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Mein Mann ist verstorben.

  • Starter*in Starter*in annemone
  • Datum Start Datum Start
A

annemone

Gast
Hallo,bin Neu hier ziehmlich unsicher hier zu schreiben.
Nun ja,ich erzähle mal.Kann wie üblich nicht schlafen.
2009 ist mein Mann verstorben. Am Anfang war ich einigermaßen stark,da ich ja alles erledigen mußte.Nun fast nach einem Jahr(Juni) hat sich alles geändert. Bin sehr einsam und alleine.Habe niemanden mehr.Sogar mein Sohn sagte ich bin eine Belastung für ihn. Warum???weil ich ,habe kein Auto,zwei mal im Monat Sprudel und einige Einkäufe möchte.Müßte sowieso nachfragen wann er Zeit hat.Von selbst kam nichts.Mit dieser Situation fertig zu werden ist sehr schwer.Momentan weiß ich nicht mehr wie ich aus diesem Dilemma herausfinden kann.
Vielleicht finde ich hier ja Rat und Hilfe
Vielen Dank
 
Hallo Anemone,

dein Verlust äußert sich ja auf mehreren Ebenen.
Kannst du ein bisschen eingrenzen, welches der
Probleme gerade am Dringensten ist? Vielleicht
kann dir dann jemand einen konkreten Tipp geben.

Gruß, Werner
 
hey!

Das tut mir sehr leid für dich🙁
Ich kann dir nachfühlen. Vor etwa 5 Jahren starb mein Vater und ich durchlebte ein ähnliches Gefühlschaos. Bei mir ging es sogar soweit, dass ich keine Lust mehr am Leben hatte und eine lange Zeit in einem Loch festsaß aus dem ich nicht rauskam bzw. nicht rauskommen wollte.....
Somit versteh ich wie du dich fühlst.
Ich denke dein Sohn ist gefühlsmässig genauso überfordert wie du. Jeder verarbeitet einen solchen Schicksalsschlag anders. Dem einen merkt man es nicht, da er scheinbar "normal" weitermachen kann. Aber auch nur äußerlich.....
Andere ziehen sich zurück um mit ihrem Schmerz zurechtzukommen.
Wie man am besten so eine Sache verarbeitet ist jedem selbst überlassen. Einige kommen von alleine wieder auf die Beine, andere brauchen Hilfe!

Deine Wunde ist noch sehr frisch und du wirst noch einige Zeit der Verarbeitung benötigen. Das ist auch gut so, denn so lernen wir mit dem Schmerz umzugehen. Erinnere dich an ihn wie er war, die Erinnerungen an ihn kann dir keiner nehmen! Ich bin mir sicher, dass uns Verstorbene nie ganz verlassen werden und manchmal können wir sie regelrecht spüren. Zufall? Einbildung? Ich glaube nicht!

Doch bei all der Trauer, die du empfindest darfst du nicht dich selbst vergessen und dich von dem Schmerz gefangen lassen. Denn aus so einem tiefen Loch kommt man nur schwer wieder raus.

Egal wie schwer die Situation auch sein mag, wieviele Rückschläge du auch durchleben musstest, du "musst" nach vorne sehen und darfst nicht den Zweifeln erliegen. Auch dein Sohn durchlebt diese Phase.
Keiner sagt, dass es leicht ist. Nur wer mal in so einer Situation war kann dies nachvollziehen.
Hast du keine Freunde, Verwandte mehr an die die duch wenden kannst? Beistand ist unheimlich wichtig und kann dir helfen mit deinen Gefühlen zurechtzukommen.
Hast du schonmal drüber nachgedacht dich psychologisch beraten zu lassen? Das wäre nichts ungewöhnliches. Es würde dir helfen über alles besser nachdenken zu können, es würde dir emotional helfen. Warum so eine Hilfe nicht in Anspruch nehmen?

lg.
 
hallo annemone...erstmals tut es mir sehr leid für dich da dein mann gestorben ist..ich wünsche dir sehr viel kraft...aber wie sich dein sohn verhaelt finde ich nicht in ordnung..wenn ich ehrlich sein sollte..mein vater ist vor 12jahren gestorben und ich habe meine mutter nie als "last"gesehen..ich habe sie unterstützt damals bin in cafes arbeiten gegangen weil sie das geld für die bestattung meines vaters nicht hatte und habe es bezahlt sehr gerne sogar..er sollte dich auf haenden tragen denn du bist diejenige die ihm 9 monate im bauch getragen hat und mit seele,leib und schmerzen auf die welt gebracht hat..das ist kein dank dafür..du solltes mit ihm in ruhe darüber reden..ihr könnt auch einkaufstage planen zb am we oder so..aber so sein vehalten finde ich sch..ganz ehrlich..ich wünsche dir wie erwaehnt nochmals ganz viel kraft und schicke dir auf dem weg ganz viel liebe..alle liebe
 
Hallo,
auch mir tut es leid das dein Mann verstorben ist.Vor diesen Tag und diesem Augenblick,hab ich ganz große angst.Wir sind in diesem Jahr 37 Jahre verheiratet und ich liebe ihn immer noch über alles.
Nun möchte ich dir schreiben,wie es war,als meine Mutter vor 11 Jahren verstorben ist.Ich viel auch ins Loch,haben zwar 3 Kinder,aber sie waren auch schon erwachsen.2 verheiratet und die Tochter 18 Jahre und lebt aber mit im Haus.Enkel waren nicht in aussicht.Als es gar nicht mehr mit mir weiter ging,hatte ich die Idee,ich adoptiere eine Oma aus dem Altenheim.Mein Mann erklärte mich für völlig durchgeknallt und legte gleich sein Veto ein.
Wir endschlossen uns,Pflegeeltern zu werden.
Ich hab meine Mutter nicht vergessen,sie ist immer noch tief in meinem Herzen.Und in all den Jahren haben wir 16 Pflegekindern ein mal kürzeres mal,längeres zu Haus gegeben.
Heute fahren wir eine Woche mit Kindern,Enkel und Pflegekinder in den Osterurlaub.
Mitlerweile haben die Kinder selber,Kinder,adoptiv und Pflegekinder.
Sprich eine riesige GROSSFAMILIE.
Es ist so schön.
Such dir eine Aufgabe und du wirst sehen,auch für dich,wird die Sonne wieder anfangen zu scheinen.
Alles Gute!
 
liebe annemone , mein tiefstes mitgefühl .es ist eine große lücke ,die es zu füllen gild . es gibt , trauer bearbeitungs selbsthilfe gruppen . evtl schaust du mal mim netzt .deine wohnregion .
wenn dein sohn dich als belastung ansieht ,ist es evtl. seine art mit der trauer umzu gehen .
dennoch sollte man in der familie ein wenig beistand erfahren .
ich sende dir die kraft des universums + viel mut
 
Mein Herzliches Beileid an dich. Die Zeit heilt alle Wunden suche Dir einen verein wo du mit dem Buss oder Bahn hinkommst. Oder gehe deinem Hobby nach wenn du keines hast dann suche dir eins.

Gottes Liebe Jürgen
 
Ich fühle mit Dir. Ich weiß wie es Dir jetzt geht. Bei mir ist mein Freund im November gestorben. Von jetzt auf gleich. Die Welt ist vor meinen Augen zusammengebrochen. Nichts ist mehr so wie es war. Man vermisst, ist verzweifelt, will das Leben zurück.
Sätze wie such Dir ein Hobby, lenk Dich ab, Du mußt damit umgehen er kommt nicht wieder ja diese Sätze sind alle leicht gesagt. Ich kann Dir nur raten umgib Dich mit Menschen die Du magst, die da sind, die Dich ablenken. Das Verhalten von Deinem Sohn kann ich nicht verstehen. Hast Du mal versucht mit ihm darüber zu reden? Wie es Dir geht? Wie sein Verhalten Dich verletzt? Ich finde es sollte selbstverständlich sein daß er mit Dir einkaufen fährt zumal es ja nicht jeden Tag ist. So viel Stress oder so wenig Zeit kann kein Mensch haben daß das nicht möglich ist vor allem nicht aus der eigenen Familie.
 

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