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Menschen, die alles komplizierter machen als es ist, sind...?

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Hallo,

ich würde mal gerne aus eurer Erfahrung mit Menschen, die Dinge (unnötig) verkomplizieren/ abstrahieren können, wissen, woher das kommen könnte und wie man damit umgehen sollte.
Ich beispielsweise finde nicht, dass ich extrem intellektuell bzw. naiv bin, aber meine Mitbewohnerin sagt mir oft, dass ich alles immer so kompliziert mache. Ich bemerke auch, dass es Dinge gibt, die ich viel einfacher mit weniger Aufwand hätte lösen können. Das kann zum Beispiel etwas Praktisches sein wie sauber machen oder der sprachliche Stil. Auch solche Sachen zur Höflichkeit oder beim Austausch mit anderen. So richtig "einfach" wird es bei mir selten und ich spüre manchmal das Seufzen des Gegenübers.

Kennt ihr dieses Phänomen? Woher könnte so etwas kommen? Welche gesellschaftlichen Antworten gibt es darauf?
In Deutschland zum Beispiel gibt es extrem viel Bürokratie, das könnte man stark verkürzen und einfacher machen. Warum aber ist es in Deutschland noch immer Gang und Gebe? Hängt das mit der Geschichte zusammen oder mehr mit Einzelpersonen? Warum passen sich Menschen dialektisch nicht an, sondern pochen auf eigene Traditionen im Elternhaus? Wie kommt es zum Geschenkezwang zu besonderen Anlässen oder dazu, dass Menschen sich modisch kleiden müssen/ wollen? Ignoriert ihr Mitarbeiter/ Mitschüler, die immer alles ganz genau wissen wollen oder alle möglichen Szenarien durchgehen müssen?
 
Wieso sollte man ein Beispiel schreiben?!

Jeder halbwegs Intelligenter Mensch versteht sofort was gemeint ist^^



Ich weiß auch nicht warum Menschen manchmal um den heißen Brei reden...Sie machen aus einem kleinem Problem, ein RIESEN Thema....Ich hasse diese Menschen, ich komm mit sowas nicht klar und ich meide solch Menschen, damit ich sie nicht verärgern muss....Man soll zwar jeden so akzeptieren wie man is, aber mal im ernst, auf die Eigenschaft kann man nicht stolz sein......
 
AW: Erzähl doch mal ein Beispiel!

Erzähl doch mal so ein typisches Beispiel,
wie Du Dein Leben unnötig verkomplizierst,
damit man sich was Konkretes darunter vorstellen kann!

Tja, also konkret heißt das, die direktesten Wege vermeiden. Gehst du zum Beispiel direkt von A nach B? Komplizierte Menschen gelangen erst nach B, nachdem sie bei C und D und E versucht haben, nach B zu gelangen. Warum nicht einfach geradeaus, den Weg, der sich bewährt hat???

Beispiel sauber machen: Meine Mitbewohner putzen von rechts nach links in der Wohnung oder zumindest so, dass der Boden zuletzt kommt. Ich fange an, indem ich alle Gerätschaften herausräume, und in der Wohnung verteile. Dann beginne ich im ersten Zimmer, gehe zum zweiten und mache dort dieselbe Tätigkeit (z.B. Staub wischen). Dann fällt mir auf, dass in meinem Zimmer auch Chaos herrscht und plötzlich räume ich das Zimmer mit auf. Aber, das Staub wischen ist dann Geschichte und ich beginne erst mal mit Kisten stapeln. Danach gehe ich rüber zu einem anderen Raum und mache wieder eine andere Tätigkeit. Dann habe ich Hunger und muss erstmal etwas essen. Das geht dann stundenlang so weiter. Zum großen Finale will ich wischen, merke aber, dass da noch die Gerätschaften stehen... im Weg. Ich räume also alles hin und her, obwohl ich ca. 75% davon gar nicht mehr brauche. Mal läuft es ein Wochenende ganz schnell, mal exakt so wie beschrieben.

anderes Beispiel: Meine Mitbewohnerin hatte Geburtstag. Ich mag keine Partys und noch weniger Geld für andere Leute ausgeben, denn es herrschat ja die höfliche Geste, Geburtstagskindern nicht nur zu gratulieren, sondern auch eine Kleinigkeit zu besorgen. Früher habe ich immer etwas gebastelt, was extrem gut ankam. Dieses Jahr habe ich einfach keinen Bock gehabt und kaum Zeit. Ich tat also so als würde ich ständig vor lauter Arbeit nur noch durch die Wohnung rennen können. Dann kam der Tag x, ich nur schnell wieder vorbei gehuscht und versteckt. Dann hatte sie die Idee, mich zu ihrer Party einzuladen und alle standen herum... *seufz* Ich habe dann zugestimmt und mir überlegt, wie ich das überleben kann, denn 100%-ig werden die anderen Geschenke und Schnabberzeug mitbringen. Und es waren viele Leute. Ich hatte dann an diesen Tagen auch noch so viel Arbeit, dass ich es nicht geschafft hatte, einkaufen zu gehen. Also habe ich ein paar Süßigkeiten aus dem Schrank geholt, die ich zum Teil schon begonnen hatte, zu essen und habe davon etwas mitgebracht. An sich hatten wir alle eine gute Zeit, aber ich fühlte mich von einigen Personen beobachtet und habe darauf gehofft, dass die Geschenke nicht vor uns allen vorgeführt werden. Denn sonst wäre ja herausgekommen, dass ich nichts habe, außer Süßes, was nicht mal extra gekauft wurde, und dass ich ja am Ende nur ein "Mitesser" sein würde. Dann bin ich bis zum bitteren Ende geblieben, obwohl ich den nächsten Tag sehr früh raus musste und das hat sich dann gerächt.

Reicht das als Beispiele?

Dasselbe mit dem täglichen Grüßen: "Was wenn ich jetzt ihn grüße, aber nicht sie?" oder Gruppenzwang: "Wenn ich nicht mitmache, denken die anderen vielleicht sonstewas von mir. Aber dann würde es doch gegen meine Prinzipien verstoßen. Brauche ich die anderen überhaupt? Na ja, aber loswerden kann ich sie ja auch nicht." usw.

@ PhilippFr: Ich rede aber nicht von Zicken, damit du es weißt! Nur von Leuten, die alles unnötig kompliziert machen. 😉
 
was das Deutsche Rechtssystem angeht: es ist drauf ausgelegt, die Allgemeinheit vor dem Fehlverhalten einzener zu schützen. Dabei werden Gesetze gerne als Reaktion auf Fehlverhalten geschrieben.
Und da die menschliche Niedertracht ziemlich ausgefeilt ist, findet sie immer kleinere und kompliziertere Nischen, die werden dann mit immer komplizierteren egelungen bedacht...


was das verkomplizieren angeht: kenn ich, hab aber keine Idee was ich tun soll😱
 
Hallo,

das Problem sehe ich mehr im Zwischenmenschlichen.
Ich weiß nicht, ob es weniger gut ist, sich zurückgenommener zu verhalten oder sich über irgendetwas mehr Gedanken zu machen - oder -, ob es besser ist, direkt zu Handeln - oder jemand was spontan zu sagen / um die Ohren zu hauen ?

Meine Erfahrung hat mir gezeigt, je nachdem mit wem ich es zu tun habe, etwas besonnener und zurückhaltender zu sein, um auch anderen die Möglichkeit zu geben, sich einbringen und äußern zu können, i.S. von - möchte niemand etwas überstülpen. Das ist m.E. nämlich schnell passiert und unterbindet oft jede weitere Diskussion oder auch ein gutes Miteinander.
Wenn ich aber jemand schon länger kenne, reagiere ich oft spontaner und erwarte von meinem Gegenüber, mich zu akzeptieren und ich ihn umgekehrt natürlich auch. Hier jetzt zu förmlich zu sein oder umständlich drumherumzureden würde ich nicht gut finden.

Sicher spielt da auch das Elternhaus und unsere Prägung eine Rolle, aber ich glaube doch, dass sich viele unaabhängig davon unterschiedlich entwickeln und ihre eigenen Erfahrungen machen und sich dann entsprechend ihrem Gegenüber verhalten. Ich glaube nicht, dass das Verhalten eine komplizierte Ursache hat und man sich z.B. von unserer umständlichen Bürokratie o.ä. beeinflussen läßt, sondern an die eigenen Erfahrungen im Miteinander. Vielleicht ist das naiv gedacht, aber ich glaube an den individuellen Menschen.

Du sprichst diese Mitbewohnerin an, kennt Ihr Euch schon länger? Vielleicht findet sie Dein
Verhalten unpersönlich und wünscht sich mehr Spontaneität?

LG Mac
 
:wein:Ich kenne das auch und weiß nicht was ich dagegen tun kann 😕

Mir wird oft gesagt dass ich alles viel komplizierter mache als es eigentlich ist.

Woher das kommt? Keine Ahnung - frage ich mich auch immer wieder...

Ich tu mich z..b. auch schwer damit mich kurz zu fassen wenn ich etwas erklären soll, einfach weil ich Angst habe, missverstanden zu werden. Ich möchte, dass mein Gegenüber zu 100% weiß was ich meine😱 - und neulich hat sogar mein 8-jähriger Neffe zu mir gesagt "Ich bin nicht dumm, du musst nicht so mit mir reden"....

Ich weiß nur, dass bei mir eine Art Angst dahintersteckt, aber woher die genau kommt kann ich mir nicht erklären.
Ich habe auch das Gefühl dass meine Gedankengänge extrem kompliziert sind, ich denke immer total verschlungen, anstatt direkt - wie wenn man z.b. einen großen Umweg in Kauf nimmt anstatt den direkten Weg....
 
Es ist die Form der Wahrnehmung, wie Menschen etwas verarbeiten. Ein theoretischer Mensch tut sich - aus Gewohnheit - mit praktischen Dingen schwer. Er abstrahiert zuviel. Ein praktischer Mensch dagegen kann zwar Dinge schnell erledigen, kann aber dafür Schwierigkeiten haben, wenn es um abstrakte Dinge geht. Dann gibt es natürlich noch allerlei Möglichkeiten von Wahrnehmungsstörungen. Ist in der heutigen zeit nichts Ungewöhnliches. Man nimmt nur bestimmte Dinge wahr, weil das Gehirn nicht alles verarbeiten kann.
 
"Kompliziert" wird von einigen Menschen als Höflichkeitsfloskel für "unkoordiniert" verwendet. Dabei nimmt man aus reiner Nettigkeit an, dass z.B. Deine Aufräumtaktik einem Konzept folgt, das nicht etwa planlos und ineffizient ist sondern durchaus einer Logik folgt, die sich anderen nur nicht sofort erschließt.

Ich erkenne an Deinen Beispielen keine Komplexität.

Ich habe beobachtet, dass die Begrifflichkeit häufig von Männern gegenüber Frauen angewandt wird, wahrscheinlich um sich keine Chancen zu verbauen wenn man zu aprupt auf Allüren reagiert.
 
Es ist die Form der Wahrnehmung, wie Menschen etwas verarbeiten. Ein theoretischer Mensch tut sich - aus Gewohnheit - mit praktischen Dingen schwer. Er abstrahiert zuviel. Ein praktischer Mensch dagegen kann zwar Dinge schnell erledigen, kann aber dafür Schwierigkeiten haben, wenn es um abstrakte Dinge geht. Dann gibt es natürlich noch allerlei Möglichkeiten von Wahrnehmungsstörungen. Ist in der heutigen zeit nichts Ungewöhnliches. Man nimmt nur bestimmte Dinge wahr, weil das Gehirn nicht alles verarbeiten kann.

Kannst du das näher erläutern? Woher hast du diese Infos?
 
@TE

Letztlich hast Du z. B. die Sache mit der Party einfach selbst vermasselt bzw. verkompliziert , indem Du einfach nicht genug Mut gehabt hast die Wahrheit zu sagen.

Es wäre nichts schlimmes dabei gewesen zu sagen "Zur Zeit wird mir alles ein wenig zu viel , ich freue mich über die Einladung, aber ich bleibe lieber zuhause."

Oder aber - wenn Du schon hingehst und kein Geschenk hast wäre es - meiner Meinung nach die bessere Lösung gewesen ehrlich zu sagen, dass Du keine Zeit gehabt hast ein Geschenk zu besorgen, Dir aber noch was Gutes überlegen wirst. Fertig.

LG. Chris
 
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