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Mein Job macht mich krank

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Gast

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Hallo zusammen,

will versuchen meinen Kummer so kurz wie möglich zu schildern. Bin total verzweifelt, mir fällts auch schwer hier zu schreiben, ohne jetzt was überdramatisieren zu wollen, aber ich hab langsam keine Kraft mehr.
Also ich arbeite seit 2 Monaten für eine Leihbude. Bin in einem Betrieb als Produktionshelferin eingesetzt. Diese Arbeit macht mich krank, bzw. noch kranker als ich eh schon bin. Habe seit vielen Jahren mit Depressionen zu kämpfen, auch schon eine Therapie hinter mir. Die letzten Monate "funktioniere" ich nur noch mit Antidepressiva (vom Hausarzt verschrieben), welche ich aber aufgrund der Nebenwirkungen abgesetzt habe. Nun muss ich also erstmal ohne Medikament irgendwie funktionieren.

Das zweite große gesundheitliche Problem betrifft meinen Rücken, habe eine leicht verkrümmte LWS, Beckenschiefstand und deshalb Dauerschmerzen. Die Schmerzen verschlimmern sich aufgrund der Arbeit massiv, da ich ständig in "Zwangshaltungen" arbeiten muss (lange stehen, lange und viel bücken etc.)

War letztens 9 Tage krankgeschrieben und mein Orthopäde hat mir noch ein Schmerzmittel, eine Rückenbandage und Krankengymnastik verschrieben.

Um es noch kürzer zu machen; ich will raus aus der Firma! Dort sind Mobbing, Intrigen und immenser Leistungsdruck an der Tagesordnung und.. ach ich weiß nicht wie ich das alles beschreiben soll. Ich krieg nix mehr auf die Reihe, fahre täglich mit Magenschmerzen zur Arbeit, das kanns doch nicht sein! Habe bis jetzt immer irgendwie die Zähne zusammengebissen und weiter gemacht..
Jemand gab mir den Rat, bei der Leihbude Bescheid zu sagen, dass ich den Job gesundheitlich nicht packe. Dann würde mir vielleicht gekündigt, worüber ich NICHT traurig wäre! Aber wie gehts dann weiter? Wieder Hartz4? Habe eh schon Existenzängste (ein Symptom meiner Depression) Und ich war eigentlich froh endlich wieder Geld zu verdienen und Vater Staat nicht mehr auf der Tasche zu liegen. Aber diese Arbeit macht mich physisch und psychisch fertig. Was soll ich nur tun?
Könnte schon wieder heulen, ich kann nicht mehr. Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Ich wäre für jeden Rat dankbar!

Sorry dass mein Text nun doch so lang geworden ist..

Liebe Grüße
 
Hallo !

Mit Rückenschmerzen als Produktionshelferin zu arbeiten ist bestimmt nicht förderlich.
Ich würde dir raten diesen Job aufzugeben. Trotzdem solltest du danach in einen anderen Job einsteigen um nicht tiefer in die Depression zu rutschen. Mach' nen Job der dir Spaß macht und der dich nicht noch mehr schädigt.

Ich weiß leichter gesagt als getan. Aber es wäre 'ne Option. 🙂

LG
Ludmila
 
Da Du massive Schmerzen hast, solltest Du Dich krankschreiben lassen! Für eine Zeitklitsche der Gesundheit zu schaden ist es nicht wert, diese Sklavenhändler sind eh überflüssig! Überhaupt ist es so, das dieser Staat für Gesundheitsschäden, die zumeist durch die Arbeit entstehen / entstanden sind, nicht aufkommt! Renten werden verweigert, Berufsgenossenschaften drücken sich vor Zahlungen, obwohl ein Arbeitsunfall eindeutig vorliegt, u.s.w. Hab inzwischen genug solcher Fälle privat kennengelernt und bin schockiert, was in einem angeblichen Rechts- & Sozialstaat mit kranken Menschen gemacht wird. Im Namen des Kapitalismus lässt man diese Menschen einfach im Stich, deshalb ist kein Arbeitgeber dieses Landes es wert, das man seine Gesundheit für ihn opfert!
 
Hallo Ihr Lieben,

hab mal wieder eine ätzende Spätschicht hinter mir :-/

@ Ludmila, ja die Arbeit aufzugeben wäre die naheliegendste Option. Nur kann ich ja nicht einfach kündigen, da ja dann eine Sperre bzw. Sanktion vom Jobcenter droht. Das will ich natürlich möglichst vermeiden. Ich bewerbe mich auf jeden Fall weiter (oder versuche es zumindest) Aber in dem Bereich in den ich eher gehen will bzw. was mir "Spaß" machen würde, siehts leider recht mau aus..

@ sunrays, ja Qualifikationen im Bürobereich habe ich, habe auch letztes Jahr eine Weiterbildung in dem Bereich abgeschlossen. Möchte auch wieder im Büro arbeiten, nur waren meine Bewerbungen erfolglos bisher...

Im Namen des Kapitalismus lässt man diese Menschen einfach im Stich, deshalb ist kein Arbeitgeber dieses Landes es wert, das man seine Gesundheit für ihn opfert!
Das sehe ich ganz genau so!
@ Gast-02, krankschreiben lassen ist auch naheliegend, aber es ist ja nur eine temporäre Lösung. Dann bekommt man halt ne AU für ne Woche und Schmerztabletten und das war es dann. Und kaum arbeitet man wieder, verschlimmern sich die Schmerzen erneut. Aber Recht hast Du, niemand sollte sich kaputt buckeln für nen Job! Schon gar nicht für diese elenden Sklavenhändler und den Hungerlohn!

Momentan denke ich so viel darüber nach, was ich tun soll, dass es mich nur noch mehr verwirrt. Kann mich einfach nicht entscheiden, will raus aus der "Nummer" ohne weitere Probleme zu bekommen, aber das ist schwierig!

Ich danke Euch auf jeden Fall schonmal für Eure Antworten! 🙂

Liebe Grüße
 
Hallo,


ich kenne das bzw ich weiss wie du dich in der Situation fühlst. Mein Job macht mich auch krank/kaputt.
Ich habe vor einem halben Jahr eine Ausbildung zur Altenpflegerin angefangen und am Anfang lief es auch ganz gut. Doch die Zustände dort, die Krankheiten, der Tod/das warten auf den Tod, das macht mich so fertig das ich mittlerweile mit Magenschmerzen zur Arbeit gehe. Meine Kollegen sehen das alles so locker, als wären es keine Menschen sondern "Objekte". Aber ich kann so etwas nicht. Ich baue eine Beziehung zu den Menschen auf und nehme es mir alles so zu Herzen. Mittlerweile bestimmt der Job schon mein ganzes Leben. Ich fühle mich leer, kann kaum noch etwas essen, habe Alpträume von der Arbeit und muss Tabletten nehmen um das alles überhaupt irgendwie zu "ertragen". Ich wusste ja das der Job kein Zuckerschlecken ist, aber das es SO krass ist... Ich ärger mich über mich selber, das es nicht so klappt wie ich es möchte. Ich mache mir selber Druck und bekomme auch viel Druck von meinen Eltern.
Ich habe mich jetzt mittlerweile schon woanders beworben, in einem ganz anderen Bereich, wo ich auch schon Praktika gemacht habe und genau weiss was der Job so mit sich bringt.

Sorry das ich jetzt so viel geschrieben habe ich wollte dir nur zeigen das du nicht alleine bist, evtl hilft das ja ein wenig.
Ich wünsche die jedenfalls viel Glück.
 
Hallo zusammen,

will versuchen meinen Kummer so kurz wie möglich zu schildern. Bin total verzweifelt, mir fällts auch schwer hier zu schreiben, ohne jetzt was überdramatisieren zu wollen, aber ich hab langsam keine Kraft mehr.
Also ich arbeite seit 2 Monaten für eine Leihbude. Bin in einem Betrieb als Produktionshelferin eingesetzt. Diese Arbeit macht mich krank, bzw. noch kranker als ich eh schon bin. Habe seit vielen Jahren mit Depressionen zu kämpfen, auch schon eine Therapie hinter mir. Die letzten Monate "funktioniere" ich nur noch mit Antidepressiva (vom Hausarzt verschrieben), welche ich aber aufgrund der Nebenwirkungen abgesetzt habe. Nun muss ich also erstmal ohne Medikament irgendwie funktionieren.

Das zweite große gesundheitliche Problem betrifft meinen Rücken, habe eine leicht verkrümmte LWS, Beckenschiefstand und deshalb Dauerschmerzen. Die Schmerzen verschlimmern sich aufgrund der Arbeit massiv, da ich ständig in "Zwangshaltungen" arbeiten muss (lange stehen, lange und viel bücken etc.)

War letztens 9 Tage krankgeschrieben und mein Orthopäde hat mir noch ein Schmerzmittel, eine Rückenbandage und Krankengymnastik verschrieben.

Um es noch kürzer zu machen; ich will raus aus der Firma! Dort sind Mobbing, Intrigen und immenser Leistungsdruck an der Tagesordnung und.. ach ich weiß nicht wie ich das alles beschreiben soll. Ich krieg nix mehr auf die Reihe, fahre täglich mit Magenschmerzen zur Arbeit, das kanns doch nicht sein! Habe bis jetzt immer irgendwie die Zähne zusammengebissen und weiter gemacht..
Jemand gab mir den Rat, bei der Leihbude Bescheid zu sagen, dass ich den Job gesundheitlich nicht packe. Dann würde mir vielleicht gekündigt, worüber ich NICHT traurig wäre! Aber wie gehts dann weiter? Wieder Hartz4? Habe eh schon Existenzängste (ein Symptom meiner Depression) Und ich war eigentlich froh endlich wieder Geld zu verdienen und Vater Staat nicht mehr auf der Tasche zu liegen. Aber diese Arbeit macht mich physisch und psychisch fertig. Was soll ich nur tun?
Könnte schon wieder heulen, ich kann nicht mehr. Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Ich wäre für jeden Rat dankbar!

Sorry dass mein Text nun doch so lang geworden ist..

Liebe Grüße

Hallo!

Also, ich befinde mich derzeit leider in einer leicht ähnlichen Situation wie Du - nur dass ich aus bestimmten Gründen keinerlei Ansprüche auf ALG hätte, würde ich kündigen... Rein sachlich betrachtet gibt es nur eine Lösung Dein Problem (vor allem auch die drückende Existenzangst) dauerhaft zu BEHEBEN - denn immer nur weiter gerade so überleben, wird Dich nie auch nur einen Schritt voran in eine bessere zukunft bringen. Du trittst auf der Stelle, GRADE WEIL Du versuchst Dich trotz Deiner Probleme unerbittlich weiter vorwärtz zu schicken. So geht es also nicht weiter... Du musst eine Therapie machen! Danach kannst Du dann weitersehen und Dir eine hoffentlich bessere, berufliche Perspektive schaffen. Sprich mit einem vertrauenswürdigen Arzt, schildere ihm Deinen völlig ausgebrannten, hoffnungslosen Zustand. Am besten wäre wohl Du würdest gezielt nach einer schnellstmöglichen STATIONÄREN Therapie, also einem Klinikaufenthalt fragen. Trag dafür bei Deinem Arzt ruhig ganz dramatisch auf.

Wie lange geht denn momentan Dein Vertrag mit dieser Zeitarbeitsfirma? Noch einige Monate? in dieser Firma wird es wohl ohnehin keine weitere perspektive geben, oder? Insofern solltest Du Dich jetzt krankschreiben lassen und in Therapie begeben - nimm Dir diese Auszeit um erstmal wieder gesund und damit tatsächlich arbeitsfähig zu werden. Du brauchst Hilfe und Rückenstärkung von professioneller Seite um Dich in eine (auch beruflich) für Dich gesündere Zukunft zu begeben. Vielleicht kündigt Dir Deine Zeitarbeitsfirma nach so einer längeren Krankschreibung (während Du krank bist, wird sie es kaum können), aber mal ehrlich: Was hast Du da wirklich zu verlieren? Zeitarbeitsfirmen zahlen ja i.d.R. kaum über HartzIV plus Wohngeld. Und in eine Zeitarbeitsfirma kannst Du auch später wieder aufgenommen werden, sollte sich für Dich wirklich nichts anderes ergeben.

Viel Glück und alles Liebe!
 

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