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Meine Mutter liegt im Sterben

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G

Gast

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Meine Mutter liegt im Sterben sie ist 86 hatte vor 2 Jahren einen Schlaganfall, dadurch
Pflegefall und Demenz, sie kann jetzt keinen mehr erkennen sie sagt nur einzelne Worte
Nun will sie nicht mehr Essen und Trinken, eine Magensonde setzen möchte ich nicht
Ich denk sie hat die 2 Jahre genügend gelitten. Demenz da würde ich nicht meinen schlimmsten Feind wünschen.
Ich habe sie die 2 Jahre gepflegt rund um die Uhr ich habe es gern gemacht, sie war all die Jahre für mich da nun konnte ich ein klein wenig zurück geben. Sie ist so eine Herzensgute Mutter gewesen, ich hätte sie auch noch Jahre gepflegt.

Aber es ist so verdammt schwer das Sterben mit anzusehen und zu wissen das sie dann nicht mehr da ist.
Und ich stehe dann allein da, ohne Freunde ohne Leute mit den man reden kann oder Zeit verbringen kann.
Ich bin 50 Invalidenrentner was soll man da machen?

Es ist so schwer.
 
Ich bin 50 Invalidenrentner was soll man da machen?

Hallo Gast,
ich finde es beeindruckend, dass du so offen
über deine Gefühle schreiben kannst - und
auch, dass du deine Mutter "gehen lassen"
kannst.

Wenn du 50 bist, hast du noch sehr viel Lebens-
zeit vor dir und ich denke, es ist okay, dass du
dir erstmal Zeit nimmst, um zur Ruhe zu kom-
men und in dich zu hören, was du damit noch
anfangen willst. Vielleicht hattest du auch
schon mal einen Traum und ihn wegen der
Pflegesituation zurückgestellt?

Alles Gute für die nächsten Tage und Wochen!

Werner

P.S. Meine Großmutter ist über 99 und in einer
ähnlichen Lage, allerdings kann sie noch essen -
verstehe dich also ein wenig.
 
Lieber Gast,

als ich deine Zeilen las erinnerte ich mich stark an die Zeit als ich meine Mutter in den Tod begleitete.

Ich wünsche dir sehr viel Kraft!
So schmerzlich wie es ist so tröstlich aber auch. Deine Ma wird nicht alleine gehen und du wirst eines Tages sehr froh sein, daß du für deine Mutter da sein konntest.

Es ist gut, daß du hier schreibst,denn hier bist du nicht alleine.
Viele hier gingen den gleichen Weg und du wirst Verständnis finden.Viele haben real keine engen Freunde und finden hier Halt und vielleicht auch richtige Freunde, mir geht es so.

Als meine Ma starb dachte ich zuerst eine Welt bricht zusammen und der liebste und wichtigste Mensch wird nun nicht mehr da sein.

Das ist nicht so.Deine Ma wird weiterhin in deinem Herzen weiterleben und du kannst sehr stolz sein auf dich. Deine Ma wird es dir danken! Du wirst es spüren.

Hab keine Angst. Es ist das natürlichste der Welt und es ist sehr schön, daß du da bist für sie.

Alles Liebe und viel Kraft für dich!

Omana, die dich wirklich sehr gut verstehen kann
 
Danke für die Zeilen, aber es gibt noch ein Problem,ich lebe auf dem Land und ich bin
schwul keiner weis es auch meine Mutter wusste es nicht,das macht meine Einsamkeit
noch schwerer wenn meine Mutter nicht mehr da ist.Ich bin 50 habe ein kleines Haus
also mit weg ziehen und so ist nicht.Geht es jemand auch so.
Was soll ich machen wenn meine Mutter mich verlassen hat ?Meine Geschwister habe alle keine gute Meinung zu schwulen ,es ist alles so schwer warum muss meine Mutter
gehen der Einige Sinn meines Lebens,am liebsten würde ich mit gehen.

Micha
 
Warum ist es nur so unsagbar schwer einen geliebten Menschen Sterben zu sehen, meine Mutter ist zwar 86 aber ich habe mein ganzes Leben mit Ihr zusammen gewohnt und nun diese scheiß Demenz es ist so grausam, ich sitze jeden Tag am Bett und versuche alles was mir möglich ist .Mir bricht es das Herz meine Mutter so liegen zu sehen.
Was wird wenn sie nicht mehr ist ? Werde ich es überstehen?
 
Warum ist es nur so unsagbar schwer einen geliebten Menschen Sterben zu sehen, meine Mutter ist zwar 86 aber ich habe mein ganzes Leben mit Ihr zusammen gewohnt und nun diese scheiß Demenz es ist so grausam, ich sitze jeden Tag am Bett und versuche alles was mir möglich ist .Mir bricht es das Herz meine Mutter so liegen zu sehen.
Was wird wenn sie nicht mehr ist ? Werde ich es überstehen?


Hallo lieber Gast,

auch wenn sich das jetzt hart anhören wird für dich, JA , du wirst es überstehen. Mein Vater hat damals gesagt bevor er starb, wir sollen uns nicht so runter tun wegen im - sondern wir sollen die Kraft sammeln für dass dannach , wenn er nicht mehr da ist.🙁

Ich verstand es nicht, er war da , er war zwar totkrank aber er war da , er war greifbar. Man konnte im besuchen, konnte mit im reden , konnte im in den ARm nehmen - er war greifbar. Ich wollte es garnet einsehen, dass er bald seinen Augen für immer schliesen wird. Ich wollte es nicht hören , ich konnte es nicht, ich wollte ihn nicht gehen lassen. Aber wie sagt man so schön: "Die Hoffnung starb zuletzt"
Wir haben geglaubt, gehofft, gebetet, geliebt , gelebt , hatten die Hoffnung bis zuletzt dass er doch noch gesund wird aber heute weiss ich , man hält verzweifelt an was fest - weil man selber einfach nicht bereit war, Loszulassen..

Und dann starb er , er schlief ganz ruhig ein und er wusste es , er hat es gewusst. Ich wusste es auch aber ich wollte es mir nicht eingestehen.Ich war verzweifelt , hab geschrien: Oh Gott, warum nur? WArum ER?? Keiner konnte mir eine Antwort geben. Ich weiss noch ganz genau diesen Tag, ich kann mich so gut daran erinnern, als wäre es gestern gewesen . Diese Leere, diese Hilflosigkeit , die Zeit stand still ! Der Kreislauf hat sich geschlossen und ich verspührte so eine riesengrosse Leere , ich konnte nicht mehr klar denken, konnte nix mehr spühren, nix fühlen.

Ich weinte , TAg und Nacht , Früh und Abends . Wenn ich unterwegs war und ich hörte einen Song dass mich an diese gemeinsame Zeit erinnerte..Ich lies meinen Gefühlen freien Lauf und es war richtig , es war genau dass was ich brauchte um mit dieser Leere zurechtzukommen.

Lieber Gast, es ist ein Prozess der leider zum Leben dazu gehört. Wir können es uns nicht vorstellen , wir wissen nicht wie es einen mitnimmt , wie wir es verarbeiten. Jeder ist verschieden, einer reagiert mit Wut , der andere fällt tief in ein Loch , wieder ein andere macht dicht und redet kein einzigen Tag mehr darüber.

Ich habe für mich erkannt, dass ich der Mensch bin , der darüber offen und ehrlich reden muss. Über dass wie er war , was er mir mitgegeben hat , was er mir beigebracht hat , was hängen geblieben ist . Ich erinnere mich gerne an diese Zeit zurück, als er noch gesund war. Ich erinnere mich wie er immer gelacht hat , von Herzen raus aber ich erinnere mich auch daran wie gebrechlich er war als er gegen seiner Krankheit gekämpft hat. Bis zum Schluss, er hat gekämpft. ER hat mal zu mir gesagt: Man bekommt nix im Leben geschenkt, er erfordet immer einbissle Anstrengung ..man muss dafür was geben damit man auch was zurück bekommt. Dass wende ich heute für mich an. Ich ziehe das Gute aus dem .

Er war alles für mich und er fehlt mir sehr , ich kann mich gut in deiner Lage versetzen und ich weiss wie schwer es ist . Aber lieber Gast sei stark und geniese diese Zeit mit deiner Mama. Und wenn es soweit ist dann steck nicht den Kopf in den Sand sondern erinnere dich an sie.. wie sie war

die Erinnerungen halten sie am Leben

alles Kraft der Welt , dass wünsch ich dir

glg t


 
Zuletzt bearbeitet:
HALLO!
auch meine mutter ist vor gut 2 jahren verstorben. sie hatte krebs im endstadium, aber wir haben sie daheim geplegt, bis zum letzten atemzug. natürlich waren wir alle traurig, und unendlich erschüttert. erst einige zeit später habe ich gelernt, dass sie nun KEINE schmerzen mehr hat, und NIE mehr leiden muss! sie ist jetzt befreit von ihrem jahrelangen leiden. dieser gedanke hat mir alles leichter gemacht. mein freund hat in amerika einen stern registrieren lassen, ihren eigenen. und wenn ich nach oben in den himmel sehe, weiß ich, wo sie ist!!!
es ist schwer, aber man sollte an den leidenden menschen denken, dem geht es nach seinem tode GUT!!!!
 
Hallo Gast,

du fragst nach Hilfe. Es gibt den Hospitz und bestimmt auch irgendwo in deiner Nähe. Du wohnst zwar auf dem Land, aber ne größere Stadt wird es wohl geben.

Vom Hospitz aus kann man sich Hilfe anfordern.

LG schnatti
 

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