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Mein Nachbar wird bald sterben

victoria

Mitglied
seit fast 2wochen schaue ich immer mal nach meinen nacbarn. er ist alt(82J.) und sehr krank und will sterben. Seine Tochter kommt alle 2 tage und schaut nach ihm. vor knapp 2 wochen hab ich die feuerwehr gerufen er ist an der wohnungstür gestürzt. den feuerwehrleuten hat er abgelehnt mit ins KH zu fahren er will sterben.
er ist sehr krank hat am rechten fuß schwarze zehen ist ganz dolle abgemagert wie ein skelett er trinkt nur noch was essen will er nicht mehr. seinen willen kann und muss man respektieren ist aber schlimm mit anzusehen, seit 2tage etwa verlässt er das bett nicht mehr dementsprechend riecht es in der wohnung. viele menschen wollen lieber in ihrer wohnung sterben als keine ruhe zu haben im kh..
ich frag mich nur wie lange es ein mensch aushält bis er verhungert ist und dann bestimmt organversagen hat.
ich dürf garnicht drüber nachdenken schlimm ,schlimm.
kann auch mit keinem drüber reden geht auch niemand was an, aber mal muss ich es mir von der seele reden....
 
Hi,

sowas zu lesen macht mich ganz traurig.
Es ist sein gutes Recht, so abzutreten wie er will...
Allerdings denke ich, dass niemand die letzten Tage/Stunden alleine sein möchte...

Bis jemand verhungert kann es mitunter sehr lange dauern...
Vielleicht aber ahnt er dass er bald gehen muss, evtl. dann Organversagen (Altersschwäche) und der Appetit ist einfach weg.

(wenn mans nun genau nimmt...bei den meißten alten Menschen bemerkt man das baldige Sterben durch ein auftretendes röchelndes Atmen...es tritt teilweise Stunden vor dem Tod auf, bis Tage vorher...
Kommt daher dass der Körper schon so schwach ist, und das Schlucken nicht mehr richtig funktioniert...)


Ich würde an deiner Stelle nun doch vielleicht täglich zu ihm rübergehen (falls du das nicht schon machst...) und ihm noch etwas Gesellschaft leisten.
Mit ihm reden, wenn er über was spezielles noch reden möchte.

Würde evtl. auch seine Tochter informieren, falls sie es nicht schon weiß, dass die Sache so akut ist.

Liegt er im Bett und geht nicht mehr auf Toilette, oder macht er das schon noch?
Lehnt er eine Heimpflege auch ab? Und wenns nur einmal pro Tag für ne halbe Std. bis Std. ist, für die Körperpflege und dergleichen?

LG
 
Hallo,

Klar, dass das schlimm für dich ist. Die Frage ist, ob er noch soweit Herr seiner Sinne ist, dass er für sich Entscheidungen treffen kann...Wenn er in Lebensgefahr ist, werden Ärzte meiner Meinung nach nicht einfach wieder gehen, wenn er sagt, er will nicht ins Krankenhaus. Was ich im Grunde auch richtig finde. Wie steht denn seine Tochter dazu? Sie müsste es eigentlich sein, die Hilfe veranlasst...
 
wir hatten für meinen papa, welcher vor 3 tagen starb, die sozialstation 4x täglich im haus, meine geschwister und ich haben uns tag und nacht um ihn gekümmert. er war nie allein. auch ein guter tip: wir hatten immer ein babyfon dabei, wenn wir im haus unterwegs waren, um jedes geräusch zu hören, welches er von sich gab.
schlußendlich ist er auch verhungert, er nahm 2 wochen keine nahrung mehr zu sich, er war des "lebens satt"...
 
Oh ja, ... man sieht es, wenn ein Mensch seinen Lebenswillen verliert.
Man fühlt sich hilflos, empfindet nicht selten eine Art Mitleid. Auch wenn wir in der Region Mitteleuropa (Einfluß des Christentums) den Tod nicht selten als schlimmste Krankheit ansehen, sollten wir uns stets dessen bewußt sein, daß der Tod zum Leben dazugehört.
Vor Jahren habe ich in Mocambique Feiern erlebt, die es dem Verstorbenen ermöglichen sollten den Kreis der Ahnen zu erreichen. Ein Umgang mit dem Tod, der meiner Meinung nach eher dem natürlichen Werden und Vergehen entspricht.
Es ist gut zu hören, daß derartige Probleme in der Nachbarschaft wahrgenommen werden. Auch, daß ihn seine Tochter besucht ist leider nicht immer der Fall, in dieser anonymer gewordenen Welt, in der auch Familienbande loser zu sein scheinen als noch vor Jahren.
Sprich mit anderen über dieses Thema (Eltern, Freunde); solltest Du ihn näher kennen, hilf ihm bei kleinen Erledigungen. Es wird Dir helfen nicht in Traurigkeit zu versinken.
 
Danke erst mal für eure antworten, ja es ist schon schlimm sowas.
@ gast, ich habe die tochter informiert sie weiss wie schlimm es ist
und kann ihn nicht überreden ärztl. behandlung anzu nehmen. ich gehe jeden 2.tag rüber den anderen ist die tochter da. ich spreche mit ihm frage ob er was möchte, er weiss das ich nichts tue was er nicht will. heute war ich ganz erstaunt er wollte buttermilch trinken,im kühlschrank war welche ich gab sie ihm.und auf dem nachtschrank stand ein halb leer gegessener kräuterquark.
über die frage der notdurft möchte ich nichts äußern.

@ Selah, die feuerwehrmänner sagten er sei noch geschäftsfähig und gegen seinen willen können sie nichts tun.es ist schon traurig
aber er weiss bestimmt das die uhr bald abgelaufen ist er mag keinen stress im kh, er will zu hause bleiben...

@ frauenrausch,mein beileid ich denk an dich.

@ JonnyBerlin, das stimmt man sieht es und es ist schwer nicht viel tun zu können. ich bin der meinung ein mensch sollte beim sterben nicht allein sein.
als mein mann 1999 starb tat er das in meinen armen ich war bis zum schluß bei ihm. es fiel mir nicht leicht habe seitdem ängste und panikattacken wenn es um so ein thema geht. und trotzdem hab ich das gefühl ihm helfen zu müssen, mir kommt eine menge hoch dabei.sprechen kann ich mit keinem, will auch echt keiner hören.
ich helf ihm so gut wie ich kann und du hast recht es hilft nicht so in gr. traurigkeit zu versinken. man muss begreifen das der tod zum leben gehört wenn er für viele auch der ärgste feind ist weil er ihnen oft das liebste nimmt......
 
Heute am nachmittag hatte ich das gefühl nach meinem nachbarn zu sehen. ich schloß auf und rief nach ihm keine antwort, ich ging weiter bis zum schlafraum und was ich da sah habe ich noch nie gesehen-schrecklich.
er lag unbekleidet in seinem bett die beine hingen runter-der eine fuß war schwarz und der finger auch. abgemagert bis auf die knochen der feuerwehrmann der ihn aufs bett hob sagte keine 30 kilo mehr. ob ich den anblick jemals vergesse ich hab gezittert und hab mir in meiner wohnung erst mal baldrian genommen.
trotzdem hab ich ein gutes gefühl getan zu haben was in meiner macht stand.
er hat schwer geatmet und war nicht ansprechbar und sie nahmen ihn mit in die klinik.
eben rief die tochter an ihr vater liegt auf der chirurgie, sie peppeln ihn nun hoch das er morgen die op übersteht. morgen nehmen sie ein bein ab und wenn er es schafft später noch was vom zweiten bein und finger. der arzt gibt keine gr. hoffnung aber wenn sie nichts tun stirbt er scnell und so hat er eine kleine chanche.
ob es in seinem sinne ist weiss keiner aber was sollte man tun man war ja hilflos, ich drück die daumen....
 
Oh Mann (ich meine Frau) was machst du da mit. Das nimmt total mit, besonders, wenn man weiß, dass man auch mal völlig allein sein wird.

Immerhin hast du jetzt erstmal einen gewissen Frieden, dass was getan wird. Ob das besser ist? Aber für uns Beobachter ist das, was zuerst war, irgendwie ganz grausam zu anzusehen.

Alles Gute.

Sigi
 
Liebe Victoria,

es tut mir so leid. Ich hoffe dein Nachbar wird bald erlöst von seiner Qual.
Du hast alles getan,
auch für deinen Mann.

Der Tod gehört zum Leben und ist manchmal schrecklich anzuschaun, bzw.das Sterben.

Liebe Grüße und viel Kraft für dich

Omana
 

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