Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Mein unkorrektes Verhalten im Teamgespräch?

G

Gast

Gast
Guten Morgen,

ich benötige mal Eure Meinung und Tipps:

Ich teile mir einen Aufgabenbereich mit einer Kollegin. Im großen und ganzen können wir uns gegenseitig vertreten, bis auf einen Punkt. Meine Kollegin verschiebt die Einarbeitung hier seit Jahren! Da sie sehr häufig krank ist, kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten. Der Kunde muss vertröstet werden, etc.

Was mich wundert ist auch, dass unserer Chef wenn sie da ist und alles läuft mich auch nicht in dieses Projekt involviert. Es scheint ganz ihres zu sein. Auf der anderen Seite erwartet er aber, dass ich mich -wenn Not am Mann ist (Krankheit der Kollegin) - damit beschäftige. Er hat dann Druck durch den Kunden logischerweise. In einem persönlichen Gespräch habe ich ihn und natürlich die Kollegin darauf angesprochen. Ich werde jedoch vertröstet oder es wird mir sehr schwammig darauf geantwortet (müssen mal schauen, etc.).

Als ich vor 2 Wochen aus dem Urlaub gekommen bin, habe ich die Kollegin erneut auf das Thema Einarbeitung angesprochen. Sie antwortete mir, dass der Kunde großen Druck gemacht hätte und sie jetzt dieses Projekt ganz schnell und alleine bearbeiten möchte. Es wäre keine Zeit für die Einarbeitung. Sie hat vorgeschlagen, dass wir dieses im nächsten Quartal am Besten machen sollen. Am nächsten Tag war sie krank. Der Chef kam erneut auf mich zu und fragte mich, wie weit ich mit der Einarbeitung sei. Ich reagierte wahrscheinlich zu heftig, indem ich ihm erzählte, dass ich jetzt wieder erneut meine Kollegin danach gefragt hätte und ich immer noch nicht eingearbeitet sei. Ich könne diese Arbeit nicht erledigen. Er rollte mit den Augen und verließ das Zimmer.

Am nächsten Tag fand unsere Teambesprechung statt und eine Kollegin meint, ich solle das Thema Einarbeitung da mal ansprechen..... was für ein Fehler! Ich erklärt dort, wahrscheinlich erneut zu emotional, dass mich dieses Thema beschäftigt und mich auch unter Druck setzt. Das Projekt sei anhand der Aufzeichnung nicht durchzuführen und einfach zu erarbeiten. Es gibt viele Absprachen mit dem Kunden und es müsse auf viele Details geachtet werden. Ich bat um einen Plan wie und wann man dieses (Einarbeitung) durchführen könnte. Auch sollte dieses, wenn möglich, nicht zwischen Tür und Angel passieren, etc.

Mein Chef lachte mich regelrecht aus und meinte, dass dieses daneben sei und kein Thema für eine Teambesprechung! Dieses könnte ich in einem vier Augen Gespräch mit ihm und der Kollegin besprechen. Wenn meine Kollegin jetzt dabei sei, würde sie sich verletzt fühlen. Was ich dadurch erwarten würde.... Dieses Thema soll auch nicht in das Protokoll kommen. Es gab durchaus Kollegen die mich in dem Teamgespräch unterstützten, andere die sich zurückgehalten haben und wahrscheinlich meine Kollegin alles erzählen. Mein Chef meinte, dass er sich da bisher rausgehalten hat weil er davon ausgeht, wenn er mit der Kollegin besprochen hat mich einzuarbeiten würde es wohl auch funktionieren... Tut es aber seit Jahren nicht! Jetzt sieht er sich gezwungen durch mich, sie gleich nach ihrer Krankmeldung darauf anzusprechen.

Jetzt habe ich wahrscheinlich durch dieses Aktion das Betriebsklima mit meiner Kollegin so richtig gestört. Soll ich es ihr von mir aus erzählen? Die Einarbeitung wird (wenn überhaupt) jetzt bestimmt nicht optimal laufen. Am liebsten würde ich alles rückgängig machen (klar geht nicht) und wieder wie bisher meinen Mund halten. Dann kann ich es halt nicht. Dieses Thema ist aber ein rotes Tuch für mich und ich habe über reagiert. Ich kann mich auch schlecht abgrenzen.

Mir ist richtig elend zu Mute, was kann ich jetzt überhaupt tun um die Wogen zu glätten?

Danke schon mal.
 
Also erstmal, wenn du deinen "Mund gehalten" hättest, würde sich erst recht nichts ändern. Ich kann kein unkorrektes Verhalten bei dir sehen. Im Gegenteil, du hast auf ein Versäumnis (dich einzuarbeiten) hingewiesen, auf ein Problem, das dich schon seit längeren in dieser Firma zu Recht stört - und deinen Chef doch auch hätte stören müssen...

Ich wundere mich, dass dein Chef es so hinbiegen will, als wenn er erst seit dem Teamgespräch davon wüßte, denn du hattest ja schon vorher sowohl die Kollegin als auch den Chef darüber informiert. Insofern finde ich's jetzt schade, dass du dir diese Sorgen machst, und ich denke, wenn du jetzt auch etwas genervt reagiert hast - ist das verständlich.

Für mich hört es sich ein wenig nach Geklüngel an (Chef - Kollegin), oder warum auch immer man diese Einarbeitung hinauszögert... Und da würde ich versuchen, mich nicht irritieren zu lassen und mir keine Gedanken machen, denn im Grunde hast du dich sehr verantwortungsbewußt und doch auch im Sinne der Firma verhalten. Das sollte dein Chef eigentlich zu würdigen wissen.
 
Hallo Mac,

vielen Dank für deine Aufbauenden Worte.

Leider sieht es mein Chef anders. Er fühlt sich jetzt auf die Füße getreten.

Ja was und warum es bisher so gelaufen ist, kann ich auch nur Raten. Verständlich ist es für mich nicht. Denke da spielt eine große Rolle auch das Konkurrenzdenken mit. Meine Kollegin macht sich durch dieses Projekt ziemlich unentbehrlich und möchte es deswegen nicht preisgeben. Tja und mein Chef möchte keinen Druck ausüben weil..... er es sich mit ihr nicht verderben will. Schon alles merkwürdig und ziemlich nerviges miteinander in der Firma. Nur blöd, dass sie so häufig krank ist.

Bin der ganzen Sache einfach nur mittlerweile müde. Ich möchte und wollte diesen Druck von mir abwenden, denn in Aktion sollten langsam andere kommen ???
 
Bin der ganzen Sache einfach nur mittlerweile müde. Ich möchte und wollte diesen Druck von mir abwenden, denn in Aktion sollten langsam andere kommen ???

Richtig! Wenn dein Chef nicht in Aktion kommt - oder seine liebe Mitarbeiterin darum bittet, ist es für dich unmöglich, die von ihm gewünschten Aufgaben zu erledigen - und bist auch nicht dafür verantwortlich. Du hast dein Bestes gegeben, hast wirklich alles versucht - mehr kannst du nicht tun.
Liebe Grüße!
 
Du hast auf die Missstände mehr als 1x hingewiesen und Dein Bestes gegeben.
Du hast es sogar in der Teamsitzung angesprochen und hast dafür x Zeugen.
Spricht alles nur für Dich. Ich kann keine Verfehlung entdecken.

Ich würde sie jetzt voll auflaufen lassen. Alle beide. Du kannst es nicht machen, da
Du nicht eingearbeitest wurdest. Also bleibt der Kram liegen. Kann Dir egal sein.
Wenn Deine Kollegin laufenden Meter krank ist, kann das nicht Dir angelastet werden.
Ist ihr Problem bzw. das vom Chef und nicht Deines.

Mach Deinen Job so gut es geht, leg dann Deinen Griffel weg und geh heim. Lass
nicht die Probleme anderer zu Deinen werden. Sonst hast Du den Affen auf der
Schulter sitzen und den bringst Du nicht mehr weg.

Langfristig würde ich mir ernsthaft überlegen, ob der Laden für Dich der Richtige ist, denn
Dein Chef scheint nicht hinter Dir zu stehen. Im Gegenteil, Du stubst ihn mit der
Nase drauf und Du bekommst nur den Hohn und Spott ab. Ganz schlechtes Klima.

Es ist an der Zeit, dass Du den Spieß umdrehst. Verkauf Dich nicht unter Wert.

Lass sie auflaufen. Manche brauchen das, um mal auf den Boden der Tatsachen
zurück zu kommen. Ist nicht Dein Problem.


Manni
 
Ach ja, vielen Dank,

Muss wirklich lernen mich abzugrenzen - ohne mich vor anderen zu entblößen. Meine Kollegen und mein Chef schleichen irgendwie merkwürdig um mich herum. In die Köpfe kann ich nicht schauen, fragen und wieder aufwühlen möchte ich auch nicht.

Für eine andere Kollegin wurde zum Geburtstag gesammelt. Normalerweise lege ich auch für meine Zimmerkollegin aus. Diesmal hat das eine andere Kollegin übernommen. Es machte evtl. doch den Anschein, dass ich meine Kollegin schlecht gemacht habe...oder sauer bin? Krieg möchte ich nun wirklich nicht, nur klare Planung.

Nächste Woche müsste theoretisch meine Kollegin wiederkommen.Tja, mal schauen wie sie reagiert. Bestimmt wieder kühl, distanziert.

Schon eine (an-)spannende Situation.
 
Also, ich sehe bei dir überhaupt keinen fehler.

Du hast dich bemüht, deine Aufgaben zu erfüllen und immer wieder nachgehakt, dass du eingearbeitet wirst.

Du hast die Teamrunde genutzt, um Probleme anzusprechen und sorry, genau dafür sind Teamrunden da, was soll ich da sonst besprechen?

Und du hast vor der Teamrunde die Kollegin direkt angesprochen, also auch diesen Weg genutzt.

Alles richtig. Scheinbar hat dein Chef einen Liebling entdeckt und will diesen jetzt schützen und "nursen".

Nicht jede Führungskraft hat diesen Posten auch verdient, denn gleiche Behandlung aller Mitarbeiter gehört zu seinen Aufgaben.

Also ärgere dich nicht und überlege, ob du bei so einem unkollegialen Verhalten in Zukunft deine Arbeit erledigen möchtest.

Du kannst sicher noch mal das Gespräch suchen, aber es wirkt so, als hätte man bereits eine vorgefertigte Meinung von dir, die nicht gut aussieht.
 
Im Moment sieht es - vielleicht - nicht so gut aus. Es kann aber auch sein, dass sich dein Chef in dieser Teambesprechung dermaßen ertappt - i.S. von chaotischen Zuständen - gesehen hat und versuchte, sein Ansehen vor den anderen so gut es geht zu retten, - allerdings auf unschöne Art.

Ich würde jetzt erstmal abwarten, wie es sich demnächst entwickelt. Mal angenommen, er würde dich weiterhin immer noch fragen, ob du "diese Arbeit" erledigen kannst, - das wäre einfach nur noch LÄCHERLICH... Da wäre es jetzt sinnvoll, er würde bald mit einem vernünftigen Konzept kommen, dich entweder einzuarbeiten mit allen Konsequenzen - oder dich endgültig davon zu befreien. Er ist jetzt am Zuge, für eine gewisse Grundordnung zu sorgen und sollte mit deiner konstruktiven Kritik umgehen können. - Und dann würde sich die momentane Stimmung und Verunsicherung deiner Kollegen auch wieder entspannen. Hängt vieles von ihm ab (...oder doch nur Klüngelei...). Das würde ich mal beobachten und ob die Arbeit weiterhin deinen Vorstellungen entspricht.
 
Die Verantwortung, die Arbeit zu organisieren, hat ausschließlich Dein Chef.

Es ist seine Aufgabe eine ordnungsgemäße Erfüllung der Arbeit im Vertretungsfall sicherzustellen. Daher bekommt er ja auch den Druck des Kunden zu spüren, wenn der Vertretungsfall eintritt und er die Vertretung nicht ordnungsgemäß geregelt hat.

Seiner diesbezüglichen Verantwortung ist er nicht nachgekommen. Er hat als Chef in diesem Punkt vermutlich versagt, weil er zwar Deine Kollegin vermutlich regelmäßig darauf angesprochen hat, aber sich von ihr hat vertrösten lassen und keine Konsequenzen gezogen hat, nachdem sie auch nach Jahren seiner Aufforderung nicht nachgekommen ist. Wenn dem so ist, dann wird er sich in dieser Teamsitzung bloßgestellt gefühlt haben und hat deshalb versucht, Dich lächerlich zu machen und darauf bestanden, daß das auf gar keinen Fall ins Protokoll kommt.

Vielleicht hat er aber auch weitsichtig entschieden, daß er gute Gründe hat, den Konflikt mit Deiner Kollegin nicht auszutragen und darauf verzichtet, sein Anliegen durchzusetzen, weil er die Kollegin aktuell tatsächlich nicht mit der zusätzlichen Einarbeitung belasten möchte oder weil die Kollegin an andere Stelle eine so hervorragende Arbeit leistet, daß er bereit ist, darüber hinwegzusehen, daß sie sich in diesem einen Punkt solche Freiheiten rausnimmt und die Einarbeitung immer wieder verschiebt. Dann kann er dazu natürlich nicht offen stehen, da ein solches Verhalten eines Chefs durchaus zu Unruhe im Team führen kann.

So oder so, ist für Dich wichtig, daß Du die Einarbeitung immer wieder eingefordert hast - was ja auch ein Entgegenkommen Deinerseits ist, denn nicht nur für die Kollegin bedeutet das Mehrarbeit, sondern auch für Dich.

Auch die Tatsache, daß Du im gesamten Team noch mal auf die Problematik der mangelnden Einarbeitung hingewiesen hast und Deine Bereitschaft demonstriert hast, würde ich deshalb positiv sehen.

Da die Einarbeitung bisher nicht erfolgt ist, genügt es, wenn Du im Krankheitsfall den Druck von Kunden und Chef freundlich aber bestimmt an den Chef zurückspielst. Da letzendlich das Versäumnis oder die bewußte Entscheidung des Chefs, nicht stärker auf die Einarbeitung zu drängen, das Problem verursacht hat.


Zum Umgang mit Chef, Kollegin und Kollegen würde ich bei Gelegenheit einfach noch mal klarstellen, daß es Dir ein Anliegen war, Deine Bereitschaft zur Einarbeitung zu zeigen und auf die Problematik der mangelnden Einarbeitung hinzuweisen, die Dich belastet, und Du deshalb im Sinne des Unternehmens und des Kunden das Wort ergriffen hast, aber Du weder Chef noch Kollegin in ihrer Kompetenz in Frage stellen wolltest.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 2) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben