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Meine Tante hat sich das Leben genommen...

miss_her

Neues Mitglied
Hallo,

ich bin neu hier und wusste am Anfang garnicht so recht, ob ich hier überhaupt etwas reinschreiben soll, da ich andere ungern mit meinen Problemen belästige. Aber ich weiß nicht mehr weiter.
Ende Januar hat sich meine Tante das Leben genommen, ich weiß nicht was ich machen soll. Wir hatten zu dem Zeitpunkt erst wieder seit 1 1/2 Jahren Kontakt da mir wegen eines dummen Streits in der Familie 5 Jahre der Kontakt verboten wurde. Sie hat mir dann 2006 unerwartet eine Geburtstagskarte geschrieben woraufhin wir heimlich Kontakt hatten. 2007 habe ich es geschafft, wenigstens meinen Vater zur Vernunft zu bringen und er ist mit mir zu ihr gefahren. Als ich sie aus dem Haus kommen sah bin ich gleich aus dem noch langsam fahrenden Auto gesprungen und zu ihr gelaufen, so groß war die Freude sie endlich wieder zu sehen. Weihnachten sind mein Vater und ich nochmal zu ihr gefahren, da habe ich sie das letze mal gesehen. Wir haben nach unserem letzten Treffen noch ziemlich oft telefoniert und e-mails geschrieben, aber ich habe nicht gemerkt dass sie soetwas vor hat.
Als mein Vater dann am Abend ihres Todes zu mir ins Zimmer kam sagte er schon mit einer komischen Stimme zu mir dass er mit mir sprechen muss, mir war klar dass iwas passiert ist, aber damit habe ich nicht gerechnet. Er hat mir gesagt dass meine Tante gestorben ist. Ich bin wie ne wahnsinnige aus dem Haus in den Bus gestiegen und iwann bei meiner Physiotherapeutin gelandet, warum ich zu ihr gefahren bin weiß ich nicht, ich wusste am nächsten Tag nichtmal mehr dass ich bei ihr war.
Als ich dann wieder zu Hause war hat mir meine Mutter erzählt dass sie sich das Leben genommen hat. Sie ist einen Tag bevor sie das getan hat verschwunden meine Eltern haben es gewusst dass sie weg war und mir nichts gesagt, wahrscheinlich um mich nicht aufzuregen, aber wenn ich es gewusst hätte wäre ich sofort hingefahren und hätte alles abgesucht, auch wenn es wohl nichts gebracht hätte, weil sie in den Wald gegangen ist und dort in der Nacht Tabletten genommen hat.
Einen Tag nach ihrem Tod habe ich sofort bei meiner Oma angerufen und mit ihr geredet sie war auch total am Ende, also hab ich mich zusammengerissen, sie hat mir lauter Sachen erzählt die ich garnicht wissen wollte, wie sie ausgesehen hat, was sie an hatte,.... Ich habe sie auch gebeten mir das nicht zu erzählen, war ihr aber egal. Ich habe mich ehct viel um sie gekümmert und garnicht mehr an mich gedacht, jetzt mach sie mir Vorwürfe, sie hat erfahren dass mir meine Tante einen Tag vor ihrem verschwinden eine e-mail geschrieben hat und behauptet jetzt, dass ich etwas hätte merken müssen. Ich hab wirklich nicht gemerkt dass sie sowas vor hat, wenn hätte ich alles,aber auch alles getan um es zu verhindern.

Ich komme damit einfahc nicht klar, sie fehlt mir so, aber mit Freunden oder Verwandten will ich nicht darüber sprechen, weiß auch nicht warum, vllt könnt ihr mir helfen, denn ich weiß nicht mehr weiter.
 
Hallo miss_her,

erstmal mein herzliches Beileid. Es ist nie einfach einen Menschen zu verlieren.
Aber schön das du hier hergefunden hast und den Mut aufgebracht hast, einfach mal über dich und deine Gefühle zu schreiben!
Du darfst die Trauer, die du über den Verlust deiner Tante hast, nicht in dich reinfressen,denn dann kannst du den Verlust nicht richtig verarbeiten.
Wenn du nicht gerne mit Freunden oder Familienangehörigen redest, dann gibt es Einrichtungen, wo du Psychologische Hilfe bekommst. Dort kannst du anonym mit einem Psychologen darüber reden, der dir dann auch dementsprechend helfen kann. Das würde ich dir wirklich empfehlen. Ich habe das auch gemacht, als ich 16 war bin ich zur Jugendberatung gegangen. Dort habe ich anonym und unentgeltlich zwei Sitzungen gemacht und es hat mir wirklich geholfen!
Du musst einfach mit jemandem darüber reden, denn ansonsten macht dich das kaputt.

Also fass all deinen Mut zusammen und ruf dort einfach mal an 🙂

Liebe Grüße
 
hallo,

vielen dank für die antwort und den vorschlag. aber das habe ich auch schon gemacht, ich war einige male bei einer Jugendberatung, hat aber leider nichts gebracht.
ich weiß dass es nicht richtig ist, es in mich hineinzufressen, aber das habe ich leider monatelang gemacht, weil ich immer erst an die anderen gedacht habe und nicht darüber nachgedacht habe, wie ich damit umgehen soll und nach außen immer die starke gespielt. jetzt weiß ich es noch weniger, als ich es vor ein paar monaten wahrscheinlich gewusst hätte.
ich weiß auch nicht, aber seitdem verläuft mein leben nur noch beschissen, alles geht schief.

mfg
 
jetzt mach sie mir Vorwürfe, sie hat erfahren dass mir meine Tante einen Tag vor ihrem verschwinden eine e-mail geschrieben hat und behauptet jetzt, dass ich etwas hätte merken müssen. Ich hab wirklich nicht gemerkt dass sie so was vor hat, wenn hätte ich alles,aber auch alles getan um es zu verhindern.
Mach dir bitte deshalb keine vorwürfe....deine Oma meint das bestimmt auch nicht so aber manchmal wenn man trauert sieht man die Dinge nicht so klar und es ist einfacher jemandem schuld zuzuschieben .
Lass einfach deine Gefühle raus, heul dich mal gut aus . Da gibt es nichts anderes als da durch.
Ich habe letztes Jahr meinen Sohn verloren und einen Monat später meine Mutter . Die erste zeit war ich wie in einer Wolke und dann wurde es schlimmer . Ich habe auch lernen müssen das was ich fühle normal ist und ich muss diese Gefühle zulassen. Mittlerweile ist es etwas besser aber ich würde lügen wenn ich sage das alles wieder beim alten ist. Es verändert dein leben aber man kann auch davon lernen. Ich lebe in Canada und wie haben hier spezielle Trauer Beratung, es hat mir geholfen mit jemanden zu reden und meine schuldgefühle, ärger, trauer einfach mal loszuwerden. Manchmal hilft es mit fremden zu reden , sie haben etwas Abstand.
Mein tiefstes Beileid !!!
 
Du bist gegangen einfach so.
Ich kann es noch immer nicht verstehen,
wieso?
Du weist das ich dich brauche,
und ohne dich nicht kann.
Wieso bist du gegangen?
Dein Leben war nicht einfach.
Doch meins auch nicht.
Und jetzt?
Jetzt ist alles schlimmer geworden,
nur weil du gegangen bist.
Du hast mich im Stich gelassen,
vor Monaten,
obwohl du mir sagtest,
dass du immer für mich da bist,
Und jetzt bist du einfach gegangen...

...sie war in meiner familie, der einzige mensch der mich zu 100% so aktzeptiert hat wie ich bin und mich bei allem unterstützt hat. sie ist jetzt fast seit 7 monaten tot und es kommt mir vor als wär es gestern gewesen dass mein dad zu mir ins zimmer kam und mir das für mich nach wie vor unfassbare erzählt hat.
 
wichtig wäre dass du ihren Job übernimmst und hundertpro für dich da bist...anfängst Eigenverantwortung für dein Leben zu übernehmen. So kannst du ihr Andenken in Ehren halten.

Du solltest vor Ort mal mit Freunden oder ggf. einem Therapeuten über deine Trauer reden. Oder es gibt Selbsthilfegruppen.
Es bringt wenig wenn du zu sehr anhaftest und über deine Trauer und Isolation depressiv und krank wirst, also achte da auf dich und kümmer dich um dich, damit du nicht zu sehr abtrudelst.

Du bist ja bereits in Psychotherapie lese ich gerade..besprich also alles mit deiner Therapeutin und achte darauf dich in deiner Freizeit sinnvoll zu beschäftigen, viel Sport zu machen, unter die Menschen zu gehen.

Was die Vorwürfe deiner Oma angeht: sie ist alt und die Trauer scheint ihr das Hirn ein wenig vernebelt zu haben, ihr Vorwurf dir ggü war unfair und an sich könnte es ggf. auch ein Missverständnis sein, sie hat eventuell wohl selber ein schlechtes Gewissen nix gemerkt zu haben....dich trifft absolut keine Schuld..NIEMAND konnte sowas ahnen, man kann in einen anderen Menschen nicht hineinschauen. Depressionen sind jedoch oft schwer zu erkennen..aber du weisst ja nun in Hinsicht auf dich selber Bescheid...Depressionen sind oft auch genetisch mitbedingt..ihr alle bei euch in der FAmilie solltet darauf achten und euer Leben so gestalten, dass ihr Auslöser meidet, mehr auf euch Acht gebt...du solltest damit also anfangen. Das wärest du dir selber und auch deiner Tante ggü schuldig..so sehe ich das jedenfalls.

Deine Tante hat offenbar den Fehler gemacht zu spät zu erkennen dass sie fachkundige Hilfe braucht, sie scheint viel verborgen zu haben, das hat sie letztlich das Leben gekostet....mach DU nicht denselben Fehler! Suche dir umgehend psychologische Hilfe und Unterstützung, bzw. rede offen in deiner Therapie mit deiner Therapeutin über diese Dinge.

Tyra
 

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