Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

meine freundin wurde vergewaltigt,was tun?

  • Starter*in Starter*in tonixxl
  • Datum Start Datum Start
  • Stichworte (tags) Stichworte (tags)
    freundin
T

tonixxl

Gast
guten tag.da ich sehr verzweifelt bin,hab ich gedacht,wend ich mich mal an euch...hoffe seit die richtigen ansprechpartner?!
stell mich erstmal vor: bin männl. 23 jahre...,und zwar geht s um meine freundin 18jahre,die vor ein paar wochen vergewaltigt wurde.
da sie angst hatte,hat sie s für sich behalten...konnt aber es aus ihr rauslocken,da ich gemerkt habe,dass sie anders ist.habe sie auch überredet zu polizei zu gehen,was sehr schwer war.
sie hat z.z sehr zu kämpfen,vor allem auch unsere beziehung leidet drunter(aber das ist verständlich,nachdem die männer ihr sowas angetan haben).ich sage deswegen männer(mehrzahl),weil s scho ''leider'' die zweite vergewaltigung ist.die erste vor 3 jahren,diese konnte sie zwar verarbeiten(therapieen etc. waren nötig ),vergessen sicherlich nicht.hab aber die angst,dass sie s diesmal es nicht schafft ,es zu verarbeiten und dringend hilfe braucht((sowohl ich aber im ersten fall natürlich sie),da auch unsere beziehung dadurch natürlich zerfällt und ich nicht wüßte,wie ich mich verhalten soll,um ihr zu helfen.eine therapie(tagesklinik),die sie schon durch hat,möchtet sie nicht nochmal durchleben,da sie dort mit keinem reden konnte,die sie versteht...selbst der therapeut war ein mann,und wie soll er sie verstehen?!aber in erster hinsicht gings dort eher um ihre krankheit,die unter anderem auch daraus entstanden ist(bulimie).diese ist auch wieder dadurch ausgebrochen.
bitte helfen sie uns,vor allem meiner freundin.
mfg
ps:der täter kam nicht zum erguss,besteht trotzdem die gafahr auf aids?
 
Hallo,

wenn deine Freundin nicht mehr in die Tagesklinik möchte, vielleicht kann ihr dann eine Selbsthilfegruppe oder so auch helfen.

Hier ist eine Seite, die ihr euch mal anschauen solltet. Evtl. können die euch ja eine Adresse in eurer Nähe sagen.

http://www.lara-berlin.de/

Zu deiner Frage über die Ansteckungsgefahr hier noch ein Link:

http://www.aidshilfe.de/index.php?id=2445&sessionLanguage=de&sessionCountry=DE

Ich hoffe für euch, dass ihr das alles gemeinsam schafft. Es ist ein hartes und trauriges Schicksal, was deine Freundin da ereilt hat. Aber ich finde es auch unheimlich toll, dass du als ihr Freund ganz und gar zu ihr hälst.

Ganz viel Glück und Kraft wünsche ich euch.
 
Hallo tonixxl,

finde es klasse, dass du zu deiner Freundin hältst und ihr in dieser schweren Zeit beistehst. Solche verständnisvollen Typen wie dich müßte es mehr geben auf dieser Welt!
Ganz wichtig ist für euch beide auf jeden Fall zusätzliche professionelle Hilfe. Z.B. hat bei einer betroffenen Freundin eine Verhaltenstherapie bei einer Psychologin sehr geholfen.
Und auch ein Selbstverteidigungskurs, den sie mehrere Jahre fortgesetzt hat und damit ihre Ängste sehr gut abbauen konnte und wieder Selbstvertrauen finden konnte.
Wichtig für deine Freundin ist auch über die erlebten Traumata zu reden. Sei es mit dir, sei es hier im Forum, in dem zahlreiche ebenfalls Betroffene ihre Erfahrungen mit ihr teilen können, und natürlich auch mit einer/em verständnisvollen Berater/in einer Gewaltopferberatung und/oder Psychologin.
Das GAnze muß hinreichend nach außen verarbeitet werden, damit es sich nicht nach innen verkehrt und zu Krankheiten führt und das Weiter-Leben unnötig lange erschwert.
Ich bin mir ganz sicher, dass deine Freundin mit deiner geduldigen Fürsprache und Liebe und einen kleinen liebevollen Schubs sich auch noch anderweitig helfen zu lassen wieder in ein schöneres und angstfreieres Leben zurückfinden wird.
Dazu wünsche ich euch beiden viel Kraft und alles erdenklich Gute.

Gruß
Tyra
 
vielen dank.das reden fällt ihr sehr schwer darüber und sie möchtet das auch sehr selten...war schon ne anstrengung bei der polizei auszusagen und weitere vernehmungen folgen...ich selber hab sie mal gefragt,was sie sich vorstellen könnte,was ihr helfen könnte...sie meinte ,sie wolle ertsmal ein paar wochen urlaub machen und dann versuchen für sich lösung zu finden.denn die beziehung unter anderem kann man ertsmal bei seite legen und versuchen für sie als mensch da zu sein.denn eine beziehung braucht vertrauen,und dies kann sie mir nicht geben,was ich total verstehe und akzeptiere!
sonst meint sie,dass eine selbstverteidigungsgruppe für sie in dem falle gut sei.werde auch versuchen mit ihr in eine therapie zu gehen bzw. mädchen/frauengruppe.
ich hoffe wenigstens,dass dies irgendwie die kasse übernimmt?
 
Ja, so ist es in allen Fällen: Vergewaltigungsopfer sind durch Scham und Schuldgefühle blockiert darüber zu reden...Du mußt deiner Freundin immer wieder klar machen, dass sie das Opfer ist und keine Schuld trägt, sondern allein der Täter. Und dass sie sich nicht schämen muß darüber zu reden.
Das braucht seine Zeit und eine Menge Geduld und immer wieder Zuspruch und Ermutigung sich über diese blockierenden Gefühle hinwegzusetzen und doch darüber zu sprechen, denn allein das wird ihr helfen darüber hinweg zu kommen.
Gieb ihr die Zeit und den Rückhalt damit sie die Stärke findet sich öffnen und reden zu können.
Eine Trauma/Gewaltopfertherapie wird meines Wissens von den Kassen übernommen. Wenn eine Anzeige erfolgt ist, ist das bestimmt kein Problem.
Ansonsten gibt es auch noch andere kostenfreie Anlaufstellen....Ihr könnt ja mal im Telefonbuch unter Beratungsstellen etc. nachgucken und euch durchfragen.
Ich bin sicher ihr schafft das!

Gruß
Tyra

Nachtrag: typisch ist auch das Hinausschieben und verdrängen wollen...funktioniert aber nicht. Wichtig sind auch, obwohl es natürlich ne starke Belastung ist, den Täter anzuzeigen, die VErhandlungen durchzuhalten etc. Das ist aber im Nachhinein immer der beste Beginn für die Bewältigung....vgl. den thread von Varenia....
 
danke...ich hoffe,ich kann ihr helfen und vor allem,dass ich das selber verkrafte,denn ich leide sehr darunter,aber im ersten fall,bin ich natürlich für sie da.hab auch angst,sie immer wieder deswegen anzusprechen,damit sie s rauslassen kann und redet,denn oft möchtet sie nicht darüber nachdenken.
werd versuchen ihr einfach das gefühl zu geben,dass ich bei ihr bin und dass sie keine angst vor mir braucht.aber wie soll sie sich mir anvertrauen,wenn ihr die männer so weh getan haben.bei ihr kommen schon die zweifel,denn das ist ja schon die zweite vergewaltigung.überlegt,was sie falsch macht und dass es kaum männer gibt,die anders sind.
ps:ich hoffe irgendwann mal,dass man den kerl schnappt...es wird zwar meiner freundin nicht viel bringen,aber dafür wird er keine anderen frauen mehr anfassen.hab so ne wut auf diesen menschen,versteh nicht,warum menschen sowas machen.ich schäme mich deswegen ein mann zu sein...
 
Hi nochmal,

brauchst dich auf keinen Fall wegen dem Schw...Grunz zu schämen ein Mann zu sein. Und ich hoffe auch dass man den Typen fasst.
Ich verstehe aus soziobiologischer oder psychologischer Sicht schon warum einige Menschen so etwas tun: aus purer Lust an Macht und Gewalt.
Damit darf man aber diese Typen nicht durchkommen lassen, weswegen ich immer wieder dazu rate auf jeden Fall ne Anzeige zu machen.
Aus Opfersicht um für sich selbst um klarzumachen: du hast mich angegriffen, ich schweige nicht und du kommst nicht ohne Strafe davon. Und als Mensch sozusagen aus allgemeiner sozialer Verantwortung.

Und um dich selber in dieser verständlicherweise schwierigen Situation zu entlasten sprich mit deiner Freundin und sag ihr, wenn sie nicht so gut mit dir über die Sache reden kann, soll sie sich an jemand anderes wenden..Hauptsache sie verdrängt nicht und macht ne gute Traumabewältigung....das erleichtert das spätere Leben sehr, bzw. macht eher das WEiterleben erst möglich.
Sehr oft ist es in solchen Sondersituatonen leichter sich einer fremden Person anzuvertrauen, der ggü man nicht emotional verbunden ist und man daher in manchen Dingen offener sein kann.
Also nur Mut, Geduld und Zuwendung und wie gesagt den liebevollen Stubs sich den schlimmen Erlebnissen zu stellen und diese mit professioneller Hilfe zu verarbeiten.

Gruss
Tyra
 
vielen dank an euch alle.ich merke,dass meine freundin sehr schlimme alpträume hat,selbst wenn ich sie nachts umarmen will,reagiert sie aggresiv,was ich verstehe...gestern hat sie mir nen brief geschrieben,wo sie ihre gefühle wiederlegt hat,da s ihr leichter fällt,als zu reden.sie schrieb,dass sie s nicht verstehen kann,warum s ihr wieder passiert ist,und denkt dass s an ihr liegt und sie die schuldige ist...was absolut schwachsin ist!
hab auch die angst sie irgendwie zärtlich zu verwöhnen oder sie zu küssen,da ich nicht weiß,ob s richtig ist...und wenn ich s machen würde,hab ich einfach ein gefühl,dass sie s nur für mich macht um mich zu ''stillen''.ich hoffe einfach,dass sie vor mir irgendwann mal keine angst mehr hat
 
sie schrieb auch,dass sie sich ein baby wünscht,natürlich nicht jetzt sofort,aber ist so ne veränderung hilfreich bzw wär das eine änderung,was für sie neuanfang wäre und die sache verarbeiten zu können...hab nämluich angst,dass wenn sie irgendwann mal ein kind bekommt,feststellt,dass es nicht anders sei und damit vielleicht nicht klar kommt...hat einer schon solche erfahrungen?
mfg
 
Hi tonixxl,

ein Kinderwunsch ist natürlich eine schöne Sache. Aber das Kind als alleiniger Therapieansatz ist glaube nicht so gut. Und ich glaube auch nicht, dass man durch ein Kind die Sache verarbeiten kann und seine Alpträume und Ängste wegkriegt. Für ein Kind sollte man sich vorbereiten und zusehen, möglichst psychisch unbelastet in die Schwangerschaft zu gehen. Psychische Belastung , Schlaflosigkeit und Alpträume, all das bekommt ja der Embryo bereits mit. Wichtig ist und bleibt also meiner Meinung nach vorher ne professionell angeleitete Traumabewältigung, in der auch z.B die immer wieder im Kopf deiner Freundin kreisenden Gedanken um das WARUM abgearbeitet werden können. Vielleicht ist der Kinderwunsch ja ein guter Antrieb dazu sich vorher mit der Sache auseinanderzusetzen und "seinen Geist zu reinigen"...sone Art Frühjahrsputz der Seele bevor ein neuer Hausgast (der ja auch anfangs und zwischendurch ein paar schlaflose Nächte bereitet, wozu man Kraft benötigt!) dazukommt.
Nach und mit Traumatherapie glaube ich ganz bestimmt, dass deine Freundin gut mit einem Kind klarkommen wird. Warum auch nicht!?
Das mit dem Aufschreiben ist übrigens ne gute Idee!
Vielleicht kannst du deine Freundin ja auch ermuntern hier im Forum was zu schreiben um sich hier mit anderen Leidensgenossinen auszutauschen?

Lieber Gruß
Tyra

Nachtrag: Kommunikation ist alles! Auch hinsichtlich deines Gefühls dass deine Freundin dich "stillt" mit ihr reden. Ihr klar machen, dass du sie liebst, du aber möchtest, dass sie dir sagt, was sie mag und nicht haben kann....Aber auch zu diesem Punkt wieder Nähe ertragen zu können...hilft oft nur eine Menge Geduld, Zeit und evtll. psycholog. Beratung...
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben