T
TomT
Gast
... liegt im Moment durch Morphin betäubt ein Stockwerk unter mir, und bis zu seinem Tod werde ich nicht mehr mit Ihm reden können. Seit nun fast einem Jahr wissen meine Mutter, meine Schwester, mein schwerbehinderter Bruder und ich, dass Er an Magenkrebs leidet - Und bald gelitten hat.
Einerseits bin ich froh, dass dieses Seine Leiden nun bald ein Ende haben wird, andererseits macht mich der Gedanke an eine Zukunft ohne diesen wunderbaren Menschen verrückt. Ich kann einfach nicht glauben, dass mein Vater mit 48 Jahren aus dem Leben scheiden soll, und dass von mir verlangt wird, im Alter von 14 Jahren damit fertig zu werden. Verdammt noch mal, ich soll meinen eigenen Vater lediglich 14 Jahre gekannt haben?! Ich mache mir so viele Gedanken: Hätte ich mehr Zeit mit Ihm verbringen können? Habe ich Ihn in unserer kurzen gemeinsamen Zeit stets gut behandelt und mich wärend seinem Leidensweg genug um Ihn gekümmert? Und: Habe ich mich ausreichend von Ihm verabschiedet?
Zum Glück gibt mir meine Mutter Kraft; Als wir heute Hand in Hand am Bett meines "abwesenden", nur 3-4 Mal pro Minute atmenden Vaters saßen, sagte Sie mit Tränen in den Augen: "Du bist stark, Thomas. Da steckt ein ganzes Stück Papa in dir." Darauf brach ich in Tränen aus. Doch ehrlich gesagt wunderte ich mich in der Tat, wie (vergleichsweise) souverän ich mit dieser Situation umgehen kann; Doch genau da liegt das Problem:
Ich sorge mich ungemein um das seelische Wohlbefinden meiner Familie und Verwandten und natürlich auch meines Vaters, der nur noch kurz zu leben hat und todtraurig darüber ist, uns alleine lassen zu müssen - Es macht mich krank! Meine Mutter bricht regelmäßig heulend an der Schulter einer Ihrer uns besuchender Freundinnen zusammen, meine Schwester verkriecht sich in Ihrem Zimmer, mein Bruder hat das ganze anscheinend noch gar nicht wirklich begriffen und Ich verbringe viel Zeit mit meinen Onkeln und meiner Großmutter an der Seite von Papa.
Ich denke, dass die Trauer erst nach Seinem Tod richtig einsetzen wird und das macht mir Angst - Was soll nur aus uns werden? Ich suche noch immer nach einem Weg, meine Traurigkeit hier irgendwie in Worte zu fassen, aber mir gelingt das anscheinend nicht so gut wie einigen anderen hier... Aber was soll das auch.
Um Euch einen Überblick unserer momentanen Situation zu geben: Mein Vater verdiente vor seiner Erkrankung unser Geld - Nach der Diagnose suchte sich meine Mutter wieder eine Arbeit als Altenpflegerin, doch dieses Geld wird in Zukunft nicht ausreichen um die Miete zu bezahlen. Ich will nicht sarkastisch, unanteilnahmsvoll oder wie auch immer wirken - Um Gottes willen, mein Vater wird wahrscheinlich nicht mehr am Leben sein, wenn ich morgen aufwache!
Aber dennoch ist es das nunmal, was uns Zurückgebliebenen nun bevorsteht. Deswegen bitte ich Euch, Ich flehe Euch an, uns bitte eine kleine finanzielle Hilfe zu sein, uns ein wenig Geld zu überlassen um uns ein kleines Stückchen unseres Leidens zu ersparen.
In tiefer Trauer, Thomas.
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Einerseits bin ich froh, dass dieses Seine Leiden nun bald ein Ende haben wird, andererseits macht mich der Gedanke an eine Zukunft ohne diesen wunderbaren Menschen verrückt. Ich kann einfach nicht glauben, dass mein Vater mit 48 Jahren aus dem Leben scheiden soll, und dass von mir verlangt wird, im Alter von 14 Jahren damit fertig zu werden. Verdammt noch mal, ich soll meinen eigenen Vater lediglich 14 Jahre gekannt haben?! Ich mache mir so viele Gedanken: Hätte ich mehr Zeit mit Ihm verbringen können? Habe ich Ihn in unserer kurzen gemeinsamen Zeit stets gut behandelt und mich wärend seinem Leidensweg genug um Ihn gekümmert? Und: Habe ich mich ausreichend von Ihm verabschiedet?
Zum Glück gibt mir meine Mutter Kraft; Als wir heute Hand in Hand am Bett meines "abwesenden", nur 3-4 Mal pro Minute atmenden Vaters saßen, sagte Sie mit Tränen in den Augen: "Du bist stark, Thomas. Da steckt ein ganzes Stück Papa in dir." Darauf brach ich in Tränen aus. Doch ehrlich gesagt wunderte ich mich in der Tat, wie (vergleichsweise) souverän ich mit dieser Situation umgehen kann; Doch genau da liegt das Problem:
Ich sorge mich ungemein um das seelische Wohlbefinden meiner Familie und Verwandten und natürlich auch meines Vaters, der nur noch kurz zu leben hat und todtraurig darüber ist, uns alleine lassen zu müssen - Es macht mich krank! Meine Mutter bricht regelmäßig heulend an der Schulter einer Ihrer uns besuchender Freundinnen zusammen, meine Schwester verkriecht sich in Ihrem Zimmer, mein Bruder hat das ganze anscheinend noch gar nicht wirklich begriffen und Ich verbringe viel Zeit mit meinen Onkeln und meiner Großmutter an der Seite von Papa.
Ich denke, dass die Trauer erst nach Seinem Tod richtig einsetzen wird und das macht mir Angst - Was soll nur aus uns werden? Ich suche noch immer nach einem Weg, meine Traurigkeit hier irgendwie in Worte zu fassen, aber mir gelingt das anscheinend nicht so gut wie einigen anderen hier... Aber was soll das auch.
Um Euch einen Überblick unserer momentanen Situation zu geben: Mein Vater verdiente vor seiner Erkrankung unser Geld - Nach der Diagnose suchte sich meine Mutter wieder eine Arbeit als Altenpflegerin, doch dieses Geld wird in Zukunft nicht ausreichen um die Miete zu bezahlen. Ich will nicht sarkastisch, unanteilnahmsvoll oder wie auch immer wirken - Um Gottes willen, mein Vater wird wahrscheinlich nicht mehr am Leben sein, wenn ich morgen aufwache!
Aber dennoch ist es das nunmal, was uns Zurückgebliebenen nun bevorsteht. Deswegen bitte ich Euch, Ich flehe Euch an, uns bitte eine kleine finanzielle Hilfe zu sein, uns ein wenig Geld zu überlassen um uns ein kleines Stückchen unseres Leidens zu ersparen.
In tiefer Trauer, Thomas.
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