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Meine Babys fehlen mir so sehr

schäfchen

Neues Mitglied
hallo miteinander
ich bin 30 jahre alt und verheiratet. ich hab in meinem leben einiges an hürden überwinden müssen, aber ich hab immer versucht stark zu sein und dachte: du schaffst das, es wird schon. bis jetzt....

mein mann und ich beschlossen vor 2,5 jahren auf verhütung zu verzichten weil wir uns sehr ein baby wünschen. nach langer "übungszeit" und einigen schwierigkeiten(warum soll bei mir auch mal was problemlos klappen) war ich im sommer letzten jahres endlich schwanger.
wir waren überglücklich, haben uns so über unser kleines wunder gefreut.
anfang des vierten monats ging ich routinemäßig zum arzt und dann fielen nach der untersuchung die worte die mein leben verändert haben: es tut mir leid, aber ihr baby lebt nicht mehr, ich finde keinen herzschlag mehr.
es war wie ein tritt in die magengrube, mein mann und ich haben die daraufolgende nacht nur geweint und am nächsten tag mußte ich zur ausschabung um mein kind "wegmachen" zu lassen. es war furchtbar.
die nächsten wochen und monate waren sehr schlimm, aber irgendwie habe ich auch in dieser situation wieder neuen mut gefunden, und wundersamer weise war ich anfang des jahres wieder schwanger, wit haben uns gefreut, hatten aber auch angst. und die war berechtigt, denn im dritten monat bekam ich die gleiche diagnose wie schon bei unserem ersten kind. und alles wieder von vorne....
ich kann einfach nicht mehr, ich wünsche mir so sehr ein baby, aber sie sterben in meinem bauch, das tut so weh.
und alle um mich herum tun als ob nichts war, nach dem motto: nun ist es vorbei gehen wir zur tagesordnung über.
ich muß die starke sein, muß lachen und andere aufbauen können, so wie ich es immer war, aber was ist mit mir? niemand fragt mich wie es mir geht.
ich bin soo allein mit meinem schmerz und meiner trauer...

entschuldigung das es so lang wurde.

liebe grüße vom
schäfchen
 
hallo schäfchen,

schwer worte zu finden - gehört dein mann auch zu denjenigen die zur tagesordnung übergehen ? wenn ja könnte es sein, dass er noch viel mehr angst vor trauer und verlust hat als du!

ich würde dir raten dir professionelle hilfe psychologe) zu suchen um den schmerz verarbeiten zu können und aus dem gynäkologischen bereich um abklären zu lassen, ob eine Rhesus-Faktor-Problematik oder eine Erbkrankheit ursache für das frühe sterben der kleinen ist.

eine freundin von mir hat auch ihr langersehntes wunschkind im 4. monat verloren und sie hat mir damals folgenden text geschickt:

unser kleiner engel wollte wieder heim zu den sternen, bitte verabschiedet ihn mit uns.

natürlich war auch bei ihr keine beerdigung möglich, aber wir haben uns getroffen (ihr mann, sie, ich und noch 2 sehr gute freundinnen) und haben an einem wunderschönen ort im wald auf einer lichtung abschied genommen.

viel kraft !

kitty
 
hallo kitty
danke für deine antwort. nein, mein mann ist nicht einfach zur tagesordnung übergegangen, er hat das auch nur mit viel schwierigkeiten verarbeitet (wahrscheinlich auch noch nicht ganz) aber seine familie ist seit dem sehr merkwürdig, einmal ist es mir zuviel geworden und ich bin bei einem geburtstag in tränen ausgebrochen und hab sie angebrüllt:" unsere kinder sind gestorben, aber ihr müßt nicht so tun als wären wir tot"!
denn so ist es wir werden gar nicht beachtet, alle haben angst etwas falsches zu sagen und sagen deshalb gar nichts.
meinem mann tut es sehr weh zu sehen wie ich leide, und er versucht alles um mich aufzubauen. wir haben auch im wald eine kleine stelle gefunden, wo wir errinerungsstücke an die schwangerschaften "beerdigt" haben und haben einen stein in form eines herzes daraufgelegt. wir lassen dort auch immer wieder himmelslaternen steigen und reden viel mit unseren kleinen.
wir wissen ja das wir damit klarkommen müssen, aber in der familie meines mannes wird es uns nicht leicht gemacht, zum teil haben sie den kontakt zu uns ganz abgebrochen.
ich denke immer sie geben mir die schuld das die babys gestorben sind, und das tut so weh.
ich will meinen mann nicht immer nur weinend gegenübertreten, er ist schon so auch mit der situation überfordert.

übrigens: untersuchungen laufen noch, aber bis jetzt sind alle wert sowohl von mir alsauch von meinem mann in ordnung.
 
liebe schäfchen,

ich drücke dir die daumen, dass die untersuchungen ohne befund bleiben und dass ihr doch noch das gefühl erleben dürft euer kind im arm zu halten.

kitty
 
Liebes Schäfchen,

ich kann sehr gut mit Dir fühlen.

Mir ging es vor einem guten Jahr genauso. Zwei FG innerhalb kürzester Zeit und beide Male sogar schon früher als bei Dir.

Das 1. Mal habe ich sehr gut weggesteckt, "sowas kann ja MAL passieren", aber bereits die 2. SS verlief ganz anders, ständig mit der Angst im Nacken... und es kam ja auch so. Und seither (ich bin schon 39!) hab ich das nie ganz wegstecken können. Ich glaube, die Befürchtung, dass es wieder so enden könnte, hat den Wunsch nach einem Baby nun ganz erstickt (in der 1. SS wären es sogar Zwillinge geworden :-( ). Hmmm...

Du bist damit nicht allein. Meine Gyn sagte mir, dass das ja irgendwie auch "normal" sei. Schließlich wird ja erst ab der 3. FG genau analysiert, woran das gelegen haben kann.

Ich hab mich auch untersuchen lassen, bei mir kann es am Gelbkörperhormon gelegen haben, das beim Eintreten der SS zu niedrig war.

Aber Du darfst nie von Schuld reden oder das nicht einmal denken (auch wenn es schwerfällt).

Ich schätze mal, Eure Familie ist auch enttäuscht - auf ihre Art und Weise. Meine Eltern sind auch sehr feinfühlig und jammern Dir dann noch vor, was SIE denn verloren hätten :-( Das konnt ich auch nicht ertragen. Generell ist es für andere (selbst für den Partner!) sehr sehr schwer, dieses Gefühl richtig nachzuempfinden und daher wissen sie nicht, wie sie mit Dir/Euch umgehen sollen.

Ich drücke Dir auch die Daumen für die Untersuchungen.

LG von mir
 
Hey Süße,
das ist jetzt vielleicht ein bisschen komisch, da ich wohl um einiges jünger bin als du, aber auch mir ist es ähnlich ergangen.

Ich hatte bereits 3 Frühaborte, beim ersten bin ich mir nicht sicher, ich bin nie zum Arzt gegangen, da ich selbst "abgetrieben hab"...also die Blutungen haben eingesetzt und es lief alles "normal"...
Ich habe mir die Kinder niemals gewünscht und trotzdem war es ein Schlag für mich.
Ich mache Therapie, von daher komme ich ganz gut mit meiner seelischen Stabilität klar.
Ich kann dir leider nur die Daumen drücken, und ich hoffe zu wissen, dass ihr es schafft! Ihr beide haltet zusammen! Und eure Kinder sind ja nicht weg. Sie sind in eurem Herzen und leben dort weiter.
Das müssen auch die anderen verstehen.
Sei unabhängig von seiner Familie, versucht es weiter! Ich drücke dir alle Daumen!

Viele Grüße und eine riesige Umarmung! Fühl dich gedrückt!
Ihr schafft das!
 
Hallo Schäfchen,

ja das ist immer traurig. Ich hatte auch vor einigen Jahren eine FG.
OK man sagt, es kann mal passierern. Ich konnte aber leider nicht mehr schwanger werden seitdem. Bin jetzt auch 30. Bei mir hat man eine Autoimmunkrankheit und das Fehlen des Gelbkörperhormons festgestellt. Also das wars dann wohl für mich. Aber gib bitte nicht auf. Meine Schwägerin hatte 3 FG. Jetzt hat sie einen super hübschen und lieben Sohn, er ist etwas über ein jahr alt. Ist mein Patenkind. Ich hab ihn so lieb, als wäre es mein eigenes Baby. Ich denke bei ihr lag es an der Schilddrüse. Ist sie bei dir OK?

Ich drück dir die Daumen. Es wird noch klappen.

LG Maggie
 
Das war nicht "zu lang" - schreibe, soviel du brauchst und möchtest. Schreibe, um wenigstens der Trauer einen Namen zu geben, schreibe, um deine Last hier abzulegen. Es ist entsetzlich, was dir widerfahren ist - weiß man, warum das so ist und ob und wie man es in spe vermeiden kann....?(Bitte verzeih, falls diese Frage hier zu früh kommt oder zu indiskret ist)
Sei einfach nur umamrt - mit hilflosen lieben Grüßen!😱 Christa
 
Hallo Schäfchen,
ich möchte dir mein Mitleid ausdrücken.
Ich kann dir gut nachfühlen, ich habe es selbst erlebt wie es ist, wenn
man ein kleines verliert.
Alle sagten, die es Jahre später erfuhren, dass es ein Kind von einem Menschen gewesen wäre, der mir sehr weg getan hat und da es wegen Inzucht eh krank gewesen wäre, ich solle doch froh sein, dass ich
es verloren habe.
Aber nein, ich denke regelmäßig daran und jedes Jahr macht es mich traurig, wenn der Tag da ist.
Mittlerweile wäre es 17 J. alt.
Als ich Jahre später wieder schwanger wurde, war das gleiche wieder....
Du siehst, es gibt viele Frauen die das leider erleben müssen.
Trotzdem darf man nie die Hoffnung aufgeben.
Wenn man nach Jahren immer noch nicht damit klarkommt, kann ich nur empfehlen, dass man sich einen profess. Therapeuten sucht.
Vor allem, weil man immer wieder Angst hat, wenn man wieder schwanger wird, geht es dieses Mal gut oder nicht?
Gibt es bei dir einen Grund, ich meine hat man was festgestellt,
warum du deine Kleinen verloren hast?
Ich wünsche dir viel Kraft.
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo schäfchen,
ich habe die beiträge gelesen und hoffe, dass du eines tages darüber hinwegkommst.
selbst ging es mir ebenfalls so, ich hatte 2 fehlgeburten und es stellte sich heraus, dass mein muttermund zu weit offen stand.
ich konnte dann einem mädchen das leben schenken. meine tochter ist heut 32 jahre jung und wir haben eine tolle mutter-tochter-beziehung.
also - kopf hoch! nur einer weiss, warum uns diese bürden auferlegt werden.
 

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