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Meine Erfahrungen in der Zahnarztpraxis

Anom

Neues Mitglied
Kontext:
Ich bin ausgebildete Zahnärztin aus dem Ausland und wollte meine berufliche Laufbahn in Deutschland im Bereich der zahnärztlichen Assistenz beginnen, um das deutsche Praxissystem von Grund auf besser zu verstehen.
Von Februar bis April 2025 arbeitete ich als Quereinsteigerin in einer Zahnarztpraxis in Brandenburg.
Obwohl ich keine formale Ausbildung als ZFA hatte, übernahm ich Aufgaben in der Stuhlassistenz, Hygiene und Dokumentation.
Ich trat dem Team mit Offenheit und Lernbereitschaft bei.
Doch die Erlebnisse in dieser kurzen Zeit hatten tiefgreifende emotionale und psychische Auswirkungen auf mich.


---

Zentrale Erlebnisse und Vorfälle:

1. Unrealistische Erwartungen und eingeschränkte Pausenzeiten:

Obwohl mir eine 30-minütige Mittagspause zugewiesen war, wurde der nächste Patient oft genau zum Ende der Pause eingeplant (z. B. Pause bis 15:30 Uhr, nächster Patient ebenfalls um 15:30 Uhr), was eine echte Pause unmöglich machte.


2. Fehlende strukturierte Einarbeitung:

Als Quereinsteigerin erhielt ich keine strukturierte Einführung. Ich wurde direkt in den Praxisalltag integriert, mit der Erwartung von Schnelligkeit und Perfektion, obwohl ich mich noch in der Lernphase befand.


3. Krankheitssituation nicht ernst genommen:

Am Tag vor meiner Kündigung hatte ich einen starken Blutzuckerabfall aufgrund meines Typ-1-Diabetes.
Ich trank rasch etwas und setzte meine Arbeit fort.
Als ich später nach der Behandlung der Zahnärztin die Situation erklärte, reagierte sie ohne Empathie und forderte mich auf, das Zimmer zu reinigen und eine "kurze" Pause zu machen.
Danach folgte eine Reihe von Behandlungen ohne Unterbrechung.


4. Öffentliche Bloßstellung durch Kollegin:

Nach dem belastenden Arbeitstag( die zahnärztin war fertig und ich hatte ein bisschen Zeit mich zu beruhigen) warf mir eine erfahrene Kollegin vor anderen vor, ich hätte "zu viel Zeit genommen um die Zimmer zu reinigen", hatte meine Aufgabe nicht gemacht und stellte mein Tempo und Engagement in Frage.
Obwohl ich erklärte, dass ich den Anweisungen der Ärztin gefolgt war, wurde ich abgewiesen und öffentlich herabgewürdigt.


5. Kündigung und Freistellung:

Noch am selben Abend reichte ich per E-Mail meine Kündigung ein, da ich mich emotional nicht mehr sicher fühlte.
Am nächsten Morgen erklärte ich, dass ich meine Kündigungsfrist von zwei Wochen weiterhin einhalten wolle und arbeitete regulär weiter.
Doch kurz darauf wurde ich in ein Gespräch gebeten, erhielt ein Freistellungsdokument zur Unterschrift und wurde aufgefordert, die Praxis sofort zu verlassen – ohne Möglichkeit zur Klärung oder Verabschiedung.


6. Emotionale Folgen:

Diese Erlebnisse haben mich tief erschüttert.
Ich leide unter emotionalem Stress, Angstzuständen und belastenden Träumen.
Ich fühle mich zum Schweigen gebracht, beschuldigt und machtlos, obwohl ich nichts falsch gemacht habe.



---

Warum ich das aufschreibe:
Ich suche keine Rache. Ich dokumentiere dies, weil ich glaube, dass das, was mir passiert ist, nicht einfach stillschweigend hingenommen werden sollte.
Ich möchte, dass dieses Dokument dient:

Als ehrlicher Bericht darüber, wie emotionaler Schaden im Arbeitsumfeld aussehen kann

Und vor allem als Erinnerung an mich selbst, dass meine Stimme zählt – auch wenn andere versuchen, sie zum Schweigen zu bringen


Ich bin offen für ehrliche Rückmeldungen oder Einschätzungen, wie ich diese Situation vielleicht anders hätte handhaben können oder was ich daraus für die Zukunft lernen kann.
Das war mein erster Job und ich frage mich, ob es tatsächlich Praxen mit einem unterstützenden und wertschätzenden Arbeitsklima gibt – oder ob viele so sind. Wenn jemand positive Erfahrungen teilen möchte, würde mich das sehr motivieren, wieder zu arbeiten.
 
Warum hast Du nicht als Zahnärztin dort Dich beworben?
Da kann man auch viel lernen über das System.
Da ist ja einiges schief gelaufen.
Aber 1x ist keinmal.
Manche Erfahrungen sind schon bitter.
Hierbei spielten noch andere Faktoren evtl.mit ein.
Neid z.b.ist auch ein unnützer Faktor.
ich frage mich, ob es tatsächlich Praxen mit einem unterstützenden und wertschätzenden Arbeitsklima gibt
Die gibt es,aber wie gesagt,ich würde mich eher als Zahnärztin in einer Praxis bewerben dann,das machen einige,auch um weitere Berufserfahrungen zu sammeln.
Bestimmt hast Du beim nächsten Mal mehr Glück.
 
Kontext:
Ich bin ausgebildete Zahnärztin aus dem Ausland und wollte meine berufliche Laufbahn in Deutschland im Bereich der zahnärztlichen Assistenz beginnen, um das deutsche Praxissystem von Grund auf besser zu verstehen.
Von Februar bis April 2025 arbeitete ich als Quereinsteigerin in einer Zahnarztpraxis in Brandenburg.
Obwohl ich keine formale Ausbildung als ZFA hatte, übernahm ich Aufgaben in der Stuhlassistenz, Hygiene und Dokumentation.
Ich trat dem Team mit Offenheit und Lernbereitschaft bei.
Doch die Erlebnisse in dieser kurzen Zeit hatten tiefgreifende emotionale und psychische Auswirkungen auf mich.


---

Zentrale Erlebnisse und Vorfälle:

1. Unrealistische Erwartungen und eingeschränkte Pausenzeiten:

Obwohl mir eine 30-minütige Mittagspause zugewiesen war, wurde der nächste Patient oft genau zum Ende der Pause eingeplant (z. B. Pause bis 15:30 Uhr, nächster Patient ebenfalls um 15:30 Uhr), was eine echte Pause unmöglich machte.


2. Fehlende strukturierte Einarbeitung:

Als Quereinsteigerin erhielt ich keine strukturierte Einführung. Ich wurde direkt in den Praxisalltag integriert, mit der Erwartung von Schnelligkeit und Perfektion, obwohl ich mich noch in der Lernphase befand.


3. Krankheitssituation nicht ernst genommen:

Am Tag vor meiner Kündigung hatte ich einen starken Blutzuckerabfall aufgrund meines Typ-1-Diabetes.
Ich trank rasch etwas und setzte meine Arbeit fort.
Als ich später nach der Behandlung der Zahnärztin die Situation erklärte, reagierte sie ohne Empathie und forderte mich auf, das Zimmer zu reinigen und eine "kurze" Pause zu machen.
Danach folgte eine Reihe von Behandlungen ohne Unterbrechung.


4. Öffentliche Bloßstellung durch Kollegin:

Nach dem belastenden Arbeitstag( die zahnärztin war fertig und ich hatte ein bisschen Zeit mich zu beruhigen) warf mir eine erfahrene Kollegin vor anderen vor, ich hätte "zu viel Zeit genommen um die Zimmer zu reinigen", hatte meine Aufgabe nicht gemacht und stellte mein Tempo und Engagement in Frage.
Obwohl ich erklärte, dass ich den Anweisungen der Ärztin gefolgt war, wurde ich abgewiesen und öffentlich herabgewürdigt.


5. Kündigung und Freistellung:

Noch am selben Abend reichte ich per E-Mail meine Kündigung ein, da ich mich emotional nicht mehr sicher fühlte.
Am nächsten Morgen erklärte ich, dass ich meine Kündigungsfrist von zwei Wochen weiterhin einhalten wolle und arbeitete regulär weiter.
Doch kurz darauf wurde ich in ein Gespräch gebeten, erhielt ein Freistellungsdokument zur Unterschrift und wurde aufgefordert, die Praxis sofort zu verlassen – ohne Möglichkeit zur Klärung oder Verabschiedung.


6. Emotionale Folgen:

Diese Erlebnisse haben mich tief erschüttert.
Ich leide unter emotionalem Stress, Angstzuständen und belastenden Träumen.
Ich fühle mich zum Schweigen gebracht, beschuldigt und machtlos, obwohl ich nichts falsch gemacht habe.



---

Warum ich das aufschreibe:
Ich suche keine Rache. Ich dokumentiere dies, weil ich glaube, dass das, was mir passiert ist, nicht einfach stillschweigend hingenommen werden sollte.
Ich möchte, dass dieses Dokument dient:

Als ehrlicher Bericht darüber, wie emotionaler Schaden im Arbeitsumfeld aussehen kann

Und vor allem als Erinnerung an mich selbst, dass meine Stimme zählt – auch wenn andere versuchen, sie zum Schweigen zu bringen


Ich bin offen für ehrliche Rückmeldungen oder Einschätzungen, wie ich diese Situation vielleicht anders hätte handhaben können oder was ich daraus für die Zukunft lernen kann.
Das war mein erster Job und ich frage mich, ob es tatsächlich Praxen mit einem unterstützenden und wertschätzenden Arbeitsklima gibt – oder ob viele so sind. Wenn jemand positive Erfahrungen teilen möchte, würde mich das sehr motivieren, wieder zu arbeiten.
So wirklich einen Rat habe ich nicht parat, aber wollte dir dennoch etwas Trost zusprechen. Ich hab arbeitstechnisch auch schon einiges hinter mir und kann mich so gut in dich hineinversetzen. Sei froh, dass du es hinter dir hast und blicke nach vorne 🍀🌞. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Da dich die Thematik emotional immer noch stark belastet, könntest du es vielleicht in einer Gesprächstherapie aufarbeiten. Ich wünsche dir für deine weitere berufliche Zukunft Alles Gute 🙂.
 
Kontext:
Ich bin ausgebildete Zahnärztin aus dem Ausland und wollte meine berufliche Laufbahn in Deutschland im Bereich der zahnärztlichen Assistenz beginnen, um das deutsche Praxissystem von Grund auf besser zu verstehen.
Von Februar bis April 2025 arbeitete ich als Quereinsteigerin in einer Zahnarztpraxis in Brandenburg.
Obwohl ich keine formale Ausbildung als ZFA hatte, übernahm ich Aufgaben in der Stuhlassistenz, Hygiene und Dokumentation.
Ich trat dem Team mit Offenheit und Lernbereitschaft bei.
Doch die Erlebnisse in dieser kurzen Zeit hatten tiefgreifende emotionale und psychische Auswirkungen auf mich.


---

Zentrale Erlebnisse und Vorfälle:

1. Unrealistische Erwartungen und eingeschränkte Pausenzeiten:

Obwohl mir eine 30-minütige Mittagspause zugewiesen war, wurde der nächste Patient oft genau zum Ende der Pause eingeplant (z. B. Pause bis 15:30 Uhr, nächster Patient ebenfalls um 15:30 Uhr), was eine echte Pause unmöglich machte.


2. Fehlende strukturierte Einarbeitung:

Als Quereinsteigerin erhielt ich keine strukturierte Einführung. Ich wurde direkt in den Praxisalltag integriert, mit der Erwartung von Schnelligkeit und Perfektion, obwohl ich mich noch in der Lernphase befand.


3. Krankheitssituation nicht ernst genommen:

Am Tag vor meiner Kündigung hatte ich einen starken Blutzuckerabfall aufgrund meines Typ-1-Diabetes.
Ich trank rasch etwas und setzte meine Arbeit fort.
Als ich später nach der Behandlung der Zahnärztin die Situation erklärte, reagierte sie ohne Empathie und forderte mich auf, das Zimmer zu reinigen und eine "kurze" Pause zu machen.
Danach folgte eine Reihe von Behandlungen ohne Unterbrechung.


4. Öffentliche Bloßstellung durch Kollegin:

Nach dem belastenden Arbeitstag( die zahnärztin war fertig und ich hatte ein bisschen Zeit mich zu beruhigen) warf mir eine erfahrene Kollegin vor anderen vor, ich hätte "zu viel Zeit genommen um die Zimmer zu reinigen", hatte meine Aufgabe nicht gemacht und stellte mein Tempo und Engagement in Frage.
Obwohl ich erklärte, dass ich den Anweisungen der Ärztin gefolgt war, wurde ich abgewiesen und öffentlich herabgewürdigt.


5. Kündigung und Freistellung:

Noch am selben Abend reichte ich per E-Mail meine Kündigung ein, da ich mich emotional nicht mehr sicher fühlte.
Am nächsten Morgen erklärte ich, dass ich meine Kündigungsfrist von zwei Wochen weiterhin einhalten wolle und arbeitete regulär weiter.
Doch kurz darauf wurde ich in ein Gespräch gebeten, erhielt ein Freistellungsdokument zur Unterschrift und wurde aufgefordert, die Praxis sofort zu verlassen – ohne Möglichkeit zur Klärung oder Verabschiedung.


6. Emotionale Folgen:

Diese Erlebnisse haben mich tief erschüttert.
Ich leide unter emotionalem Stress, Angstzuständen und belastenden Träumen.
Ich fühle mich zum Schweigen gebracht, beschuldigt und machtlos, obwohl ich nichts falsch gemacht habe.



---

Warum ich das aufschreibe:
Ich suche keine Rache. Ich dokumentiere dies, weil ich glaube, dass das, was mir passiert ist, nicht einfach stillschweigend hingenommen werden sollte.
Ich möchte, dass dieses Dokument dient:

Als ehrlicher Bericht darüber, wie emotionaler Schaden im Arbeitsumfeld aussehen kann

Und vor allem als Erinnerung an mich selbst, dass meine Stimme zählt – auch wenn andere versuchen, sie zum Schweigen zu bringen


Ich bin offen für ehrliche Rückmeldungen oder Einschätzungen, wie ich diese Situation vielleicht anders hätte handhaben können oder was ich daraus für die Zukunft lernen kann.
Das war mein erster Job und ich frage mich, ob es tatsächlich Praxen mit einem unterstützenden und wertschätzenden Arbeitsklima gibt – oder ob viele so sind. Wenn jemand positive Erfahrungen teilen möchte, würde mich das sehr motivieren, wieder zu arbeiten.
Wieso arbeitest Du als Assistentin , wenn Du ausgebildete Zahnärztin bist und warum bezeichnest Du Dich als Quereinsteigerin, wenn Du vom Fach bist?

Wie kommt es, dass Du nicht in Deinem Herkunftsland arbeitest?

Es gibt immer solche und solche Arbeitgeber. Manche sind schlimm und andere ganz gut.
Du hast leider die erste Sorte erwischt.
 
Wieso arbeitest Du als Assistentin , wenn Du ausgebildete Zahnärztin bist und warum bezeichnest Du Dich als Quereinsteigerin, wenn Du vom Fach bist?

Wie kommt es, dass Du nicht in Deinem Herkunftsland arbeitest?

Es gibt immer solche und solche Arbeitgeber. Manche sind schlimm und andere ganz gut.
Du hast leider die erste Sorte erwischt.
Wieso arbeitest Du als Assistentin , wenn Du ausgebildete Zahnärztin bist und warum bezeichnest Du Dich als Quereinsteigerin, wenn Du vom Fach bist?

Wie kommt es, dass Du nicht in Deinem Herkunftsland arbeitest?

Es gibt immer solche und solche Arbeitgeber. Manche sind schlimm und andere ganz gut.
Du hast leider die erste Sorte erwischt.

Erstmal vielen Dank zu allen für die ermutigenden Worte hier!
Ich habe als Quereinsteigerin gearbeitet, weil mein zahnärztlicher Abschluss aus dem Ausland in Deutschland noch nicht anerkannt ist.
Um als Zahnärztin arbeiten zu dürfen, muss ich eine Fachsprachprüfung bestehen.
Durch die Assistenz wollte ich die Fachsprache, die Umgangssprache und das deutsche Praxissystem besser kennenlernen – und mich gezielt auf die Prüfung und den Beruf vorbereiten.
 
Erstmal vielen Dank zu allen für die ermutigenden Worte hier!
Ich habe als Quereinsteigerin gearbeitet, weil mein zahnärztlicher Abschluss aus dem Ausland in Deutschland noch nicht anerkannt ist.
Um als Zahnärztin arbeiten zu dürfen, muss ich eine Fachsprachprüfung bestehen.
Durch die Assistenz wollte ich die Fachsprache, die Umgangssprache und das deutsche Praxissystem besser kennenlernen – und mich gezielt auf die Prüfung und den Beruf vorbereiten.
Dann könntest Du Dir ja eine andere Stelle suchen.
Da es hier relativ viele Stellen gibt, sollte das kein großes Problem darstellen.
 
So wirklich einen Rat habe ich nicht parat, aber wollte dir dennoch etwas Trost zusprechen. Ich hab arbeitstechnisch auch schon einiges hinter mir und kann mich so gut in dich hineinversetzen. Sei froh, dass du es hinter dir hast und blicke nach vorne 🍀🌞. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Da dich die Thematik emotional immer noch stark belastet, könntest du es vielleicht in einer Gesprächstherapie aufarbeiten. Ich wünsche dir für deine weitere berufliche Zukunft Alles Gute 🙂.

Vielen Dank für die netten Worte
 

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