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Meine Dad ist gestorben

green_frog

Neues Mitglied
Hallo!

Ich weis nicht ob mir hier jemand helfen kann.
Im Januar ist mein Dad gestorben er hatte keine Krankheit.
Am Freitag zuvor war ich noch zuhause und habe meine Eltern besucht, mein Dad war wie immer angetrunken was mich tierisch wütend gemacht hat weil ich meinen Freund dabei hatte.
Deshalb habe ich mich mit ihm gestritten und auch nicht richtig verabschiedet und bin einfach gegangen.
Am Monatg darauf bekam ich von meinem Opa einen anruf im Geschäfft wo er mir sagte das mein Dad verstorben sei,ich bin so schnell ich konnte nach Hause gefahren.
Seit dem läuft alles schief bei mir.
Ich kann mich nicht mehr beherschen, wenn ich einmal weine kann sich das stunden lang nicht bessern.
Ich breche richtig zusammen.
Erfreuen kann ich mich an nichts mehr selbst an den Kindern mit dennen ich Arbeite.
Ich tue mir selbst weh was sich durch zwicken oder schläge auf den kopf äusert.
Mit meinem Freund mit dem ich schon seit 6 Jahren zusammen bin geht es auch immer mehr berg ab, ok es lief die letzten jahre auch ned so gut aber wir haben uns immer wieder versöhnt.
Nur jetzt reden wir schon von Trennung was ich nicht will.
Demletzt habe ich sogar schon mit dem Gedanken gespielt das ganze zu beenden, nur kann ich das nicht.
Weil ich doch zu sehr angst davor habe.
ich weis nicht mehr was ich machen soll.
Alle sagen bzw mein Freund, Chefin und Mutter das ich zu einem Psychologen gehen soll aber das will ich nicht.
Weil ich nicht denke das ich krank bin.
Gibt es sonst noch irgendwelche Möglichkeiten wie sich meine laune bessern kann.
Hat jemand Tipps???
Freue mich über jede Antworten.

Grüße

green_frog
 
hallo green_frog

mein dad ist nun seit 6 jahren tot, er hat sich damals das leben genommen. ich habe auch sehr lange gebraucht, bis ich einigermassen damit klar gekommen bin. das einzige was mir geholfen hat, war, darüber zu reden. und es ist es noch. nach einer weile habe ich geglaubt, ich könne nicht schon wieder meine freunde mit meiner trauer über dad belästigen, aber wenn du es nicht tust, dann gehst du dabei kaputt. und ich habe gelernt, freunde und familie hören dir auch nach sechs jahren noch zu und helfen gerne. ich war nicht bei einem psychologen, auch ich habe mich nicht krank gefühlt. aber im nachhinein denke ich, es hätte mir sicher nicht geschadet.
klingt vielleicht doof, aber ab und zu rede ich auch direkt zu meinem vater. früher hab ich dazu das grab besucht, aber heute kann ich das überall... mir hilft der gedanke, dass er jetzt über mich wacht.
denke daran, wo du bist, da ist auch dein dad. und auch wenn ihr nicht mit den nettesten worten auseinander seid, er hat dich geliebt. und er wird es immer tun.

alles liebe
manu
 
Alle sagen bzw mein Freund, Chefin und Mutter das ich zu einem Psychologen gehen soll aber das will ich nicht.
Mädchen, es geht um Dich. Wenn Du dir das nicht mal wert bist, dann kann Dir wohl keiner helfen. Hier kannst Du einen Blick von außen bekommen.

Du lagst mit deinem Vater im Klinsch. Es gibt viel unausgesprochenes zwischen euch. Meine Frage wäre daher: Was quält Dich am meisten?
 
hi,
sich von jemandem vor seinem Ableben verabschieden zu können gibts nur im Fernsehen.
Leider ist es so.

Als meine Großeltern starben, habe ich es ca. 3 wochen später erfahren, war also nicht mal bei der Beerdigung und ich hatte sie lange Zeit nicht mehr besucht. War auch quälend aber ich musste es als Tatsache akzeptieren, dass es, reell betrachtet, eigentlich nur eigener Egoismus ist.

Der Weg den ich für meinen Abschied fand war ihnen einen Brief zu schreiben in dem ich nicht nur positives sondern auch negatives schrieb. Wir hatten eine kalte Beziehung und es war auch viel schief gelaufen zu lebzeiten, daher war mir das negative wichtig. Dennoch waren sie meine Großeltern und wenn man rückblickt kommen überwiegend die schönen Erinnerungen auf - auch das ist normal.

Mir hatte es geholfen mein Seelenheil wieder zu finden und so konnte ich damit abschliessen. Es gehört zum leben und ist auch nötig da es das eigene "Ich" prägt und auch stärkt.

Ich wünsche Dir, dass Du deinen Weg findest!

lg, peewee
 
mein lebensgeährte ist am 1. juni gestorben. auch bei mir war es so, dass ich mich an diesem tag nicht, wie sonst immer, ganz lieb mit vielen küsschen verabschiedet habe, sondern streng, ihn ermahnt habe, zum arzt zu gehen, weil er wieder mal schmerzen hatte, wie schon oft davor.
als ich heim kam, war er tot.
ich kenne diese schuldgefühle... viele wollten mich trösten,beschwichtigen. doch innerlich kommt der gedanke immer wieder, was wäre gewesen,wenn ich nicht aus dem haus gegangen wäre, um meine erledigungen zu machen,
hätte ich nicht nochmal rauf gehen sollen , ihn umarmen, oder mit ihm mitgehen sollen zum arzt????
das sind fürchtbare prüfungen für uns, wir sollen dabei was lernen.

ich lese gerade ein gutes buch, das wird dir helfen. bestells dir schnell bei amazon, es kommt schnell.
hab schon gesehen, dass es andere forumsteilnehmer auch empfohlen haben....
Tiel: "meine trauer wird dich finden. ein neuer ansatz in er trauerarbeit".
ich bin sicher dass es dir helfen wird.
tipps zb: ein erinnerungsbuch schreiben, jeden tag eine erinnerung.
aber auch noch viele andere empfehlungen, auf die jeweilige phase der trauer angepasst, denn nicht in jeder trauerphase ist das gleiche hilfreich.
Ich wünsche dir alles gute und dass du fertig wirst mit deinen schuldgefühlen, die ganz ungerechtfertigt sind. jeder wäre in so einer situation gegangen. schließlich hat er sich ja betrunken und dich kompromitiert vor deinem freund und nicht umgekehrt.
niemand konnte wissen, dass er stirbt. übrigens sterben viele alkoholiker ganz plötzlich am herzinfarkt oder an schlaganfällen. das kommt vom alkohlmissbrauch, die gefässe werden geschädigt.

alles liebe für dich und eine feste umarmung!!
gabi
 

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