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mein sohn macht mich wahnsinnig...!!!

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Lischen

Gast
ich weiß nicht mehr was ich machen soll...! mein sohn treibt mich in den wahnsinn. ich halt diese blöde trotzphase nicht mehr aus...

mein kleiner wird nächsten monat 4 und diese trotzphase zieht sich bestimmt schon 1,5 jahre. er folgt mir überhaupt nicht mehr. egal was ich mache, es ist nicht recht. unser hauptproblem ist das aufräumen. nicht mal wenn ich ihm helfe ist er bereit dazu. ich hab echt schon alles probiert. klar, viele von euch werden sagen, mit knapp 4 ist er noch zu jung dafür, aber irgendwann muss ers doch lernen oder? ich meine, ich helfe ihm ja auch und es sind eigentlich immer überschaubare mengen...
ich muss ständig schimpfen und schreien aber nichts hat wert. ich hab seine sachen schon des öfteren in den keller geräumt, seine lieblingsspielsachen im wohnzimmer versteckt, sogar schon sachen in den müll!!! geschmissen... ich habs mit belohnungen probiert etc. letzten endes hab ich den spieß mal umgedreht und seine ganzen sachen auf dem kinderzimmerboden ausgeleert und alles schön verteilt dass man nicht mal mehr laufen konnte. das einzige was er dazu gesagt hat war: "ich mag diesen saustall aber nicht haben". aber dennoch hat es ihn doch nicht gestört und er hat sich einfach auf die sachen draufgelegt, mir die zunge gestreckt und auf den sachen weitergespielt...

ich bin jetzt schwanger (und freu mich wahnsinnig darüber, also nicht falsch verstehen) und darf mich eigentlich auf grund von komplikationen nicht aufregen. ich bin echt am ende! kann mir vielleicht jemand nen tipp geben, wie ich das in den griff kriege?
 
Ich denke aufräumen ist einfach doof ....

Langweilig .... wer räumt schon gerne auf ....

Ich hab mit meinem Sohn immer ein Spiel draus gemacht ... die kleinen wollen ja immer zeigen wie groß sie sind.
Ich hab mit ihm "Wettaufräumen" gemacht ... Ich in der Küche gespült. Und er im Zimmer ... wer als erster fertig ist hat gewonnen .

Oder sag ihm wir räumen beide zusammen auf , und dann gehen wir auch zusammen auf den Spielplatz.

Und wichtig konsequent bleiben , wenn er z.b gerne Sesamstraße guckt darf er nicht gucken wenn sein Zimmer nicht aufgeräumt ist , und das dann auch durchziehen damit er sieht Du meinst das ernst...

Liebe Grüße Shalimar
 
Ich bin zwar nur eine nanny aber hatte mit Kindern oft das gleich Problem. Heute hol ich meinen Zaubersack raus und alles funktioniert. NImm dir einen Sack, verziehr ihn oder so und sag deinem Jungen, dass alles was er nicht aufraeumt fuer 1 Woche da rein wandert und erst dann wieder rauskommt. Wenn er dann 1 Woche auf seine Lieblingsspielsachen warten muss, wird er es sich dan schon anders ueberlegen und sie wegraumen. Sei aber auch realistisch wenn es um Ordnung geht. Er ist zwar meiner meinung nach alt genug zum aufraeumen, aber dennoch sollte man es nicht blitze blank erwarten. Die Kinder dei ich betreue wissen, solange nichts am boden liegt und einigermassen ansehlich verstaut ist, ist das ok. Sag ihm was du von ihm erwartest und was passiert sollte er es nicht tun. Und wie mehr du dich aufregst desto mehr fuehlt er sich in Kontrolle. Seit ich den Zaubersack habe, rege ich mich weniger auf und die Kinder treten nicht mehr so oft den Machtkampf an. Es hat ca. 2-3 Wochen gedauert, und seither ist alles aufgeraumt.

Ist ein versuch wert.

(PS: falls du interesse hast, kauf dir doch das Buch von Jan-Uwe Rogge mit dem Titel Eltern setzen grenzen. Das beste Buch ueber Kinder das ich je gelesen habe. Sehr viele Beispiele und super tipps. Kostet ca. 10 Euro )

Viel Glueck
 
Schimpfen nützt nichts, er fühlt sich nur ungerecht behandelt, weil Kids eben anders ticken.
Die Sachen auf den Boden leeren hat noch weniger Sinn, denn durch DAS Chaos steigt er selbstverständlich nicht.
Er hat nun bemerkt, dass er über seine Ich-will-eben-nicht-aufräumen-Sturheit über Dich Macht hat, und das ist momentan interessant, da fühlt er sich groß.
Wenn wir Kinder bekommen, sind sie wie ein Geschenk, von dem man eine Papierlage nach der anderen auspackt und immer wieder neu überrascht ist. Was für ein erwachsener Mensch unser Kind wird, kommt erst spät zum Vorschein.
Vielleicht ist er/wird er ein sehr stolzer, durchsetzungsfähiger Typ. Jeder macht gern etwas, zu dem er das Talent hat. Kinder entdecken ihre Talente, zu denen auch Charaktereigenschaften gehören.
Meine Tochter war auch so. Sie bastelte sogar etwas, das sie dann an die Wand klebte. Sie bemalte die Wände und hatte dazu einen unbändigen Drang. Einmal fand ich 34 Schnecken, als ich sie morgens weckte. Diese Tiere klebten an den Wänden, hingen am Bett.......

Ich verzweifelte, erklärte, steckte die Sachen, die rumlagen in einen Zaubersack, räumte mit ihr zusammen auf (sie guckte zu und weigerte sich mitzumachen, weinte, schrie) - zwecklos!
Bei meiner Nichte lief alles, kein Thema. Meine Schwester wunderte sich auch über mein Kind. Tja! Das Mädel war eben so!
Ich habs aufgegeben, räumte selbst auf. Alle pädagogisch wertvollen Tipps hatte ich versucht. Ich tat die Arbeit von nun an immer selbst und achtete darauf, dass sie das Zimmer nicht so oft chaotisierte.Mein Argument: "Wer aufräumt, darf bestimmen, was in dem Zimmer gemacht wird." Sie musste fragen: "Darf ich die Eisenbahn aufbauen?" Wenn sie fertig gespielt hatte, musste sie Bescheid sagen, dann räumte ich die Eisenbahn weg. Ich lies sie warten, bis ich dazu Zeit hatte. Das dauerte etwa 10 Minuten (für ein Kind ist das lange).

Sie DURFTE auch nicht mehr aufräumen, bis sie "größer sei". Wenn ich aufgeräumt hatte, durfte sie wieder fragen:" Darf ich nun den Bauernhof aufbauen?" Ich antwortete: "nein, mein Schatz, jetzt nicht. Bitte sei mir nicht böse, aber ich habe heute noch so viel in der Küche zu tun, dass ich es nicht schaffe, nachher den Bauernhof wieder aufzuräumen. Bitte spiel was anderes, was ich leichter aufräumen kann!" Ich gab ihr einen Kuss, lächelte lieb......Sie verstand mich, Mama hat viel Arbeit.

Und dann? Was meinst Du, wie schnell sie "größer wurde" und Mama helfen konnte!
Die gebastelten Elefanten an die Wand zu kleben und die Tapete zu ruinieren, konnte ich ihr 5 Jahre lang nicht abgewöhnen, aber das Aufräumen klappte. Guter Kompromiss, oder? Übrigens ist sie heute noch kreativ, bastelt, malt, ......(sie ist nun kein Kind mehr)

Liebe Grüße,
Annalina
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Lischen!

Das Problem, das Du schilderst, hatten wir hier schon öfters.

Erst mal möchte ich Dir sagen, daß Du Dich irrst, wenn Du von einer „Trotzphase“ sprichst.
Leider denken viele junge Eltern so, und sie meinen, sie müssten es aushalten, bis sich das Kind da raus entwickelt hätte.

Aber, es ist ein ganz natürlicher Vorgang der kindlichen Entwicklung, sobald es laufen und sprechen kann, seine Umgebung auszutesten.

Das braucht das Kind, um sich orientieren zu können, und zu lernen, was gut und schlecht, was richtig und falsch ist.

Erziehung bedeutet, das Kind zu FÜHREN, nicht es zu LASSEN!

Dann verstehe bitte, daß man von einem Kind bis zu 7 Jahren keinerlei Vernunft erwarten kann. Dazu ist es noch nicht fähig.
Das bedeutet, DU bist die FÜHRUNGS- und BEZUGSPERSON:

Was Du sagst, ist Gesetz. Wird dieses nicht eingehalten, erfolgt die Konsequenz. In Form von Verboten (Fernsehen, Sandmann, oder eben Sesamstraße usw.)
Das funktioniert schon mal gut.

(Natürlich wird zuerst mit Belohnung probiert)

Jedes Kind ist anders, und wenn das nicht zieht, musst Du etwas härter rangehen.
Aber diskutieren ist völlig falsch!

Wie ich annehme wehrst Du Dich gegen einen Klaps auf den Hintern, aber lass Dir gesagt sein, daß dies ein notwendiges Mittel ist, wenn das Kind etwas hartnäckiger ist.

Auf keinen Fall darfst Du aus diesen Macht-Test-Spielen, die, wie gesagt normal sind, als Verlierer rausgehen!!!

Kinder haben gute Nerven, und Geschrei bestätigt nur ihre Aktionen. Sie bekommen Reaktionen, die aber zur Folge haben, daß sie ihr ganzes Leben auf verbale und vielleicht körperliche Gewalt ausrichten werden.

Kinder brauchen (!!!) viele kleine Grenzen, sie brauchen Liebe und Konsequenz.

Aus Kindern, die das nicht bekommen, wird genau das, was Du täglich auf unseren Straße und in den Schulen sehen kannst.

Eine antiautoritäre, also schwammige Erziehung nützt dem Kind nicht, sie schadet ihm.

Dein Kind hat noch keinen Respekt vor Dir gelernt, der ist aber notwendig, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen.

Und mit dem Wegwerfen von rumliegenden Sachen kommst Du an, wenn Deine Sohn 14 ist.

Ich hab Situationen beobachtet, in denen mit einer 4jährigen diskutiert wurde, weil sie sich nach dem Essen die Hände waschen sollte.

20 Minuten lang: „Ach geh doch; du sollst doch; hörst du nicht“ usw.
Schließlich wurde das Geschrei immer größer, die Nerven blank- eine Katastrophe!

So geht es nicht!

Es gibt sicher gute Literatur zur Kindererziehung, aber auch viel Müll, geschrieben von ebenfalls unerzogenen Leuten mit missratenen Kindern.

Wenn Du etwas findest, wo die Begriffe : Liebe, viele kleine Grenzen und Konsequenz vorkommen, bist Du richtig.

Bedenke auch, daß es mit jedem Tag, den Du wartest, etwas zu ändern, die Sache immer schlimmer wird.

Und wenn das zweite Kind da ist, kommt noch ein Problem hinzu, nämlich die Eifersucht des Großen.

Bis dahin solltest Du den kleinen Großen unbedingt in den Griff bekommen, sonst wirst Du das nicht überstehen.

Mein kleiner Neffe, der ebenfalls keinerlei Erziehung genießt, hat ein oder zwei mal von mir die Fliegenklatsche auf dem Hintern gespürt.
Bei mir läuft er gerade, weil er weiß, daß ich Dinge nicht zweimal sage!
Und er liebt mich.

Zuhause mit seinen Eltern ist es seit 11 Jahren eine Katastrophe, nur Theater, jeden Tag, die Alten mit den Nerven am Ende, jeden Tag. Und so soll ein Kind aufwachsen?
Was soll den aus dem Kind werden, es hat jetzt schon genug Probleme in der Schule, mit anderen usw.?

Respekt vor anderen Menschen wird ihm jetzt mit Gewalt von seinen Mitschülern beigebracht, weil die Eltern es beharrlich vermeiden, ihrem Sohn dabei zu helfen, daß er LEBEN LERNT.........

Viele Grüße

Marcus

P.S.: Besorg Dir schnell eine Fliegenklatsche, die wirkt Wunder!!! 🙂
 
hallo,

erstmal vielen lieben dank für die vielen ratschläge. das mit dem "zaubersack" hatte ich ja schon mehrere monate probiert, hat aber leider nichts geholfen...

was ich jetzt aber noch schreiben will um missverständnissen vorzubeugen: ich komme mit meinem kind sehr gut klar! wir verstehen uns prächtig. wir haben viel spaß zusammen und an liebe mangelt es auch nicht. er ist eigentlich auch total "pflegeleicht". der einzige punkt, bei dem es ärger gibt ist eben das aufräumen.

abgesehen davon muss er ja nicht alles alleine machen...ich versuche ihm ja zuhelfen, aber er räumt als dankeschön die regale wieder aus.

und was die sache mit der fliegenklatsche angeht 🙂. ich hab meinem kleinen sehr wohl schon einen klaps auf den hintern gegeben, aber sobald wir dann jemand aus der verwandtschaft/bekanntschaft treffen petzt er gleich. er sagt dann immer: "duuu, meine mama hat mich fei geschlagen"....
was bitte soll ich denn machen?

außerdem muss es doch auch auf normalem weg gehen, oder? ich kann den kleinen doch nicht immer den "hintern versohlen"..??!??
 
Na ja, es geht ja auch nicht darum, ihm regelmäßig den Hintern zu versohlen. Das ist auch nicht notwendig.

Ein zwei mal, dann hat er gelernt, wer das Sagen hat. Das gehört meiner Ansicht dazu, wenn es nicht anders geht, und liegt im Bereich des Normalen.

Das Petzen ist wohl auch wieder ein Versuch, Deine Autorität mit Hilfe anderer zu untergraben, aber das würde ich nicht so eng sehen.

Wenn ihr sonst gut klarkommt, wirst Du das eine Problem auch in den Griff bekommen.
Vielleicht mit Schokolade locken, wenn die Arbeit getan ist, oder sonst wie, das muß doch machbar sein.......

Viel Erfolg!

Marcus
 
na da hab ich mit meinem thema ja für ne heiße diskussion gesorgt... 🙂

nur mal soviel: ich werde mein kind NICHT schlagen, "klapsen" oder ähnliches. ich bin als kind selbst geschlagen worden, und den fehler werd ich nicht machen...

klar ist ein klaps "ausnahmsweise" mal okay, aber wenn dann sowieso überhaupt nur auf den hintern und in ANGEMESSENER stärke, es soll ja nicht weh tun sondern nur zeigen dass das was der kleine denn da gerade macht, nicht in ordnung ist...!!!
 
AHA da haben wir es wieder angemessene Stärke ... wie mikenull schon sagt gibt es die ??????

Kraß wenn ich so was lese geht mir die Hutschnur hoch !!!
 
Gast meinte:
nur mal soviel: ich werde mein kind NICHT schlagen, "klapsen" oder ähnliches. ich bin als kind selbst geschlagen worden, und den fehler werd ich nicht machen...

klar ist ein klaps "ausnahmsweise" mal okay, aber wenn dann sowieso überhaupt nur auf den hintern und in ANGEMESSENER stärke, es soll ja nicht weh tun sondern nur zeigen dass das was der kleine denn da gerade macht, nicht in ordnung ist...!!!


Hallo Gast,

Du hast ja selber erlebt, was mit Dir geschehen ist.

Vor diesem Hintergrund kann ich Deine Argumentation mit dem Klaps in angemessener Stärke wirklich nicht nachvollziehen.

Oder ist es wirklich Tatsache, dass Kinder die Fehler der Eltern wiederholen weil sie nichts daraus gelernt haben?

Willst Du dies Deinem Kind antun? Wirklich?

Denke mal darüber nach!!!

Und mit einem Klaps schafft man sich keinen Respekt, wie das so manche Zeitgenossen behaupten. Für mich ist dies kein Respekt, sondern einfach Angst. Personen, die keinen Respekt erlangen können, die brauchen halt dieses Mittel. Aber was sie damit anrichten, das können die eh nicht begreifen.
 
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