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Mein Vater ruft ständig auf der Arbeit an

  • Starter*in Starter*in Schatzkammer
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S

Schatzkammer

Gast
Das Verhältnis zu meinem Vater ist schwierig. Er kommt immer nur an wenn er etwas von mir möchte. Sonst lässt er mich links liegen.

Leider hat er es sich jetzt angewöhnt auf der Arbeit anzurufen zum quatschen. Es sagt keiner was wenn man mal privat telefoniert. Trotzdem ist mir das unangenehm und stört.

Ich habe ihm schon ein paar Mal gesagt das ich auf der Arbeit keine Zeit habe. Er nur anrufen soll wenn es sich um einen Notfall handelt. Nicht zum plaudern.

Ich schlage andere Uhrzeiten vor zum telefonieren z.B. wenn ich Feierabend habe. Das passt ihm dann wieder nicht. Er ist Rentner und hat keine Zeit. 😉Vorher war das nicht so. Da hat er brav nach Feierabend angerufen.

Wie kann ich meinem Vater das auf Arbeit anrufen abgewöhnen? Ich habe schon Kollegen ran gehen lassen und sagen lassen ich bin nicht da. Dann habe ich den Terror auf dem Handy und er ist wütend, wenn ich nicht rangehe.

Übrigens mein Vater ruft erst gar nicht zurück wenn er keine Lust hat. Angeblich hat er es nicht gesehen. Mein Vater hat ständig das Handy in der Hand. Das kann er gar nicht übersehen haben und macht das aus Bosheit. Wenn ich das gleiche mache ist sonst was los.
 
Leider hat er es sich jetzt angewöhnt auf der Arbeit anzurufen zum quatschen.
Zum Quatschen gehören ja immer zwei. Er ignoriert deine Grenzen, weil er es kann und es funktioniert.

Du musst konsequent sein. Und er wird natürlich nicht erfreut sein darüber, einen friedlichen Weg gibt es nicht. Also ein "Ich kann hier nicht telefonieren, ruf mich nachher an, bis später!" raushauen und das Gespräch beenden. Nervt er per WA, kurz "ich werde für Privatgespräche nicht bezahlt" schreiben und danach ignorieren.
 
Wieso lässt du dir das gefallen? Er hat dir doch mehrfach gezeigt, dass du ihn scheiß egal bist und es nur um seine Belange geht.

Er ist alt, ihm ist als Renter halt langweilig und braucht deshalb nen Dummen, um sich davon abzulenken.

Er wird sich nicht zum Positiven verändern. Das habe ich bei meinem Alten auch schon aufgegeben. Ich habe damals wegen seinem Terror die Telefonnummer gewechselt und musste mit meinem Mann schon mit rechtlichen Konsequenzen drohen, damit er den dauerhaften Telefonterror und Stalking sein lässt. Jetzt schreibt er nur alle paar Monate auf WA meines Mannes wie "furchtbar einsam er sei und ich mich doch mal melden könnte" und bemitleidet sich selbst auf Socialmedia. (Tja, selber Schuld, hätte er mal die Füße still gehalten, mich bei meiner Entscheidung mit meiner Mutter respektiert und gewisse Aktionen sein gelassen, wäre es garnicht so weit gekommen)
 
Hallo Schatzkammer,

wenn man älter wird, ist das kein kontinuierlicher Prozess. Dass einem das Leben immer wieder Dinge wieder nimmt, die es einem einmal so scheinbar großzügig geschenkt hat, kann einen ziemlich hart treffen und dies zu erkennen, führt nicht immer zu rationalen Entscheidungen. Sich wichtig genommen zu fühlen, kann zu solchen Anrufen führen, wie es Dein Vater tut.

Natürlich sollte er selbst solchen Rückschritten entgegen wirken, denn Deine Argumente sind stichhaltig und nachvollziehbar. Aber vielleicht muss Deine notwendige Absage nicht ganz so dramatisch und aggressiv ausfallen, wie es hier zum Teil vorgetragen wurde. Vielleicht trefft ihr in einem persönlichen Gespräch eine Übereinkunft, wie ihr das besser regeln könnt und Du gibst ihm einen Zettel mit Deinen Anrufzeiten. Ja, das klingt etwas lächerlich, aber wenn er gerade einfach mit einem schlechten Gedächtnis oder seinen Gefühlen von Angst, Wut und Trauer zu kämpfen hat, dann kann dies eine kleine Hilfe sein.

So oft wird vorausgesetzt, dass Menschen manche Dinge einfach im Griff haben müssen, aber das ist keine Selbstverständlichkeit und kann sich immer mal wieder ändern.
 
Hallo Schatzkammer,

wenn man älter wird, ist das kein kontinuierlicher Prozess. Dass einem das Leben immer wieder Dinge wieder nimmt, die es einem einmal so scheinbar großzügig geschenkt hat, kann einen ziemlich hart treffen und dies zu erkennen, führt nicht immer zu rationalen Entscheidungen. Sich wichtig genommen zu fühlen, kann zu solchen Anrufen führen, wie es Dein Vater tut.

Natürlich sollte er selbst solchen Rückschritten entgegen wirken, denn Deine Argumente sind stichhaltig und nachvollziehbar. Aber vielleicht muss Deine notwendige Absage nicht ganz so dramatisch und aggressiv ausfallen, wie es hier zum Teil vorgetragen wurde. Vielleicht trefft ihr in einem persönlichen Gespräch eine Übereinkunft, wie ihr das besser regeln könnt und Du gibst ihm einen Zettel mit Deinen Anrufzeiten. Ja, das klingt etwas lächerlich, aber wenn er gerade einfach mit einem schlechten Gedächtnis oder seinen Gefühlen von Angst, Wut und Trauer zu kämpfen hat, dann kann dies eine kleine Hilfe sein.

So oft wird vorausgesetzt, dass Menschen manche Dinge einfach im Griff haben müssen, aber das ist keine Selbstverständlichkeit und kann sich immer mal wieder ändern.
Super formuliert.
In solchen Fällen ist es sehr ratsam, sich in die Gedankenwelt der anderen Person hinein zu versetzten. Am Ende hat man die höhere Chance für beide Seiten eine zufriedenere Lösung zu finden.
Ich habe bei deinem Vater den Eindruck, dass mehr dahinter steckt:
- beginnende Demenz,
- Depression,
- allgemeine Unzufriedenheit,
- Einsamkeit,
- fehlende Beschäftigung.
Wenn man diese Punkte betrachtet, dann kommt man vielleicht zu einer Lösung, die nicht nur die störenden Anrufe bei der Arbeit unterbinden.
 
Das habt ihr beiden obigen recht gut formuliert..Mein Statement war ein wenig hart. Ich gebe es ja zu

Manchmal benötigt es hartes Durchgreifen.

Meine Freundin ist vor 20 J an Schizophrenie erkrankt und gibt Antworten auf WhatsApp da kann ich teilweise nur schlucken.

Auf meine Info, dass mein Vater verstorben ist gab es einen Lachsmilie zurück. Ich gehe da heute schon gelassen mit um....

Trotzdem würde ich es Deinem Vater noch mal konsequent erklären dass es nicht geht ständig auf der Arbeit anzurufen (wobei mein Vater in den letzten 2 Jahren auch angerufen hatte. Er brauchte ständig irgendwas und klar, wenn die Kraft fehlt es selbst zu tun....was soll man machen). Gott sei Dank war es bei der Kollegin 2 Jahre mit ihrer Mutter ähnlich, so dass die Kollegen es gut toleriert haben

Kolya
 
Super formuliert.
In solchen Fällen ist es sehr ratsam, sich in die Gedankenwelt der anderen Person hinein zu versetzten. Am Ende hat man die höhere Chance für beide Seiten eine zufriedenere Lösung zu finden.
Ich habe bei deinem Vater den Eindruck, dass mehr dahinter steckt:
- beginnende Demenz,
- Depression,
- allgemeine Unzufriedenheit,
- Einsamkeit,
- fehlende Beschäftigung.
Wenn man diese Punkte betrachtet, dann kommt man vielleicht zu einer Lösung, die nicht nur die störenden Anrufe bei der Arbeit unterbinden.
Liest sich für mich eher wie ein kleines Kind, das den ganzen Tag lang dauerbespaßt werden will, weil es zu faul ist, sich selber eine Beschäftigung zu suchen. Das ist ein Erwachsener, bitteschön, er soll sich daher gefälligst auch wie ein solcher benehmen und nicht lästig fallen. Oder meint er, daß der Arbeitgeber dauernde Privatgespräche seiner Angestellten toll findet? Rücksicht ist auf jeden Fall ein Fremdwort für diesen Mann, das merkt man klar. Konsequent blockieren, sag ich da nur. In Deinem eigenen Interesse.
 

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