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Meine Freundin distanziert sich seit der Ss

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Neues Mitglied
Hallo liebe Community,
meine Freundin ist in der 12. Woche schwanger. (Sie: 24, ich: 23 Jahre alt)
Wir waren gerade mal 3 Monate zusammen, bevor sich herausgestellt hat, dass sie Schwanger ist. Wir hatten wirklich schöne 3 Monate zusammen, bis auf den Tag, wo sich herausstellte, dass sie schwanger ist. Es war natürlich für beide vorerst ein Schock, da das Kind ungeplant war und wir noch so frisch zusammen gewesen sind.
Am Anfang kamen die ganzen Zweifel, wie wir das schaffen sollen. Sie berufstätig und ich Student. Mittlerweile haben sich diese Punkte geklärt und wir würden es finanziell und mit der Wohnsituation ohne Probleme meistern.
Alles schön und gut. Das Problem ist, dass sie sich von Anfang von mir distanziert hat, ihre Ruhe wollten, keine Zärtlichkeiten nichts mehr. Wenn ich mal bei ihr war (kommt nur selten dazu), gab es zur Begrüßung oder Abschied nur eine kurze Umarmung. Sonst blieben wir auf Distanz und haben nur sachlich miteinander gesprochen. Von ihrer Seite kam nur eine pure Kälte. Ich habe Verständnis dafür, dass sie erstmal alles verarbeiten und zur Ruhe kommen muss. Aber mittlerweile platzt meine Geduld. Es ist keine Besserung in Sicht und wenn wir mal schreiben, ist es nur kurz und knapp. Ich spiele keine wirkliche Rolle mehr. Als ich sie mal darauf angesprochen habe, meinte sie im genervten Ton, dass sie momentan keine Gefühle für nichts hat. Letzte Woche musste sie mit Margendarm und Kreislauf ins Krankenhaus, wo sie in ein Karantänezimmer kam (Verdacht auf Novo-Virus). In dieser Zeit war ich vor und nach der Uni bei ihr, um sie zu unterstützen. Dafür hat sie mir auch gedankt und hatte sich gefreut, dass ich da war. Seitdem sie zu hause ist, kommt wieder nichts von ihrer Seite aus. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich habe Angst, dass sich ihre Gefühlslage zu mir nicht mehr ändern wird. Ich leide sehr darunter. Am Sonntag sind wir verabredet, um über uns zu reden. Ich soll meine Sorgen und Kummer alle äußern, damit das von ihrer Seite aus "endgültigt" geklärt werden kann. Um mir nicht weiter zu schaden, versuche ich die letzten Tage innerlich mit der Beziehung abzuschließen und bei dem Treffen sie zu fragen, wie das mit uns weiter gehen soll? Sollte sie sagen, ich habe keine Gefühle für dich oder etwas derartiges, werde ich woll die Beziehung beenden... Bei diesem Schritt bin ich mir aber unsicher, da mir ihre Eltern Mut zusprechen und sagen, dass es an Schwangerschaftsdepressionen liegt und es sich irgendwann legen wird. Aber wie lange soll ich das bitte mitmachen?

Über eure Ratschläge würde ich mich freuen

Gruß
 
Ganz simpel: Du machst es mit, bis das Kind da ist und ein paar Monate alt ist. Und dann kannst du die Lage nochmal neu beleuchten. Außer sie nimmt dir das vorher ab.

Hab einen A**** in der Hose und steh zu deiner Freundin und deinem ungeborenen Kind. Akzeptiere, dass sie sich erst fangen muss, akzeptiere, dass sie durchaus depressiv sein kann. Sie ist, ehrlich gesagt, in einer sehr viel beschisseneren Situation als du, und so hat sie sich ihr Leben, Kind, Familie, vermutlich nicht vorgestellt.

Weglaufen, weil es hart wird, sollte jetzt für dich vorbei sein. Du wirst Vater. Für den Rest deines Lebens.
Das bedeutet NICHT, dass du dich völlig aufopfern sollst. Das bedeutet aber, dass du JETZT die Verpflichtung hast, die Zähne zusammenzubeißen, ihr beiseite zu stehen und sie nicht grade jetzt allein zu lassen, wo sie so verletzbar und verängstigt ist wie nie zuvor. JETZT geht erst mal sie vor. Wenn das Kind da ist, wenn die ersten Wochen überstanden sind, wenn sich alles etwas entspannt, dann kommt auch wieder deine Zeit. Aber sei keins dieser A*********, das seine Freundin in der Schwangerschaft verlässt, und ihr das alles allein aufbürdet.
Sie wird, mindestens, die nächsten 19 Jahre Teil deines Lebens sein. Vermutlich deutlich länger. Versau es nicht, bevor es angefangen hat.

Warum genau deine Freundin nun so kühl ist, wissen wir nicht. Das kann viele und völlig unterschiedliche Gründe haben. Sie hat sehr sicher Angst vor der Zukunft. Aber ob sie nun depressiv ist, oder ihre Gefühle für dich verschwunden sind, oder dir Vorwürfe macht, oder sich nur selber schützen will, weil sie Angst hat, dass du sie ja eh verlässt... da können wir nur spekulieren.

Sei im Gespräch ihr gegenüber ehrlich, aber rede in Ich-Botschaften. Fang um Gottes Willen nicht an, ihr ihr Verhalten vorzuwerfen, sag nur, dass du deswegen verunsichert bist. Frag sie, was sie sich wünscht, frag sie, wovor sie Angst hat, und was du tun kannst, um ihr beiseite zu stehen.
 
Manche merken von ihrer Schwangerschaft garnichts und andere kämpfen extrem mit den hormonellen Veränderungen. Und das ganze Leben stellt sich ungeplant auf den Kopf. Auch wenn es für dich hart ist, gib ihr zeit.
Ich hab in meinen Schwangerschaften manchmal genau gemerkt, dass ich jetzt total falsch reagiere - konnte aber nichts dagegen tun. Die Hormone können echt der Hammer sein, bei mir wurde es ab der Halbzeit besser. Muss aber nicht bei jedem so sein.

Vielleicht hat sie das Thema auch nicht an sich ran lassen wollen, da die ersten 12 Wochen die gefährlichsten fürs Kind sind. Dh in der Zeit kann noch sehr viel schief gehen.

Was willst du den eingentlich? Willst du mit ihr den Rest deines Lebens verbringen? Wenn ja, dann gibt es natürlich auch schwierige Zeiten und manchmal sind die eben leider auch an Anfang.
 
Vielen Dank für deine Antwort.
Vllt. habe ich mich ein wenig falsch ausgedrückt. Selbst im Falle einer Trennung (ihrer- meinerseits) würde ich für sie und das Kind da sein. Ich bin mir der Aufgabe bewusst, nur müssen während der Schwangerschaft doch auch irgendwo die Zukunft geklärt werden. Damit meine ich eine gemeinsame oder getrennte Zukunft, unabhängig von dem Kind. Es geht in meinem Falle ja auch um die Aufgabe meiner derzeitigen Wohnsituation. Ich werde sie in keinster Weise bedrängen und kleine Anhaltspunkte würden mir ja schon reichen, damit ich nicht mehr so verunsichert bin. Es ist alles schwierig zu beschreiben und ich kann ihre Bedenken und alles auch verstehen. Ich hoffe, dass das Gespräch am Sonntag positiv für beide verläuft. Natürlich immer zu Gunsten des Kindes.
 
Manche merken von ihrer Schwangerschaft garnichts und andere kämpfen extrem mit den hormonellen Veränderungen. Und das ganze Leben stellt sich ungeplant auf den Kopf. Auch wenn es für dich hart ist, gib ihr zeit.
Ich hab in meinen Schwangerschaften manchmal genau gemerkt, dass ich jetzt total falsch reagiere - konnte aber nichts dagegen tun. Die Hormone können echt der Hammer sein, bei mir wurde es ab der Halbzeit besser. Muss aber nicht bei jedem so sein.

Vielleicht hat sie das Thema auch nicht an sich ran lassen wollen, da die ersten 12 Wochen die gefährlichsten fürs Kind sind. Dh in der Zeit kann noch sehr viel schief gehen.

Was willst du den eingentlich? Willst du mit ihr den Rest deines Lebens verbringen? Wenn ja, dann gibt es natürlich auch schwierige Zeiten und manchmal sind die eben leider auch an Anfang.


Definitiv möchte ich ein gemeinsames Leben mit ihr. Ich habe Gefühle für sie und liebe das Kind jetzt schon.
Vllt. muss ich einfach die Ar**backen zusammenkneifen und die Zeit meistern.
Meine Unterstüzung wird sie jedenfalls immer haben. Ich bin kein Mensch, der vor Problemen wegläuft.

Gruß
 

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