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mein Sohn bedroht andere Schüler

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Hallo

Eine Mutter hat sich bei mir gemeldet, dass mein Sohn (13 Jahre) ihren Sohn (12 Jahre) und ein paar andere Jungs bedroht und Geld erpresst. Bis zu diesem Moment wusste ich darüber nicht Bescheid und ich war schockiert. Zuhause ist mein Sohn immer lieb, nett, hilfsbereit und zuvorkommend. Sowas traue ich ihm einfach nicht zu. Andererseits war die Mutter sehr glaubwürdig und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich sowas ausdenkt. Und wenn ich so drüber nachdenke macht das Sinn. Er hat in letzter Zeit häufiger neue Playstation-Spiele. Als ich ihn darauf angesprochen habe woher er die hat, gab er als Antwort, dass er sie sich von Freunden ausgeliehen hat. Ist es möglich, dass er sie sich vom erspressten Geld gekauft hat?
Mein Sohn weiß noch nicht, dass ich es weiß. Was soll ich machen? Soll ich ihn direkt darauf ansprechen? Und wie soll ich ihn jetzt behandeln?
Habe ich als Elternteil versagt?
 
Natürlich musst du ihn darauf ansprechen und darauf bestehen, dass er dir die Wahrheit über die Spiele sagt. Sag ihm ruhig, dass du enttäuscht und traurig bist. So ein Verhalten geht wirklich gar nicht!

An deiner Stelle würde ich ihm die neuen Spiele wegnehmen, verkaufen und den bestohlenen Kids ihr Geld wieder geben. (Vorausgesetzt natürlich, es war tatsächlich dein Sohn) Eine Entschuldigung ist selbstverständlich auch fällig! Es wäre vllt. gut, wenn du deinem Sohn nachmittags ordentlich zu tun gibst, sobald er seine HA gemacht hat. Sucht gemeinsam ein Hobby für ihn, Fußball, ein Instrument, etc. damit er nicht so viel Zeit vor der Kiste verbringt und nicht auf solche dummen Gedanken kommt.
 
Hallo

erstmal danke für deine Antwort.

Also ich habe meinen Sohn heute darauf angesprochen. Erst hat er es abgestritten. Als ich ihm aber etwas mehr auf den Zahn gefühlt habe, hat er es zugegeben und er hatte noch 80€ in seiner Tasche.
Ich halte es für eine gute Idee die Spiele zu verkaufen. Hat jemand eine Idee wo man das am besten machen kann?
Als ich ihm gesagt habe, dass das nicht in Ordnung ist und die Spiele verkauft werden und den bestohlenen Kindern das Geld zurückgegeben werden muss, hat er sich eingeschnappt in sein Zimmer verzogen.
Entschuldigen will er sich bei ihnen nicht.
Ich liebe meinen Sohn, aber er hat mich so dermaßen enttäuscht.

Ach übrigens. Eines der gekauften Spiele ist ein Call of duty-Spiel welches erst ab 18 ist. Kann mir jemand erklären, wie ein 13 jähriger in einem Laden ein Spiel ohne jugendfreigabe kaufen kann?
Ich habe jedenfalls erstmal die Playstation weggesperrt.

Ich kann mir diese Entwicklung von meinem Sohn sowieso nicht erklären. Er ist doch in einem guten Umfeld groß geworden und war überhaupt nicht auffällig.
 
Ach übrigens. Eines der gekauften Spiele ist ein Call of duty-Spiel welches erst ab 18 ist. Kann mir jemand erklären, wie ein 13 jähriger in einem Laden ein Spiel ohne jugendfreigabe kaufen kann?

Och da gibt es Wege. Vielleicht kennt er jemand der volljährig ist oder so aussieht. Der könnte ihm die Games kaufen. Normalerweise fragen die Verkäufer da schon. Bei GameStop weil sie ihren Ruf nicht verlieren wollen und bei Media Markt sowieso.
 
Ich würde die Spiele bei einer Mediathek oder bei ebay verkaufen, denn ich glaube nicht, dass dein Sohn die Quittungen noch hat und du sie zurückgeben kannst.
Sieh dir vorher im Internet an wie viel die Spiele neu gekostet haben, dann hast du einen Anhaltspunkt wieviel du verlangen kannst. Aber alles wirst du nicht wiederbekommen.

Zu deinem Sohn...
es hat rein garnichts damit zu tun, dass er aus gutem Hause kommt. Es gibt so viele, die tolle Eltern haben und dann trotzdem solche Fehler machen. Ich möchte ihn nicht in Schutz nehmen, natürlich geht sein Verhalten nicht, aber er ist 13...er pubertiert und will ausprobieren und will vielleicht auch mal testen wie weit er gehen kann.
Du solltest ihn nochmal zur Seite nehmen in einem ruhigen Moment und das nochmal ansprechen. Es kann durchaus sein, dass auch noch mehr dahinter steckt. Besonders das Bedrohen finde ich bedenklich und da solltest du nach Gründen suchen.

Viel Erfolg jedenfalls dabei!
 
Ich kann mir diese Entwicklung von meinem Sohn sowieso nicht erklären. Er ist doch in einem guten Umfeld groß geworden und war überhaupt nicht auffällig.

Andere bedrohen und erpressen macht man nicht mal eben aus ner Laune raus, die Eltern anlügen ist nichts neues, aber dein Sohn weiß in seinem Alter ja sehr wohl, was er da gemacht hat. Gab es fürs Lügen irgendwelche Konsequenzen? Glaubst du es ist mit Spiele verkaufen getan, wenn er anderen Menschen seelische Leiden zufügt? Gibt es im Haushalt/Verwandtenkreis jemand, der/die Verachtung gegenüber anderen vorlebt, d.h. über andere ablästert und sie beschimpft, selbst psychische oder körperliche Gewalt befürwortet und/oder auslebt?

Und noch wichtiger: Lebt ihm die Familie vor, dass es wichtig und erstrebenswert ist, anderen Menschen mit Respekt und Liebe zu begegnen? Dass Liebe und Mitgefühl das soziale Miteinander ausmachen? Wie wird das bei euch vorgelebt / ausgelebt? Hast du dich bei ihm bedankt, dass er in der Situation letztlich ehrlich zu dir war und gestanden hat oder bestrafst du ihn jetzt aufgrund dessen, dass er dir die Wahrheit gesagt hat? Er hätte auch weiterleugnen können. Förder und ermutige deinen Sohn in richtigem Verhalten.
Lässt du ihm das durchgehen, dass er kein Bock hat sich zu entschuldigen? Ich hoffe nicht. Klar will er seinen Opfern nicht ins Gesicht blicken.

Die Schwierigkeiten und grundlegenden Einstellungen, wie dein Sohn mit anderen Menschen meint umgehen zu können, wirst du nicht dadurch beeinflussen können, dass du ihm die Playstation wegnimmst. Vielleicht tätet ihr in der Familie gut daran, mehr miteinander zu kommunizieren und auch hier gilt, dass Eltern mit gutem Beispiel vorangehen müssen, wenn Kinder sich öffnen sollen.

Liebe Grüße,
Sila
 
Ich würde auch noch einmal das Gespräch mit ihm suchen, und ihm klar machen das er um eine Entschuldigung nicht herum kommt.

Ich habe dass damals mit 14 auch eine Zeit lang gemacht, als es dann rauskam hat mich mein Vater so verdroschen das ich es nie wieder gemacht habe 😀 das soll jetzt aber kein Tipp sein.
 
Das kannst du nicht alleine stemmen - ich würde mit ihm zu einem Kinder-und Jugendpsychologen gehen. Ab 14 ist er strafmündig, Erpressung und Androhung von Gewalt sind ernstzunehmende Delikte.
 
Ganz klar: das sind delikte aus dem Strafrechtsbereich.

Ich würde meinen Sohn anzeigen oder die Eltern der betroffenen Kinder darum bitten. Noch ist er nicht strafmündig, es wäre einfach ein guter Zeitpunkt um ihm deutlich klar zu machen, auf welchem Weg er sich hier befindet. Er wird trotzdem vorgeladen und zum Sachverhalt befragt. Vll. rafft er es dann, dass es Ernst ist und er beim nächsten Mal vorm Jugendrichter sitzt.

Auch würd ich an Deiner Stelle nicht für ihn die Spiele verkaufen, er sollte den Schaden selbst regulieren. Er bekommt doch sicher Taschengeld. Und zumindest mit Dir zusammen die Spiele selbst verkaufen. Auch das geld sollte er selbst zurück bringen. Eine Entschuldigung ist das Allermindeste und er sollte da auf keinen Fall drumrum kommen dürfen.

Du schreibst, er habe ein gutes Elternhaus gehabt. Vll. zu gut? Keine Grenzen? Du schreibst weiter, er sei eingeschnappt in sein Zimmer marschiert, als Du wolltest, dass er sich entschuldigt und habe angekündigt, das auf keinen Fall zu tun.
Das klingt so …. harmlos. Bei einem solchen Delikt wäre bei uns die Hölle los. Er scheint da so gar kein Unrechtsbewusstsein zu haben. Dass er überhaupt einschnappt… unvorstellbar. Was sagt er denn, warum er die Kinder erpresst und bedroht hat?
 
Ich möchte der TE erst mal sagen dass sowas schon in Grundschulen passiert, erschreckend ist das.
Trotzdem finde ich es wichtig dass du an deinem Sohn dran bleibst, lass dich bitte durch deine Empörung nicht abschrecken.

Den Tipp mit dem Kinder- und Jugendpsychologen finde ich gar nicht schlecht.
Dein Sohn muss ganz dringend auch ein Bewusstsein dafür bekommen dass ER sich zum Täter gemacht hat und dass das durchaus Konsequenzen haben wird, wenn er sich nicht an die Regeln hat.
Dein Sohn befindet sich gerade an einer haarscharfen Grenze und ist dabei diese zu übertreten.
Ich an deiner Stelle würde zumindest mal dran bleiben dass er sich entschuldigt bei den Kindern.

Nicht DU schaust dass die Spiele verkauft werden und die Kinder das Geld zurück erhalten sondern dein Sohn. Du kannst Ihm behilflich sein, das mit Ihm gemeinsam machen, aber nimm Ihm das um Gottes Willen bitte nicht ab.
Er hat muss die Suppe in allen Konsequenzen auslöffeln.
Und dann könnt ihr daran gehen zu schauen woran das liegt, da kann der Jugendpsychologe sehr gut helfen.

Alles Gute.
 

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dani2010 Mein Sehfehler ist immer noch Thema in der Schule das nervt🤪 Schule 80

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