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Meine Familie ist rassistisch

G

Gast

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Ich weis nicht so ganz ob das überhaupt schon Rassismus ist, (und erst recht nicht ob das die richtige Rubrik für sowas ist denn es ist meine erste Frage hier) ,aber ich merke zur zeit das meine Familie etwas fremdenfeindlich ist.
Wenn wir bei Verwandten sind dann kommt auf jeden Fall irgendwann das Thema Flüchtlinge/Ausländer/außenpolitik und so zur Sprache und dazu äußern sich viele der Verwandten dann eher negativ. Ich will hier nicht so genau werden, aber sagen wir mal das 2 Leute in einer Jugendherberge arbeiten und dort schlechte Erfahrungen mit Ausländern gemacht haben. Das erzählen sie auch bei Familientreffen etc. Und so bekommen das auch die Kinder,die eben dabei sind mit. mein Cousin,meine Schwester und ich sind alt genug um das das zu verstehen (sie11, ich15).
Bei meiner Schwester hab ich mehrmals gemerkt das sie ziemliche Vorurteile gegen Ausländer hat. Sie hat letztens erzählt das sie nicht mehr in den Hort will,weil dort Kinder sind die eine andere Sprache sprechen und komisch zu ihr sind. Sie will auch nicht englisch lernen,so nach dem Motto: "wenn die zu uns kommen sollen die auch deutsch lernen".
Obwohl das ja nicht der einzige Grund ist wieso man englisch lernen sollte.
Auch sonst ist diese ganze Sache ein ziemliches Thema. Erst beim letzten Geburtstag hat meine Großtante väterlicherseits eine Riesendiskussion über die Flüchtlingskrise und Integration usw. losgetreten. Über 2 Stunden haben alle darüber philosophiert. Das Fazit war am Ende, das alles besser wäre wenn die Berliner Mauer nie gefallen wäre. was auch immer das damit zu tun hat,ich hab nach einiger zeit nicht mehr zugehört.
Ich halte mich aus diesen Diskussionen immer raus und versuche,mich nicht davon beeinflussen zu lassen. Das kriege ich glaub ich auch ganz gut hin. Aber gerade bei meiner Schwester bekomme ich Bauchschmerzen bei dem Gedanken,das sie irgendwann ein rechtsradikaler afd-Wähler-Nazi oder so werden könnte. Ich wollte meine Familie schon oft darauf ansprechen,das sie wenigstens in ihrer Nähe nicht über solche Themen reden sollen,aber wie zur Hölle fängt man so ein Gespräch an? Kann mir irgendwer helfen? Wie gesagt,ich bin 15 und mache mir da wirklich sorgen.
Was kann ich machen???
 
Deinen Weg treu bleiben und dich nicht beeinflussen lassen.
und wen es geht aufklären.
achso und sie werden wen zu rechtsradikalen nicht zu Nazis die die nazis sind sind schon uralt
 
Hallo,

Ich komme aus einer Nazi- Familie, wenn man da anders denkt, dann ist das schon anstrengend und es ist tatsächlich schwierig, wenn man schon jung damit konfrontiert wird.
Ich denke, es ist gut, sich generell aus den großen Diskussionen raus zu halten - wenn du positive Beispiele (Flüchtlinge, die arbeiten zB) nennst, dann siehst du das eben falsch, es ist eine ganz, ganz große Ausnahme oder es wird doch was gefunden (" von dem Lohn werden eh nur Drogen gekauft!").
Ich denke auch, dass du deinen Geschwistern ein gutes Vorbild bist: über positive Aspekte zu sprechen, zu benennen und eine andere Denkweise vor zu leben hat keine direkte Auswirkung, kann aber im späteren Verlauf prägen.

Die "Kleinen" wollen auch einfach zu den Erwachsenen gehören: und wenn vorgelebtes Verhalten umgesetzt wird, gibt es natürlich Lob und Anerkennung. ("Toll, dass du so stolz auf dein Vaterland bist und nicht mit dem Syrer sprichst!")
Wichtig ist, auch wenn das ganze schwer fällt, dies zu akzeptieren und es ihnen nicht übel zu nehmen: bei dem Wunsch nach Anerkennung geht es nicht darum, ob Verhalten gut oder schlecht ist.

Diese Phase kommt erst hinterher.

Als ich ein Kind war, haben alle bösen Ausländer den Deutschen die Arbeitsplätze weg genommen und sind natürlich nur für Sozialhilfe, zum Klauen und zum Vermehren da - meine Mutter hat mich angestachelt und ich habe gezielt ausländische Mitschüler beleidigt, bepöbelt und attackiert.
Das tut mir leid und jetzt als Erwachsener sehe ich Dinge ganz anders, wobei ich da auch nie positive Vorbilder hatte.
Mein Bruder ist immer noch ein Nazi, aber besonders helle ist er auch nicht, was wieder zum Klischee passt.

Schalte deinen Kopf weiterhin ein, ich finde es sehe gut, wie du denkst, genau solche Jugendlichen brauchen wir! 🙂
 
Wenn deine Schwester jetzt 11 Jahre alt ist dauert es noch ziemlich lange bis sie mal wählen darf. Und hat sie dieses Alter erst mal erreicht, ist sie erwachsen und wird mehrfach die Möglichkeit gehabt haben, sich ein eigenes Urteil zu bilden und auch zu wählen was sie für richtig hält.

Das kannst du ja nicht mit dem jetzigen IST Zustand vergleichen. Das regelt sich über die Jahre von alleine.
 
Sprich erst mal mit seiner Schwester unter 4 Augen und erklär ihr das sie nicht schlecht über Ausländer denken soll es sind ja auch nur Menschen mit ander Herkunft und Sprachen und das mit dem "nicht Englisch lernen" sollten du ihr auch außreden Englich braucht man ja wenn man verreist da kannst du ja schlecht Deustch reden...

??
 
Lass Deine Familie doch. Wenn Du älter bist, wirst Du verstehen dass es nicht nur Weiß und Schwarz gibt, sondern viele Grautöne.
 
Mir scheint, dass einige hier das Problem nicht so ganz ernst nehmen... nach dem Motto "Ach, das wächst sich schon wieder raus mit der Zeit."
Leider tut es das meistens nicht. Ich wohne auf dem Land, und da ist es fast normal, dass die Alten rassistische Ansichten haben, und dass schon die Kinder und Jugendlichen das Ganze wie selbstverständlich nachplappern, und dann meistens auch im Alter nicht mehr ablegen, sondern es wiederum an ihre Kinder weiterreichen. Und so wird dieser Kreislauf der Dummheit ewig weitergehen.

Wobei ich die Sache nicht allein auf "Rassismus" beschränken würde. Es ist doch eigentlich generell die Angst bzw. der Hass auf alles, was anders ist. Auf die Arbeitslosen, auf die Ausländer, auf die Homosexuellen, auf die psychisch Kranken etc. Meist geht das eine mit dem anderen einher.
Und wir hätten vermutlich längst eine bessere Welt, wenn das Problem dieses Ungeists, der seit Generationen tief in der Gesellschaft verwurzelt ist, nicht länger totgeschwiegen, sondern mal richtig thematisiert werden würde.
Von daher Respekt für den Threadersteller, dass er sich mit 15 schon eigene Gedanken macht und nicht wie so viele einfach mit der Masse mitmarschiert!

Allerdings kann ich auch nicht wirklich etwas empfehlen, was man in einer solchen Situation machen könnte.
Offen Widerspruch einzulegen, wann immer jemand in der Verwandtschaft Bullshit redet, wäre eigentlich das richtige, aber wenn es auf Dauer den Familienfrieden stört, dann schneidet man sich damit nur ins eigene Fleisch. Und man muss ja mit den Leute noch eine Weile zusammenleben.
Vielleicht wäre es besser, sich einfach etwas von der Familie zu distanzieren, nicht mehr auf die Familientreffen mitzugehen, wo so geredet wird, und sich stattdessen eine eigene, neue Wahl-Familie von Freunden und Gleichgesinnten aufzubauen.

Was die jüngere Schwester angeht, würde ich mit ihr halt bei passender Gelegenheit mal über das Thema sprechen. Viel mehr als das kann man vermutlich nicht tun, denn wenn es einen Menschen nicht von alleine stört, wenn anderen Unrecht zugefügt wird oder Lügen verbreitet werden, dann kann man diesen Menschen auch nicht durch gute Argumente dazu bringen. Man kann höchstens ein paar Impulse setzen... aber nachdenken muss letztlich jeder für sich selbst.

Ich wünsche dir viel Kraft für deinen weiteren Weg... bewahre dir deinen wachen Verstand und lass dich nicht von der Herde einlullen! Die Dummen werden am Ende ihre gerechte Strafe erhalten, nämlich dadurch, dass sie dazu verdammt sind, ihr Leben mit anderen dummen Menschen zu verbringen und es nichtmal zu merken. 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir scheint, dass einige hier das Problem nicht so ganz ernst nehmen... nach dem Motto "Ach, das wächst sich schon wieder raus mit der Zeit."
Leider tut es das meistens nicht.

ja, und jetzt?
Das ist doch jedem seine eigene Sache wie er politisch mit solchen Themen umgeht. Willst du jetzt entscheiden was bei wem wie rauswächst und was nicht?!

Ich gehe auch mal davon aus, dass die Eltern des TE nichts gegen Ausländer in deren Ländern haben. Also kann auch nicht grundsätzlich von Rassismus gesprochen werden. Dritte nicht an den eigenen Futtertrog zu lassen, ist dem natürlichen Selbsterhaltungstrieb geschuldet. Da sind die deutschen untereinander doch auch Konkurrenten. Sollen wir da ebenfalls von Rassismus sprechen?
 
Liebe(r) TE, ja es ist schwer. Es ist so schwer, dass sogar ich mit 43 Jahren an meine Grenzen
komme.

In meiner Fam. ist es so, dass auch die Gemäßigten eher auf den Störenfried (mich) losgehen,
der Paroli bietet, wenn zwei sich rassistisch auskotzen. Einfach um zu verhindern, dass das in die
Verlängerung geht. Was ich mir wiederum nicht gefallen lasse. Weil ich nicht daran denke,
das unwidersprochen so stehen zu lassen.

Aber Du bist 15 und ich würde Dir raten, bleib "diskret" Deiner Linie treu. Entschuldige dich höflich
und geh eine halbe Stunde vor die Tür.

Solche leisen Gesten machen wahrscheinlich eh mehr Eindruck, auch auf Deine Schwester, als
mein Gepolter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solche Themen kochen innerhalb von "sicheren Gruppen" (=Familie etc.) schon mal hoch, weil offiziell keine Kritik an der Flüchtlingspolitik oder bestimmten Verhaltensweisen der Flüchtlinge (=Umgang mit Frauen etc.) geübt werden darf.
Es passt nicht zur staatlich verordneten "Willkommenskultur". Das, was sich nicht äußern darf, wächst dann schon mal unschön im Dunklen.
Wenn du deiner Schwester jetzt sagst, dass Ausfänder prima sind und sie nicht so reden darf, wirst du genau das Gegenteil erreichen.
Sie wird sich irgendwann eine eigene Meinung bilden.

Das ist doch Unsinn. Nur weil es eine politische Agenda der Regierung gibt, bedeutet das noch lange nicht, dass niemand etwas "abweichendes" sagen darf. Rechtsstaat und so. Schon mal davon gehört?



ja, und jetzt?
Das ist doch jedem seine eigene Sache wie er politisch mit solchen Themen umgeht. Willst du jetzt entscheiden was bei wem wie rauswächst und was nicht?!

Ich gehe auch mal davon aus, dass die Eltern des TE nichts gegen Ausländer in deren Ländern haben. Also kann auch nicht grundsätzlich von Rassismus gesprochen werden. Dritte nicht an den eigenen Futtertrog zu lassen, ist dem natürlichen Selbsterhaltungstrieb geschuldet. Da sind die deutschen untereinander doch auch Konkurrenten. Sollen wir da ebenfalls von Rassismus sprechen?

Klar, man kann sich auch jeden Unfug schönreden. Ist ja auch alles so easy, wer braucht schon Aufklärung, was?
 

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