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Meine Eltern stressen mich

Kathrin.147

Neues Mitglied
Hallo,

Ich bin Kathrin und 14 Jahre alt, zurzeit wohne ich bei meinen Eltern und bei meiner Nichte (10).
Ich führe Ein Semi-Glückliches Leben,das teils aus Stress/beleidigungen und verachtung besteht und teils aus Freundlichen verhalten mir gegenüber.
Ich habe oft das Gefühl das meine Mutter mich nicht mag und fühle mich oft vernachlässigt, da sie Meiner Nichte alles gibt was sie will und ich kaum was von ihr bekomme.
Außerdem wird meine Mutter sehr schnell fies mir gegenüber, wenn ich mal nicht reden will oder nicht nach ihrer Nase tanze, das ganze Führt dann oft zum Streit.
Mein Vater Wechselt immer die seiten, mal ist er auf meiner,mal auf der meiner Mutter.
Ich hab seit einiger zeit das Gefühl,dass er uns einfach nur Gegen uns aufhetzen will
Und wenn es dann mal zum Streit kommt werde ich oft beleidigt von meinen Eltern,meiner Nichte und meinem Bruder (Vater meiner Nichte,er lebt aber nicht bei uns).
z.B als:
Dickes Kind.
Ich bin 1,66 groß und wiege 70 kilo, natürlich bin ich damit nicht zu Frieden, wenn man bedenkt das unsere Gesellschaft dazu veranlagt ist "Perfekt" zu sein.
Aber das ist nicht das einzigste,denn gewalt gab es bei uns zuhause auch schon, aber nicht in dem ausmaß das jemand groß zu schaden kam,Meine mutter trinkt gerne und das ist oft der auslöser. Nunja nur so kann ich es mir erklären.
Ich bin, denke ich das schwarze scharf der Familie.
Oft macht mich alles so fertig das ich keinen mut habe in die schule zu gehen, da ich Angst habe das mich viele Menschen dort auch Beleidigen und tranktieren können wie Zuhause.
Ich habe Mit vielen Menschen schon darüber geredet, selbst mit meinen Eltern oder den sozial pädagogen in der schule.
Aber all Die taten oder versprächungen von ihnen verbesserten die Situation auf kurz oder lang nicht.

Natürlich sind das nicht all meine Probleme, sondern nur ein minimaler teil von dennen.
Ich würde mich dennoch freuen wenn ihr mir radschläge gegeben könntet, da ich erstmal klein anfangen wollte meine Probleme zu verbessern.

Vlg Kathrin
 
Hi Kathrin,
du gefällst dir gut in der Opferrolle? Die redest du dir sogar noch selber ein.
Oft macht mich alles so fertig das ich keinen mut habe in die schule zu gehen, da ich Angst habe das mich viele Menschen dort auch Beleidigen und tranktieren können wie Zuhause.
Genau, ja. Auf jeden Fall. :ironie: Ich glaub's doch nicht. Du solltest die Schule besuchen, glaube mir.
Natürlich steht Dir frei, zum JA zu gehen und Deine Probleme zu schildern. Finden die die Zustände, unter denen du lebst, auch unhaltbar, dann musst du nicht mehr daheim wohnen. Ich würde aber an deiner Stelle nicht so viel Hoffnung hierein setzen.
 
Ich würde mich dennoch freuen wenn ihr mir radschläge gegeben könntet, da ich erstmal klein anfangen wollte meine Probleme zu verbessern.

Vlg Kathrin

....auf jeden Fall solltest Du kein Rad schlagen 😉*musste ersteinmal Lächeln

Ich denke Du weißt, das die Zeit der Pubertät (in der Du Dich befindest) nur eine Problemlösung kennt, in dem man neue Probleme erschafft.
Irretiert oder belustigt - eines bist Du auf jeden Fall bei diesen Worten.😉

Du magst Deine Gesamtsituation als schwierig empfinden, was sie zum Teil auch sicher ist.
Häusliche Streitigkeiten kann man aus dem Weg gehen, in dem man jede Widerworte runterschluckt und sich durch Rückzug distanziert. Klar mag es in Dir brodeln, aber Du bist Dein eigener Boss und musst lernen Dich zu beherrschen - im 2 fachen Sinn. Ein Training welches Dir Vorteile bringt - Selbstsicherheit, Selbstdisziplin und das mit dem Stolz, sich selbst so zu stärken, das Du über den Dingen stehen kannst........ohne dabei den Überblick zu verlieren.
Mit dem Überblick ist das auch so eine Sache - stell Dir vor, Du stehst inmitten von tausend Menschen, die schupsen, drängeln und Dir auf die Füße treten - und überall sind zig von Erlebnisswelten, die Du besuchen möchtest.

Was würdest Du tun..............???........(ich bitte Dich, diese Frage zu beantworten)
 
Hallo Kathrin,

ich habe nur einen Weg aus einem solchen Dilemma gefunden, wenn man einer solchen Situation nicht entkommen kann: mehr über die menschliche Natur zu erfahren und über die Menschen an sich etwas zu lernen.

Da Du 14 bist und eure "Verhältnisse" noch nicht so eskaliert sind, dass das Jugendamt einschreiten würde ist dies mein Rat an Dich: finde heraus, warum Menschen tun, was sie tun und Du wirst feststellen, dass sie weit weniger gegen Dich kämpfen, sondern mehr mit ihren eigenen Schatten.

Deine Mutter: mag sein, vielleicht trifft es nicht zu, was ich jetzt schreibe, denn ich kenne euch nicht. Aber Eltern passiert es recht häufig, dass sie "verbittern", wenn ihr Kinder nicht so sind, wie sie selbst. So viele Menschen können (meistens unbewusst) nur akzeptieren, was ihnen gleicht. Wir haben Freunde mit denselben Ansichten und mit ähnlichen Motivatoren (Geld, Ruhm, Status, Wissen, etc.). Und nun ist da ein Teenager, die ihre Identität erst noch sucht, die erst herausfinden muss, was ihr wichtig ist und dabei natürlich auch gerne mal einen "Anti"-Kurs ausprobiert. Instinktiv geht man dann als Elternteil gerne in die Verteidigungs- oder Angriffshaltung und manchmal fehlen einfach Kraft, Kreativität und Intelligenz, um das "Problem" und die Erwartungen offener, schlauer und positiver angehen zu können.

Es ist leider so viel einfacher, das Gegenüber "herunter zu putzen", als sich zu Mitgefühl und Nähe aufzuraffen und dann womöglich dem eigenen Versagen zu begegnen. Dieses "Sei wie ich, dann mag ich Dich" ist für viele nicht zu akzeptieren, denn sie wollen ja nur das Beste für ihre Kinder. Scheinbar.

Und da sind dann noch Menschen, die ihre eigenen Fehler auf andere "spiegeln". Ein Beispiel: ich hätte heute einiges für meinen Job tun sollen. Bis jetzt ist das noch nicht "passiert". Aber ich habe meiner Tochter ungefragt einen Kurs in "Badewanne putzen" verpasst. Du kannst Dir Ihre Begeisterung vorstellen. Und meine Begeisterung stieg, als sie sich "dezent" in ihr Zimmer zurückzog und mich alleine putzen lies, obwohl sie in die Wanne will <schäum>. Wer hat hier nun ein Problem? Wohl eher ich, aber sie war meine "Projektionsfläche", denn sie sollte "action" zeigen, damit sie meine Erwartungen von "getaner Arbeit" erfüllt. Yep! Irgendwie schräg, aber so sind wir Menschlein.

Je mehr Du verstehen lernst, was die wirklichen Ursachen für die Entscheidungen der Menschen sind, um so mehr wirst Du erkennen können, dass ihre und Deine Reaktionen variiert werden könnten. Wenn Du mehr isst, als Du eigentlich zum Leben brauchst, dann hat auch das oft Gründe. Essen kann ein "Ausgleich" für Zuwendung sein, der eigene Speck mutiert zur "dickeren Haut", weil man den Angriffen nicht genug innere Stärke entgegensetzen kann. Und manchmal tut man gerade die Dinge aus Trotz, die man nicht tun sollte, weil ein "lieb mich trotzdem" über allem schwebt, aber nicht wahrgenommen wird. Was könnte es bei Dir sein? Was fühlst Du, wenn Du über Dein Essen nachdenkst? Wut, Angst, Trauer, Freude? Was gibt Dir das Essen? Ich meine das nicht im Scherz. Deine Gefühle sind Hinweise auf Deine wirklichen Beweggründe, auf Deine unbewussten Glaubenssätze, die Du befolgst.

Was sind "Glaubenssätze"? Z.B. manche Menschen glauben, dass sie es nicht wert sind, geliebt zu werden. Das würden sie so nicht sagen, aber sie denken es und handeln danach, bestrafen damit sich und andere. Oder ein anderer Glaubenssatz ist: "Mich versteht niemand". Also kann man das Reden einstellen, kann die Hoffnung auf Verständigung aufgeben, kann nach Belieben "patzig" sein, denn es kommt ja nicht mehr darauf an und es liegt ja an den anderen. Und wenn man oft genug "patzig" war, mag einem ja wirklich niemand mehr zuhören. Also kommt die Bestätigung für den eigenen Glauben. Toll! Und eine Sackgasse! Bis man was neues probiert.

Wenn Du durch Wissen etwas inneren Abstand gewinnen kannst und Dich nicht mehr jeder Angriff in Dein Herz treffen muss, dann wirst Du die Erfahrung von etwas mehr "Gelassenheit" machen. Oft kann man andere Menschen nicht ändern, aber Du kannst Deinen Umgang, Deine Sicht darauf ändern und damit Deine Reaktionen und Deine Entscheidungen freier wählen. Das ist meine Einladung an Dich. Deine Familie wird es nicht "umkrempeln", aber wenn sie realisieren, dass Du "souveräner" wirst, dass Du nicht mehr "an die Decke" springst, wird sich was ändern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was hat denn der Sozialpädagoge in der Schule zu dir zu deinen Problemen gesagt ?
Warst du mal beim Vertrauenslehrer ?

Wenn die Probleme für dich schlimm werden würde ich zum Jugendamt gehen.
 
Oft macht mich alles so fertig das ich keinen mut habe in die schule zu gehen, da ich Angst habe das mich viele Menschen dort auch Beleidigen und tranktieren können wie Zuhause.
Vlg Kathrin

Liebe Kathrin,
ist nicht so einfach täglich dem ausgesetzt zu sein, was Du erlebst.
Danke für Dein Vertrauen.

Habe Mut, zur Schule zu gehen und Dich auf die Bewältigung dieser Aufgabe zu konzentrieren. Auch,
wenn es schwerfällt. Ein guter Schulabschluss wird hilfreich sein, eine Ausbildung oder ein Studium
beginnen zu können. Ein Studium ermöglicht einen früheren Auszug aus dem Elternhaus.
Nach Beendigung der Ausbildung hast Du die Möglichkeit, eine eigene Wohnung zu haben.

Werde nicht mutlos wegen der Schule.

Es ist keine so einfache Lebensphase in der Du Dich befindest. Sie wird zu bewältigen sein, ganz
bestimmt.

alles Liebe
flower55
 

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