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meine tochter macht ihren stiefvater zum sündenbock und fordert entscheidung von mir

gloria999

Mitglied
hallo,
im moment bin ich unendlich traurig. meine tochter ist 16, hat mit mühr und not im sommer ihre mittlere reife gemacht und jetzt ihr praktikum in einem kindergarten abgebrochen. aber nicht, indem sie das offen besprochen hat. nein, sie hat mich wochenlang belogen, ist einfach nicht mehr hingegangen und hat mir gesagt, sie wäre freigestellt. das ging solange gut, bis mich die kindergarten anrief und fragte was los sei, meine tochter würde seit 3 wochen nicht kommen und immer sagen, dass sie krank ist, aber keine krankmeldung bringen. nun ja, sie hat auch in anderen dingen immer wieder gelogen, ist um elf nach hause gekommen, obwohl 10 vereinbart war und dann um 12 uhr wieder aus dem fenster abgehauen, jungs durchs fenster rein gelassen, schule geschwänzt, und noch tausend dinge. außerdem ist sie total aggressiv, auch gegen ihren kleineren bruder, der ist 11 und gegen ihren stiefbruder und ganz ganz schlimm gegenüber ihrem stiefvater, also meinem 2. mann. nun als das mit dem kindergarten aufflog und ich sie zur rede stellt, ist sie weg gelaufen. einfach ihre sachen gepackt und weggangen. vier tage keine zeichen von ihr, handy nicht abgenommen, nicht geantwortet. wir haben die polizei eingeschaltet, weil ein freund uns sagte, dass wir verpflichtet wären, wegen sorgepflicht usw. nun sie kam dann wieder, war total bockig, beschimpfte uns und und und. nun das eigentliche problem ist, dass sie sich mit ihrem stiefvater nicht versteht. am anfang war noch alles ganz ok, er hat wohl auch einige fehler im umgang gemacht, war aggressiv, hat die kinder abgelehnt oder war nicht immer freundlich, hat sich auch oft mit mir gestritten und so fort. nun aber schiebt meine tochter alles auf ihn. weil sie nicht mehr mit ihm zusammen leben will oder nach ihrer aussage kann, ist er an allem schuld. ich hänge total dazwischen und gehe bald daran kaputt. irgendwie fühle ich mich von ihr so unter druck gesetzt, dass ich mich zwischen ihr und meinem mann entscheiden soll. sicher war nicht alles optimal und eine patchwork-familie ist sicher nicht die optimalste. aber so ein hass, das verstehe ich nicht und ich weiss vor allem nicht, was ich machen soll.
weiss jemand einen rat? ich bin unendlich verzweifelt und am ende mit meiner kraft. ich kann echt nicht mehr. bitte helft mir.
gloria
 
am anfang war noch alles ganz ok, er hat wohl auch einige fehler im umgang gemacht, war aggressiv, hat die kinder abgelehnt oder war nicht immer freundlich, hat sich auch oft mit mir gestritten und so fort. nun aber schiebt meine tochter alles auf ihn. weil sie nicht mehr mit ihm zusammen leben will oder nach ihrer aussage kann, ist er an allem schuld.
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Hört sich gar nicht gut an.

Wie verhält er sich aktuell - aus deiner Sicht ??

Eine ganz schwierige Situation für alle, aber wenn ich das - in fett - so lese, kommt das alles nicht von ungefähr, das Verhalten deiner Tochter. Traurig, sein Verhalten, damit hat er wohl viel kaputt gemacht.
 
ja danke, habe schon beim schreiben gedacht, ob das richtig verstanden wird. manchmal wirft mir meine tochter vor, ich würde ihn in schutz nehmen immer, ich denke das nicht, weil ich oft mit meinem mann über sein verhalten gesprochen habe und er sich echt geändert hat und sich anstrengt. vor allem liegt das schon einige jahre zurück. aber immer fühlt sich meine tochter abgelehnt. mein sohn sieht das weniger so. er meint, dass auch seine schwester sich unmöglich verhalten hat und verhält.
das problem ist, dass beide sich nicht richtig verhalten haben, oder miteinander oft schlecht umgegangen sind. das problem ist nicht einseitig entstanden. beide sind unmöglich. und ich hänge dazwischen und weiss nicht, wie ich das lösen soll. rede ich mit meinem mann, kramt er dinge hervor, die meine tochter falsch machte und rede ich mit meiner tochter kramt sie dinge hervor, die er falsch machte. ein gepräch zusammen ist kaum möglich, obwohl ich das zig mal versuchte. auch ein gespräch mit einer neutralen person, wird von meiner tochter rigoros abgeleht. auch eine therapie lehnt sie ab, also eine familientherapie. und sie ist 16 und rennt von zuhause weg ohne dass ich richtig mit ihr reden kann.
 
Das ist ganz schlimm.

Ihr braucht in der Tat eine neutrale Person, mit der ihr ein "Familien-coaching" macht oder wie ich es ausdrücken soll.
Da müssen dann alle auch mitmachen, sonst macht es ja keinen Sinn und alle sollten auch WOLLEN.

Alles Gute für euch, ich wünsche euch recht bald eine gute Lösung für eure Familie.

monsta
 
Hallo Gloria,

es ist nicht leicht wenn man zwischen zwei Stühlen steht, und nicht weiß was man machen soll. Wenn der Stiefvater seine Stieftochter nicht misshandelt, kann man Konflikte konstruktiv klären. Es kommt auf das Wie an.

Es ist eine Erpressung von deiner Tochter, dass sie von dir verlangt sich zu trennen für Gründe, die man evtl. auch so vieleicht regulieren kann, oder aufgrund Ihrer eigenen Unzufriedenheit.

Deine Tochter fordert nach Zuwendung und Aufmerksamkeit. Vielleicht liegen bei Ihr tiefere Konflikte in der Seele. Das kann man nur durch offene Gespräch herausfinden, was deine Tochter wirklich belastet und stört. Vielleicht sie einfach mal in den Arm nehmen und wenn Sie es zulässt Nähe herzustellen z.B: durch Mutter-Tochter Aktivitäten. Du bist gefragt die Nähe zu deiner Tochter herzustellen, lass Sie schimpfen, schreien, dich anmaulen.....auch wenn Sie so ein Verhalten an den Tag legt, NIMM SIE EINFACH IN DEN ARM!

Vielleicht hat Sie Liebeskummer und fixiert Ihren Hass auf den Stiefvater...
Motive für Ihr Verhalten gibt es genug. Es ist auch deine Aufgabe auf den Grund zu gehen, was Sie für eine Bürde zur Zeit hat, dass Sie aus dem Ruder läuft.

Wenn es nicht anders geht, kann man auch eine professionelle Person zur Rate ziehen!
 
auch ein gespräch mit einer neutralen person, wird von meiner tochter rigoros abgeleht. auch eine therapie lehnt sie ab, also eine familientherapie. und sie ist 16 und rennt von zuhause weg ohne dass ich richtig mit ihr reden kann.

so geht das ja auch nicht! So bietet sie ja gar keine Möglichkeiten zur Konfliktlösung an, sondern stellt Dich ja wirklich knallhart vor die Alternative: Stiefvater oder ich. Gespräche gibts nicht.

Deine Situation kenne ich. Hab ich fast genauso erlebt. Erstmal mein Mitgefühl, das war eine furchtbare Zeit für mich. Ich fühlte mich so zerrissen, wollte es allen recht machen. Konnte sowohl meine Kinder verstehen, als auch meinen Lebensgefährten.

Heute - im Nachhinein - denke ich darüber, dass ich hätte klarer auftreten müssen. Sowohl gegenüber meiner Tochter - aber auch gegenüber meinem Partner.

In dieser Patchwork-Familie war ich der "Chef", meine Kinder waren sowieso völlig abhängig von mir - insbesondere emotional-auf meine Liebe und Zuneigung angewiesen. Ein erwachsener Partner ist das nicht. Es haut ihn nicht in dem gleichen Maße um, von mir nicht ausreichend Zuwendung zu bekommen. Das sollte man sich immer vor Augen halten.

Und das Verhalten meines Partners war damals auch nicht okay. Er hat sich eher auch wie ein Kind verhalten und mit meinen Kindern auf einer Ebene konkurriert. Anstatt sich mit mir erwachsen zu verhalten und auch pubertierenden Monstern Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.

Es spricht schon ein wenig aus Deinen Zeilen, dass Du Dich da auch nicht sonderlich von seiner Seite unterstützt fühlst. Mir gehts auch nicht um Schuldzuweisungen.

Aber Ihr seid beide erwachsen und Deine Tochter ist das nicht. Sie braucht Dich!

Wir hatten seinerzeit einen Familienhelfer vom Jugendamt. Um miteinander Gespräche zu führen. Obwohl das in meinem Fall eigentlich nicht einmal unser Problem miteinander gelöst hat, finde ich trotzdem die Haltung Deiner Tochter auch nicht okay.

Auf Gespräche wird sie sich einlassen müssen, um Konflikte zu lösen - sonst geht nix. Man muß schon miteinander sprechen wollen.

Ihre Alternative, Dich entscheiden zu müssen, ist indiskutabel. Du hast auch Dein Recht auf Dein Leben und Deinen Lebensgefährten! Da ist eine klare Grenze zu ziehen!
 

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