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Mein Vater wird sterben und ich habe Angst und bin traurig

RobJul

Neues Mitglied
Hallo allerseits,

ich weis eigentlich gar nicht warum ich mich hier angemeldet habe und schreibe. Brauche ich Rat? Ich weis es nicht. Möchte ich einfach Last abwerfen? Kann schon sein. Letztendlich hab ich irgendwie nicht die Möglichkeit meine Gefühle frei zu zeigen, zu weinen...ich weis nicht.
Ich muss das Internet nutzen um es wenigstens aufzuschreiben.

Das alles hört sich an wie ein Teenie der mit so einer Situation nicht umgehen kann. Ich bin aber kein Teenie, ich bin Ü50, verheiratet, Kinder. Wir leben als Familie gemeinsam in einem Mehrfamilienhaus, Großeltern, meine Fam. und meine kleine Schwester mit ihrer Fam. insgesamt 12 Leute in einem Haus. Irgendwie hat sich dass recht früh so ergeben dass wir ein Haus gemeinsam gekauft haben bevor meine Schwester und ich geheiratet haben, letztendlich lebe ich mein ganzes Leben mit meinen Eltern zusammen und war nur zu Urlauben oder Dienstreisen getrennt. Ich sehe meine Eltern täglich.
Doch nun haben wir die Nachricht bekommen, dass mein Vater höchstens noch ein Jahr zu leben hat. Er hat sein Leben gelebt ist schon Ü80 aber ich habe dennoch Angst wie es ohne ihn und später ohne meine Mutter sein wird. Ich habe Angst dass die Zeit bis zu seinem Tod voller Schmerzen für Ihn sein könnte.
Wenn ich draussen lang laufe und die Sonne scheint, ein herrliches Wetter, dann denke ich daran dass er es nicht mehr wird geniesen können.

Ich fühle jetzt schon eine Leere in mir...Ich habe Frau und Kinder die ich sehr liebe und dennoch habe ich Angst dass ich im Gedanken an meine Eltern nicht mehr froh werde, endlos traurig bin und leer. Ich möchte speziell meine Kinder nicht mit meiner vorauseilenden Trauer belasten. Deshalb kann ich nicht reden, auch nicht mit meiner Frau, meiner Schwester.

Ich hätte noch so gerne so vieles mit meinem Vater unternommen und Freude mit ihm geteilt....

Manchmal frage ich mich ob es das Leben wirklich wert ist. Ich habe so viel Zeit verschwendet, hätte so viel schönes gemeinsam mit meinen Eltern tun können und nun fühle ich täglich dass die Zeit verrinnt.
Jetzt beginnt selbst mein Job eine Belastung zu werden obwohl ich ihn gerne mache. Aber jede Minute im Job ist auch eine Minute die ich nicht bei meinen Lieben bin.

Dann ist da noch meine Mutter die zwar Stärke zeigt aber ebenso Angst vor dem Tod meines Vater hat. Sie ist auch nicht die jüngste und pflegt ihn und lügt ihm was vor, so wie wir alle. Wir sagen ihm nicht dass er sterben wird. Er hat eh schon Panik und will nicht allein gelassen werden weil er Angst hat alleine zu sterben.
Ich frage mich wie es meiner Mutter gehen wird wenn Papa tot ist. Ich möchte nicht dass sie alleine ist und denkt ich kümmere mich nicht um sie oder sie ist mir egal. Ich liebe meine Eltern so sehr dass schmerzt und ich kann es ihnen nicht zeigen. Ich kann es einfach nicht!

Ich weis nicht wie es weiter geht. Noch ist Papa im Krankenhaus, bald wird er nach Hause kommen und ich weis dass ich nicht weis wann es soweit sein wird. Ich habe einfach Angst.

Tja, einstweile ist es das.....vielleicht gibt es da draussen jemand dem es zumindest ähnlich geht und vielleicht einen Hinweis geben kann, wie man sich vor so vielen schlechten Gedanken schützen kann.....
 
Hallo RobJul,

ich weiß nicht, ob meine Antwort Dir helfen wird.
Ich habe vor sechs Jahren innerhalb kürzester Zeit meinen Vater verloren und meine Mutter wurde schwer krank, so dass von ihr nur noch eine traurige körperliche Hülle übrig ist.
Mein Vater war lange schon krank und entgegen aller Vermutungen starb er dann sehr schnell.
Und meiner Meinung nach hatte er damit mehr Glück, als meine Mutter.
Ich denke, dass der Tod in manchen Fällen eine Gnade ist, die den Menschen die wir lieben, zu teil wird.
Betrachte ich den Leidensweg meiner Mutter würde ich ihr wünschen, dass sie endlich gehen darf, denn ihr Leben ist nicht mehr lebenswert zu nennen.

Wenn Du sagst, dass Dein Vater schon ein beträchtliches Alter erreicht hat und ein erfülltes Leben hatte, dann kann ich nur sagen, dass er damit doch schon großes Glück hatte!
Natürlich wird sein Tod Dir großen Kummer bereiten, aber Du hast das Glück, dass Du in einer liebenden Familie Halt findest!
Du wirst ihn vermissen, das steht außer Frage.
Aber es wird nach allem Kummer und der Trauer wieder eine Zeit geben, in der Du Dich lächelnd an die Zeit mit Deinem Vater erinnern wirst!
Ich wünsche Dir für die bevorstehende Zeit viel Kraft!
Doch einen Rat gebe ich Dir noch mit:
Verschließe Dich in Deinem Kummer nicht vor Deiner Familie. Du bist ihnen wichtig und sie merken ohnehin, dass es Dir zur Zeit nicht gut geht!
Gruß,
Raven
 
Hi RobJul,

manchmal hilft es wirklich, hier im Forum einfach mal seine Gedanken aufzuschreiben.

Ich hoffe es hilft, denn heilen kann ich deinen Vater wohl auch nicht.

Ja, es kommen böse Zeiten auf dich zu. Ich kanns auch nicht leugnen, und nein, auch wenn man über 50 ist und der Vater über 80, wird einen der Tod des eigenen Vaters nicht kalt lassen.

Natürlich wird das schlimm für dich, für euch, für deine Mutter, und ich kann verdammt gut verstehen, dass du dich dagegen ansiehst.


Aber lass nicht zu, dass das dein Leben zerstört! Das würde dein Vater bestimmt nicht wollen!

Also sieh nicht nur das negative!

Es ist nun einmal der Lauf der Dinge, dass wir Menschen nicht ewig leben. Das Leben, das bleibt erhalten, aber nicht dadurch, dass wir selber unendlich lange leben, sondern nur dadurch, dass wir es an unsere Nachkommen weitergeben. Irgendwann ist der eigene Körper halt am Ende, bei einen früher, beim anderen später. Dein Vater hat nicht das Pech, dass es ihn besonders früh erwischt. Und er hat Kinder und Enkel, die nun weiterleben.

Also nimm sie in den Blick, verfluche nicht das Leben und verzweifle nicht, sondern sei stark und kümmere dich um deine Liebsten, sie werden dich noch brauchen. Sei froh, dass du eine Familie hast, die zusammenhält, denn das tut sie offenbar, wenn ihr bis heute alle zusammenlebtin einem Haus.

Also richte deinen Blick nach vorne, auf die nächsten Generationen. Und verzweifle nicht, auch dann nicht wenn auch du eines Tages wirst abtreten müssen. Das Leben hast du schon längst weitergegeben, bis dahin vielleicht schon an die übernächste Generation. Dass in diesem ewigen Staffellauf des Lebens ein jeder von uns irgendwann zurückbleibt, tja, das ist halt so.

Ich wünsche dir all die Stärke, die du in der nächsten Zeit so bitter brauchen wirst!
 
Erst einmal: Deine Gefühle sind ganz normal! Habe mal gelesen, Eltern sterben immer zu früh und da ist mit Sicherheit etwas wahres dran. Dein Vater ist über 80 und das ist schon ein Geschenk. Das hat weder meine Mutter, noch mein Vater, noch mein Schwiegervater geschafft, was mich, insbesondere weil ich zwei ganz kleine Kinder habe noch immer oft traurig macht.
Du kannst, sollst und mußt traurig sein, aber ich verspreche Dir, dass das Leben weiter geht und Du irgendwann auch wieder Glück spüren kannst.
Alles Gute und viel Kraft!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo.

Wir alle müssen von Zeit zu Zeit Abschied nehmen und meist haben wir
das Gefühl es wäre zu früh oder man hätte was verpasst oder hat das Gefühl
irgendwas ausgelassen zu haben.
Hat alles seine Berechtigung und so ein Abschied ist nie einfach.
Dennoch sollte man auch sehen ob der Mensch gut gelebt hat und man auch tolle Momente mit ihm/ihr
verbringen durfte.
Dein Vater ist über 80 und hat bestimmt genug geleistet in seinem Leben u.a. dir das Leben geschenkt.
Somit hat er es mE verdient endlich vom Martyrium des menschlichen Daseins erlöst zu werden.

Nur für alle die jetzt eventuell mich für meine Sichtweise verurteilen und der Meinung sind
ich hätte noch kein Todesfall erlebt.....dem ist nicht so.
Ich bin mir bewusst das meine Sicht nicht die des allgemeinen Kodex ist.
Für mich gehört der Tod dazu und das Leben fragt nicht wann es einem recht wäre.
In meiner Weltsicht sollte man sich für jemand in diesem Alter freuen das er es geschafft hat
wenn es denn soweit ist
 
Lieber RobJul,

dem nahenden Tod lieber Angehöriger entgegenzublicken ist immer schwer. Schreiben kann da entlastend sein. Deshalb ist es völlig ok dieses Forum oder auch eine andere Form zu nutzen. Tu das ruhig.

Wie alt man ist, spielt da glaube ich nicht so eine große Rolle. Meine Mutter ist im Alter Deines Vaters. Der Gedanke, daß Ihre Lebenszeit endet, macht mich auch traurig.

Es ist schön, daß Ihr als liebevolle Großfamilie beieinander wohnt. Hat man ja auch nicht mehr so oft heutzutage. Euch sorgt und gegenseitig unterstützen könnt.


Aber was mir auffällt in Deinem Beitrag ist die Sprachlosigkeit. Wenn ich mich irre, dann verzeih. Aber es wirkt auf mich so. Du sagst, du kannst Deine Gefühle nicht mitteilen, Deine Ängste, kannst weder mit Frau noch mit Schwester oder Mutter Deine Sorgen teilen. Vor Deinem Vater versucht Ihr alles zu verbergen, obwohl ihm sicher auch klar ist, daß seine Lebenszeit endet. Er kennt ja sein Alter, wenn auch nciht die aktuelle Einschätzung der Ärzte. Du befürchtest, deine Mutter könnte denken, daß Du sie nach dem Tod des Vaters allein läßt. Du sagst Du liebst Deine Eltern sehr, aber kannst es ihnen nicht zeigen.


Vielleicht schaust Du Dir einfach diesen Punkt mal an. Und statt der vorweggenommenen Trauer versuche lieber die verbleibende Zeit zu nutzen. Da zu sein. Deine Liebe zu zeigen und die Zeit mit Deinen Lieben - allen Deinen Lieben - bewußt im Jetzt zu genießen. Und ihnen allen Deine Liebe zu zeigen und diese vielleicht auch auszusprechen. Und die Freude und Dankbarkeit über das Zusammensein im Jetzt zu spüren. Und auch Deinen Lieben die Möglichkeit einzuräumen, offen von ihren Ängsten zu sprechen. Du siehst ja, daß Deine Mutter Angst hat. Vielleicht auch Deine Schwester oder die Enkelkinder...

Und Deinem Vater zu versichern, daß Ihr ihn im Sterben nicht allein laßt. Daß Ihr seinen Sterbeprozeß liebevoll begleiten werdet. Egal, wann das sein wird.

Vielleicht ist dieses Buch eine Anregung für Dich: "Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben" Sogyal Rinpoche. Ich habe die Gedanken als außerordenlich hilfreich und tröstlich empfunden. Vor allem auch die Anregungen zur Begleitung sterbender Menschen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und trotz allem Zuversicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo allerseits,
ich weis eigentlich gar nicht warum ich mich hier angemeldet habe und schreibe. Brauche ich Rat? Ich weis es nicht. Möchte ich einfach Last abwerfen? Kann schon sein. Letztendlich hab ich irgendwie nicht die Möglichkeit meine Gefühle frei zu zeigen, zu weinen...ich weis nicht.
Ich muss das Internet nutzen um es wenigstens aufzuschreiben.
Tja, einstweile ist es das.....vielleicht gibt es da draussen jemand dem es zumindest ähnlich geht und vielleicht einen Hinweis geben kann, wie man sich vor so vielen schlechten Gedanken schützen kann.....

Hallo RobJul,
schön, daß Dein Weg hier vorbeiführt und Danke für Dein Vertrauen.

Es ist für Dich und für Deine Lieben eine völlig neue Lebenssituation. Das Leben, es klopft vorher nicht an und fragt, ob das, was geschehen soll, nun gerade zum passenden Zeitpunkt da ist.
Und in dieser nun vor Dir und Deinen Lieben anstehenden Lebenssituation hast Du meiner Ansicht nach genau das Wertvolle und Richtige für Deine Seele gemacht - das Internet genutzt, um das, was Dir auf dem Herzen liegt, aufzuschreiben.
Vertraue weiterhin Deiner Intuition und komme wieder vorbei, wenn Dir danach ist, um das, was Dir auf dem Herzen liegt aufzuschreiben.
Vor einigen Jahren schrieb ich mir das, was mir auf der Seele lag, vom Herzen und ich wußte damals nicht, ob das gut war oder nicht.... habs eine gewisse Zeit fast täglich gemacht (es war nicht hier). Es half mir sehr.

Beim Lesen spürte ich eine nach außen lebende Sprachlosigkeit, die innerlich ihren Ausdruck findet und die damit verbundenen Emotionen. Und es bleibt Dir selber überlassen, wie Du Dich Deinen Lieben gegenüber im Alltag verhälst. Leb es so, wie es für Dich von Tag zu Tag lebbar ist. Die Zeit ist da, um Abschied voneinander und miteinander zu nehmen.

Wünsch Dir Vertrauen, Hoffnung, Zuversicht und Kraft.

alles Liebe
Gastin
 
Danke für die lieben Worte, auch wenn es mir nicht wirklich was hilft. Ist nicht böse gemeint, aber wenn man sich so fühlt dann können ein paar geschriebene Worte nicht gleich eine Gefühlsänderung auslösen. Dennoch bin ich sehr dankbar dass Ihr euch alle meines Posts annehmnt....vielleicht doch eine kleine Hilfe.

Ja, heute werde ich mich mit dem Arzt persönlich unterhalten. Ich hoffe ja immer noch dass er mir wenigstens Hoffnung geben kann dass der Tod meine Vaters nicht qual- und schmerzvoll wird.
Ich weis ja dass das Leben nicht ewig ist und dass er bei ü80 irgendwann Abschied nimmt. Ich wünschte nur, es wäre ruhig im Schlaf nach einer qualenfreien Zeit.

Gestern waren wir im KKH mit Kindern. Sie wissen dass er krank ist aber nicht was schon sicher ist. Mein großer liebt ihn ganz besonders und hat gestern beim Abschied geweint. Als meine Frau ihn nochmal für ein Bild rein gebeten hat, wollte er nicht. Ich denke er hat eine Antenne dafür und weis was los ist, obwohl er erst 9 ist. Ich musste mich wegdrehen da ich eigentlich selbst hätte losweinen müssen. Das darf er nicht sehen!

Ich kann und will den Kinder nichts sagen und sie belasten. Die Mutter will ich nicht mit meiner Trauer und Angst zusätzlich belasten, sie trägt schon genug. Und meine Frau? Ich denke sie kennt mich sehr gut und weis dass es mir nicht gut geht. Warum soll ich ihr mehr sagen? Sie weis genau was die Ärzte gesagt haben und was passieren wird.
Das einzige was nicht ausgesprochen ist, zumindest nicht sooo deutlich, ist meine Angst und Trauer.

Ich will nicht vor ihr oder jemand anderem in Tränen ausbrechen. Ich muss Stärke zeigen. Ich bin doch der Mann im Haus, derjenige der alles plant und organisiert. Derjenige der immer um Rat gefragt wird. Wie kann ich jetzt Schwäche zeigen und Verunsicherung schaffen? Sollen die Kinder an mikr zweifeln? Soll meine Frau an mir zweifeln? Soll sie denken ich verfalle in Panik? Bin ich ein Weichei? Nein! Das geht nicht! Nein!

Nein, ich muss es in mich reinschlucken und auf bessere Zeiten warten. Ich muss meine Mutter und meine Kinder aufbauen.....auch wenn ich das selbst nötig hätte.

Nur die verlorenen Zeit, die kann ich nicht zurückholen. Auf der anderen Seite hat man nun Mal als Familienvater andere Aufgaben und Interessen. Ich war dennoch oft mit Papa zusammen, wir haben viel gesprochen, haben zusammen oft Fußball geschaut und uns zusammen gefreut oder zusammen die Niederlagen verarbeitet. Früher, als er noch konnte, haben wir oft zusammen am Haus gearbeitet. Wir haben oft zusammen gegessen, gefeiert, gegrillt, im Baumarkt einfach rumschlawenzelt wie das Männer manchmal lieben....

Trotzdem habe ich das Gefühl, jetzt wo es langsam dem Ende zu geht, ich hätte was verpasst oder nicht genug mit ihm gemacht. Wahrscheinlich wird es mir bei der Mutter genau so gehen.

Es ärgert mich dass es seit letztem Jahr so schlagartig so stark bergab mit ihm ging. Dass er nicht mal mehr hat in den Urlaub fahren können, worauf er sich so sehr gefreut hatte.


Wie gerne würde ich mit ihm ein mal in die Allianz Arena fahren. Er war noch nie in einem Fußball-Stadion und so ein großes, das fasziniert ihn jedes Mal im Fernsehen. Aber das wird nicht mehr möglich sein.


Naja, schauen wir mal wie sich die Sache entwickelt. Jetzt erst mal ins KKH. Mal sehen was jetzt kommt.


Bis bald. ich melde mich wieder.
 
Ich will nicht vor ihr oder jemand anderem in Tränen ausbrechen. Ich muss Stärke zeigen. Ich bin doch der Mann im Haus, derjenige der alles plant und organisiert. Derjenige der immer um Rat gefragt wird. Wie kann ich jetzt Schwäche zeigen und Verunsicherung schaffen? Sollen die Kinder an mikr zweifeln? Soll meine Frau an mir zweifeln? Soll sie denken ich verfalle in Panik? Bin ich ein Weichei? Nein! Das geht nicht! Nein!

Nein, ich muss es in mich reinschlucken und auf bessere Zeiten warten. Ich muss meine Mutter und meine Kinder aufbauen.....auch wenn ich das selbst nötig hätte.
Sorry aber des is Blödsinn.
Mein Vater meinte auch immer den starken spielen zu müssen.
Was hats mir gebracht ? nix bzw alles andere als was positives.
Ich bin emotional innerlich verhärtet sozusagen weil ich des eben so übernommen habe.
Gefühle zeigen sollte man...... es gibt keinen Grund sich dafür zu schämen
 
Lieber TE,

ich habe meinen Vater vor zwei Jahren verloren und meine Mutter ist krank und pflegebedürftig.

Kann mir vorstellen, wie dir gerade ums Herz ist.

Bitte überdenke deine Haltung bezüglich

"...Ich kann und will den Kinder nichts sagen und sie belasten. Die Mutter will ich nicht mit meiner Trauer und Angst zusätzlich belasten, sie trägt schon genug. Und meine Frau? Ich denke sie kennt mich sehr gut und weis dass es mir nicht gut geht. Warum soll ich ihr mehr sagen? Sie weis genau was die Ärzte gesagt haben und was passieren wird.
Das einzige was nicht ausgesprochen ist, zumindest nicht sooo deutlich, ist meine Angst und Trauer."

einmal in Ruhe.

Alle wissen alles. Spüren es.

Und du willst deine Emotionen "runterschlucken".

Für was?

Viel besser wäre es, ihr könntet euch gegenseitig trösten.

Aber dazu muss man auch Schwäche und verletzlichkeit zeigen können.

Und: Du schreibst, dass du deinen Eltern nicht zeigen kannst, dass du sie liebst. Sie werden es dennoch spüren. Halte ihre Hände. Schenke ihnen Zeit. vErinnert euch gemeinsam an glückliche Begebenheiten.

Viel Kraft wünsche ich dir.

Auch die Kraft, Schwäche zu zeigen.
 

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