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Mein Kopf ist so leer..

  • Starter*in Starter*in Crystallee
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C

Crystallee

Gast
Hallo,

mein Name ist Crystallee und ich bin 18 Jahre alt.
Ich weiß nicht, ob mir bei meinem "Problem" jemand helfen kann, aber ich würde gerne einfach einmal darüber reden, weil es mich einfach sehr beschäftigt.
Es ist ein grundsätzliches Problem bei mir, dass ich kaum mit mir zufrieden sein kann. Ich sehe natürlich auch meine guten Seiten und die Dinge, die ich erreicht habe, aber das alles scheint so belanglos, wenn ich die ganzen anderen Dinge betrachte.
Es gibt ganz einfach nichts, was ich gut kann. Ich habe keine Talente oder besonderen Fähigkeiten, kann nichts wirklich gut, bin nicht hübsch und auch nicht überragend intelligent. Und das ist das, womit ich am meisten zu kämpfen habe. Ich weiß, dass ich nicht dumm bin. Aber ich bin nicht intelligent genug. Ich habe oft das Gefühl, dass mein Kopf vollkommen leer ist, dass nicht in der Lage bin, über etwas wirklich nachzudenken. Mir fällt es schwer, mir zu etwas eine eigene Meinung zu bilden; nicht etwa weil ich zu unkritisch bin, sondern weil ich immer versuche, mir alle Seiten anzusehen und mich letztendlich nicht entscheiden kann, welche die richtige ist. Mir fällt es schwer, meine Gedanken zu ordnen und meine Ansicht verständlich zu machen. Auch jetzt gerade bin ich mir unsicher, ob es mir überahaupt gelingt, mein Anliegen zu erklären. Meine Gedanken scheinen mir immer wieder zu entwischen, ich kann sie einfach nicht festhalten. Das ist besonders in der Schule ein großes Problem. Ich beteilige mich kaum am Unterricht. Früher waren einfach Angst und Unsicherheit die Gründe, aber daran habe ich sehr gearbeitet, und ich habe nicht mehr so große Angst davor, etwas falsches zu sagen. Aber wenn ich einmal aufgerufen werde, kann ich einfach nichts sagen. Mein Kopf ist wie leer gefegt und ich bekomme keinen Ton heraus. Auch in Klausuren oder bei Hausaufgaben passiert mir das manchmal.
Ich weiß inzwischen gar nicht mehr, ob ich einfach dumm bin und gar nichts zu sagen habe, oder ob es mir aus irgendeinem Grund nicht gelingt, meine Gedanken wirklich zu fassen und auszusprechen.
Oft habe ich das Gefühl, dass ich ein Thema verstehe und wirklich etwas dazu sagen kann, aber trotzdem gelingt es mir nicht, etwas zu sagen.
Das belastet und frustriert mich, vor allen Dingen wenn ich dann meine Noten sehe und mich frage, ob ich wirklich so unfähig bin, oder ob ich es nicht eigentlich viel besser kann.
Es sagen immer alle, ich solle mir keine Gedanken machen, das würde mit der Zeit schon werden. Aber ich habe nunmal nicht ewig Zeit. Ich werde ja nicht mehr ewig zur Schule gehen, und hier geht es um meinen Abschluss und um meine Zukunft.
Und ich will nicht in ein paar Jahren frustriert und unglücklich sein, weil ich meine Möglichkeiten nicht ausgeschöpft habe.

Ich hoffe, dass jetzt irgendwie klar geworden ist, was mein Problem ist. Und über Ratschläge würde ich mich wirklich freuen...

Alles Liebe,
Crystallee
 
Zuletzt bearbeitet:

Es gibt ganz einfach nichts, was ich gut kann.

Hallo Crystallee,
was ist denn für dich "gut"? Zumindest kannst
du lesen und schreiben und dich artikulieren,
wie man an deinem Text sieht. Zudem bist du
mit 18 schon sehr gut zur Reflektion fähig. Dass
du dir für das, was du kannst und bist, "schlechte
Noten" gibst, sagt ja nichts darüber aus, wie es
"wirklich" um dich bestellt ist - nur darüber, wie
du dich selbst beurteilst. Aber an deiner Eigenbe-
urteilung kannst du ja was ändern, z.B. realisti-
scher werden und nicht alles schwarz-weiß sehen.
Vergleiche doch mal deine Situation mit der vor
5 oder 10 Jahren - meinst du wirklich, da hat sich
gar nichts entwickelt? Und jetzt rechne voraus in
die nächsten Jahrzehnte, was noch aus dir werden
kann! Aber Wachstum geschieht nun mal nicht in
Riesensprüngen, sondern allmählich, Stück für
Stück, oft kaum wahrnehmbar, wenn man etwas
täglich anschaut (so wie du dich selbst). Trotzdem
kann es sinnvoll sein, dass du dir konkrete Themen
vornimmst, Ziele setzt und dann beobachtest, was
dir in Richtung dieser Ziele hilft - z.B. was deine
Denkfähigkeit beeinflusst. Ich habe die Erfahrung
gemacht, dass mein Lebensstil oder meine Ernäh-
rung enormen Einfluss auf mein Denken haben;
so hatte ich in Zeiten als Vegetarier, als ich noch
nichts von Mineralstoffen wusste, oft zu wenige
Zink im Blut mit der Folge, dass meine Denkfähig-
keit stark eingeschränkt war. Vielleicht solltest du
dieser Spur mal nachgehen und den kostenlosen
Test auf www. zinktest .de machen - falls es das ist,
kannst du ganz einfach eine Zinkkur machen und
ich tippe mal, dass dann dein Gehirn anders rea-
giert als zur Zeit (Zink ist u.a. für die optimale
Arbeit der Synapsen zuständig, auch für das Er-
innerungs- und Konzentrationsvermögen).

Gruß, Werner
 
Hallo Crystallee ,
Mir kommt es so vor, als ob es irgend etwas in Deinem bisherigen Leben gibt, das Dich "blockiert". Oder sind es Ängste, es des anderen nicht recht machen zu können? Vielleicht etwas Falsches zu sagen? Wie oft wurdest Du früher kritisiert?
Wie siehst es im Bekannten- und Freundeskreis aus?
Du darfst so sein wie Du bist oder sein möchstest!
Du bist nur für Dich der Maßstab - nicht Erwartungen der anderen oder der Leistungsgesellschaft.
Ich wünsche Dir viel Selbstvertrauen und Gelassenheit, vor allem Menschen in Deinem Umfeld, die Dich verstehen!
LG > trimodus <
 
Danke euch beiden. 🙂

Ja, ich überlege zurzeit auch, mein Schlaf- und Essverhalten zu ändern... allein schon weil ich permanent müde bin, was meine Konzentrationsfähigkeit natürlich nicht gerade verbessert.

Das Gefühl, dass ich irgendwie blockiert bin, das habe ich auch oft. Ich kann nur einfach keinen Grund dafür finden. Niemand setzt mich unter Druck, im Gegenteil.
Nur meine eigenen Erwartungen, die kann ich nicht erfüllen...
 
Zumindest kannst du lesen und schreiben und dich artikulieren,
wie man an deinem Text sieht.

dem würde ich mich anschließen, du bist sicher nicht dumm, das merkt man an deinem Text; kann sein, dass du irgendwie private Probleme hast, allgemein kein besonders glücklicher Mensch? - du erinnerst mich entfernt ein wenig an eine ehemalige Bekannte.
 
Hey Crystallee..

ich kann mich in einigem von dem was du sagst wiederfinden. Mir gings z.B. in der Schule ähnlich...ich traute mich nichts zu sagen, dabei hatte ich meistens sogar die richtigen Antworten. Wenn sich etwas aber komplexer gestaltete, dann dachte ich so lange darüber nach und betrachtete es von allen Seiten, um dann eine meinen Gedanken angemessene komplexe Antwort zu liefern, dass sich plötzlich ein Knoten in meinem Hirn bildete, der mich schließlich hemmte, irgendetwas zu sagen.
Meine Lehrerin meinte sogar mal, ich solle einfach den Mut haben, mich mehr zu melden, sonst könnte man den Eindruck gewinnen, ich hätte nichts zu sagen, dabei wisse sie, dass das nicht der Fall sei.
Ich denke, das Problem ist vielleicht, dass du ziemlich perfektionistisch dir gegenüber eingestellt bist. Du denkst nicht zu wenig, sondern zuviel. Du bist nicht dumm, sondern du blockierst dich selbst.
Erstens mit Angst. Killer fürs Gehirn. Wenn du dir denkst, 'ich muss jetzt sofort dies und das auf den Punkt bringen und das lösen und wenn ich das nicht schaffe, dann....!' ...damit tust du dir keinen Gefallen. Keine Ahnung, ob es bei dir so ist, aber versuch dich erstmal lockerer zu machen. Es spielerischer angehen.
Zweitens blockierst du dich, wenn du sofort mit einer sehr komplexen Denkweise an die Dinge herangehst, anstatt etwas 'kleiner' anzufangen und dir z.B. nur einen Aspekt herauspickst, den gedanklich bearbeitest, auf zum nächsten... Erlaube dir, Fehler zu machen, denn das macht jeder.
Ansonsten hilft vielleicht auch eine andere Lernstrategie... lernst du immer alleine oder auch mal mit ner anderen Person zusammen?

LG
 
@ein Mensch: Nein, eigentlich im Gegenteil. Ich hab zwar auch meine "Depri-Phasen", aber im Grunde bin ich ein Mensch, der sich sehr an kleinen Dingen erfreuen kann und stets positiv denkt.

@-censored-: Deine Überlegungen stimmen weitesgehend mit meinen überein - nur frage ich mich manchmal, ob ich mir das vielleicht auch einfach nur einrede. Immerhin klingt die Annahme "Ich kann nichts sagen weil ich zu unsicher bin und zu viel denke" besser als "Ich kann nichts sagen weil ich einfach nicht die Fähigkeiten dazu habe".

Ich habe mein Verhalten schon insofern geändert, dass ich mich zumindest bei Vokabelfragen melde oder meine Hausaufgaben vorlese. Das ist schon ein großer Fortschritt.
Letztendlich bleiben meine Leistungen dennoch weit unter dem was ich als gut ansehen würde. Am Freitag gibt es Zeugnisse, und meins ist wieder einmal alles andere als zufriedenstellend.
 
Hey ich fühl ob mein Kopf leer ist ich weiß nicht wie es weg machen kann kann mir nemand helfen bitte ich bin 14 und ich heiße alex
 
Hallo Alex,
ich glaube, es ist normal, dass der Kopf ab und zu
mal "leer" ist. Manchmal ist einfach Ruhe nötig.
Achte mal darauf, was nach so einer Leerphase an
Gedanken kommt - manchmal ist das ganz spannend,
was sich der Kopf da ausgedacht hat, ohne dass wir
es mitbekommen haben.
Gruß, Werner
 
Hallo also alle symtome
die du so beschrieben hast klingen für mich nach einer borderlinestörung die du dringend psyschologisch behandeln lassen solltest
 

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