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Meine Geschichte

Jasmin.Avrina

Neues Mitglied
Ich werde jetzt meine Geschichte hier erzählen, vielleicht versteht man mich dann...(es wird ein langer Text)


Mit 10 Jahren habe ich erfahren, dass mein Stiefvater nicht mein leiblicher Vater ist durch einen Jugendamtbrief.
Ich habe das Gespräch zwischen mir und meinen Eltern (Stiefvater und Mutter) völlig verdrängt denn ich kann mich absolut nicht mehr daran erinnern wie sie mir das erklärt haben.

Mit 12 Jahren fing ich an von zuhause abzuhauen. Ich muss dazu sagen, dass es mir Zuhause immer gut ging und es mir nie an etwas fehlte. Ich kann bis Heute nicht erklären wieso ich dies damals getan habe, vielleicht aus Jugendlicher Naivität ? Ich weis es nicht...

Mit 12 Jahren habe ich mich das erste mal heimlich geritzt und mit 12 Jahren kam ich das erste mal ins Heim.

Vom 12. bis 15. Lebensjahr war ich 6 mal im Heim, 1 mal in einer Pflegefamilie, 1 mal in einem Jugendwohnheim und 1 mal in einer Psychiatrie wegen Suizid versuchen und Selbstverletzungen.

Mit 16 Jahren kam ich nach Tunesien von August 2012 bis Dezember 2013 in die Heimatstadt meiner Mutter. Ich war dort ganz alleine, lebte da bei meiner Tante und lernte zum ersten mal in meinem Leben das Gefühl der Einsamkeit kennen. Es war meine fast Schlimmste Zeit, denn ich hatte niemanden war in einem fremden Land und kannte mich nicht aus.

Als ich 2013 wieder nach Deutschland zurück kam fing es von vorne an. Ich kam in ein Mädchenheim und von dort an (was der größte Fehler meines Lebens war) bin ich abgehauen und entschied mich für die Straße. Eine Zeit lang lebte ich bei Freunden dann wieder auf der Straße, es war immer hin hin und her. Letztendlich war ich wieder bei meinem Eltern und lebte bis 19 war dort...dann lernte ich falsche Freunde kennen. Lies mich zu den Drogen verleiten, fing an noch mehr zu trinken als sonst. Ich lebte dann ein paar Monate in einem Obdachlosenheim und irgendwann ging ich wieder zu meiner Familie. Dort lebte ich dann Schlussendlich bis zu meinem 22 Lebensjahr, genauer bis zum 10.09.2018. Ich habe oft gearbeitet und immer wieder die Arbeit verloren...dadurch, dass ich Obdachlos gemeldet bin hat die Arge mir auch das Geld gestrichen und gesagt ich müsse mich anmelden bevor ich irgendeine Hilfe bekomme. Zurück zu meiner Familie kann ich absolut nicht mehr und will ich auch nicht mehr denn das Verhältnis ist logischerweise zerstört durch die Vergangenheit. Ich habe hohe Schulden, Schufa Einträge, somit wird auch die Wohnungssuche schwierig. Dazu kommt noch das ich einen beschissenen Lebenslauf habe und auch die Arbeit somit erschwert ist.

Ich wurden in meiner Kindheit missbraucht und das kam alles vors Gericht...ab da an hatte ich ein gestörtes Verhältnis zu Männern. Ich war 2 mal in einer Beziehung und zwei mal habe ich sie beendet denn ich kann dieses Sexuelle einfach nicht ab. Es widert mich an...

Naja...ich hatte es eben nicht einfach im Leben. Leide unter Depressionen und Monophobie...verletze mich seit 10 Jahren und bin nun einfach zu dem Entschluss gekommen all dieses Leiden zu beenden, denn es hat einfach keinen Sinn mehr. So oft ich auch aufgestanden bin...irgendwann fiel ich immer. Nun stehe ich wirklich alleine da. Ohne Familie, keine Freunde. Obdachlos in Stuttgart. Was tun, wohin...mein Problem ist einfach, dass ich genug vom Kämpfen habe....aufstehen und immer wieder im Kreis zu drehen ohne jeglichen Ausweg.

Nach langer Überlegung bin ich einfach zu dem Entschluss gekommen, dass ich so nicht mehr Leben möchte.

[...]


An alle die das gelesen habe...vielen dank für Eure Zeit & auch wenn ihr mich vielleicht nicht verstehen könnt und denkt (sie ist doch selbst schuld an alledem) dann ist es ebenso. Ändern kann ich es nicht mehr
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Warum ich an Suizid denke...

Liebe Jasmin,

ich kann verstehen, dass du verzweifelt bist. Du hast aber ein enormes Ass im Ärmel - deine Jugend!
Du bist 22. Du kannst noch ca. 60 prachtvolle Jahre haben. Aber du brauchst Starthilfe.
Wie würdest du gerne leben?
Soll ich dir ein paar Adressen im Stuttgarter raum raussuchen?
Du kannst hier immer reingucken, wenn es besonders schlimm ist. Oder einfach auch so.
Nicht das Handtuch werfen! Du hast das Schlimme hinter dir, jetzt kommt Aufwind!





wie ich gerne leben würde?

Eine Wohnung, eine Arbeit, meinen Führerschein uu ende machen & ein Auto haben...even ganz normal aber das wird nie passieren
 
AW: Warum ich an Suizid denke...

Hallo J.,

ich war auch schon mal am "Ende". Nur war es nicht so schlimm, wie bei dir. Ich hab ja auch nicht so blöde bis schreckliche Erfahrungen machen müssen.
Aber mir haben die Straßen Stuttgarts geholfen. Auch bei mir hat so gut, wie nichts mehr Sinn gemacht. Aber ich habe für mich die neugierde auf das Leben dort wieder gefunden. In dem ich die Menschen beobachtet habe und mir versucht vorzustellen, wie sie sich fühlen, in welchem Bewußtseinszustand sie stecken, wie hart das Leben zu ihnen war usw. in den Augen der Menschen kann man vieles lesen, wenn man nichts mehr zu verlieren hat. Und das hat mich dann doch irgedwann auch wieder an die schönen Momente meines Lebens zurück erinnert. Schon alleine die Frage, ob jemand was denkt oder nicht fand ich dann irgendwann interessant genug, um darüber nachzudenken und die Menschen zu beobachten. Ich weiß, dass das Leben hart sein kann. Aber auch das findet man in den Gesichtern der Menschen, die man im Bus oder in der U Bahn findet. So konnte ich mein Schicksal besser akzeptieren. Weil es scheint doch irgendwie normal zu sein... leider.
Man lernt mit der Zeit Menschen besser einzuschätzen und das hilft einem doch irgendwo aus einem Loch heraus... in ein anderes Loch hinein, dass aber nicht so tief und so dunkel ist.
Und das stabilisiert. Weil man vielleicht doch irgendwie an seine Lebenserfahrung glauben kann.
Deshalb lass dir vielleicht mal etwas Zeit.
Du bist von einer ekelhaften Sache in die nächste gestürzt und hattest nicht mal Zeit dich zu langweilen. Das ist zwar auch kein Licht, aber es schafft mal etwas Ruhe. Ich denke du brauchst innerliche Ruhe.
Dass das Leben schöner wird, muß man es verstehen. Nicht dass man ein Sinn im Übel sucht, sondern dass man lernt die Dinge nicht nur in Schwarz oder Weiss, wenn es das gibt, einzuteilen.
Es gibt viele Stellen in Stuttgart, wo du Hilfe bekommen kannst.
Wichtig ist dabei aber immer, dass du den Leuten die richtigen Informationen gibst und nicht alles auf sie projetzierst. Jeder Moment den du erlebst ist ein neuer und führt dich in Richtung Zukunft. Und da man die nicht kennt ist der neue Moment eigentlich immer unbelastet.
Wenn du Lust hast dich mit mir auszutauschen, dann kannst du mir gerne eine PN schicken. vielleicht würde ich mich ja mal mit dir treffen wollen? Manchmal bin ich noch in Stuttgart. Es wäre also denkbar auch wenn ich kein Fan davon bin. Aber ich denke ich könnte dir zeigen, dass man auch wieder anders drauf kommen kann. Auch wenn man mal am Ende gestanden hat. Aber man muß was tun. Und sei es nur nachdenken, träumen oder fantasieren. Selbst darin kann ein Sinn und ein Baustein für den neuen Anfang liegen. Erst mit der Zeit kann man erkennen, ob es in seinem Leben wiederkehrt oder nicht. Man muß eben weiter gehen, auch wenn man vielleicht nicht so richtig will. Aber da man nie weiß, was in der Zukunft liegen mag, kann man auch nicht abschätzen, ob das Leben Sinn macht oder keinen.
Leiden macht nur dann Sinn, wenn man sich dazu entschließt zu mindest nicht unter sich selbst zu leiden. Weil auch wenn es niemand gibt hat man immer noch sich selbst. Und wenn der einem keinen Leid mehr zufügen möchte, dann fängt es an Sinn zu machen. Deshalb bleib in deinem Loch sitzen und versuche einen Weg zu finden, dass du nicht mehr unter dir selbst leiden mußt. Dann hast du auch die Möglichkeit dich irgendwann mal selbst besser leiden bzw. mögen zu können. Weil man kann sich selbst nicht mögen, wenn man zu sich selbst nicht gut ist.
Du trinkst gerne weil du gute Gefühle bekommst. Das ist schon mal gut. Aber nicht die Lösung. aber man kann darin einen Sinn erkennen. Deshalb macht man es ja immer wieder. Weil es ist wichtig, dass man sich gut fühlen kann. Die Frage ist nur, wann kannst du dich gut fühlen.
Ich fühle mich zum Beispiel gut, wenn man Hirn furzt. Das war auch nicht immer so.
Aber es kann lustig sein.
Ich wünsch dir was.
lg
 

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