G
Gelöscht 134733
Gast
Hallo zusammen,
ich bin Thomas, diesen September frisch 30 geworden und ich wende mich hier an ein anonymes Forum, um Gleichgesinnte, Hilfestellungen oder auch einfach nur Anregungen/Austausch zu bekommen.
Ich hatte noch nie in meinem Leben eine Beziehung, Sex, Dates oder Zweisamkeit.
Mein Leben begann als ganz normales Kind in NRW auf dem Dorf/Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern, circa 50 Kilometer von Köln entfernt. Ich war ein guter Schüler, hatte Hobbys (Fußball, Handball) und ein ganz ordentliches Interesse an IT (nicht Computerspiele spielen, sondern Softwareentwicklung und vor allen Dingen Hardware). Einen sonderlich großen Freundeskreis hatte ich nicht, er bestand im Wesentlichen aus Sportkameraden, dafür aber drei bis vier wirklich enge Freunde. Die klassische "willst-du-mit-mir-gehen-Jugendliebe" habe ich also verpasst, da ich durch den Sport und meine IT-Leidenschaft auch wenig Zeit mit Klassenkameraden verbracht habe. Einen Großteil meiner Freunde habe ich vor, bei und nach meinen Freizeitaktivitäten getroffen (wer selbst viel Sport macht/gemacht hat, weiß was ich meine). Partygänger war ich nie, da ich mich in Vorbereitung auf mein duales Studium viel mit IT beschäftigt habe und somit die Wochenenden belegt waren, außerdem war sonntags Spieltag.
Im Studium hat sich das dann fortgesetzt (mit dem IT-typischen Übergewicht), ich habe an Projekten, Hausarbeiten und meinem Studienabschluss gearbeitet. Für die Damenwelt war ich offenbar völlig uninteressant. Durch einen Studienkollegen bin ich in der Zeit auch noch zur Freiwilligen Feuerwehr gekommen.
Nach dem Studium hat es mich dann beruflich ein wenig verschlagen, da ich aber mein ortsgebundenes Hobby (Freiwillige Feuerwehr, circa 100 Einsätze pro Jahr) nicht aufgeben wollte, bin ich drei Tage die Woche gependelt, zwei Tage waren damals schon im Home Office möglich. Mit Fußball habe ich aufgehört, dafür hat ein Rennrad Einzug gehalten, Handball spiele ich noch gelegentlich auf Hobby-Basis.
Auch in dieser Zeit war kein Damenkontakt in Sicht, obwohl ich mich nicht zu Hause eingeschlossen habe. Wie bereits gesagt bin ich kein wirklicher Partygänger, aber geselliges Beisammensein bei Freunden oder auf dem ein oder anderen Straßen-/Wein-/Kerwefest ist dann doch ganz angenehm.
Mit 25 hat sich dann im Zuge von Corona eine neue berufliche Option ergeben, sodass ich einen full remote Job angenommen habe. Ich möchte ehrlicherweise auch nie wieder etwas anderes, die gewonnene Lebensqualität durch den Entfall des Pendelns ist Gold wert, selbst wenn die Zeit in Arbeit investiert wird.
Nun bin ich 30, habe einen eigenen Haushalt, kann kochen, backen, putzen, bin beruflich angekommen, habe einen Großteil von Europa bereist und hatte noch nie in meinem Leben intime Erfahrungen. Ich bin durch Schule, Studium und die ersten Berufsjahre spaziert, wie durch Butter und trotzdem scheitere am einfachsten und "natürlichsten", das es im Leben gibt. Ich habe vier Freundinnen im Bekanntenkreis, die dauernd neue Männer anschleppen (da ist alles dabei), die Männer sind weitestgehend in Langzeitbeziehungen, nur ich bin der Alien. Ich bin für Frauen offenbar einfach nur unsichtbar. Von einer Mutter eines Freundes wurde ich mal als Lehrbuchschwiegersohn bezeichnet, da musste ich dann innerlich stark grinsen...
Freunde heiraten, bekommen Kinder, bauen Häuser und ich? Ich sitze mit dem selbst gebackenen Kuchen am Küchentisch und esse das dritte Stück davon.
Online-Dating habe ich kurzzeitig ausprobiert, mit 1.70 als Mann (und meinen 10/15 Kilo Übergewicht, das Doppelkinn lässt sich auf Bildern nicht verheimlichen 😀) ,ist das aber zum Scheitern verurteilt.
Mit 30 gebe ich die Hoffnung zunehmend auf, in der "heutigen" Welt wird auch die Unerfahrenheit zum großen Problem.
An die Gleichgesinnten: wie macht ihr das? Was sind eure Gedanken, wie "motiviert" ihr euch, euch nicht komplett gehen zu lassen? Was motiviert euch im Leben, abseits des Berufs?
Viele Grüße
Tom
ich bin Thomas, diesen September frisch 30 geworden und ich wende mich hier an ein anonymes Forum, um Gleichgesinnte, Hilfestellungen oder auch einfach nur Anregungen/Austausch zu bekommen.
Ich hatte noch nie in meinem Leben eine Beziehung, Sex, Dates oder Zweisamkeit.
Mein Leben begann als ganz normales Kind in NRW auf dem Dorf/Kleinstadt mit 10.000 Einwohnern, circa 50 Kilometer von Köln entfernt. Ich war ein guter Schüler, hatte Hobbys (Fußball, Handball) und ein ganz ordentliches Interesse an IT (nicht Computerspiele spielen, sondern Softwareentwicklung und vor allen Dingen Hardware). Einen sonderlich großen Freundeskreis hatte ich nicht, er bestand im Wesentlichen aus Sportkameraden, dafür aber drei bis vier wirklich enge Freunde. Die klassische "willst-du-mit-mir-gehen-Jugendliebe" habe ich also verpasst, da ich durch den Sport und meine IT-Leidenschaft auch wenig Zeit mit Klassenkameraden verbracht habe. Einen Großteil meiner Freunde habe ich vor, bei und nach meinen Freizeitaktivitäten getroffen (wer selbst viel Sport macht/gemacht hat, weiß was ich meine). Partygänger war ich nie, da ich mich in Vorbereitung auf mein duales Studium viel mit IT beschäftigt habe und somit die Wochenenden belegt waren, außerdem war sonntags Spieltag.
Im Studium hat sich das dann fortgesetzt (mit dem IT-typischen Übergewicht), ich habe an Projekten, Hausarbeiten und meinem Studienabschluss gearbeitet. Für die Damenwelt war ich offenbar völlig uninteressant. Durch einen Studienkollegen bin ich in der Zeit auch noch zur Freiwilligen Feuerwehr gekommen.
Nach dem Studium hat es mich dann beruflich ein wenig verschlagen, da ich aber mein ortsgebundenes Hobby (Freiwillige Feuerwehr, circa 100 Einsätze pro Jahr) nicht aufgeben wollte, bin ich drei Tage die Woche gependelt, zwei Tage waren damals schon im Home Office möglich. Mit Fußball habe ich aufgehört, dafür hat ein Rennrad Einzug gehalten, Handball spiele ich noch gelegentlich auf Hobby-Basis.
Auch in dieser Zeit war kein Damenkontakt in Sicht, obwohl ich mich nicht zu Hause eingeschlossen habe. Wie bereits gesagt bin ich kein wirklicher Partygänger, aber geselliges Beisammensein bei Freunden oder auf dem ein oder anderen Straßen-/Wein-/Kerwefest ist dann doch ganz angenehm.
Mit 25 hat sich dann im Zuge von Corona eine neue berufliche Option ergeben, sodass ich einen full remote Job angenommen habe. Ich möchte ehrlicherweise auch nie wieder etwas anderes, die gewonnene Lebensqualität durch den Entfall des Pendelns ist Gold wert, selbst wenn die Zeit in Arbeit investiert wird.
Nun bin ich 30, habe einen eigenen Haushalt, kann kochen, backen, putzen, bin beruflich angekommen, habe einen Großteil von Europa bereist und hatte noch nie in meinem Leben intime Erfahrungen. Ich bin durch Schule, Studium und die ersten Berufsjahre spaziert, wie durch Butter und trotzdem scheitere am einfachsten und "natürlichsten", das es im Leben gibt. Ich habe vier Freundinnen im Bekanntenkreis, die dauernd neue Männer anschleppen (da ist alles dabei), die Männer sind weitestgehend in Langzeitbeziehungen, nur ich bin der Alien. Ich bin für Frauen offenbar einfach nur unsichtbar. Von einer Mutter eines Freundes wurde ich mal als Lehrbuchschwiegersohn bezeichnet, da musste ich dann innerlich stark grinsen...
Freunde heiraten, bekommen Kinder, bauen Häuser und ich? Ich sitze mit dem selbst gebackenen Kuchen am Küchentisch und esse das dritte Stück davon.
Online-Dating habe ich kurzzeitig ausprobiert, mit 1.70 als Mann (und meinen 10/15 Kilo Übergewicht, das Doppelkinn lässt sich auf Bildern nicht verheimlichen 😀) ,ist das aber zum Scheitern verurteilt.
Mit 30 gebe ich die Hoffnung zunehmend auf, in der "heutigen" Welt wird auch die Unerfahrenheit zum großen Problem.
An die Gleichgesinnten: wie macht ihr das? Was sind eure Gedanken, wie "motiviert" ihr euch, euch nicht komplett gehen zu lassen? Was motiviert euch im Leben, abseits des Berufs?
Viele Grüße
Tom