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Gast
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Hi Leute,
habe hier nun schon soooo viele Geschichten über Karriere, damit verbundene Selbstzweifel usw gelesen, dass ich nun mal dazu Stellung nehmen will.
Ich komme aus einer durchschnittlichen deutschen Arbeiterfamilie. Eltern getrennt, Mutter war mit 2 Kindern alleinerziehend.
Realschulabschluss mit 2,3.
Keine Lehre gefunden deshalb mit 17 ein FSJ gemacht.
2 Jahre als ungelernter gearbeitet, Zivildienst absolviert und eine Lehre angefangen.
Lehre und Fachabitur mit 24 in der Tasche.
Berufsalltag erfüllte mich nicht, Lohn war unterdurchschnittlich.
Mit 24 ein Studium begonnen, alleine in ner kleinen Mietwohnung gelebt und einen alten Daimler (22j alt) gefahren.
Mit 25 das Studienfach gewechselt.
Gutes Praxissemester absolviert.
Nun im letzten Semester.
Wohne mit meiner Freundin zusammen in einer günstigen 2 Zimmer-Wohnung, fahre immernoch mein altes Auto, doch bin meistens mit dem Fahrrad unterwegs und jobbe neben dem Studium.
Frende von mir haben Führungspositionen, teure Wohnungen und neue Daimler...teilweise auch schon Kinder und astronomische Gehälter.
Bin trotzdem glücklich und zufrieden. Jeder hat seine Leichen im Keller und hat heimlich was an seinem Leben auszusetzen.
Erst demletzt hatte ein Bekannter von mir eine Art Nervenzusammenbruch als wir abends ein bisschen getrunken hatten.
Der arme Kerl ist 28, hat 2 Eigentumswohnungen, ist Produktionsleiter-verdient ca 11.000 Brutto, neuer Audi A4 als Firmenwagen, hat 2 Kinder und eine arbeitsunwillige Freundin (die er nicht heiraten will).
Nach 4 Bier fing er fast an zu weinen und meinte wie scheiße sein Leben sei.
Und er hat Recht-tauschen wollte ich auf keinen Fall mit ihm.
Ich sage ciao zum Mainstream und der Leistungsgesellschaft.
Fahre mittags um 2 lieber ne Runde mit dem Fahrrad über die Felder, genieße die Sonne und tu was mir gefällt, anstatt mein Leben zu verschwenden, nur um Dinge zu erlangen die ich nicht brauche.
Ich fühle mich gut, auch wenn ich ständig das Gefühl habe mich diesem kaputten, unmenschlichen und kranken System gegenüber rechtfertigen zu müssen.
Ich lass mich nicht für eure Pläne einspannen.
Ach ja und ich bin ein WERTVOLLER Mensch!!!
Schönes Leben noch...
habe hier nun schon soooo viele Geschichten über Karriere, damit verbundene Selbstzweifel usw gelesen, dass ich nun mal dazu Stellung nehmen will.
Ich komme aus einer durchschnittlichen deutschen Arbeiterfamilie. Eltern getrennt, Mutter war mit 2 Kindern alleinerziehend.
Realschulabschluss mit 2,3.
Keine Lehre gefunden deshalb mit 17 ein FSJ gemacht.
2 Jahre als ungelernter gearbeitet, Zivildienst absolviert und eine Lehre angefangen.
Lehre und Fachabitur mit 24 in der Tasche.
Berufsalltag erfüllte mich nicht, Lohn war unterdurchschnittlich.
Mit 24 ein Studium begonnen, alleine in ner kleinen Mietwohnung gelebt und einen alten Daimler (22j alt) gefahren.
Mit 25 das Studienfach gewechselt.
Gutes Praxissemester absolviert.
Nun im letzten Semester.
Wohne mit meiner Freundin zusammen in einer günstigen 2 Zimmer-Wohnung, fahre immernoch mein altes Auto, doch bin meistens mit dem Fahrrad unterwegs und jobbe neben dem Studium.
Frende von mir haben Führungspositionen, teure Wohnungen und neue Daimler...teilweise auch schon Kinder und astronomische Gehälter.
Bin trotzdem glücklich und zufrieden. Jeder hat seine Leichen im Keller und hat heimlich was an seinem Leben auszusetzen.
Erst demletzt hatte ein Bekannter von mir eine Art Nervenzusammenbruch als wir abends ein bisschen getrunken hatten.
Der arme Kerl ist 28, hat 2 Eigentumswohnungen, ist Produktionsleiter-verdient ca 11.000 Brutto, neuer Audi A4 als Firmenwagen, hat 2 Kinder und eine arbeitsunwillige Freundin (die er nicht heiraten will).
Nach 4 Bier fing er fast an zu weinen und meinte wie scheiße sein Leben sei.
Und er hat Recht-tauschen wollte ich auf keinen Fall mit ihm.
Ich sage ciao zum Mainstream und der Leistungsgesellschaft.
Fahre mittags um 2 lieber ne Runde mit dem Fahrrad über die Felder, genieße die Sonne und tu was mir gefällt, anstatt mein Leben zu verschwenden, nur um Dinge zu erlangen die ich nicht brauche.
Ich fühle mich gut, auch wenn ich ständig das Gefühl habe mich diesem kaputten, unmenschlichen und kranken System gegenüber rechtfertigen zu müssen.
Ich lass mich nicht für eure Pläne einspannen.
Ach ja und ich bin ein WERTVOLLER Mensch!!!
Schönes Leben noch...