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Meine Freundin, mein Vater und Ich

peter765

Neues Mitglied
Hallo liebes Forum,

Ich würde mir gern mal etwas von der Seele schreiben und möchte mich im Vorfeld für das Durcheinander entschuldigen.
Ich (m/28) bin seit ca 1 1/2 Jahren mit meiner Freundin (w/31) zusammen.
Sie hat ihre Tochter ( 7 Jahre) mitgebracht, mit der ich mich auch super verstehe.
Seit kurzen sind wir auch zusammen in eine gemeinsame Wohnung gezogen.
Doch damit fing das ganze Dilemma an..

Durch meine berufliche Tätigkeit im Familienbetrieb bin ich am Tag ca 10h nicht zuhause. Mein Vater ist der Geschäftsführer und ich bin zZ noch Angestellter, mit der Aussicht das ich den Betrieb in geraumer Zeit übernehmen werde, was ich mir auch sehr gut vorstellen kann.
Meine Freundin und mein Vater sind beide sehr „dominante“ Persönlichkeiten. Ich bin eher ein emotionaler und zurückhaltender Charakter, der sich anstatt zu streiten lieber alles annimmt und sich daran tagelang den Kopf zerbricht. Ich glaube sogar ich kann mich nicht wirklich mit jemanden vertrautes streiten :/

Wir sind sehr oft bei ihrer Familie, wo ich mich auch sehr gut aufgehoben fühle und die (meines Wissens nach) auch mit ihrem Schwiegersohn sehr zufrieden sind.
Mein Vater und meine Freundin gehen allerdings garnicht. Sie können sich beide absolut nicht leiden, und dadurch sind wir auch eher selten bei ihm. Mich stört das nicht, da ich ihn ja eh jeden Tag auf Arbeit sehe. Allerdings würde es mir auch besser gefallen, wenn sie sich beide etwas „näher kommen“ könnten.

Meine Freundin will das ich weniger arbeite und ihr mehr Zeit schenke, was ich natürlich auch verstehe. Jeden Tag komme ich heim, Abendessen und noch ein kleines Spiel mit dem Kind und das wars auch schon. Meine Freundin nervt das. Verständlich.
Allerdings kann ich auch nicht einfach zu meinem Vater sagen, das ich weniger arbeiten will, da ich immer denke ich bin ihm etwas schuldig. Das hängt damit zusammen, da ich ja die Firma übernehmen soll und eben auch daran gebunden bin. Klar muss ich nicht so lange da sein wie er, aber ich habe immer das Gefühl, dass es von mir erwartet wird. Mit meinem Vater habe ich darüber noch nicht gesprochen, weil ich einfach Angst habe das es danach von mir enttäuscht ist. Mit meiner Freundin kommt es deshalb in letzter Zeit immer wieder zu Streitereien. Nun sitze ich eben in einer Zwickmühle..
Ich möchte keinen von beiden verletzen oder verärgern, doch muss ich etwas ändern..
Nur weiß ich einfach nicht wie ich das anstellen soll.

Vielen Dank schon einmal für eure Antworten, Anregungen und Meinungen 🙂
 
Es wird Zeit, dass du mit deinem Vater ein Gespräch führst.

Noch bist du sein Angestellter und nicht der Firmenchef. Als Angestellter, stehen dir geregelte Arbeitszeiten zu.

Wenn du dich nicht durchsetzen kannst, wie willst du seine Firma leiten?

Schuldig bist du deinem Vater nichts. Er profitiert schließlich von deiner Arbeitskraft.

Du solltest mal ein Coaching für Führungskräfte machen, damit du selbstbewusster wirst.

Warum können sich die beiden nicht leiden? Was hat dein Vater gegen deine Freundin?

Lass dich weder von deinem Vater, noch von deiner Freundin so vereinnahmen. Du kannst dich nicht zweiteilen und brauchst auch mal Zeit nur für dich.

Du solltest auch deiner Freundin im Vorfeld schon mal klarmachen, dass du nach Übernahme der Firma, nicht nach der Stechuhr arbeiten kannst.
 
Hallo Peter,

ich denke, @ -sofia- hat es exakt auf den Punkt gebracht. Genau diese Sachen sind mir auch eingefallen.

Erster Punkt: Das Gespräch mit dem Vater. Bist du 10 Stunden nicht im Haus oder 10 Stunden voll auf Arbeit? (Manchmal ist ja auch die Anfahrt schon lang) Klärt das untereinander, ich bin ebenfalls der Meinung, dass du da an deinem Auftreten, deiner Einstellung und deinem Durchsetzungsvermögen arbeiten musst und sehe hier den ersten Schritt, den du tätigen kannst. Spätestens, wenn du die Firma übernimmst, kommst du mit deiner Art, es allen recht machen zu wollen, nicht mehr weiter.

So oder so, 50 Stunden Arbeit / Woche sind zu viel, dass sich da deine Freundin wie auch das Kind vernachlässigt fühlen, ist verständlich. Wie in vielen anderen Fäden hier im Forum zu lesen, entwickeln sich aus diesen kleinen Streitigkeiten mit der Zeit größere und es kommt zu Folgeerscheinungen in der Beziehung.

Eine Kleinigkeit klingt für mich leicht zwischen den Zeilen mit, da weiß ich aber nicht, ob das an deiner Denkweise oder an deinem Vater liegt:
Du hast das Gefühl, dass du diese Leistung über deine Anstellung hinaus schuldig bist, da dein Vater dich ja in "geraumer Zeit" als Chef einsetzen will. Du sagst selbst, du musst oder willst mehr Leistung erbringen, da du sonst nicht zum Chef taugst.

Sind das tatsächlich nur Gedankengänge in deinem Kopf oder lässt dein Vater dafür tatsächlich Bemerkungen fallen? Hier denke ich so ein wenig an die Erpressung der Mehrarbeit mit dem Angebot des Führungspostens. Und in "geraumer Zeit" heißt es dann, du kennst deine weiche Art ja selber, damit kannst du die Firma nicht führen, ich habe wen anders gefunden.

Wie gesagt, das nur am Rande, weil ich es nicht unerwähnt lassen wollte.

Beim Rest schließe ich mich weiterhin bei meiner Vorrednerin an. Auch deiner Freundin muss klar sein, dass du als Chef keine 30 Stundenwoche haben wirst und in deiner begrenzten Freizeit steht auch dir allein Zeit für dich zu. Wenn du es dein Leben lang allen anderen recht machen willst, wirst du selbst dabei verloren gehen.

Viele Grüße und alles Gute wünscht
Greeni
 
Es kommt vermutlich auch noch hinzu, das die Freundin nicht den ganzen Tag komplett ausgelastet ist, weil sie eine kleine Tochter hat.
Wenn sie einen Halbtagsjob hat, ist der Mittag dann natürlich lange bis der Partner abends nach Hause kommt.

Ich finde auch Sofia und greeni haben recht.
Du gehst davon aus das du den Betrieb „irgendwann“ übernimmst, aber solange du nur normaler Angstellter bist und nichts schriftlich fixiert wurde, würde ich erstmal halblang machen.
Ich hab schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen...

LG Yado
 
Hallo liebes Forum,
Ich möchte mich als erstes für die lange Pause meinerseits entschuldigen, über die Weihnachtsfeiertage und Silvester nimmt man sich ja immer allerhand vor, dabei vergisst man auch manch andere Sachen 🙂
Außerdem möchte ich mich bei den bisherigen Forenmitglieder für ihre Anregungen und sachlichen Hinweise danken. Ihr seid toll <3

Nun ja.. nun zum Thema.
In der Tat bin ich wirklich 10h täglich auf Arbeit. Ich weiß auch das es eindeutig zu viel ist. Früher als Single hat mich das nicht gestört, jedoch ist das mit „Familie“ wieder einer ganz andere Sache.
Es nervt mich ja auch schon an, das man unter der Woche so gut wie keine Zeit für irgendwelche Aktivitäten oder Erledigungen hat. Nur denke ich immer das mein Vater, sollte ich weniger arbeiten wollen, mich nicht mehr akzeptiert und ich mich von ihm (nicht nur als Arbeiter sonder auch als Sohn) immer weiter entferne. Es ist eher eine innere Angst, meinem Vater zu verlieren würde ich denken.
Außerdem würde mein Vater dann gleich wieder als Argument für die Meinungsänderung meine Freundin vorschieben. Diese nimmt mich nämlich seiner Meinung nach zu sehr ein, was aber garnicht der Fall ist. Meine Freundin wünscht sich einfach nur etwas mehr gemeinsame Zeit, die ich ihr auch liebend gerne geben würde.

So das war es erstmal grob wieder von meiner Seite.
Einen schönen Abend wünsche ich allerseits 🙂
 

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