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Gast
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hallo, ich bin 29 jahre alt, unternehmer in der dienstleistungsbranche, und mittlerweile mehrfacher millionär. ich habe meine firma während meines studiums gegründet und bin sehr dankbar darüber, dass sie so hervorragend funktioniert hat. sie wirft wirklich sehr viel geld ab, und ich habe auch kein problem damit, dieses zu teilen.
in letzter zeit jedoch betteln meine familienmitglieder ständig um geld. am anfang waren es ja noch mini-beträge, so a la "kannst du mir mal 500 euro leihen bis nächste woche". das war gar kein thema, und ich habe die 500 euro auch wiedergesehen.
dann habe ich den fehler gemacht, meinem cousin 2500 euro als anzahlung für ein auto zu leihen. als er es mir auf raten wiedergeben wollte, habe ich gesagt dass das nicht nötig wäre. er hat relativ jung geheiratet, und seine frau behandelt ihn nicht besonders gut. sie lässt sich von ihm aushalten und wirft ihm ständig irgendwelche angeblichen versäumnisse vor, außerdem haben die beiden zwei kleine töchter, und das liebe geld ist immer ein thema. kurz gesagt: er tut mir ziemlich leid, daher habe ich ihm das geld mehr oder weniger geschenkt.
seitdem betteln mich aber fast alle aus meiner familie an. "kannst du mir mal hier leihen?", "kannst du mir mal da leihen?" -das zurückzahlen wird dann natürlich konsequent "vergessen". der hammer war, als meine cousine letzte woche ankam, und von mir 60.000 euro verlangte, weil ihr "hausbau jetzt doch ein wenig teurer als ursprünglich geplant" war. ich kenne ihre finanzierungs- und bauplanungsunterlagen allerdings ziemlich gut, und ich weiß, dass diese zusätzlichen 60.000 euro in irgendwelchen teuren und aus meiner sicht auch unnötigen schnickschnack, wie kellerpool, sauna, billard- und heimkinozimmer, fließen würden. außerdem habe ich die befürchtung, dass die bettelei meiner familie in zukunft keine grenzen mehr kennen wird, wenn sie erfahren, dass ich meiner cousine derart viel geld geliehen habe. zumal ich ziemlich genau weiß, dass meine cousine und ihr freund es sich nie im leben leisten können, mir dieses geld jemals wieder zurückzuzahlen; sie sind jetzt schon hart an der finanziellen grenze.
der einzige, der von mir noch kein geld wollte, ist mein anderer cousin; der kleine bruder des cousins mit der autofinanzierung.
mit ihm verstehe ich mich super, und geld ist ihm auch nicht wichtig. ihm ist es vollkommen egal, ob und wieviel geld sich der rest meiner familie von mir leiht.
die familie scheint auch untereinander auszutauschen, wer wann wieviel von mir bekommen hat, und jetzt will keiner in irgendeiner form der benachteiligte sein. das ärgert mich mittlerweile maßlos, auch wenn ich sehe, dass mein kleiner bruder schon im studium mit einem fetten 300 ps- a6 durch die gegend fährt und sich eine relativ große wohnung in guter lage leistet, weil ich so dumm war, ihm einen dauerauftrag einzurichten, was eigentlich als unterstützung für sein mickriges studentenjob-salär gedacht war. außerdem strengt er sich im studium überhaupt nicht mehr besonders an, weil er der meinung ist, dass er sowieso als juniorchef in meinem unternehmen arbeiten wird. das passt mir gar nicht.
grade hat übrigens mein opa angerufen und gefragt wie es mir geht, nur um anschließend darauf zu sprechen zu kommen, dass ja die autoreparaturen auch immer teurer werden.
was soll ich bloß tun? wenn ich allen rigoros den geldhahn zudrehe, bin ich hinterher bestimmt der böse geizige unternehmer, der keine verwandten mehr kennt. ich habe allerdings schon weit über 100.000 euro in meine familie gesteckt, in form von urlauben, geschenken und geliehenem geld. das ist für mich dann allerdings auch schon ein erkleckliches sümmchen, weil es in etwa ein drittel meines jahreseinkommens nach steuern ist. ich habe kein problem damit, diese geld für meine familie auszugeben, aber eines damit, dass sie wahrscheinlich langsam das gefühl haben, ich wäre eine geldkuh, die man nach belieben melken könne. ich brauche schließlich auch finanzielle reserven, falls es mit der firma mal nicht mehr so gut laufen sollte. von mir hängen 64 arbeitsplätze ab. diese verantwortung trage ich ja schließlich auch noch.
in letzter zeit jedoch betteln meine familienmitglieder ständig um geld. am anfang waren es ja noch mini-beträge, so a la "kannst du mir mal 500 euro leihen bis nächste woche". das war gar kein thema, und ich habe die 500 euro auch wiedergesehen.
dann habe ich den fehler gemacht, meinem cousin 2500 euro als anzahlung für ein auto zu leihen. als er es mir auf raten wiedergeben wollte, habe ich gesagt dass das nicht nötig wäre. er hat relativ jung geheiratet, und seine frau behandelt ihn nicht besonders gut. sie lässt sich von ihm aushalten und wirft ihm ständig irgendwelche angeblichen versäumnisse vor, außerdem haben die beiden zwei kleine töchter, und das liebe geld ist immer ein thema. kurz gesagt: er tut mir ziemlich leid, daher habe ich ihm das geld mehr oder weniger geschenkt.
seitdem betteln mich aber fast alle aus meiner familie an. "kannst du mir mal hier leihen?", "kannst du mir mal da leihen?" -das zurückzahlen wird dann natürlich konsequent "vergessen". der hammer war, als meine cousine letzte woche ankam, und von mir 60.000 euro verlangte, weil ihr "hausbau jetzt doch ein wenig teurer als ursprünglich geplant" war. ich kenne ihre finanzierungs- und bauplanungsunterlagen allerdings ziemlich gut, und ich weiß, dass diese zusätzlichen 60.000 euro in irgendwelchen teuren und aus meiner sicht auch unnötigen schnickschnack, wie kellerpool, sauna, billard- und heimkinozimmer, fließen würden. außerdem habe ich die befürchtung, dass die bettelei meiner familie in zukunft keine grenzen mehr kennen wird, wenn sie erfahren, dass ich meiner cousine derart viel geld geliehen habe. zumal ich ziemlich genau weiß, dass meine cousine und ihr freund es sich nie im leben leisten können, mir dieses geld jemals wieder zurückzuzahlen; sie sind jetzt schon hart an der finanziellen grenze.
der einzige, der von mir noch kein geld wollte, ist mein anderer cousin; der kleine bruder des cousins mit der autofinanzierung.
mit ihm verstehe ich mich super, und geld ist ihm auch nicht wichtig. ihm ist es vollkommen egal, ob und wieviel geld sich der rest meiner familie von mir leiht.
die familie scheint auch untereinander auszutauschen, wer wann wieviel von mir bekommen hat, und jetzt will keiner in irgendeiner form der benachteiligte sein. das ärgert mich mittlerweile maßlos, auch wenn ich sehe, dass mein kleiner bruder schon im studium mit einem fetten 300 ps- a6 durch die gegend fährt und sich eine relativ große wohnung in guter lage leistet, weil ich so dumm war, ihm einen dauerauftrag einzurichten, was eigentlich als unterstützung für sein mickriges studentenjob-salär gedacht war. außerdem strengt er sich im studium überhaupt nicht mehr besonders an, weil er der meinung ist, dass er sowieso als juniorchef in meinem unternehmen arbeiten wird. das passt mir gar nicht.
grade hat übrigens mein opa angerufen und gefragt wie es mir geht, nur um anschließend darauf zu sprechen zu kommen, dass ja die autoreparaturen auch immer teurer werden.
was soll ich bloß tun? wenn ich allen rigoros den geldhahn zudrehe, bin ich hinterher bestimmt der böse geizige unternehmer, der keine verwandten mehr kennt. ich habe allerdings schon weit über 100.000 euro in meine familie gesteckt, in form von urlauben, geschenken und geliehenem geld. das ist für mich dann allerdings auch schon ein erkleckliches sümmchen, weil es in etwa ein drittel meines jahreseinkommens nach steuern ist. ich habe kein problem damit, diese geld für meine familie auszugeben, aber eines damit, dass sie wahrscheinlich langsam das gefühl haben, ich wäre eine geldkuh, die man nach belieben melken könne. ich brauche schließlich auch finanzielle reserven, falls es mit der firma mal nicht mehr so gut laufen sollte. von mir hängen 64 arbeitsplätze ab. diese verantwortung trage ich ja schließlich auch noch.