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mein Mann ist alkoholsüchtig

misst

Neues Mitglied
Mein Mann und ich kennen uns seit 2012, 2014 haben wir geheiratet. Von Anfang an gehörte Alkohol dazu, mich hat das nie gestört. Er hatte sich 2012 selbstständig gemacht, zunächst lief die Firma auch ganz gut eigentlich. 2014 kauften wir ein kleines Eigenheim aus dem Erlös meines Hausverkaufes, welches ich von meinem Grossvater geerbt hatte.
2014 war abzusehen, dass seine Firma nicht mehr zu retten war. In einem Zeitraum von wenigen Monaten stellte ich fest, dass sein Alkoholkonsum immer weiter anstieg, was mich zwar zusehends störte aber tun konnte ich nichts. Er ist doch ein erwachsener Mann. Als ich ihn das erste Mal darauf ansprach warf er mir vor, ich würde ihn bevormunden. Das war doch nie meine Absicht. Ich wollte doch nur dass meine Ängste wahrgenommen wurden.
Er war nun fast jeden Tag betrunken und verlangte von mir, ich solle ihn verstehen! Er wurde im Rausch immer reizbarer, Streitigkeiten endeten zunächst "nur" in Beleidigungen.
Sex wollte er vorher bereits wenig und als wir verheiratet waren, wies er mich monatelang ab mit den Worten: "Wir sind verheiratet, da muss man so etwas nicht so oft tun"
Dieses Gefühl war beinahe unerträglich für mich...Für meinen Ehemann nicht attraktiv genug zu sein, dass er mich nicht begehrte. Aber ich akzeptierte das.
Vor sechs Monaten kam unsere gemeinsame Tochter zur Welt. Ein paar Tage vor der Entbindung entschlossen wir uns einen kleinen Ausflug zu machen, denn wenn das Kind da wäre, hätten wir dazu keine Zeit mehr. Natürlich hatte er viel Alkohol getrunken.
Abends auf der Rückfahrt geriet er auf einmal in Rage, ich weiss nicht mehr worüber wir gestritten haben. Ich fuhr das Auto und auf einmal fing er an, mir auf den Arm zu schlagen! Ich verstand nicht warum er das tat, wie konnte er mir das nur antun?? Seiner eigenen Ehefrau??
Zu Hause ging der Streit natürlich weiter und er gab ein paar kräftige Ohrfeigen. Am meisten hatte mich nicht die körperliche Gewalt erschreckt sondern die Eiseskälte in seinen Augen.
Seit diesem Vorfall habe ich ein gespaltenes Verhältnis zu ihm. Einerseits ist er der Vater meiner Tochter und die beiden sollen natürlich Zeit miteinander verbringen. Aber ich kann diesen und andere Vorfälle einfach nicht vergessen.
Ich hasse ihn nicht aber Liebe empfinde ich auch nicht mehr für ihn.

Ich will die Trennung aber er droht mir er würde mir unsere Tochter wegnehmen. Ich weiss dass er das nicht so einfach kann aber Angst habe ich trotzdem.

Kann mir jemand einen Rat geben?

Vielen Dank
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
dein Mann ist alkoholsüchtig, das ist das eine, das ist eine Krankheit.

Doch das andere ist er schlägt dich, wendet Gewalt an und vor der gilt es sich zu schützen. Doch wie. Oft hilft in diesem Fall nur eine Trennung.

Denn so wie es aussieht, fehlt deinem Mann jede Einsicht. Ohne Einsicht aber wird er sich nicht helfen lassen. Wird es keine Veränderung in seinem Verhalten geben und auch nicht die Möglichkeit seiner Sucht entgegenzutreten.

LG
 
Hinter der Alkoholsucht stecken andere psychische Probleme.Er sollte dringend eine Therapie machen.
An deiner Stelle würde ich mich von ihm trennen, wenn er keine Therapie macht.
Die Situation kann sich mit ihm noch verschlimmern, wenn er weiterhin trinkt.

Vermutlich würde ich mich an deiner Stelle sowieso von ihm trennen, da er dich so mies behandelt.
Das ist auch für dein Kind besser.
Ein Alkie würde auch kein Sorgerecht für ein Kind bekommen..
 
natürlich kann er dir dein kind bei einer scheidung nicht wegnehmen.
unter diesen umständen solltest du dich schleunigst trennen. immer hin ist ein kind im spiel.

wie kommt es, dass sein übermäßiges trinken dich vorher nicht störte? er schien doch vor der ehe schon alkoholiker zu sein.
 
Er kann Dir Deine Tochter niemals wegnehmen.
Schon im Normalfall bekommt immer die Mutter das Sorgerecht, wenn Du ihn noch als Alkoholiker verpfeifst, hat er erst recht keine Chance mehr. Mach Dir nicht so schnell wegen einer lächerlichen Drohung ins Hemd.

Stimmt, Du hast eine Tochter. Und diese gilt es zu schützen:
Halte sie von Deinem brutalen Mann fern. Er ist ihr Vater, aber das spielt keine Rolle mehr.

Des weiteren würde ich schonmal Hilfe und Rat bei einem Frauenhaus und beim weißen Ring suchen. Somit vermittelst Du schonmal eine Gefahr, die von Deinem Mann ausgeht. Sollte es noch zu Problemen kommen, hast Du etwas gegen ihn in der Hand.

Er kann seine Alkoholsucht nicht einfach wegzaubern. Heißt, sie bleibt bestehen und er kann diese auch nicht einfach vor der Justiz verstecken. Wenn ein Sorgerechtsstreit beginnen sollte, hat er schon von vornherein verloren.

Du hättest diesen Mann nicht heiraten sollen. Aber daran ist jetzt nichts mehr zu ändern. Zumindest hast Du Deine Tochter daraus gewonnen.


Und jetzt kommen wir zu einer noch viel wichtigeren Sache:
Trete ihm nie wieder allein gegenüber ! Wenn Du ihn triffst, dann nur mit starker Begleitung oder an einem öffentlichen Ort. Du bist in Gefahr sobald Du mit ihm allein bist, das muss Dir klar sein.
Seid ihr noch im selben Haus ? Dann packe morgen gleich Deine Sachen zusammen und hau ab !
Und zwar folgendermaßen:
Du rufst einen guten Freund oder Verwandten an, dass er zu Dir kommen soll.
Erst wenn er da ist und aufpasst, dann kannst Du in Ruhe Deine Sachen packen, Deine Tochter mitnehmen und dann weg da. Du kommst bei Verwandten oder Freund unter.
Auf gar keinenfall ohne Rückendeckung allein packen oder zeigen, was Du vorhast.
Das kann ganz böse enden !
Wenn Du ihm sagst, dass Du Dich von ihm trennen wirst, dann sorge für den nötigen Schutz für euch, dass euch auch dann nichts passieren kann wenn er komplett ausrasten sollte. Am besten triffst Du Dich dafür gar nicht mehr persönlich mit ihm sondern teilst es ihm schriftlich mit.

Ich bin geschockt weil euch anscheinend tatsächlich nicht klar zu sein scheint, in welch gefährlicher Situation ihr euch befindet. Augen auf !

War das Rat genug ?

Alles Gute und passt auf euch auf !
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Mann und ich kennen uns seit 2012, 2014 haben wir geheiratet. Von Anfang an gehörte Alkohol dazu, mich hat das nie gestört.
Das hätte dich besser stören und von der Heirat abhalten solen. Aber nachdem das Kind nun schon in den Brunnen gefallen ist:

Wenn du Verantwortung für deine Tochter tragen willst, wird dir nichts anderes übrig bleiben, als dich schnellstmöglichst von ihm zu trennen und dich scheiden zu lassen. Es sei denn, er ist schon jetzt einsichtig und macht sofort eine Entziehungskur mit anschließender Therapie. Aber so weit ist er noch lange nicht. Das kennt man. Alkoholiker heulen einem was vor und geloben Besserung, die dann doch nicht eintritt. Denn der Alkohol beherrscht sie und nicht umgekehrt. Andere werden unter Alkoholeinfluss aggressiv und gewalttätig und richtig gefährlich. Das kannst du deinem Kind auf keinen Fall zumuten. Im schlimmsten Fall kann die Situation bis hin zu Tötungsdelikten eskalieren, und sei es im Suff. Ich hoffe nicht, dass du dieses Risiko ernsthaft eingehen willst!

Sein Verhalten ist nicht zu entschuldigen. Sieh den Tatsachen ins Auge und mach' dir nichts vor.

Das Kind kann er dir als Alkoholiker nicht wegnehmen, da dies das Kindeswohl gefährden würde. Das macht kein Jugendamt und kein Familiengericht mit. Zieh' notfalls vorübergehend ins Frauenhaus und leite umgehend die Trennung/Scheidung ein. Auch die Polizei kann dir geeignete Beratungsstellen vermitteln und - je nachdem, in welchem Bundesland zu wohnst - deinen Gatten auch für einige Tage aus der Wohnung verweisen und ein Rückkehrverbot aussprechen, wenn er gewalttätig geworden ist.

Ich würde allerdings an deiner Stelle auf Nummer Sicher gehen und selber mitsamt dem Kind ausziehen, und zwar in seiner Abwesenheit, ohne ihm vorher etwas zu sagen. Und die neue Adresse darfst du ihm auch nicht mitteilen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du musst dringend da raus! Wende dich an die Frauenhilfe oder an ein Frauenhaus, damit dir jemand hilft. Du kannst nicht dort bleiben! Er wird dir deine Tochter nicht wegnehmen, falls du dich trennst. Die Kinder bleiben eh meistens bei der Mutter und an einen Alkoholsüchtigen werden die kein Kind geben
 
wie kommt es, dass sein übermäßiges trinken dich vorher nicht störte? er schien doch vor der ehe schon alkoholiker zu sein.[/QUOTE]

Vor der Ehe hatte er auch schon getrunken, das stimmt. Aber da hatte er sich noch unter Kontrolle.
 
Vielen Dank für eure Beiträge.

Eigentlich weiß ich, dass eine Trennung der einzige Weg und der einzig richtige Schritt ist. Und diesen Gedanken habe ich bereits seit der Geburt meiner Tochter.
Aber ich kann ihn einfach nicht einschätzen. Ich weiß nicht was er bei einer Trennung tun würde oder wozu er fähig ist.

Ich befinde mich zurzeit in psychologischer Betreuung aufgrund einer Depression. Mittlerweile hab ich meine Depression aber gut im Griff. Er will diese Tatsache gegen mich ausspielen. Er sagt: "Ich werde dich als selbstmordgefährdet dastehen lassen, du bist krank im Kopf weil du eine Therapie machst."
Ich habe bereits viel mit meiner Therapeutin darüber gesprochen und mittlerweile weiß ich, dass das kein Druckmittel sein kann. Daraus kann er mir keinen Strick drehen.

Ich bin zwiegespalten im Moment. Einerseits will ich auf jeden Fall die Trennung / Scheidung. Allein schon aufgrund der Schläge und Grausamkeiten. Das spielt er herunter indem er sagt: "Du musst doch nicht ständig auf alten Sachen herumreiten. Es tut mir doch leid, aber es muss doch mal gut sein."
Ich möchte ihm seine Entschuldigungen glauben aber eigentlich weiß ich, dass sich nichts ändern wird.
Aber andererseits haben wir auch viel zusammen durchgestanden: Firmenaufbau / Firmenaufgabe, Hauskauf / Hausverkauf, Schuldentilgung und zuletzt natürlich unsere gemeinsame Tochter.

Wenn ich ihm aber sage, dass er eigentlich alles kaputtmacht mit seiner Alkoholsucht, spielt er alles herunter und sagt, ich muss mich einfach nur wieder zusammenreißen.

Aber was wichtig ist zu sagen an dieser Stelle: Natürlich werde ich mein Kind keinerlei Gefahr aussetzen!
 
Ich kann Dich gut verstehen, Dein Hin-und Hergerissen sein, Deine Angst, Dein Abwägen.
Aber die Chancen, dass es besser wird, sind nicht so wirklich da, wenn er alles runterspielt und nur Du Dich zusammenreißen sollst.
Stell Dir bitte eine Frage: möchtest Du, dass Deine Tochter so aufwächst?
Nein? Dann fang an, Deinen Weg zu gehen! (Von "einfach" hab ich nichts gesagt...)
LG maybesunny
 

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