt ? Wie geht man damit am Besten um ???

Moin, du fühlst dich schlecht mit dieser Entscheidung, auch weil du eine wesentliche Entscheidung mitragen musst.
Dies würde ich sehr wohl mitteilen. Entweder schriftlich oder mit einer vertrauenswürdigen Person als Zeugin im Gespräch. Dann aber eine, die nicht weil es die Leitung ist sofort "umkippt". Je nach Reaktion, würde ich, wenn die Bedenken bleiben, weil das Gespräch, die schriftliche Eingabe nichts gebracht hat, die Verantwortung für alles, was an Bedenken geäußert wurde. An die Leitung, als verantwortliche zurückgeben. Wenn es etwas gibt, wo Vorgänge schriftlich festgehalten werden, würde ich diese Bedenken dazu geben oder dort eintragen mit aktuellem Datum.
 
Der Patient ist bei uns, da er eine Sexualstraftat begangen hat. Derjenige zeigt keinerlei Einsicht über sein Delikt. Er ist sehr Therapierfahren und sagt uns das Zeug, dass wir angeblich hören wollen aber man merkte trotzdem das keinerlei Opferempathie oder Reue vorhanden ist.
Trotzdem wurde dieser Patient gestern gelockert! Unsere Klinikleitung ärztlicher Seite war persönlich dabei und sah keinerlei Bedenken ihm die Stufe zu gewähren. Schade fand ich dass er nicht mal gefragt hat ob alle einverstanden sind, das ist sonst immer anders.

Ich fühle mich schlecht deshalb , da ich so eine wesentliche Entscheidung mittragen muss ohne dass ich die Chance hatte meine Zweifel anzubringen.

( Die Klinikleitung war so schnell wieder weg , dass ich nicht die Zeit hatte mich zu erklären oder nen Stop einzuwerfen)

Geht es jemandem ähnlich , bzw. hat ähnliches Erlebt ?
Nach meiner Erfahrung ist eher der umgekehrte Fall häufiger - dass die Verantwortlichen sehr auf Nummer sicher gehen und mit der Gewährung von Lockerungen extrem vorsichtig sind.

Wie geht man damit am Besten um ???
Ich fände es auch sinnvoll, wenn du das Gespräch mit dem Arzt, der die Lockerung befürwortet hat, suchen und dir seine Argumente erklären lassen würdest. Vielleicht wird das Ganze dann nachvollziehbarer für dich. Aber allgemein: Situationen, in denen du mit Maßnahmen und Entscheidungen nicht einverstanden sein und infolgedessen Sicherheitsbedenken haben wirst, werden sich an diesem Arbeitsplatz höchstwahrscheinlich noch öfter ergeben. Falls dich das zu sehr belastet, würde ich an deiner Stelle mal überlegen, ob du nicht langfristig besser in einen anderen Bereich wechseln solltest.
 
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