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Meine Mutter macht uns das Leben zur Hölle

S

Susi

Gast
Meine Kindheit war geprägt von einer sehr nervösen, lautstarken und tlw. auch bösen Mutter. Liebevolle Umarmungen habe ich nie von Ihr bekommen.
Gelobt wurde ich von Ihr nur selten. Alles war ja selbstverständlich.
Mein Vater war das ganze Gegenteil. Er konnte trösten und war immer sehr liebevoll zu mir. Jedoch hatte er die Neigung öfters nach der Arbeit im Gasthof zu bleiben und zu trinken. Wenn er dann total betrunken nach Hause kam, ist meine Mutter völlig ausgeflippt. So 2-3mal monatlich endete das ganze in eine Schlägerei. Es war furchtbar.

Als ich endlich 18 Jahr war, habe ich geheiratet und bin zu meinen Mann ge-
zogen. Ich kam vom "Regen in die Traufe". Meine Schwiegereltern haben sich
zwar nicht geschlagen, aber die Schwimu ist böseartig und mein Schwiva ist
pervers.
Nach 16 Jahren auf dem Hof der Schwiegereltern hatte ich es einfach nur noch satt und wollte weg.

Meine Eltern haben uns überredet, auf dem Grundstück meiner Mutter das alte Haus abzureissen und ein neues Haus zu bauen. Den Fehler haben wir ge-
macht. Nunmehr wohnen wir seit einem halben Jahr im Haus meiner Mutter.
Ich muß jetzt schreiben im Haus meiner Mutter, da das Grundstück Ihr ist.
Sie ist der Bauherr und mein Mann und ich haben alles bezahlt.
Mein Vater hat leider das neue Haus nicht mehr sehen können. Er ist vor 3 Jahren gestorben.
Ich habe nun gedacht meine Mutter ist ruhiger geworden. Nein, weit gefehlt.
Es wird von Tag zu Tag schlimmer. Manchmal glaube ich sie ist einfach nur psychisch krank.
Während des Hausbau's hat sie alle Handwerker verbessert. Sie konnte und wußte natürlich alles besser und mußte dies auch lautstark mitteilen. Es war so peinlich.
Sie ist der "Bestimmer" und wir haben uns zu fügen. Das erklärt sie lautstark so, daß es alle Nachbarn mitbekommen. Vernünftig reden kann man mit ihr nicht, da sie garnicht zuhört. Sie hat recht und was sie sagt ist Gesetz.
Mittlerweile dreht sie ab und an das Wasser ab um zu sparen, wie sie meint.
Leider sind die Zuleitungen für Wasser und Strom sowie der Heizofen mit Öl-
tanks in ihrem Keller.
Wir gehen ihr mittlerweile aus dem Weg und glauben so unsere Ruhe zu haben. Glücklicherweise haben wir 2 getrennte Eingänge. Nun werden wir als Trottel, Verbrecher und Idioten beschimpft, ohne Grund. Ich denke aus Wut,
weil sie aufgrund dessen niemand mehr beachtet.
Vor 2 Wochen nun eskalierte alles. Sie wollte mich und alles herum kaputt schlagen. Mein Mann mußte die Polizei rufen. Sie wurde dann in ein Kranken-
haus gebracht. Es war so oberpeinlich. Natürlich ist sie wieder zu Hause.
Wenn Reparaturen am Heizkessel oder Zuleitungen anfallen, lässt sie uns dies nicht erledigen und verweigert uns den Zutritt zu Ihrem Keller.

Der Oberhammer ist, daß sie uns Geld gestohlen hat, welches sie uns aber
dann doch noch zurückgab.
Wie oft wir versucht haben mit ihr klarzukommen, kann ich garnicht mehr auf-
zählen. Die Situation ist einfach wie zu meiner Kindheit. Der Streitpartner
meiner Mutter ist nun nicht mein Vater, sondern wir.
Man kann doch nicht immer die Polizei holen oder eine Anzeige machen?

Ich weis einfach nicht mehr weiter. Ich bin am Ende. Hassen kann ich meine
Mutter nicht. Empfinden kann ich aber auch nicht's mehr für sie. Habe ich das
eigentlich jemals überhaupt? Meine ganze Familie (2 erwachsene Kinder und
mein Mann) leiden.
Ich möchte einfach nur noch weg. Aber mit was? Alles haben mein Mann und
ich in das Haus gesteckt.
 
Hallo, Susi,

damit du eine Reaktion erfährst, melde ich mich einfach mal. Ich denke, einige haben deinen Beitrag schon gelesen. Eine Idee habe ich so spontan auch nicht, bzw. ich halte mich lieber erst mal zurück.

Wie alt ist denn deine Mutter? Und hast du oder hat dein Mann vielleicht noch Geschwister oder andere Familienmitglieder, die euch unter die Arme greifen können oder euch raten können, weil sie die situation besser kennen?

Ich glaube, dass keiner das Recht hat, andere in dieser Weise zu tyrannisieren. Aber man kann sich als Außenstehender immer schlecht ein Bild machen.
Schreib doch noch mal mehr. Auf jeden Fall lesen hier einige, was du schreibst und machen sich auch Gedanken.
 
Hi, Susi!

Vieleicht kein großer Trost, aber lass Dich mal kurz in die Arme nehmen (())

Du hast es nicht leicht aber du wirst einen Weg finden!

Was sagt Dein Mann zu der ganzen Sache?

Das hört sich jetzt gerade aus meinem Mund sicher etwas komisch an, aber suche nicht nach dem "Warum" "Wieso" "Weshalb", nimm Deine Kraft und löse Dich von dieser Frau und dem Haus.
Ist es ein Haus wert, das Du daran zerbrichst?

Glaube mir, ich sage das nicht einfach so daher, aber nimm deinen Mann und suche Dir eine kleine schnuckelige Wohnung. Schafft euch ein kleines Nest im dem ihr sicher seit. Ihr habt euch!!! Das ist mehr als so manch anderer hat und ich denke eine sehr schöne Basis für einen anderen Weg.

Rein rechtlich kenne ich mich nicht so aus, aber da kannst Du Dich vielleicht hier schlau machen. http://www.jurathek.de

lg Gismo
 
Vielen Dank für Eurere Antworten.

Meine Mutter ist gerade einmal 68 Jahre. Geschwister habe ich keine. Mein Mann und ich halten zusammen. Meine großen Kinder können die Art und Weise, wie diese Frau mit uns umgeht nicht verstehen und lehen Ihre "Oma" ab.
Natürlich muß meine Mutter in psychologische Behandlung. Wir haben uns mittlerweile informiert. Helfen kann uns niemand. Wenn sie eine psych. Beh-
handlung ablehnt, kann sie auch nicht gezwungen werden.
Das mit dem Wasserabdrehen müssen wir uns wohl oder übel gefallen lassen.
Ausziehen und eine neue Wohnung suchen kann momentan nicht realisiert werden.
Ich zerbreche noch an dieser unerträglichen Situation.
 
Hallo,

habe grade Deine Geschichte gelesen. Himmel, das ist ja wirklich zum verzweifeln!

Wenn ich nur wüsste. was Ihr tun könnt? Es ist sehr sehr schwierig da wieder raus zu kommen. Zumal Ihr sicher noch Schulden auf das Haus habt. (?)

Also zunächst mal mit dem Wasser und Heizungszugang würde ich mich ganz schnell unabhängig von Deiner Mutter machen. Das kann doch nicht das Problem sein? Vielleicht gibt es hier eine schnelle Möglichkeit, ich überlege grade wen man da fragen könnte.... Habt Ihr denn eventuell eine Rechtsschutzversicherung? Ich würde hier - ganz ehrlich - mal zu einem Beratungsgespräch mit einem Anwalt raten.... der kann Euch zumindest die rechtliche Seite genau aufzeigen. Das gibt bestimmt schon Sicherheit. Denn ganz so "hilflos" der Willkür Deiner Mutter ausgeliefert seid Ihr ganz bestimmt nicht. Es gibt dafür Regeln, an die sie sich zu halten hat, da bin ich mir ganz sicher! Denn ich habe ebenfalls 13 Jahre lang im Haus meiner Schwiegereltern gelebt... und das war der größte Fehler, den ich im Leben machen konnte...

Ansonsten würde ich vielleicht ganz einfach mal Deiner lieben Frau Mama einen kleinen "Schock" versetzen und ankündigen, dass Ihr das Haus verkaufen möchtet *hehehe*. Wäre doch mal interessant zu sehen, was sie davon hält fremde Leute auf Ihrem Grundstück zu haben, die sie dann nicht mehr drangsalieren kann?

Ach mensch, ich würde Euch so gern was positives sagen können...
Einstweilen kann ich nur sagen, dass es unheimlich schön ist, dass Ihr so zusammen haltet! Das ist am Ende das Wichtigste bei alledem.
Ich wünsch Euch ganz viel Kraft und Mut!!!
LG Leah
 
Hallo Susi,
Du schreibst, dass das Grundstück der Mutter gehört, ihr aber das Haus bezahlt habt.
Heißt das, das trotzdem nur Deine Mutter im Grundbuchamt steht?

Du sagst, Dein Vater sei vor 3 Jahren gestorben. Wie sah es denn mit der Auszahlung Deines Erbteils, bzw. Pflichtteils aus?

Falls Ihr in dieser Richtung noch nichts unternommen habt, nehmt Euch einen Anwalt, der auf Erbrecht spezialisiert ist.

Gesetzt den Fall, Du hast in der Hinsicht noch nichts unternommen, könnte das Eure Chance sein.
Ich will Dir kurz schildern, warum ich auf diese Idee kommen.


Mein ehemaliger Vermieter und seine Frau besaßen ein großes Zweifamilienhaus.
Sie haben einen Sohn und einen Enkelsohn (letzterer auch schon erwachsen).

Nun starb die Frau plötzlich. Der Sohn hatte nichts besseres zu tun, obwohl er wußte, dass er als Alleinerbe eingesetzt war, falls auch der Vater stirbt, als seinen Pflichteil aus dem Anteil der Mutter einzuklagen.
Nun hatte der Vater leider nicht so viel Bares, Hypothek aufnehmen ging auch nicht, da er immerhin schon über 70 ist. Soviel aber ist klar. der Vater hat an Anwälten bemüht, was nur ging, er hatte keine Chance gegen die Anwartschaft des Sohnes. Im Endeffekt blieb ihm nichts weiter übrig, als das Haus zu verkaufen und dann seinen Sohn auszuzahlen.

Vorher waren wir hier eine eingeschweißte Gemeinschaft, die Hausbesitzer, deren Enkel mit Verlobter und ich.
Der Enkel musste raus, der Vater musste raus, ich kann bleiben, weil mein Bereich unabhängig vom Haus ist und der Käufer mich als Mieterin übernommen hat. Der Sohn hat sein Geld verbraucht um seine Schulden zu bezahlen, und der Hausbesitzer ist zu seiner Freundin gezogen. Ich habe wirklich mit Vater und Enkel gelitten, denn all ihr Herzblut und Arbeitskraft steckte in dem Haus. Der Sohn ist für uns gestorben. Hier gab es keine Notwendigkeit , den Vater so unter Druck zu setzen.

Aber, wenn dieser Weg bei Euch noch möglich wäre, dann habt ihr die Lösung. Und wenn ihr noch nachweisen könnt, dass das Haus fast ausschließlich von Euch gebaut wurde, die Mutter aber Nutzrecht hat, dann könnte es passieren, dass wenn alles gegeneinander aufgerechnet wird, Deine Mutter das Haus verlassen muß, ihr aber auch, damit Du Dein Erbe ausgezahlt bekommst.

Macht Euch schlau, es könnte eine Chance für Euch sein. Noch gilt dieses Erbrecht, soll aber demnächst dahingehend geändert werden, dass Erben den Eigentümer nicht zum Verkauf zwingen können.
Aber Ihr könnt es noch. Und hier wäre falsche Rücksichtnahme auf die Mutter völlig fehl am PLatz.

Würde mich freuen, von Dir zu hören, ob dieser Gedanke für Euch hilfreich sein konnte.

Ich wünsche Euch von Herzen gutes Gelingen.
Luiserl
 

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