Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Meine Mutter ist schwer krank und mir wird das Recht auf ein eigenes Leben genommen

Sandra_86

Mitglied
Es fing eigentlich alles damit an, als meine Mutter aufgrund ihres übermäßigen Zigarettenkonsums ganz schlimm an der Lunge erkrankte. Ich weiß nicht, ob jemand von euch die Krankheut COPD kennt. Am Anfang hat man davon gar nichts gemerkt, aber im Laufe der Zeit wurde das immer schlimmer und schlimmer. Mittlerweile ist es schon so schlimm, dass sie gar nichts mehr machen kann. Sie liegt gerade auch im Krankenhaus. Einmal wäre sie sogar fast gestorben, hat dann aber sofort wieder weitergeraucht. Jetzt raucht sie seit einer Weile nach dem 4. Versuch nicht mehr. Wir glauben aber nicht, dass sie es auf Dauer schaffen wird.
Es ist eigentlich schon ganz lange so, dass fast nichts mehr geht und ich praktisch alle Arbeiten im Haus neben meiner Ausbildung übernehmen musste, weil meiner Mutter alles zu anstrengend war. Sie hat dann immer so geredet, als würde ich ja eh nicht arbeiten. Ich darf auch nicht mal richtig zur Tür reinkommen und mich hinsetzen nach der Arbeit, sofort werde ich mit Anweisungen bombardiert. Wenn ich Urlaub hatte wurde das gleich ausgenutzt, da ich dann ja helfen konnte. Ich kann mich schon gar nicht mehr dran erinnern, wann ich das letzte mal Urlaub hatte und ich wirklich die Zeit zum Erholen nutzen konnte. Lang ausschlafen war nicht drin und wehe ich wollte mal etwas unternehmen, gab es sofort richtig Stress. War der Urlaub vorbei, hab ich mich so gefühlt als hätte ich gar keinen gehabt.
Jetzt bin ich Anfang dieser Woche mit meiner Ausbildung fertig geworden und hab grad auch Urlaub. Der erste richtige und vielleicht sogar der letzte in diesem Jahr. Da meine Mutter grad im Krankenhaus liegt, ist es für mich selbstverständlich meinem Vater zur Seite zu stehen. Da er sonst nie etwas im Haushalt machen musste, überfordert ihn das jetzt. Was mich allerdings etwas nervt, es muss alles immer am frühen Vormittag gemacht werden. Möchte ich einmal ausschlafen, bekomm ich ein schlechtes Gewissen eingeredet, indem mein Vater sagt, dass er alles alleine macht. Er übertreibt immer total und sagt ironisch, man kann die Arbeit auch erst um 21 Uhr abends machen. Dabei ist immer schon alles spätestens um halb 10 erledigt, wo man sieht, dass man noch genug Zeit gehabt hätte und ich sitz dann den ganzen Tag rum und weiß nicht, was ich machen soll.
Wenn ich dann wenigstens anders behandelt werden würde, wär das was anderes. Mein Freund sagt immer, obwohl er super mit meinen Eltern klar kommt und sie auch mag, dass sie mich total respektlos behandeln. Dass ich für sie nur ihre Hilfskraft bin. Wenn, dann bekomm ich meistens Vorwürfe zu hören. Ein Danke so gut wie nie. Ich hör auch nie, dass sie stolz auf mich sind, oder froh, mich zu haben. Es ist alles ganz selbstverständlich. Ich bin aber trotzdem froh, sie zu haben. So ist das nicht.
Meine Schwester wohnt auch schon lange nicht mehr bei uns. Wenn sie mal zu Besuch kommt, muss sie keinen Finger rühren, mit der Begründung, dass sie ja Urlaub hat. Es kommt dann vor, dass ich im Geschäft war, heim komm und dann sofort was im Haushalt machen muss, obwohl sie den ganzen Tag daheim war. Aber sie hat ja Urlaub. Ich bin jetzt fast 25 und immer noch zuhause. Dabei wollte ich schon längst ausziehen, aber meine Eltern wollen mich hier halten, weil sie denken, dass sie keine Hilfe mehr haben, wenn ich auch mal weg bin. Sie sagen auch immer, ich soll nicht zu weit weg ziehen, damit ich immer sofort kommen kann, wenn irgendwas ist. Ich liebe meine Eltern aber mir wird das alles manchmal einfach zu viel. Schon der Gedanke, dass meine Mutter so todkrank ist und vielleicht auch nicht mehr lange lebt, ist schlimm genug.
Wenn die Behandlung, die sie heute bekommt, nicht anschlägt, wird sie den Rest ihres Lebens ein Pflegefall sein. Sie hat aber auch nichts dagegen unternommen. Jetzt soll ich praktisch dann meinen eigenen Haushalt führen, wenn sie mich denn mal gehen lassen und dann noch zusätzlich den von meinen Eltern und meine Mutter pflegen. Wir wohnen noch in einem großen Haus. Umziehen kommt für sie irgendwie nicht in Frage. Es gab auch mal so Situationen, wo mein Vater meinte, er bringt mir bei, wie man mit der Motorsäge umgeht, damit ich in Zukunft immer das Holz vom Wald holen kann, wenn er mal nicht mehr kann.
Es tut mir leid, dass ich hier so rumjammere, aber mir wächst das alles langsam über den Kopf, dass ich nicht einmal die Gelegenheit bekomme, ein eigenes Leben aufzubauen. Dazu kommt auch noch, meine Angst, keine Arbeitsstelle zu bekommen. Ich kann grad noch von Glück reden, bis Ende September bei meinem Ausbildungsbetrieb bleiben zu können. Ich hab das Gefühl, dass ich für den Fehler, den meine Mutter gemacht hat, bestraft werde. Ich bin doch gar nicht dafür ausgebildet, einen schwerkranken Menschen ohne Hilfe zu pflegen. Was kann ich denn machen, damit die Situation besser wird? Ich will meine Eltern nicht im Stich lassen, ich will mich aber auch nicht kaputtrichten lassen. Ist so was eigentlich normal? Bin ich mit meinen erst 24 Jahren für meine Eltern verantwortlich, obwohl ich noch nicht mal selber in ein eigenes Leben starten konnte?
Ich sag auf jeden Fall mal Danke an alle, die diesen langen Text gelesen haben. Ich hoffe, ich werde nicht falsch verstanden, denn ich liebe meine Eltern aber ich bin auch etwas mit der Situation überfordert.
 
hallo,...

ich weiss nicht ob jemand diesen text noch lesen wird, bzw. du diesen lesen wirst weil du ihn vor fast einem jahr hier reingesetzt hast....

aber ich antworte trotzdem,...

meine mutter hat die selbe erkrankung, wie deine. vielleicht sogar noch etwas schlimmer,... meine mama, ist jetzt 65 jahre alt, hat copd im endstadium und etliche begleiterkrankungen,.. starke osteoporose (glasknochen mit spontanen frakturen) da haben wir auch schon etliche hinter uns,.... asthma bronchiale,... grauer star beidseitig,.... etc etc etc,.. alles begleiterkrankungen wegen unteranderem dem cortison.

naja,.... ich pflege meine mutter seit dem ich 14 jahre alt bin,..... mal ging es mit ihr besser mal war es so das ihr leben auf messers scheide stand,.... akkut schlecht geht es ihr seit einem jahr,... es äussert sich das sie nur noch im bett liegt (liegen, schön wärs,...das geht nämlich nicht mehr oder sitzt)..... und seit diesem zeitraum, redet sie in abständen immer davon, das sie nicht mehr leben will, in diesem zustand,..... sie will einfach nicht jämmerlich eingehen müssen,... mir als tochter, verletzt das sehr,..!!!!!!! ich meine, hallo! meine mama, ist sterbenskrank und sie ist nur noch ein häufchen elend,..... und ich kann nix tun,...! wir haben nur noch uns,.. mein vater ist gestorben als ich sieben jahre alt war,..... und meine älteren geschwister wollen damit nix zu tun haben,... ich als jungste musste ran,... heute bin ich fast 27jahre alt und habe letztes jahr im mai meine klleine tochter bekommen,.... ja auch in meiner schwangerschaft habe ich meine mutter weiter gepflegt, den haushalt gemacht,... alles was man im leben so machen muss,..... vom kindsvater musste ich mich während meiner schwangerschaft trennen, weil er nur noch terror machte,.. aber das ist ein anderes thema! entbunden habe ich nach drei stunden,.. bin drei stunden pflicht im krankenhaus geblieben und danach nach hause mit meiner frischgeschlüpften tochter und habe weiter gemacht!!!!!! ich sage dir dazu, ich habe niemanden! keine freunde,.. keine bekannte,...! alle haben sich abgewendet, weil dieser lebensumstand der mir gehört nicht in derer leben passte! ich hab es sehr schwer, denn wenn meine mama irgendwann nicht mehr ist habe ich ausser meiner kleenen niemanden mehr auf dieser welt!

ich weiss das es manchmal nicht gerade leicht ist,...! aber verdammt nochmal mädchen, kneif deine arschbacken zusammen,.... ich würde gerne mit dir tauschen, denn du hast noch deine vater, wenn es mal soweit ist das deine mama geht,..... wenn du dein eigenes leben mal lebst, dann musst du auch den haushalt schmeissen,... und sachen regeln,.... aber ich denke, das dein problem woanders liegt,..... du fühlst dich als aschenputtel,.... du willst im grunde genommen, das deine eltern dir zum dank die füsse küssen! schleim schleim,...! aber hast du dir mal vor augen gezogen, das sie dir das grösste vertrauen schenken???? warum, ist es wohl so, das sie dich in der nähe haben wollen und nicht deine schwester???? und so sind viele andere dinge auch,.... du siehst nur das schlechte daran,.... sie vertrauen dir,.... sie verlassen sich auf dich,.... und maö ganz ehrlich, hättest du den kopf dafür deiner tochter auf knien zu danken,.. wenn du totkrank bist,... oder als mann deine frau bals nicht mehr hast,...... da hast du andere dinge im kopf....! angst, sorge,.... etc etc etc. ich verspreche dir, es wird mal der zeitpunkt kommen das deine eltern dir das schon sagen werden, was du gerne hören magst!!!!!!!! und das sie dir dankbar sind!!!!!! und denke immer daran, deine mama hat dir dein leben geschenkt, ohne sie kannst du später kein eigenes leben führen,...... eine mama ist immer für ihr kind da!!!! immer! eine mama beklagt sich niemals,.... wie oft hat deine mama sich schon um dich gekümmert, wenn du krank warst?????? hat sie da einmal gesagt, sie ist überfordert???????? siehste!!!!!!! du bist erwachsen mit deinen 25-26jahren,...! dann verhalte dich auch so,.. das leben ist schon schwer genug mach es dir nicht selbst schwerer!!!!!!! gruss s.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
F Meine Mutter Familie 13
R Mutter mit narzistischen Zügen mag meine Frau nicht Familie 18
M Meine narzisstische Mutter Familie 21

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben