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Mir graut es davor, dass meine Tiere älter werden

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 121782
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Gelöscht 121782

Gast
Hi zusammen,

ich habe eine 7-jährige Mischlingshündin sowie zwei 6-jährige Katzen vom Tierschutz und mir graut es offen gestanden schon davor, dass meine Tiere langsam aber stetig älter werden. Die Katzen sind beide schwarz und bekommen allmählich weiße Haare zwischen dem schwarzen Fell und meiner Hündin merkt man körperlich langsam an, dass sie eben kein Junghund mehr ist.
Sie hat mittlerweile Arthrose, die wir mit Tabletten aber gut im Griff haben und ist generell nicht mehr so agil wie früher, kommt bei Spaziergängen schneller aus der Puste und schläft mehr.

Ich habe selbst ein riesiges Problem mit dem Älterwerden und es graut mir förmlich davor, dass es bei meinen Tieren nun auch losgeht, obwohl es ja nunmal der Lauf der Dinge ist. Man liest / hört leider immer so viel Schreckliches von Tierhaltern, deren alte Tiere krank werden und ich habe jetzt schon fürchterliche Angst, dass das meinen dreien auch passieren könnte.

Die Hündin meines Onkels war schwer dement und lief die ganze Nacht nur noch hechelnd im Kreis. Viele Katzen die ich kannte, starben an Nierenversagen und einige der Hunde meiner Bekannten an Krebs. Seit meine Tiere eben nicht mehr als "Jungtiere" durchgehen, beobachte ich akribisch jegliche Veränderungen in ihrem Verhalten. Frisst eine Katze mal ein bisschen weniger als sonst oder trinkt mal einen Schluck mehr, denke ich natürlich sofort an eine Nierenkrankheit und schleife sie zum Tierarzt - der mir dann nach etlichen Untersuchungen mal wieder bestätigt, dass alles in Ordnung ist.

Ich mache mich total verrückt, obwohl alle Drei ja noch fit und gesund sind, aber diese permanente Angst, dass das bald anders aussehen könnte, ist einfach immer da. Wie geht ihr mit sowas um?
 
sei doch froh, dass sie älter werden.
sie könnten ja auch frühzeitig sterben und das ist kein Spaß. ;(
zumindest bei Hunden kannst Du gewisse Risiken abfedern wenn Eltern und Vorfahren auf bestimmte Krankheiten hin untersucht worden und danach für die Zucht ausgesucht worden sind.
Mischlinge sind alt Ü-Eier und es ist genetisch sinnbefreit davon auszugehen, dass sich nur die guten/gesunden Eigenschaften im Mischling finden und sich nicht auch die schlechten/krankhaften kumulieren.
je nachdem, was für ein Mischling ist, kannst Du ja HD/ED oder bestimmte Augenerkrankungen (genetisch bedingt) checken lassen, ob da am Horizont was auftaucht....
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi zusammen,

ich habe eine 7-jährige Mischlingshündin sowie zwei 6-jährige Katzen vom Tierschutz und mir graut es offen gestanden schon davor, dass meine Tiere langsam aber stetig älter werden. Die Katzen sind beide schwarz und bekommen allmählich weiße Haare zwischen dem schwarzen Fell und meiner Hündin merkt man körperlich langsam an, dass sie eben kein Junghund mehr ist.
Sie hat mittlerweile Arthrose, die wir mit Tabletten aber gut im Griff haben und ist generell nicht mehr so agil wie früher, kommt bei Spaziergängen schneller aus der Puste und schläft mehr.

Ich habe selbst ein riesiges Problem mit dem Älterwerden und es graut mir förmlich davor, dass es bei meinen Tieren nun auch losgeht, obwohl es ja nunmal der Lauf der Dinge ist. Man liest / hört leider immer so viel Schreckliches von Tierhaltern, deren alte Tiere krank werden und ich habe jetzt schon fürchterliche Angst, dass das meinen dreien auch passieren könnte.

Die Hündin meines Onkels war schwer dement und lief die ganze Nacht nur noch hechelnd im Kreis. Viele Katzen die ich kannte, starben an Nierenversagen und einige der Hunde meiner Bekannten an Krebs. Seit meine Tiere eben nicht mehr als "Jungtiere" durchgehen, beobachte ich akribisch jegliche Veränderungen in ihrem Verhalten. Frisst eine Katze mal ein bisschen weniger als sonst oder trinkt mal einen Schluck mehr, denke ich natürlich sofort an eine Nierenkrankheit und schleife sie zum Tierarzt - der mir dann nach etlichen Untersuchungen mal wieder bestätigt, dass alles in Ordnung ist.

Ich mache mich total verrückt, obwohl alle Drei ja noch fit und gesund sind, aber diese permanente Angst, dass das bald anders aussehen könnte, ist einfach immer da. Wie geht ihr mit sowas um?

Ich weis genau wie du dich fühlst denn mir geht es genauso. Meine 2 Katzen sind schon 8 Jahre alt, also auch keine Jungtiere mehr.
Auch ich beobachte sie akribisch, man weis ja nie. Ganz schlimm war es als es mit Corona losging und als dann die Nachricht kam das dieses Virus auch auf Haustiere überspringen kann, da war es bei mir ganz aus. Ich habe Nachts kein Auge zugetan vor lauter Angst und Sorge sie könnten sich den Virus einfangen und sterben. Wegen mir hab ich mir überhaupt keinen Kopf gemacht dafür um meine Katzen um so mehr.
Auch die Tatsache das sie irgendwann nicht mehr bei mir sind hängt wie ein Damoklesschwert über mir und beschäftigt mich ganz schön. Ich lasse sie einäschern wenn es soweit ist und dann kommen sie mit zu mir in die Grabstelle wenn es bei mir mal soweit ist. Bis dahin bekommen sie einen schönen Platz bei mir im WZ.

Ich weis nicht wie man dem Rational begegnen kann, denn eig. trübt es ja die schöne Zeit welche man mit seinen Tieren hat.
Allerdings sollte man wenn man merkt das Tier quält sich nur noch den für sich harten Schritt gehen und das Tier erlösen, so mussten wir es bei der Vorgängerin(Katze) auch machen. Das beschäftigt mich heute noch.
Wie gesagt ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst aber einen Rat wie man sich davon befreien kann habe ich leider auch nicht. Ach übrigens habe ich meine zwei auch aus dem TS.🙂😍

Achso G.s.D. das ich damit nicht alleine bin ich habe schon gedacht ich hab ne Meise.🐤
 
Bei meinem letzten Besuch des Tierarztes kam der Leiter der Praxis ins Behandlungszimmer gestürmt, und suchte wutschnaubend nach dem Besitzer dieses schwarzen Dobermanns, der sich gerade über seinen Hof gequält habe. Meine Hundedame war 18 Jahre alt. Ich war wie vom Blitz getroffen und völlig verunsichert und wusste nicht mehr, was ich sagen sollte. Also fragte ich "unseren" Arzt, ob er das auch so sieht, dass ich meine Hundseele quälen würde. Die Antwort bestand nur aus einer Rettung seines Hinterns. Also bin ich sofort zu einem anderen Arzt gefahren und habe meinem Hund in die Augen geschaut und ihn beim Laufen beobachtet. Zwei Tage später habe ich sie einschläfern lassen. Ich hatte gedacht, ich würde es spüren, wenn der Moment gekommen ist. Offenbar war dem nicht so. Aber sich und den Hund vor Sorge verrückt zu machen, macht es nicht besser und auch nicht vernünftiger.

@Zenia_1988 : wer liebt, muss dem Schmerz nicht ausweichen, denn diese Liebe ist es wert.
 
Mit der Anschaffung eines Tieres ist man sich bewusst, das man diese (im Normalfall) überleben wird.
Wer damit nicht umgehen kann, sollte auf eine Anschaffung verzichten.
Wir begleiten unsere Tiere, so wie sie uns begleiten und wir begleiten sie auch beim Sterben - das nennt man Tierliebe....bis zum letzten Atemzug.
Ich musste mich auf diese Weise von 3 Hunden trennen.
Man muss keine Angst vor dem Älterwerden oder dem Tod haben, sondern davor, sich mit diesen Ängsten sein Leben zu vergiften.
 
Huhu,

ich kann deine Sorge nachvollziehen, allerdings sind viele Erkrankungen gut therapierbar und die Tiere können trotzdem alt werden.

Ich kann jetzt nur von Katzen sprechen.
Meine älteste Katze wird nächsten Monat 17 Jahre alt und hat mehrere Erkrankungen. Sie hat eine Schilddrüsenüberfunktion, Bluthochdruck und grünen Star.
Mit Medikamenten haben wir es sehr gut im Griff. Manchmal müssen die Medikamente angepasst werden, trotzdem ist unser Fienchen sehr lebensfroh und agil für ihr Alter.
Katzen können locker zwischen 15 und 20 Jahre alt werden, es gibt auch Katzen die noch älter werden können.

Genießt die gemeinsame Zeit miteinander und alles was du für deine Tiere tust, ist richtig.
Regelmäßige Check ups erkennen frühzeitig Erkrankungen.

Leider ist das Leben nicht unendlich, aber deine Lieben werden dir nie böse sein, wenn die Zeit gekommen ist loszulassen.
Ich sehe es als den letzten Liebesbeweis an, wenn ein krankes, sterbendes Tier eingeschläfert wird.
Es zerbricht mir das Herz, aber auf der anderen Seite muss das Tier nicht leiden. Und das tröstet dann doch ein wenig. Es ist immer wichtig, sich dessen bewusst zu sein, dass Katzen und Hunde nicht die gleiche Lebenserwartung haben wie wir.

Ich finde es gut, dass du dir Gedanken darüber machst, denn diese Zeit kommt irgendwann immer. Sei es ein geliebtes Haustier oder bei Angehörigen.

Auch wenn ein Haustier physisch nicht mehr anwesend ist, ist es nicht tot. Die Erinnerung und die Liebe zu dem Tier lebt in dir weiter,wenn der Zeitpunkt da ist.
 
Ich kann dich einerseits wirklich verstehen, weil mein eigener Hundeschatz nun endgültig das Seniorenalter erreich hat mit seinen 12 1/2 Jahren.
Doch damit passt er zu meinem eigenen Alter von 70 Jahren., mit dem ich aber zugleich weiß: Er wird mein letztes Tier auf dieser Erde sein.

Was ich traurig finde - und ich bitte dich von ganzem Herzen, daran zu arbeiten, wie und mit wem auch immer -, ist, dass du mit deinen Ängsten dir und deinen Tieren, die deine Angst spüren, eine wunderschöne Zeit in deinem eigenen Leben wie auch in dem deiner Tiere erdrückst.

Schau: Deine Tiere sind doch eigentlich noch jung und können, bleiben sie gesund, noch die doppelte Lebenszeit vor sich haben! Willst du nun noch ggf. 10 Jahre lang Angst haben?
Oder in Bezug auf dein eigenes Leben (ich weiß nun nicht, wie alt du bist, aber wohl um einiges jünger als ich?): Das Alter bietet doch soviele Chancen - warum sich jetzt schon vor etwas fürchten, was u.U. niemals eintritt?

Bitte - um deiner selbst willen und um deiner Tiere willen, arbeite daran, denn du beraubst dich selbst einer sehr kostbaren Lebenzeit!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe selbst ein riesiges Problem mit dem Älterwerden
Ich denke mal hier liegen "Hund und Katz" begraben.

Evtl. beschäftigst dich du selbst mal damit, daß es Leben eben "ist wie es ist" 😉🙂

Unsre Pferde sind mittlerweile auch schon 22 + 15, Brösel ist mit 28 gestorben, unsre Hündin Xenia ist letztes Jahr mit 14 gestorben.
Jouh...
und mir tun auch schon seit ca. 15 Jahren die Knochen weh, meine Augen OP habe ich jetzt wegen der Weiterbildung verschoben und so langsam fange ich an mir Tätigkeiten "Vorzusagen/Wiederholen" ab und an vergesse ich auch weniges.
Erholungsphasen dauern auch länger.

Je nach dem was du/deine Tiere für Gene hast/ben, könnt Ihr auch Glück haben 🙂

Graue Haare... die hatte ich schon mit Mitte 20 😀

Gruß Hajooo 🙂
 
Mit der Anschaffung eines Tieres ist man sich bewusst, das man diese (im Normalfall) überleben wird.
Wer damit nicht umgehen kann, sollte auf eine Anschaffung verzichten.
Wir begleiten unsere Tiere, so wie sie uns begleiten und wir begleiten sie auch beim Sterben - das nennt man Tierliebe....bis zum letzten Atemzug.
Ich musste mich auf diese Weise von 3 Hunden trennen.
Man muss keine Angst vor dem Älterwerden oder dem Tod haben, sondern davor, sich mit diesen Ängsten sein Leben zu vergiften.


Ich kann dir nur aus vollem Herzen unumwunden Recht geben und habe auch nur den einen großen Wunsch: Meinen Hund zu überleben, so brutal hart der Abschied werden wird.
Aber für ihn, der ja nicht verstehen könnte, wäre es noch weitaus brutal härter, im Alter noch einmal in fremde Hände zu kommen.
Ein wunderbarer Thread, Petra, danke dafür!
 
Mein großer Riesenschnauzer Labrador Mix ist mittlerweile 16 (!) Jahre alt und immer noch gut drauf. Er hat Athrose, bekommt Physiotherapie, ist inzwischen zum Teil inkontinent und ansonsten noch topfit, lebensfroh, stark und gesund.

Ich freue mich über jeden weiteren Tag und hoffe, dass er mir noch so lange wie möglich erhalten bleibt.

Mit 7 Jahren war er eigentlich gerade erst aus dem Gröbsten raus..😅😅, also noch lange nix mit Seniorverhalten...😁😁

Lass es einfach auf dich zukommen und nimm die Dinge so wie sie kommen. Du kannst eine Menge tun, dass dein Hund auch im Alter noch gesund und gut drauf ist bzw das Altern soweit wie möglich verlangsamen und hinauszögern.
 
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