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Mit Hartz 4 zufrieden oder was ist los mit mir?

Anonym

Registrierter Nutzer, anonym
Ich weiß nicht so richtig was mit mir los ist und brauche deshalb mal die Meinung von anderen.
Eigentlich wollte ich immer etwas ganz anderes studieren. Meinen Eltern zu Liebe und weil ich wegen der Familie in der Nähe bleiben wollte hab ich mich dann bei einem Fach eingeschrieben, bei dem ich bis heute geblieben bin und seitdem studiere ich und das seit mehr als 5 Jahren. Es ist, als ob ich in der Uni gestrandet bin. Jahr für Jahr verging und die Jahre gingen ins Land. Ich wollte immer was anderes machen, wechseln, hatte aber nie den Mut dazu und hab nicht mehr die Kurve bekommen.

Ich war ein Spätzünder hab ziemlich spät mein Abitur gemacht und stehe jetzt kurz vor dem Abschluss.
Ich war seit 10 Jahren nicht mehr im Urlaub, habe entweder studiert oder gejobbt. Jahr für Jahr verging und jetzt hab ich irgendwie keine Kraft mehr. Ich hab jetzt fast 16 Semester,
Ich war schon vor den Semesterferien massiv überfordert und hätte jeden Tag heulen können, hab 5 Klausuren geschrieben und jetzt wo bald das neue Semester los geht spitzt sich das immer mehr zu. In den 5 Wochen hab ich entweder gearbeitet oder geschlafen.
Meine Mutter, die mich neben meinem Nebenjob zum Großteil auch noch bezuschusst nervt jeden Tag wann ich endlich meine Masterarbeit einreiche. Sie setzt mich massiv unter Druck. Dabei hab ich noch nicht einmal angefangen.
Ich hab irgendwie gar keine Kraft mehr.

Ich verschlafe den halben Tag und wenn ich das nicht tue surfe ich im Internet oder schreibe. Ich schreibe sehr gerne Kurzgeschichten.
Irgendwie schwimmt mein ganzes Leben an mir vorbei.
Andere in meinem Alter sind schon viel weiter und ich hab Null Berufserfarhung, bin im 16. Semester und kriege nichts auf die Reihe, während meine Freunde von früher heiraten, Kinder kriegen, Häuser bauen.
In die Öffentlichkeit außerhalb der Uni gehe ich schon gar nicht mehr, weil man da ständig Leute von früher trifft, die einen kennen und fragen wie lange man denn noch studiert oder was man aktuell macht. Da komme ich mir erst recht vor wie der letzte Dreck und meide aus Angst schon sämtliche soziale Treffpunkte außerhalb der Uni.

Das hier wäre jetzt eigentlich mein letztes Semester. Ich müsste schon lang an meiner Masterthesis arbeiten und habe noch 3 weitere Prüfungsleistungen. Ich werde die Thesis in diesem Semester definitiv nicht schaffen.

Mittlerweile kommt mir der Gedanke an Hartz 4 total verlockend vor. Ich hatte früher Angst davor, wollte was erreichen im Leben, aber mittlerweile habe ich kaum noch Ansprüche an mich selbst.
Ich hab mich vom Lebensstandard eh schon ziehmlich eingeschränkt, hab da auch keine großen Erwartungen mehr.
Ich bin total antriebslos oder besser gesagt faul geworden. Jede Kleinigkeit ist mir schon zu viel.
Ich habe irgendwie resigniert und aufgegeben, dass das mit mir und der Berufswelt oder generell nochmal was wird.

Bin ich einfach faul? Oder einfach kaputt? Nichts macht mich mehr glücklich.
 
Von H.4 würde ich dir dringend Abraten weil es schaut nur aus der Ferne verlockend aus wenn du da erstmal drinsteckst und du dich mit Sinnloßmaßnahmen und anderes, sowie der Sanktionswut einiger( nicht weniger SB) rumschlagen musst dann kommt dir dein Studentenleben vor wie ein Spaziergang.

Also raff dich auf und mach was aus deinem Leben die Voraussetzungen hast du.
 
Ich glaube, dass für viele hartz 4 verlockend klingen kann wenn man gerade studiert oder sonstwie keinen regulären Job hat. Man fragt sich im Leben oft "wofür das alles?" und "habe ich am Ende was davon?"

Es ist aber EINE Sache 3-4 Jahre als Student minimalistisch zu leben. Die Studentenbude klein, Mama und Papa unterstützen mich und ein Auto brauche ich auch nicht. Ich bin mit 20 als Student ein zufriedener Mensch, obwohl ich vielleicht nicht mehr habe als ein Hartz 4 Empfänger.

Das ändert sich im Leben aber schnell. Die Tücke an Hartz 4 ist, dass kein Mensch damit wirklich DAUERHAFT glücklich wird. Zumal man nicht (wie bei einem Studium) auf ein Ziel hinarbeitet. Man wird depressiv, oft einsam und kommt da kaum noch raus, wenn erstmal im Lebenslauf ein jahrelanger Hartz 4 Bezug steht.

Auch die Bildungsmaßnahmen und Arbeitsvermittlungsversuche des Agentur werden dich nicht glücklich machen wenn du eigentlich nicht arbeiten willst.

16. Semester ist natürlich "ordentlich". Vielleicht findest du bei deinen Freunden oder in Studienforen Hilfe. Ich glaube du bist deprimiert, weil sich das Studium hinzieht, schwer ist und du dein Ziel vielleicht aus den Augen verloren hast. Was willst du werden?

Und miss dich nicht mit anderen. Es ist egal wie viele Leute Kinder kriegen oder ein Haus bauen. Wer sich vergleicht, macht sich fast immer unglücklich, denn Menschen tendieren dazu sich nur mit besseren zu vergleichen.
 
Ich weiß nicht so richtig was mit mir los ist und brauche deshalb mal die Meinung von anderen.
Eigentlich wollte ich immer etwas ganz anderes studieren. Meinen Eltern zu Liebe und weil ich wegen der Familie in der Nähe bleiben wollte hab ich mich dann bei einem Fach eingeschrieben, bei dem ich bis heute geblieben bin und seitdem studiere ich und das seit mehr als 5 Jahren. Es ist, als ob ich in der Uni gestrandet bin. Jahr für Jahr verging und die Jahre gingen ins Land. Ich wollte immer was anderes machen, wechseln, hatte aber nie den Mut dazu und hab nicht mehr die Kurve bekommen.

Ich war ein Spätzünder hab ziemlich spät mein Abitur gemacht und stehe jetzt kurz vor dem Abschluss.
Ich war seit 10 Jahren nicht mehr im Urlaub, habe entweder studiert oder gejobbt. Jahr für Jahr verging und jetzt hab ich irgendwie keine Kraft mehr. Ich hab jetzt fast 16 Semester,
Ich war schon vor den Semesterferien massiv überfordert und hätte jeden Tag heulen können, hab 5 Klausuren geschrieben und jetzt wo bald das neue Semester los geht spitzt sich das immer mehr zu. In den 5 Wochen hab ich entweder gearbeitet oder geschlafen.
Meine Mutter, die mich neben meinem Nebenjob zum Großteil auch noch bezuschusst nervt jeden Tag wann ich endlich meine Masterarbeit einreiche. Sie setzt mich massiv unter Druck. Dabei hab ich noch nicht einmal angefangen.
Ich hab irgendwie gar keine Kraft mehr.

Ich verschlafe den halben Tag und wenn ich das nicht tue surfe ich im Internet oder schreibe. Ich schreibe sehr gerne Kurzgeschichten.
Irgendwie schwimmt mein ganzes Leben an mir vorbei.
Andere in meinem Alter sind schon viel weiter und ich hab Null Berufserfarhung, bin im 16. Semester und kriege nichts auf die Reihe, während meine Freunde von früher heiraten, Kinder kriegen, Häuser bauen.
In die Öffentlichkeit außerhalb der Uni gehe ich schon gar nicht mehr, weil man da ständig Leute von früher trifft, die einen kennen und fragen wie lange man denn noch studiert oder was man aktuell macht. Da komme ich mir erst recht vor wie der letzte Dreck und meide aus Angst schon sämtliche soziale Treffpunkte außerhalb der Uni.

Das hier wäre jetzt eigentlich mein letztes Semester. Ich müsste schon lang an meiner Masterthesis arbeiten und habe noch 3 weitere Prüfungsleistungen. Ich werde die Thesis in diesem Semester definitiv nicht schaffen.

Mittlerweile kommt mir der Gedanke an Hartz 4 total verlockend vor. Ich hatte früher Angst davor, wollte was erreichen im Leben, aber mittlerweile habe ich kaum noch Ansprüche an mich selbst.
Ich hab mich vom Lebensstandard eh schon ziehmlich eingeschränkt, hab da auch keine großen Erwartungen mehr.
Ich bin total antriebslos oder besser gesagt faul geworden. Jede Kleinigkeit ist mir schon zu viel.
Ich habe irgendwie resigniert und aufgegeben, dass das mit mir und der Berufswelt oder generell nochmal was wird.

Bin ich einfach faul? Oder einfach kaputt? Nichts macht mich mehr glücklich.

Lass es besser sein,
Hartz 4 heist jeden noch so beschissenen Job annehmen ( da interessiert auch deine quali nicht) oder wenn du Pech hast wirst du ganztags in irgendeine meist schwachsinnige Maßnahme gesteckt, wenn deine Wohnung zu teuer o zu Gros ist musst du umziehen, es gibt Sanktionen wenn du Pech hast, es werden auch schon mal Anträge verschlampt u ,an steht am 1 ohne Geld da, mal eben in Urlaub fahren ist auch nicht drin,du musst einen Antrag auf ortsabwesenheit stellen usw. Also lass es!
Hast du mal über psychologische Hilfe nachgedacht um wieder aufgebaut zu werden? Evtl auch n Klinikaufenthalts um mal zur Ruhe zu klassen mimen.
 
Ich denke nicht, dass du faul bist, sondern eher dass sich da in Bezug auf deine berufliche Zukunft einiges bei dir angestaut hat (den Eltern zuliebe das Fach studiert, immer was anderes machen wollen, den Absprung nicht geschafft zu haben, im 16. Semester etc.) und du, weil du es bisher nicht geschafft hast, diese Konflikte zu lösen, gefrustet bist und ein Stück weit resigniert hast.

Das mit Harzt IV sehe ich ähnlich wie meine Vorredner: Die Lösung ist es nicht. Du bist jung und hast noch ein langes (Berufs-)Leben vor dir. Du musst nicht zwangsläufig in einem studienfachbezogenen Job arbeiten, aber du solltest irgendwie und irgendwo arbeiten.

Es ist völlig in Ordnung, wenn du die Situation momentan nicht alleine bewältigen kannst. Dafür gibt es schließlich Hilfe. Und wenn du Hilfe brauchst, dann hole sie auch - egal, ob in Form einer Berufsberatung oder psychologischer Unterstützung oder was auch immer.

Was denkst du denn, was dir in deiner momentanen Situation helfen könnte?
 
Wenn man das Studium nicht hinbekommt, dann sollte man es einfach lassen.

Such dir eine Ausbildung und versuche einen normalen Job auszuüben, mit Fleiß schaffst du es.

Hartz IV ist halt Endstation. Wenn man da einmal drin ist, wird es schwierig wieder herauszukommen. Und denk bitte nicht, dass du da faulenzen kannst und dir alles bezahlt wird. Das Amt wird dich triezen und dich so lange ärgern, bis du dir einen - wenn auch schwachsinnigen - Job suchst. Nix mit ausschlafen und Netflix.
Die können dir drohen und dich schikanieren, weil sie am längeren Hebel sitzen. Wenn du nicht spurst, kürzen sie dir deinen Satz oder drücken dir eine Sperre rein. Du bist vollkommen von denen abhängig, du kannst praktisch nichts ohne irgendeine Erlaubnis machen. Urlaubgehen etc. geht nicht so einfach, das muss man anmelden. Sparen darfst du auch nur bis zu einem bestimmten Betrag. Ich kenne das alles von meinem Bekannten.
Der ist in seiner eigenen Wohnung gefangen und hat nur mit eben solchen Leute zu tun, die selbst zu nix Bock hatten.

Beim Studium arbeitest du ja auch etwas hin, irgendwann kommt ja mal ein Ergebnis, bei Hartz IV nicht. Man lebt in den Tag hinein, hat keine Perspektive, keine Zukunft, keine Aufgaben etc.

Also ich weiß nicht ob DAS deine Alternative wäre
 
Danke für eure Beiträge, aber die Frage mit Hartz 4 war eher etwas rhetorisch gesagt.

Mein Ziel ist es jetzt nicht, aber ich merke eine Gleichgültigkeit, die ich so nicht an mir kenne.
Ich hab schon eine Ausbildung. Da mache ich jetzt nicht noch eine. Ich hänge im Moment aber irgendwie durch.

In wenigen Tagen startet das neue Semester und ich würde mich am liebsten nur verkriechen.
Normalerweise kenne ich das so nicht von mir.

16 Semester sind schon eine Hausnummer, aber mit nebenbei jobben verging die Zeit wie im Flug.
Ein Jahr war ich durchgängig krank. Den Bachelor hatte ich nach 4 Jahren und seitdem bin ich im Master gestrandet.

Hatte auch einige Schicksalsschläge nebenbei, aber das wird wohl keinen Arbeitgeber interessieren. Für den zählen halt nur die 16 Semester.

Ich glaube ich hab einfach zu lange studiert und habe deshalb jetzt keine Kraft mehr.
 
Ich überleg halt ob ich den master nicht lieber abbrechen sollte. Nur nach 3 Jahren im master sieht es halt auch nicht so gut aus in der Bewerbung.
Hab noch 3 Praktika vorzuweisen und eben Nebenjobs.
 
Ich überleg halt ob ich den master nicht lieber abbrechen sollte. Nur nach 3 Jahren im master sieht es halt auch nicht so gut aus in der Bewerbung.
Hab noch 3 Praktika vorzuweisen und eben Nebenjobs.

Wie lang ist denn die Regelstudienzeit? Nach wie vielen Semestern solltest du theoretisch fertig werden? Vielleicht sagst du das mal kurz, damit man das vergleichen kann. Kommt ja auch immer drauf an, WAS man studiert.

Ich denke, deine potentiellen AG interessiert es herzlich wenig, was du wie wo wann gemacht hast, am Ende des Tages stehen 16 Semester auf dem Papier und das ist nicht gut.
Die Frage ist ja auch, ob du überhaupt einen Job findest nach dem Master, ich meine dein Lebenslauf ist ja jetzt durch das Studium nicht plötzlich irrelevant.

Die Nebenjobs sind glaube ich nicht so wichtig, das ist ja nur Studiumsfinanzierung, nichts, mit dem man angeben kann, außer es ist etwas, was mit dem Studium direkt was zu tun hat. Aber wenn du Regale eingeräumt oder gekellnert hast, dann ist das glaub ich kaum was wert.

Du schreibst, du hast noch Praktika gemacht. Wie lang gingen die? Praktika ist halt keine Berufserfahrung, das ist nichts Besonderes, kommt natürlich auf die Länge an.
 
Ich glaub du hast hier nicht so richtig Ahnung. Ohne dir jetzt zu nahe zu treten.

Wenn die Nebenjobs wie bei mir mit dem Studium zusammen hängen sind sie schon nicht ganz unrelevant.

Klar 16 Semester sehen echt scheiße aus, aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen oder den Kopf ins Klo stecken. Was soll ich denn machen? Es ist nun mal so gelaufen, deshalb bringt mich das nicht weiter.

Wie viele Semester ich studiert habe steht nicht auf meinem Abschluss. Ich muss es halt nur angeben.

Ein Praktikum ging 6 Monate, ein anderes 3 Monate und das 3. 2 Wochen.
 

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