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Mit Freundin schluss gemacht - jetzt unsicher und traurig

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Gast

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Hallo Zusammen

Ich habe vor 3 Wochen mit meiner Freundin Schluss gemacht, ich kann Sie aber nicht vergessen und bin ständig traurig, d.h. ich weiss einfach nicht ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe... ich werde in 6 Tagen 27 Jahre alt, meine Ex wird bald 21.. Wir kommen aus zwei verschieden Kulturkreisen (Ich Albaner, Sie Schweizerin) Wir waren 14 Monate zusammen und in dieser Zeit haben wir sehr viel miteinander durchgemacht, besser gesagt, sie musste mit mir viel durchmachen.. Am Anfang unserer Beziehung war alles perfekt, sie verstand sich mit meinen Eltern und meinem älteren Bruder gut und wir hatten auch keine Probleme.. mit der Zeit begannen meine Eltern sich immer mehr gegen meine Ex zu stellen.. Ich verbrachte halt sehr viel Zeit mit ihr, wir haben uns so ziemlich jeden Tag gesehen und miteinander geschlafen, entweder bei ihr oder bei mir zu Hause.. Meine Eltern waren es sich aus meinen vergangenen Beziehungen halt auch gewohnt, dass ich viel zu Hause war und viel für meine Familie da war.. In dieser Beziehung aber hatte ich mich auch ziemlich verändert, ich verbrachte sehr wenig Zeit bei mir zu Hause und war eigentlich nur noch so zwei drei mal in der Woche bei meinen Eltern.. Wer die albanische Kultur etwas kennt, kann sich vorstellen, wieso meine Eltern angefangen haben sich gegen meine Beziehung zu stellen.. Sie machten meine Freundin schuldig, dass ich fast nicht mehr zu Hause bin, kein Interesse mehr für die Familie habe etc.. natürlich hatte ich noch interesse für meine Familie, die Familie geht natürlich auch vor und man sollte immer für sie da sein.. aber in dieser Beziehung hatte ich gemerkt, dass ich eigentlich viel zu wenig für mich alleine geschaut habe, mich zu wenig um mich selber gekümmert habe, zu unselbstständig war, sondern mich ständig um die andern sorgen machte und immer geschaut habe, dass es den andern gut geht.. Es kam die Zeit, wo meine Ex nicht mehr zu mir nach Hause kommen wollte, weil sie selber auch merkte, dass meine Eltern gegen unsere Beziehung sind.. Sie fühlte sich einfach nicht mehr wohl bei mir zu Hause, was eigentlich auch verständlich ist..

Meine Eltern fingen irgendwann an mich unter Druck zu setzen.. Meine Mutter kam immer wieder mit der Androhung, meine Sachen zu packen und mich aus dem Haus rauszuschmeissen. Sie hat mir sehr viele verbale Sachen an den Kopf geschmissen, welche mich sehr verletzt haben.. Dazu kam noch, dass meine Ex auch mit Druck anfing, indem sie mir sagte, dass sie nicht wisse ob unsere Beziehung noch eine Zukunft hätte, wenn wir nicht zusammenziehen würden und mir irgendwann den Stoss gaben, es anders zu versuchen oder was zu ändern.. Nun, ich und meine Ex dachten uns, wir sollten zusammenziehen, das würde vieleicht etwas ändern und meine Eltern würden es irgendwann akzeptieren..(wir sind erst nach 10 Monaten Beziehung zusammengezogen). Wir waren länger auf der Suche nach einer Wohnung.. als es soweit war, und ich meine Sachen packte um umzuziehen, wurden meine Eltern hysterisch, insbesondere meine Mutter, welche einen Nervenzusammenbruch erlitt (sie ist seit 10 Jahren depressiv).. Ich wusste nicht mehr was ich tun sollte.. mein Bruder schrie mich nur noch an, ich solle mich verpissen, er wolle mich nie mehr sehen, ich mache unsere Familie kaputt und und und.. Ich ging dann zu meiner Ex nach Hause und sagte ihr, dass ich noch nicht bereit sei mit ihr zusammen zu ziehen, es sei für mich momentan zu viel, weil meine Eltern soweit sind, mich auszustossen.. Sie war natürlich sehr enttäuscht und ich bekam verlustängste.. Wir sind aber zusammengeblieben, wir entschlossen uns es so zu machen, dass ich je zur Hälfte bei ihr und bei meinen Eltern wohne.. Das ging am Anfang gut, aber der Druck der Eltern nahm nicht ab.. es kam soweit, dass ich für 1.5 Monate in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wurde, weil ich einfach nicht mehr klar denken konnte, hatte Schlafprobleme, ständiges Druckgefühl im Brustbereich etc. etc.. Während dieser 1.5 monatigen Zeit hatte ich sehr viel Zeit für mich selbst und konnte mir viele Gedanken über meine Zukunft machen.. Ich beschloss, dass ich nach dem Klinik Aufenthalt, definitiv mit meiner Freundin zusammenziehe.. diesen Schritt machte ich auch, es ging mir auch sehr gut, aber auch nur eine gewisse Zeit.. Ich begann aus irgendwelchen Gründen an die Beziehung zu zweifeln und dass wir eine Zukunft haben.. Denn wir hatten in gewissen Angelegenheiten eine andere Einstellung gegenüber und viele Meinungsverschiedenheiten, welche mich an eine glückliche Zukunft zweifeln liessen.. Ich wollte eine Auszeit in unserer Beziehung, also bin ich für eine längere Zeit wieder zu meinen Eltern gezogen, welche sich natürlich überaus freuten.. Ich merkte, dass mir die Beziehung zu meiner Freundin viel zu viel bedeutete und ich sie viel zu fest liebte, als dass ich sie verlassen würde.. Wir kamen also wieder zusammen und waren sehr glücklich, ich bin wieder zu ihr gezogen.. und nun for 3 Wochen habe ich Schluss gemacht, weil ich mit meiner Freundin nurnoch stritt, Druck meiner Eltern nicht nachgab und ich irgendwann einfach keine Kraft mehr hatte für die Beziehung.. Dazu kam, dass meine Ex schon lange einen Sprachaufenthalt machen möchte, und sie sich entschieden hat, im januar 2017 für mind. 3 monate nach Südafrika zu reisen um English zu lernen, danach möchte sie noch 1 Jahr als flight attend arbeiten.. Das hat mir irgendwie denn Rest gegeben, was dazu führte die Beziehung zu beenden..

Nun sind wir seit 3 Wochen nicht mehr zusammen. ich habe sie auch nicht mehr gesehen seit ich schluss gemacht habe.. Mein Problem ist nun, dass ich jeden Tag ständig an sie denken muss, ich weine jeden Abend wenn ich ins bett gehe, ich bin traurig wenn ich aufstehe, wo ich auch bin, sie geht mir nicht aus dem kopf.. ich liebe sie immer noch sehr und sie bedeutet mir noch so viel, ich weiss aber nicht was ich machen soll.. Ich weiss nicht ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, denn einerseits liebe ich sie immernoch so sehr, andererseits habe ich Angst vor der Zukunft.. Ich habe mir immer gedacht, dass sie die Liebe meines Lebens ist, das denke ich eigentlich ejtzt noch..Ich bin einfach hilflos und weiss nicht mehr wie weiter...

Vielleicht wart ihr auch mal in so einer Situation und könnt mir weiterhelfen.

Bin für jede Antwort dankbar.

Machts gut.

Grüsse Sev
 
Hallo Sev.

Beziehungen zwischen zwei so verschiedenen Kulturkreisen gehen selten gut.

Du müsstet mit deiner Familie brechen, um mit deiner Freundin zusammenzubleiben.

Diesem Druck wirst du nicht gewachsen sein. Du würdest im Hinterkopf deine Freundin dafür verantwortlich machen, wenn dich Gewissensbisse plagen.

Es ist verständlich, dass deine Freundin dir fehlt und du sie vermisst.

Eine Trennung ist aber für euch beide besser. So kann deine Freundin einen Partner findet, dessen Familie sie akzeptiert.

Zu dir und deiner Familie würde eine Frau aus deiner REligion besser passen.

Alles Gute wünsche ich dir.
 
Lieber Sev,

Deine Geschichte macht mich sehr sehr traurig. Irgendwie hätte ich nicht gedacht, dass sich die kulturellen Unterschiede zwischen Menschen, die doch schon so lange ( scheint es mir jedenfalls...Du schreibst sehr gut
Deutsch !) in der Schweiz leben, noch derart vehement trennend bemerkbar machen, dass man für das Wohlergehen des eigenen Sohnes dermassen blind ist ! Keiner in der Familie scheint das mindeste Einfühlungsvermögen für Dich und Deine Freundin, Euren zähen Kampf um Eure Liebe, zu haben. Selbst als Du in eine psychiatrische Klinik zur Erholung musstest ( was ja zeigt, dass auch Du mitgenommen warst !) scheint das niemanden gross beeindruckt zu haben, und ich muss annehmen, dass Du nicht lange genug Nachbetreuung hattest. Denn offenbar konnte man Dich in der Klinik dazu aufmuntern, zu DEINEN BEDÜRFNISSEN ( und Deiner Liebe) zu stehen. Denn danach seid Du und Deine Freundin zusammen gezogen. Aber der innere brave Sohn hielt es nicht aus. Der hätte eben längere Zeit Betreuung ( man nennt das Nachbetreuung nach einem Klinikaufenthalt...enorm wichtig !!!!!) gebraucht. Der innere brave Sohn wurde rückfällig, suchte und fand natürlich Streitmöglichkeiten mit der Freundin, begann an ihr zu zweifeln...so dass er ( unbewusst natürlich) die Beziehung beenden konnte, und zu Mutters grosser Freude wieder nach Hause ziehen.

Lieber Sev, ich glaube, dass Du und Deine Freundin sehr viel um Eure Liebe gekämpft habt. Doch die Familie mit ihren zum Teil fiesen Mitteln ( besonders den mütterlichen "Tricks") war Euch haushoch überlegen, und ja , sie
hatte noch die albanische Kultur auf ihrer Seite. Beziehungsweise muss man gerechterweise sagen, die albanische Kultur existiert, sie ist real, es gibt sie....und sie hat eben noch mehr Einfluss als ich dachte. Du bist in der Schweiz aufgewachsen, aber noch viel zu sehr von Deiner Kultur geprägt. Du hättest damals nach der Klinik zu Deinem Wohl länger Begleitung gebraucht, denn ich bin sicher, dass Du diese junge Frau liebst.
Nun denke ich jedoch, dass die junge Frau und auch ihre Eltern, bei Deiner letzten Abfuhr, beim letzten Versuch realisierten, dass Eure Beziehung mit so viel Gegenkräften, keine Zukunft hat, und dass eine Trennung für die seelische Gesundheit auch der jungen Frau das kleinere Übel ist. DESHALB wird sie jetzt mal für einen Sprachaufenthalt nach Afrika ( weit weg) gehen, und danach eine flight attendend Ausbildung machen. Das ist nicht
gegen Dich gemeint, lieber Sev, sondern um sich zu retten. Denn wenn diese Frau Dich liebt ( was sie tut !), dann muss sie sich genauso wie Du vor mehr Schmerz und Leid schützen. Und weil alle Versuche bis jetzt zusammen zu kommen, und vor allem zusammen zu bleiben, scheiterten...bleibt Euch beiden jetzt leider ( wie es aussieht) nur
eine Trennung übrig.

Das macht mich eben so traurig lieber Sev. Doch so wie ich jetzt Deine Familienmitglieder ein wenig kennenlernen "durfte" und wie sie ihre Macht "ausspielen"..und wie sehr sie Dich und Deine Psyche aus dem Konzept bringen können ( was ich sehr gut nachvollziehen kann, lieber Sev !!!) würde ich Dir empfehlen nach einiger Zeit doch
lieber in albanischen Kulturkreis nach einer Frau zu suchen. Ich vermute zwar leise, dass die Mutter mit keiner Frau ganz zufrieden sein wird, aber wenn es eine albanische ist, hast Du wenigstens vom Vater und Bruder Unterstützung und die Frau wird nicht gar so stark abgelehnt. Ich wünsche Dir viel, viel, viel Glück und alles Gute !!Desdemonaschall
 
Lieber Sev,

leider kenne ich mich mit der albanischen Kultur kein bischen aus, daher kann es durchaus sein, dass das, was ich nun schreibe, einfacher gesagt als getan ist. Wiefolgt jedoch würde ich persönlich mein Leben leben (tue es auch), auch wenn die Widerstände vielleicht sehr groß sind. Insbesondere den Tipp

würde ich Dir empfehlen nach einiger Zeit doch lieber in albanischen Kulturkreis nach einer Frau zu suchen.

würde ich komplett verneinen bzw sehe es grundlegend anders.


Es ist dein Leben und es geht bei einer Beziehung, die du führst, ausschließlich darum dass DU glücklich bist und bleibst. Ob deine Eltern damit klar kommen, völlig egal. Ob deine Eltern deine Partnerin toll finden, völlig egal. Noch dazu ist das Problem ja nicht, dass deine Eltern deine Freundin abgelehnt haben, weil sie keine Albanerin gewesen ist (so hab ichs jedenfalls verstanden), sondern weil du viel zuviel Zeit mit ihr verbracht hast. Was soll da eine Beziehung mit einer Frau aus "deinem" Kulturkreis ändern, wenn du diese genauso gerne und viel sehen wirst und willst, wird es die selben Probleme geben. Ich sehe auch nicht, wo die Probleme von Sev mit der Nationalität seiner Freundin zu tun hätten. Eher an Eltern (insb Mutter) die nicht akzeptieren wollen, dass ein End Zwanziger sein eigenes Leben zu leben hat.

Du bist ja nun kein Teenager mehr - dein Ziel sollte sein, DEIN Leben zu leben. Da deine Eltern massiv eingriff zu nehmen scheinen in dein Privatleben, wäre der erste Schritt dazu : Ausziehen. Und zwar schnellstmöglich. Du gehörst nicht deinen Eltern, die haben auch kein Anrecht darauf, dich ständig zu sehen. Im Gegenteil. Manche Eltern wären froh ihre Kinder wären 1-2 mal im MONAT daheim. Deine hingegen, insbesondere deine Mutter, ist drastisch manipulativ und mein erster und dringlichster Rat wäre : Such das Weite. Nix ist schlimmer als wenn ein derartiger Mensch zuviel Kontrolle über das eigene Leben hat, selbst wenn es die eigene Mutter ist (klingt schlimm, ich weiss, ist aber leider die Wahrheit).

Ob es mit dem Mädel noch eine Zukunft gibt weiss ich nicht. Ich vermute, dass sie dich aufgeben wird oder schon aufgegeben hat. Nicht, weil sie dich nicht liebt, sondern weil sie gesehen hat, dass du gegen deine Herkunft (oder deine Familie) nicht ankommst, obwohl du es versuchst. Aber wie gesagt, ich komme nicht aus deinem Kulturkreis und kann daher nicht beurteilen, wie "Krass" dieser Druck sein kann. Aber wenn du in diesem Leben glücklich werden willst musst du dich dem entziehen, selbst wenn es dich viel kosten kann (Kraft, Mühe, mit sehr viel Pech sogar das Verhältnis zu deinen Eltern).

Dein folgender Satz beschreibt eigentlich dein Problem perfekt

die Familie geht natürlich auch vor und man sollte immer für sie da sein

Denn nicht die Familie geht vor, auch nicht deine Freundin oder dein Bester FReund oder sonstwer, sondern genau das, was dich glücklich macht. Und wenn es deine Freundin gewesen ist, dann geht sie eben vor. Und wenn deine Familie das nicht akzeptiert (du schreibst du hast deine Eltern 2-3 Mal pro Woche besucht, was DICKE genug ist um zu zeigen, dass man Interesse hat), dann bleibt dir eigentlich nur die Flucht. Denn deiner Familie geht es scheinbar nicht um dein Glück, sondern um ihr eigenes.


Zwei sehr gute Freunde von mir sind Vietnamesen und die haben im Kern das selbe Problem : Freundin muss gefälligst Vietnamesin sein. Beide sehen es komplett anders, aber ich habe keine Ahnung, ob sie im zweifelsfall dem Druck standhalten könnten. Der eine von beiden jedenfalls würde wohl zur Not sogar den Draht zur Familie kappen. Weil er es genauso sieht wie ich : Das eigene Glück geht vor, und wenn die Familie diesem bewusst im weg steht muss man halt die Konsequenzen ziehen. Das richtige VErhalten der Eltern sollte nämlich derart sein, dass man sich alles Glück der Welt für seine Kinder wünscht, selbst wenn diese dann kaum noch zu Hause sind, selbst wenn die Freundin der falschen Nationalität angehört und so weiter.

Viel Glück und halt den Kopf oben. Vielleicht brauchst du auch gesprächstherapeutische Hilfe um eine für dich gute Lösung zu finden (z.b. deine Selbstständigkeit zu stärken oder die Kraft zu finden auch zu deinem WILLEN zu stehen, selbst wenn Mama die Psychotricktour raushängen lässt)
 
Lieber Sev,
danke für Dein Vertrauen.

Ist schon traurig und das es Dich unsicher macht, ist verständlich.

Schade, daß Deine Eltern sich Dir gegenüber so verhielten/verhalten. Sie nehmen sehr viel Einfluss auf Dein Leben
und das ist nicht gut. Sie setzen Dich unter Druck und erwarten von Dir, daß Du Dich ihrer Tradition
"innerlich beugst". Sie scheinen sehr traditionsbewußt zu leben. Bin selber Mutter und mir liegt das Wohlergehen
unserer Tochter sehr am Herzen und ich wäre eher bereit, für sie Traditionen "zu brechen", als sie unglücklich zu
wissen. Deine Mutter sieht das anscheinend völlig anders und ist eher innerlich bereit, nach der Familientradition
in ihrem Kulturkreis und in ihrer Familie leben zu wollen. Ein sehr, sehr schwerer Familienstand für Dich. Auf
der einen Seite warst Du bereit, alles für Deine Familie und vor allem für Deine Mutter zu tun und auf der anderen
Seite war Deine Freundin, die Du liebst und die nun Deine Ex-Freundin ist.

Ich formuliere das mal ganz direkt und ehrlich: die Familientradition Deiner Kultur und vor allem Deine Mutter
haben "gesiegt" und sie haben ihr Ziel erreicht, was anscheinend auch angestrebt wurde/war: Dich von Deiner
Freundin zu trennen. Das ist ihnen supergut gelungen. Es ging/geht ihnen nicht darum, wie Du Dich nun fühlst.
Sie haben ihre Erwartungen an Dich und diese wollen sie von Dir erfüllt wissen. Fügst Du Dich dem nicht,
wird Druck auf Dich ausgeübt.
Das löst gewiss eine sehr, sehr große innere Zerrissenheit in Dir aus. Auf der einen Seite Deiner Familie und vor
allem Deiner Mutter gegenüber gerecht zu werden und auf der anderen Seite Dein Leben so leben zu wollen,
wie Du es Dir wünscht. Das sind die Zerreißproben einer Tradition, die in zwei Kulturen aufwächst.

Du wirst Dich innerlich entscheiden müssen, wie Du nun für Dich selber in Deiner Kultur und den damit ver-
bundenen Traditionen leben möchtest. Stell Dir selber die Frage, inwieweit Du innerlich mit Deinem Herzen
bereit bist, die Tradition Deiner Kultur, in der Du aufgewachsen bist, weiterzuleben. Wo fängt Dein eigenes
Leben an, Deine eigenen Wünsche und Deine eigenen Bedürfnisse.
Es kostet Mut und Kraft, bereit zu sein, eine Familientradition infrage zu stellen und sich von dieser Familien-
tradition nicht das eigene Leben fremdbestimmt leben zu lassen.

Meiner Ansicht nach, hast Du irgendwie den Herzensbezug zu Dir selber verloren, zu Deinen Wünschen
und zu Deinen Bedürfnissen und warst eher bereit, der Familientradition zu folgen. Das hat jedoch
Konsequenzen. Du spürt das selber. Bist unsicher und traurig.

Es ist nicht gut der Familientradition einer Kultur seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu "opfern",
meiner Ansicht nach, sich dafür selber aufzugeben und letztendlich das zu verlieren, was das Herz liebt.
Du liebst sie und sie liebt Dich. Es ist supergut, daß sie sich um ihr eigenes Leben kümmert und nicht
bereit ist, sich einer Familientradition zu "beugen", in der sie sich nicht wohlfühlt.

Und Du bist in zwei Kulturen aufgewachsen und großgeworden. Und hast einen Kulturbereich außerhalb Deiner
Familie kennengelernt, dem Du Dich wirst nicht entziehen können. Beide Kulturen mit ihren Traditionen
haben Dich geprägt.

Ich kann Dir nur Mut mache, eine Beratungsstelle aufzusuchen, um über das zu reden, was Dir auf dem
Herzen liegt und vielleicht für Dich auch Klarheit darüber zu bekommen, wie kostbar und wertvoll Dir
Dein eigenes Leben außerhalb Deiner Familientradition ist.

Ich stell mir das nicht so einfach vor, gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Kulturen aufzuwachsen und
deren Freiheiten, Begrenztheiten zu spüren. Zu spüren, wie einschneidend eine Familienkultur ins Liebes-
leben eingreift und völlig außer Acht läßt, daß es zwei Menschen sind, die sich einfach nur lieben.
Liebloser kann an einer Familientradition nicht festgehalten werden.

Sorge gut für Dich in Deiner Familie und paß gut auf Dich auf. Und stell Dich diesem inneren Auseinander-
setzungsprozess, was Dir kostbarer und wertvoller ist. Dein Familienleben mit der Tradition in Deiner
Kultur oder Dein eigenes kostbares und wertvolles Leben. Und bist Du bei Entscheidungsfindung letzt-
endlich auch bereit, die Konsequenzen zu tragen, die Dir aufgebürdet werden, sobald Du Dich dem
Einfluss Deiner Familientradition und dem Deiner Mutter entziehst.

Ich wünsch Dir alles Gute für Dein Leben und Deine Freiheiten, die damit verbunden sind. Du bist nicht
Eigentum Deiner Familie und auch nicht dafür da, deren Erwartungshaltungen zu erfüllen.
Das ist meine Ansicht und letztendlich triffst Du die Entscheidung.
Aber schau Dir die Folgen/Konsequenzen an, die sich dann innerlich für Dich auftun. So wie jetzt, daß
Du unsicher und traurig bist und letztendlich Deine Freundin aufgegeben hast, die Du liebst.
Du hast alles für Deine Familie und auch Deine Mutter getan, was Dir möglich war. Und sie sind nun
gewiss sehr zufrieden und ganz glücklich mit Dir.
Fragen sie Dich auch, wie es Dir geht? Nehmen sie Dich in ihren Arm, um Dich zu trösten bei Deiner
Unsicherheit und Traurigkeit? Das werden sie wahrscheinlich, so meine Vermutung, tunlichst unter-
lassen und Dich nun mit Deinen Gefühlen alleine lassen.
Bist Du sicher, daß Du Dich so wohl und aufgehoben fühlst in Deiner Familie, daß Du Dich geborgen
fühlst in Deiner Familie?
Oder gibt es irgendwie noch eine kleine gewisse Sehnsucht in Dir, ein geborgenes und wohlfühlendes
Leben außerhalb Deiner Familientradition in Deiner Kultur leben zu wollen.
Deine Familie wird nichts anderes dulden wie das, was Du in der letzten zurückliegenden Zeit mit ihr
erlebt hast. Ich bring es mal ganz genau auf den Punkt, da, wo es ausgesprochen/geschrieben hinge-
hört: Du darfst nur eine Frau lieben und mit ihr von Herzen superglücklich sein, mit der sie, also Deine
Familie, einverstanden sind. Alles andere wird nicht akzeptiert.

Ich bin sehr dafür, sehr sogar, "Traditionen" zu hinterfragen und sich mit ihnen auch innerlich mit dem
Herzen auseinanderzusetzen. Traditionen haben ihren Wert. Traditionen geben Halt und Sicherheiten.
Bereit zu sein, sie so nicht mehr leben zu wollen, bedeutet innere Unsicherheit und auch innere
Zerrissenheit.

Wünsch Dir alles Liebe von ganzem Herzen unsicheren Traditionsboden zu betreten und somit die
Sicherheit und den Halt, den Deine Familientradition in Deiner Kultur, Dir bieten, langsam in kleinen
Schritten hinter Dir zu lassen.

Such Dir eine Wohnung und nehm Dir eine Auszeit von Deiner Familientradition und Deiner Kultur.Du kannst auch ein eigenes Leben außerhalb Deiner Familie für Dich leben. Das braucht Mut und Durch-
Und such Dir eine Nachbetreuung nach dem Klinikaufenthalt. Das stabilisiert.
Ich finde, Du hast ganz mutige Schritte unternommen, Dir außerhalb Deiner Familie ein Leben aufzu-
bauen. Du wolltest ein Leben zusammen mit Deiner Freundin.

haltvermögen und das wünsch ich Dir. Warte nicht mit Deinem eigenständigen Leben, bis Du Dich
wieder neu verliebst.

alles Liebe
gaestin
 
Lieber Sev,
danke für Dein Vertrauen.

Ist schon traurig und das es Dich unsicher macht, ist verständlich.

Schade, daß Deine Eltern sich Dir gegenüber so verhielten/verhalten. Sie nehmen sehr viel Einfluss auf Dein Leben
und das ist nicht gut. Sie setzen Dich unter Druck und erwarten von Dir, daß Du Dich ihrer Tradition
"innerlich beugst". Sie scheinen sehr traditionsbewußt zu leben. Bin selber Mutter und mir liegt das Wohlergehen
unserer Tochter sehr am Herzen und ich wäre eher bereit, für sie Traditionen "zu brechen", als sie unglücklich zu
wissen. Deine Mutter sieht das anscheinend völlig anders und ist eher innerlich bereit, nach der Familientradition
in ihrem Kulturkreis und in ihrer Familie leben zu wollen. Ein sehr, sehr schwerer Familienstand für Dich. Auf
der einen Seite warst Du bereit, alles für Deine Familie und vor allem für Deine Mutter zu tun und auf der anderen
Seite war Deine Freundin, die Du liebst und die nun Deine Ex-Freundin ist.

Ich formuliere das mal ganz direkt und ehrlich: die Familientradition Deiner Kultur und vor allem Deine Mutter
haben "gesiegt" und sie haben ihr Ziel erreicht, was anscheinend auch angestrebt wurde/war: Dich von Deiner
Freundin zu trennen. Das ist ihnen supergut gelungen. Es ging/geht ihnen nicht darum, wie Du Dich nun fühlst.
Sie haben ihre Erwartungen an Dich und diese wollen sie von Dir erfüllt wissen. Fügst Du Dich dem nicht,
wird Druck auf Dich ausgeübt.
Das löst gewiss eine sehr, sehr große innere Zerrissenheit in Dir aus. Auf der einen Seite Deiner Familie und vor
allem Deiner Mutter gegenüber gerecht zu werden und auf der anderen Seite Dein Leben so leben zu wollen,
wie Du es Dir wünscht. Das sind die Zerreißproben einer Tradition, die in zwei Kulturen aufwächst.

Du wirst Dich innerlich entscheiden müssen, wie Du nun für Dich selber in Deiner Kultur und den damit ver-
bundenen Traditionen leben möchtest. Stell Dir selber die Frage, inwieweit Du innerlich mit Deinem Herzen
bereit bist, die Tradition Deiner Kultur, in der Du aufgewachsen bist, weiterzuleben. Wo fängt Dein eigenes
Leben an, Deine eigenen Wünsche und Deine eigenen Bedürfnisse.
Es kostet Mut und Kraft, bereit zu sein, eine Familientradition infrage zu stellen und sich von dieser Familien-
tradition nicht das eigene Leben fremdbestimmt leben zu lassen.

Meiner Ansicht nach, hast Du irgendwie den Herzensbezug zu Dir selber verloren, zu Deinen Wünschen
und zu Deinen Bedürfnissen und warst eher bereit, der Familientradition zu folgen. Das hat jedoch
Konsequenzen. Du spürt das selber. Bist unsicher und traurig.

Es ist nicht gut der Familientradition einer Kultur seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu "opfern",
meiner Ansicht nach, sich dafür selber aufzugeben und letztendlich das zu verlieren, was das Herz liebt.
Du liebst sie und sie liebt Dich. Es ist supergut, daß sie sich um ihr eigenes Leben kümmert und nicht
bereit ist, sich einer Familientradition zu "beugen", in der sie sich nicht wohlfühlt.

Und Du bist in zwei Kulturen aufgewachsen und großgeworden. Und hast einen Kulturbereich außerhalb Deiner
Familie kennengelernt, dem Du Dich wirst nicht entziehen können. Beide Kulturen mit ihren Traditionen
haben Dich geprägt.

Ich kann Dir nur Mut mache, eine Beratungsstelle aufzusuchen, um über das zu reden, was Dir auf dem
Herzen liegt und vielleicht für Dich auch Klarheit darüber zu bekommen, wie kostbar und wertvoll Dir
Dein eigenes Leben außerhalb Deiner Familientradition ist.

Ich stell mir das nicht so einfach vor, gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Kulturen aufzuwachsen und
deren Freiheiten, Begrenztheiten zu spüren. Zu spüren, wie einschneidend eine Familienkultur ins Liebes-
leben eingreift und völlig außer Acht läßt, daß es zwei Menschen sind, die sich einfach nur lieben.
Liebloser kann an einer Familientradition nicht festgehalten werden.

Sorge gut für Dich in Deiner Familie und paß gut auf Dich auf. Und stell Dich diesem inneren Auseinander-
setzungsprozess, was Dir kostbarer und wertvoller ist. Dein Familienleben mit der Tradition in Deiner
Kultur oder Dein eigenes kostbares und wertvolles Leben. Und bist Du bei Entscheidungsfindung letzt-
endlich auch bereit, die Konsequenzen zu tragen, die Dir aufgebürdet werden, sobald Du Dich dem
Einfluss Deiner Familientradition und dem Deiner Mutter entziehst.

Ich wünsch Dir alles Gute für Dein Leben und Deine Freiheiten, die damit verbunden sind. Du bist nicht
Eigentum Deiner Familie und auch nicht dafür da, deren Erwartungshaltungen zu erfüllen.
Das ist meine Ansicht und letztendlich triffst Du die Entscheidung.
Aber schau Dir die Folgen/Konsequenzen an, die sich dann innerlich für Dich auftun. So wie jetzt, daß
Du unsicher und traurig bist und letztendlich Deine Freundin aufgegeben hast, die Du liebst.
Du hast alles für Deine Familie und auch Deine Mutter getan, was Dir möglich war. Und sie sind nun
gewiss sehr zufrieden und ganz glücklich mit Dir.
Fragen sie Dich auch, wie es Dir geht? Nehmen sie Dich in ihren Arm, um Dich zu trösten bei Deiner
Unsicherheit und Traurigkeit? Das werden sie wahrscheinlich, so meine Vermutung, tunlichst unter-
lassen und Dich nun mit Deinen Gefühlen alleine lassen.
Bist Du sicher, daß Du Dich so wohl und aufgehoben fühlst in Deiner Familie, daß Du Dich geborgen
fühlst in Deiner Familie?
Oder gibt es irgendwie noch eine kleine gewisse Sehnsucht in Dir, ein geborgenes und wohlfühlendes
Leben außerhalb Deiner Familientradition in Deiner Kultur leben zu wollen.
Deine Familie wird nichts anderes dulden wie das, was Du in der letzten zurückliegenden Zeit mit ihr
erlebt hast. Ich bring es mal ganz genau auf den Punkt, da, wo es ausgesprochen/geschrieben hinge-
hört: Du darfst nur eine Frau lieben und mit ihr von Herzen superglücklich sein, mit der sie, also Deine
Familie, einverstanden sind. Alles andere wird nicht akzeptiert.

Ich bin sehr dafür, sehr sogar, "Traditionen" zu hinterfragen und sich mit ihnen auch innerlich mit dem
Herzen auseinanderzusetzen. Traditionen haben ihren Wert. Traditionen geben Halt und Sicherheiten.
Bereit zu sein, sie so nicht mehr leben zu wollen, bedeutet innere Unsicherheit und auch innere
Zerrissenheit.

Wünsch Dir alles Liebe von ganzem Herzen unsicheren Traditionsboden zu betreten und somit die
Sicherheit und den Halt, den Deine Familientradition in Deiner Kultur, Dir bieten, langsam in kleinen
Schritten hinter Dir zu lassen.

Such Dir eine Wohnung und nehm Dir eine Auszeit von Deiner Familientradition und Deiner Kultur.Du kannst auch ein eigenes Leben außerhalb Deiner Familie für Dich leben. Das braucht Mut und Durch-
Und such Dir eine Nachbetreuung nach dem Klinikaufenthalt. Das stabilisiert.
Ich finde, Du hast ganz mutige Schritte unternommen, Dir außerhalb Deiner Familie ein Leben aufzu-
bauen. Du wolltest ein Leben zusammen mit Deiner Freundin.

Mut und Durchhaltevermögen das wünsch ich Dir. Warte nicht mit Deiner Eigenständigkeit, bevor Du Dich
neu verliebst.

alles Liebe
gaestin
 
Lieber Sev,
danke für Dein Vertrauen.

Wollte ein eigenständiges Leben außerhalb meiner Familie leben und nahm mir nach
Beendigung der Ausbildung und der Mitteilung, daß ich übernommen wurde, eine
eigene kleine Wohnung.
Ich wollte ein eigenständiges Leben neben meiner Familie und heraus aus dem
Familienleben.
Mein Leben leben zu wollen hat mir sehr, sehr viel bedeutet.

Habe den Auszug nicht von einer Beziehung abhängig gemacht. Das wollte ich nicht.

Habe meine Eltern damals vor vollendete Tatsachen gestellt. Ihnen mitgeteilt,
daß ich eine kleine Wohnung habe, meine Sachen mitgenommen und weg war ich.
Habe meine Eltern danach in Ruhe gelassen.
Ich wollte einfach nicht mehr.
Irgendwann nahmen wir wieder Kontakt zueinander auf und pflegten unser Familienleben.

Es war der Bruch einer Familientradition.
Ich wollte mein eigenes Leben leben und nicht das Leben meiner Familientradition.
Es war eher üblich, daß Frau/Mann aus ihrer Familie auszogen, heirateten sie, um eine
eigene Familie zu gründen. Es war üblich, daß früh geheiratet wurde, nur, um der
Familientradition zu "entfliehen" und diesen Weg wollte ich für mich nicht gehen.

Wünsch Dir alles Liebe.

liebe Grüße
gaestin
 

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