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Mit 25 Jahren immer noch keine Ahnung wo es hingehen soll...

L

Lianorah

Gast
Hallo,

Ich brauche dringend Rat. Und zwar geht es um folgendes: Ich bin jetzt 25 Jahre alt und habe nach meinem Abitur zunächst 2 Semester Raumplanung studiert. Damals hatte ich (wie heute immer noch) keinen Plan was ich machen soll und mein Vater hat mir dazu geraten. Das ganze Studium gefiel mir allerdings nicht und so habe ich mich dazu durchgerungen es abzubrechen und etwas auszusuchen mit dem ich leben konnte: Kunstgeschichte & Germanistik. Die beiden Fächer habe ich auf BA studiert und meinen Abschluss (ziemlich gut) gemacht. Allerdings hatte ich nur mäßiges Interesse an der Materie und habe mich nach etwas umgesehen, dass mir besser gefallen könnte. Ich bin gern kreativ und habe einen Kurs für Game Design gefunden, der jedoch im letzten Moment ins Wasser gefallen ist.
Also stand ich da, mit einem abgeschlossenen BA Studium und absolut keinem Plan was ich tun sollte. Ich hätte die beiden Fächer weiterstudieren können, sah darin jedoch keine großen Zukunftschancen für mich. Deswegen hörte ich wohl oder übel ein weiteres Mal auf meinen Vater. Dieser riet mir zu Denkmalpflege. Also bin ich 500km von Zuhause weggezogen und jetzt sitze ich hier und habe absolut keinen Spaß an diesem Studium. Alles fühlt sich absolut falsch an. Ich habe kein Interesse an der Materie und kann mich morgens kaum motivieren, zur Uni zu gehen. Das Einzige woran ich denken kann wenn ich in der Uni sitze ist "hoffentlich ist es bald vorbei".

Ich bin einfach im Moment absolut ratlos. Ich würde gern etwas anderes machen und dieses Studium abbrechen bevor ich zu viel Zeit verschwende (bin seit 2 Monaten hier) aber ich habe keinen Alternativplan außer ein paar "Schnapsideen" wie Schmuckdesign. Allerdings will ich nichtmehr komplett von vorne anfangen. Wenn ich ehrlich sein woll, dann würde ich gern arbeiten weil ich im Endeffekt genug vom Unileben habe. Allerdings weiß ich nicht, ob / was ich mit meinem BA Abschluss machen kann.

Über Rat & Denkanstöße wäre ich sehr dankbar.
 
Ich find deine Studienkombi gar nicht so unspannend😉 aber darum gehts ja nicht. "Irgendeine" Arbeit zu finden, ist sicher machbar. Tatsache ist aber, dass es nur mit dem Bachelorabschluss schwer sein dürfte, eine feste Arbeit entsprechend deiner Ausbildung zu finden. Wie überall zieht man vermutlich Leute mit Masterabschluss bzw Leute, die ihren Magisterabschluss haben, dir vor. Praktika sind sicher drin - dabei könntest Du zumindest sondieren, welche konkrete Arbeit dir liegen würde. Germanistik und Kunstgeschichte sind ja Fächer, die theoretisch viele Arbeitsmöglichkeiten bieten...theoretisch eben, naja. Hast Du denn schon mal praktisch gearbeitet, in den Semesterferien oder eben sonst?

Ich würde abraten, das jetzige Studium aufzugeben solange du keinen konkreten Alternativplan hast. Zu dem ist es natürlich schwer, dir Tipps zu geben. Letztlich weißt nur Du, was du machen möchtest. Ob Schmuckdesign eine Schnapsidee ist, weiß ich nicht. Das kannst du aber selber rausfinden, indem du mal recherchierst, wo man das lernen kann, welche Voraussetzungen man eventuell braucht ect.
 
Ist das auch wieder BA? Muss ja eigentlich.

Ich kenne das auch, wenn man viele Begabungen und Interessen hat, hat man auch die Qual der Wahl.

Ständig das Gefühl, was, das wars schon?

Geisteswissenschaftler haben es schwer. Man muss schon absolut top sein und gute Kontakte haben, um etwas weiter oben mitzuspielen. Die (also fast alle) anderen dümpeln meist freiberuflich in chronisch unterbezahlten, zeitlich befristeten Projekten rum.

Ich kann nicht richtig rauslesen, was Deins ist. Ein Teil Philologie, ein Teil Handwerk, ein Teil Gestaltung und ein Teil Kunst. Was hat Dir an der Philologie gefallen, was an der Kunstgeschichte und was nervt Dich an der Denkmalpflege?

Wenn Du mal ganz frei spinnst: was wäre Dein absoluter Wunschtraum?
 
Hallo Lianorah,

Du fängst sehr vieles an und führst nichts zu Ende - es fällt Dir zwischendurch immer wieder etwas ein, was Du lieber machen würdest.

So geht das auf Dauer natürlich nicht und ich denke, das hast Du auch erkannt.

Du solltest Dir zunächst ersteinmal ernsthaft darübr Gedanken machen - was Du wirklich willst und das auf Dauer und nicht nur für ne Momentanetappe.

Versuche ein Praktikum zu bekommen, in der Richtung die Du einschlagen möchtest, dann hast Du Gelgenheit herauszufinden, ob das wirklich etwas für Dich ist.

Und solange überwindest Du mal Dein Ego und stehst das durch, was Du angefangen hast - man gibt nicht einfach auf, wenn einen was nicht behagt - sondern wir beweisen gerade in den Dingen unsere charakterliche Stärke - wenn man auch mal in den sauren Apfel beißt und sich durch kämpft.
 
Allerdings weiß ich nicht, ob / was ich mit meinem BA Abschluss machen kann.

Über Rat & Denkanstöße wäre ich sehr dankbar.


germanistik und kunstgeschichte?

versuch's mal bei verlagen, redaktionen, stadtmarketingabteilungen größerer kulturträchtiger orte; dann gibt es auch kulturfördernde institutionen wie z.b. die goethe-häuser.
generell würde ich mal nach allem schauen, was irgendwie mit kultur zu tun hat (außer joghurt natürlich^^).
jobs sind sicher rar, und ich kenn mich mit dem arbeitsmarkt der klassischen geisteswissenschaften nicht aus, aber das wäre mein denkanstoß.....
 
Ist das auch wieder BA? Muss ja eigentlich.

Ich kenne das auch, wenn man viele Begabungen und Interessen hat, hat man auch die Qual der Wahl.

Ständig das Gefühl, was, das wars schon?

Geisteswissenschaftler haben es schwer. Man muss schon absolut top sein und gute Kontakte haben, um etwas weiter oben mitzuspielen. Die (also fast alle) anderen dümpeln meist freiberuflich in chronisch unterbezahlten, zeitlich befristeten Projekten rum.
....

Oder man wird Lehrer. Mit Kunst als lehrendes Fach hätte man sogar sehr gute Chancen an eine Stelle zu kommen. Hat TE daran schon einmal gedacht?
 
Hi Lianorah,

Ich kann mich in folgenden Punkten meinen Vorrednerinnen nur anschließen:

Zitat Selah
Wie überall zieht man vermutlich Leute mit Masterabschluss bzw Leute, die ihren Magisterabschluss haben, dir vor.
Also ich könnte mir das ehrlich gesagt auch gut vorstellen...

Zitat Erytheia
Du solltest Dir zunächst ersteinmal ernsthaft darübr Gedanken machen - was Du wirklich willst und das auf Dauer und nicht nur für ne Momentanetappe.
Versuche ein Praktikum zu bekommen, in der Richtung die Du einschlagen möchtest, dann hast Du Gelgenheit herauszufinden, ob das wirklich etwas für Dich ist.
Und da du bereits ein abgeschlossenes Studium hast, bin ich der Meinung, dass es keinen Wert hat sich durch ein zweites Studium zu quälen, wenn es einem nicht wirklich zusagt...Auf Biegen und Brechen etwas durchzuziehen, das bringst ja auch nicht wirklich...(ist meine Meinung. Aber schlußendlich hast du ja sozusagen das letzte Wort 🙂 ). Du hast ja bereits einen Abschluss und stehst nicht mit leeren Händen da. Gehe mal vielleicht zu ´ner Berufsberatung oder frag mal beim Career Center an deiner ehemaligen Uni nach, welche beruflichen Möglichkeiten du mit deinem Studium hast.

Lg, Sunshine
 
Hallo,

Dankeschön für die lieben Antworten. Denkmalpflege ist ein Master Kurs. Also würde mich das zumindest eine Stufe weiter bringen, wenn ich es durchziehen könnte.

Ich denke es wird wahrscheinlich am besten sein, es so lange durchzuziehen, bis ich das Studium 1) beendet oder 2) eine bessere Alternative gefunden habe.

Wenn ich komplett frei spinnen würde, dann wäre mein absoluter Traum wohl etwas in Richtung Computerspieleerstellung. Also nicht das Programmieren sondern eher die kreative Arbeit an einem Spiel. Konzeptentwicklung usw.
ich habe manchmal das Gefühl, dass ich gern viele Dinge miteinander verbinden würde. Aber was auch immer ich tue muss auf jeden Fall kreativ sein. Das habe ich an meinem alten Studium (Kunstgeschichte, Germanistik) gemerkt, weil es mir da so sehr gefehlt hat. An der Kunstgeschichte hat mich insgesondere die Malerei der frühen Neuzeit fasziniert und deswegen fiel es mir aufgrund meines starken Interesses sehr leicht, das Studium durchzuziehen. Bei Germanistik war es ähnlich: Interesse an Literatur.
Das Problem bei der Denkmalpflege ist wahrscheinlich, dass es im Kontrast zu meinem alten Studium sehr stark technisch ausgelegt ist. Ich habe dort beispielsweise Kurse, die sich mit chemischen Verbindungen von Steinen oder Metallen auseinander setzen, oder mit Konstruktionsarten von Gebäuden. Diese technische Art des Denkens ist mir neu und ich tue mich da sehr schwer. Ich denke das macht einen Großteil meiner Probleme mit dem Studium aus.

Im Endeffekt würde ich das Studium gern durchziehen, weil ich glaube, dass der Job als Denkmalpflegerin durchaus seine Reize hat. Aber ich weiß nicht ob ich es schaffen kann, weil mein Interesse an diesen Technischen Dingen sehr gering ist und ich diese Denkweise schwer nachvollziehen kann.

PS: Leherin kann ich übrigens nicht werden. Der BA den ich studiert habe war darauf nicht ausgelegt und lässt diese Möglichkeit nicht offen
 

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