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Meine Familie als größte Last

Ylana

Neues Mitglied
Ich bin 18 geworden, möchte Medizin studieren und würde am liebsten allen helfen, ob Mensch, Tier oder der Umwelt. Nur mir selbst weiß ich nicht mehr zu helfen.
Ich habe zwei Geschwister (Bruder und Schwester), beide sind jünger als ich. Aus irgendeinem Grund scheint mich mein Bruder (15) zu verachten. Ich muss mir ständig Beleidigungen wie 'Gestörte', 'Behinderte' etc. und Sprüche wie 'dich will doch keiner haben' von ihm anhören. Gleichzeitig verlangt er von mir, dass ich ihm immer wieder aus der Patsche helfe (Was ich natürlich gerne mache). Beispielsweise schlage ich mir nicht selten die Nächte um die Ohren um für ihn eine GFS, Präsentation oder ähnliches zu machen weil ihm am Abend zuvor noch eingefallen ist, dass er diese am nächsten Morgen halten muss.

Mein Bruder und meine Schwester (12) sind eng verbunden, daher kopiert sie sein Verhalten oft. Auch von meinen Eltern lernt sie dieses Verhalten.

Meine Eltern haben es mit drei Kindern nicht leicht, das verstehe ich. Doch immer wenn es Streitereien gibt darf ich alles ausbaden, auch wenn ich gar nichts mit der Sache zu tun habe bzw. hatte. Auch habe ich den Eindruck dass mich meine Familie überhaupt nicht respektiert. Gutes Beispiel gestern Abend:
Ich sitze vor einem Film auf den ich mich die ganze Woche gefreut habe. Meine Familie kommt herein und meine Mutter schlägt vor einen anderen Film anzuschauen, welchen sie für besser erachtet. Dabei übergeht mich fast meine gesamte Familie. Meinem Vater ist es egal, meine Schwester bejaht kräftig weil ihr der Film zu gruselig ist (es war 23:30 Uhr. Eigentlich hätte sie längst ins Bett gemusst.), mein Bruder war nicht da (er ist unschuldig). Mich hat natürlich keiner gefragt, als ich dann protestiere bin ich für meine Mutter sofort die Assoziale und sie sagt mir das auch sehr deutlich (meine Schwester unterstützt sie sofort, aber das ist eine andere Geschichte). Als ich versuche vernünftig mit ihr zu reden rennt sie ständig weg und ignoriert und unterbricht mich ständig. Ich wusste mir nicht mehr zu helfen und bin in mein Zimmer. Als ich später wieder herunterkam und es noch einmal versucht habe, hat sich das Spiel wiederholt. Diesmal habe ich mich ihr jedoch in den Weg gestellt (Treppe vom Keller herauf), doch sofort hat sie nach Papa gerufen, um Hilfe geschrien, weil ich sie einsperren würde. Papa wacht auf und für ihn bin ich sofort die Aggressive, was auch er sehr deutlich sagt und von meiner Mutter bekräftigt wird. Ich werde von dem Zeitpunkt an nur noch beschimpft und komme nicht mehr zu Wort.

Das ist ein Beispiel von vielen und ich weiß nicht mehr was ich noch tun soll!
 
Wie es scheint, wäre für dich im Moment ein Abstand zur Family echt ratsam. Du willst studieren - tu es in einer anderen Stadt.
Diese Entfernung kann schon eine Menge bewirken - und vielleicht könnt ihr dann doch eines Tages über alles in Ruhe reden, denn auch deine Geschwister werden ja mal erwachsen (und wer weiß, welchen schlechten Umgang dein Bruder ggf hat...).

Alles Gute dir!
 
Hello, hello Ylana!

Du hast wohl einfach das Los gezogen, die Älteste zu sein :/

Mir hat das Lesen richtig weh getan, weil mich die Hilflosigkeit in deinem Text so sehr an meine Vergangenheit erinnert.

Ich kann aus meiner Erfahrung leider auch nicht sagen, wie du die ganze Situation für dich verbessern kannst. Ich habe wenige Tage nach meinem 18. Geburtstag ausziehen müssen, nach einem Streit über meine Situation mit meiner Mutter. Erst die Distanz zu meiner Familie hat mir dann geholfen, mich in meiner Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Ich bin heute noch sauer auf meine Mutter. Darüber, dass ich gegenüber meinen jüngeren Geschwistern immer den kürzeren gezogen habe (und es waren jüngere 5 Geschwister).

Ich habe auch bis Heute nie eine ernsthafte Entschuldigung gehört - eher ein, so war es ja garnicht.

Du könntest natürlich mal versuchen deiner Familie gegenüber deine Position zu verteidigen und das Gespräch zu suchen. - Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass du das schon gefühlte 100 mal ohne brauchbarem Ergebnis versucht hast und das ganze schon leid bist.

Wenn ich wie Dreck behandelt werde würde ich dann aber auch mal aufhören, wie selbstverständlich meine Hilfe anzubieten. Wenn du mal nicht so schnell zu allem "Ja" sagst, werden sie mal sehen, was sie eigentlich an dir haben.

Liebe Grüße
Sami 🙂
 
Super dein bruder ist auf deine hilfe angewiesen.

Ich würde sowas von den spieß umdrehen.
wen ich sowas hätte und er würde dann um hilfe fragen .
würde meine erste frage sein bis du zu faul oder zu dummm dafür ?
tja pech würde ich sagen wirst dann wohl als sons was enden.

regel nummer eins lass dir sowas nicht gefallen egal von wem
wen du sowas tust wird es nie besser wenn dann sogar schlimmer.

zeig dein bruder wen jemand ein assi ist dann er und nicht du
 
Halli Hallo,

hast du denn eventuell mal versucht, diesen Situationen aus dem Weg zu gehen? Was ich damit meine ist, so wenig Zeit wie möglich mit ihnen zu verbringen und egal wie schwer es dir fällt, dann auch mal die kalte Schulter zu zeigen. Manchmal ist Missachtung doch eine gute Strategie. Deinen Bruder würde ich mal in die schranken weisen und ihm aufzeigen, dass er dich nicht wie eine Idiotin behandeln kann. Stückweise bist du hier für selbst verantwortlich, da er dich beleidigen kann und umgehen darf wie er möchte und keine Konsequenzen deiner seite kriegt. Ich würde dir empfehlen immer das Handy griff bereit zu halten und Audios oder Videos heimlich aufzunehmen, um diese dann deinen Eltern zu schicken, nichts weiter dazu sagen, sondern einfach abwarten, ob sich da von selbst was tut und falls nicht, dann studiere in einer anderen stadt oder ziehe zum studieren in eine eigene Wohung, halte den Kontakt mal so flach wie möglich. Du tust mir aufjedenfall leid. Lerne aber zuerst mal an dich zu denken und nicht immer die Drecksarbeit für anderer zu erledigen. 🙂
 
Ich habe zwei Geschwister (Bruder und Schwester), beide sind jünger als ich. Aus irgendeinem Grund scheint mich mein Bruder (15) zu verachten. Ich muss mir ständig Beleidigungen wie 'Gestörte', 'Behinderte' etc. und Sprüche wie 'dich will doch keiner haben' von ihm anhören. Gleichzeitig verlangt er von mir, dass ich ihm immer wieder aus der Patsche helfe (Was ich natürlich gerne mache). Beispielsweise schlage ich mir nicht selten die Nächte um die Ohren um für ihn eine GFS, Präsentation oder ähnliches zu machen weil ihm am Abend zuvor noch eingefallen ist, dass er diese am nächsten Morgen halten muss.

Und warum erledigst Du dann noch seine Sachen und badest seine Versäumnisse aus, wenn er Dich so behandelt?

Wenn er es verpennt, dann soll er doch auch dafür grade stehen. Sonst lernt sowieso nichts daraus.
 
Hallo Ylana,

nach dem Lesen Deines Textes komme ich zu der Vermutung, dass Du "der gute Geist" der Familie bist. Egal was auch anfällt, Ylana wird es schon richten. Wenn das Referat nicht fertig ist, frag doch mal Ylana, die schlägt sich dann die Nacht um die Ohren. Wenn ich einen Film sehen will, dann schalte ich halt um, Ylana wirds verstehen oder sie verzieht sich.

Sag doch mal STOP, bis hier hin und nicht weiter. Setz Dich durch, sonst wirst Du nie die Ruhe finden, die Du Dir wünschst. Allerdings wird das nicht ohne Streit gehen. Ab dem Zeitpunkt an dem Du Deine Rechte einforderst, wird das Deine Familie zunächst verunsichern und sie werden mit Unverständnis und möglicherweise aggressiv reagieren. Denn Du bringst ein über viele Jahre eingespieltes Verhalten durcheinander. Und niemand möchte in seinem Komfort gestört werden.

Aber es geht dabei um Dich.

Glaubst Du wirklich Du hilfst Deinem Bruder, wenn Du seine Aufgaben erledigst? Wer macht das, wenn er zehn, zwanzig Jahre älter ist? Denn er wird es dann ja nicht gelernt haben seine Aufgaben zu erledigen.

Ähnlich wird es auch bei anderen Aufgaben sein. Ich vermute, dass Du auch sehr viel im Haushalt machst. Auch da mach doch mal Pause. Geh in die Stadt, vergnüge Dich, mach was Dir gefällt - und lass das Spülen, Staubsaugen, etc. einfach mal liegen. Wenn Dich jemand anspricht, dann weise darauf hin, dass es auch noch andere Familienmitglieder (zB. Bruder, Schwester) gibt.

Du musst Dein Leben leben. Hilfe für andere, ist eine freundliche Zugabe von Dir. Aber sie kann nicht eingefordert werden.

Vielleicht kann Dir diese Geschichte dabei helfen:
https://erledaza.wordpress.com/2018/04/10/factor-2/
 
Hallo Ylana,

nach dem Lesen Deines Textes komme ich zu der Vermutung, dass Du "der gute Geist" der Familie bist. Egal was auch anfällt, Ylana wird es schon richten. Wenn das Referat nicht fertig ist, frag doch mal Ylana, die schlägt sich dann die Nacht um die Ohren. Wenn ich einen Film sehen will, dann schalte ich halt um, Ylana wirds verstehen oder sie verzieht sich.

Sag doch mal STOP, bis hier hin und nicht weiter. Setz Dich durch, sonst wirst Du nie die Ruhe finden, die Du Dir wünschst. Allerdings wird das nicht ohne Streit gehen. Ab dem Zeitpunkt an dem Du Deine Rechte einforderst, wird das Deine Familie zunächst verunsichern und sie werden mit Unverständnis und möglicherweise aggressiv reagieren. Denn Du bringst ein über viele Jahre eingespieltes Verhalten durcheinander. Und niemand möchte in seinem Komfort gestört werden.

Aber es geht dabei um Dich.

Glaubst Du wirklich Du hilfst Deinem Bruder, wenn Du seine Aufgaben erledigst? Wer macht das, wenn er zehn, zwanzig Jahre älter ist? Denn er wird es dann ja nicht gelernt haben seine Aufgaben zu erledigen.

Ähnlich wird es auch bei anderen Aufgaben sein. Ich vermute, dass Du auch sehr viel im Haushalt machst. Auch da mach doch mal Pause. Geh in die Stadt, vergnüge Dich, mach was Dir gefällt - und lass das Spülen, Staubsaugen, etc. einfach mal liegen. Wenn Dich jemand anspricht, dann weise darauf hin, dass es auch noch andere Familienmitglieder (zB. Bruder, Schwester) gibt.

Du musst Dein Leben leben. Hilfe für andere, ist eine freundliche Zugabe von Dir. Aber sie kann nicht eingefordert werden.

Vielleicht kann Dir diese Geschichte dabei helfen:
https://erledaza.wordpress.com/2018/04/10/factor-2/

Ich muss das einfach noch mal zitieren und hervorheben.. weil du wirklich alles vollkommen auf den Punkt gebracht hast...🙂 :daumen: und 2 mal Danke sagen geht ja nicht..

Ein Vorredner schrieb, dass du dein Studium in einer anderen Stadt machen könntest.. dass kann ich nur unterstreichen, das wird dir so viel geben.. :blume:
 
Ich würde an Deiner Stelle auch den Wunsch nach einem Medizinstudium überdenken. Ein Arzt braucht ein dickes Fell, wer sich so leicht ausnutzen läßt wie Du, bricht als Arzt innerhalb kürzester Zeit mit Burnout zusammen. In diesem Beruf braucht man keine Idealisten, sondern Pragmatiker, die schwierigen Patienten auch das nötige Paroli geben können. Du schaffst das ja nicht mal bei Deiner Familie und glaubst vermutlich, die "Dankbarkeit" und "Anerkennung" dann in Zukunft von Patienten zu bekommen ... kannst Du vergessen, dann mach lieber auf Tierarzt, Tiere sind allemal dankbarer als Menschen. Durchsetzungsfähigkeit brauchst Du aber sogar da, wenn Du mit schwierigen Hunden oder Großtieren arbeiten mußt, sprich fang lieber so bald als möglich damit an, Dir nicht mehr alles gefallen zu lassen und Dich von jedem ausnutzen zu lassen. Und mach Dir auch klar, daß selbst ein Arzt kein Gott ist. Er kann nicht die ganze Welt im Alleingang verbessern, er ist nicht allmächtig. Von Frustrationen und Niederlagen wirst Du in keinem Beruf verschont bleiben, und gerade im Arztberuf kommt es oft knüppeldick, weil man da unmittelbar am Leiden anderer dran ist. Dann bleibt nur übrig, die Zähne zusammenzubeißen, aus der Sache zu lernen und es in Zukunft anders zu machen.
 
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