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Mein größter Feind ich selbst

Excidium

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich bin Männlich 23 Jahre und lebe eigentlich ein ganz normales Leben, wie jeder andere Mensch auch.
Warum ich mich jetzt hier melde? Naja so ganz normal ist mein Leben glaub ich doch nicht.
Da ich ungefähr so viele Freunde habe wie ein Mensch echte Superkräfte (keine), schreibe ich nun hier.
Vielleicht bringt es mir ja was und wenn es nur eine Erkenntnis ist.
I try to describe my life.
Ich hatte eine schöne Kindheit, ein bisschen Familiendrama zwischen meiner Depressiven Mutter und meinem Vater vielleicht.
Von Anfang an, war ich ein sehr introvertiertes Kind. Meine Lehrerin meinte zu meinen Eltern, ich wäre sehr abwesend, geradezu Dumm. Ich wurde glaube ich von meiner Lehrerin gemobbt, doch ich hab die Welt damals noch nicht so erlebt als dass ich das an mich ranlassen hätte können. Ich war in meiner eigenen Welt voller Liebe und Freude und Gedanken hatte nur für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Für mich und meine Spielsachen. Ich war immer etwas hinten dran und doch so weit, dass ich den Schulalltag gemeistert hatte. Meine Freunde, konnten das leider nicht alle. Während meine Welt eine heitere war, muss ich heute feststellen, das ich nur Freunde hatte, die psychisch sehr kaputt waren. Mit ca. 13 wurde meine Welt ein wenig erschüttert. Meine depressive Mutter hatte unglaublich oft Streit mit meinem damals recht gleichgültigen Vater. Ich verbrachte ca. ein Jahr in einer Flut von Trauer. Ich sehe meine Mama im Kopf heute noch weinend in diesem kleinen kalten Abstellraum.
Mein Vater war nicht aggressiv, aber er empfand für sie wohl keine Liebe mehr. Sie trennten sich jedoch nicht und führen heute wieder eine recht normale zwecks Partnerschaft ohne viel Emotionsstress. Mit 14 lernte ich ein Mädchen kennen, sie belog mich und so schnell wie es angefangen hat, endete es wieder. mit 15 lernte ich ein zweites Mädchen kennen, sie war anders. Ihr Leben durchzog ein grausames Band der Trauer jedoch verliebte sie sich in mich zumindest glaubte ich es. Ich liebte sie sehr, jedoch war sie so kaputt... das sie sogar Ihren eigenen Selbstmord vortäuschte und ich zwei Wochen im glauben leben musste... Das das Mädchen, dass ich zum damaligen Zeitpunkt so liebte, Tod ist.
Ich war froh als sie es nicht war, und doch erschüttert, als sie mir zu einem späteren Zeitpunkt das Ultimatum stellte, dass sie sich nun noch in ein Mädchen verliebt hat und ich sie teilen sollte.
Ich bin streng religiös erzogen worden, heute will ich sagen Gott ist für mich mein Freund. Helfen wird er mir aber nicht.
Ich verkraftete diese Trennung erstmal kaum, ich hatte eine schwere Trauer in mir weil sie wie die eine schien.
Ich war jung und dumm, glücklicherweise lernte ich ein anderes Mädchen kennen die mir wieder halt zu geben schien.
Wenn ich heute darüber nachdenke, war ich damit 4 Jahre in eine Welt voller Chaos und Gefühle verwickelt. Aus der Beziehung ist eine On Off Beziehung geworden. Ich war jedoch sicher, dass ich diese Frau mehr liebe als alles andere auf der Welt... Dieses Gefühl konnte ich leider nicht einfach abschalten und kämpfte. Mit 18 hatte ich dann das erste mal so richtige Probleme, die Klinge wurde mein Freund und das Gefühl der Schmerzen das Gefühl der Freiheit. Ein Jahr lang habe ich mich selbst verletzt bis die wunden so auffällig wurden, dass ich damit aufhören musste (damit keiner mehr dumme Fragen stellt). Es folgten Jahre die sehr von Einsamkeit geprägt wurden. Meine Freunde hatten mich sitzen lassen oder ich vielleicht auch sie. Jedenfalls verlor ich damals das vertrauen zu meinem besten und damals einzigen richtigen Freund. Er hat sich hinter meinem rücken mit anderen über meine Gefühle lustig gemacht.
Der Witz an der Geschichte ist, dass niemand anderes mehr von meinen Gefühlen erfuhr und so lebe ich bis heute ein absolutes Doppelleben und das krasse daran, das außer diesem einem Freund seit ich 15 wurde kein anderer wirklich etwas von mir weiß nicht mal meine Familie. Viele meiner Scheinfreunde würden mich als Frohnatur und Lebensfreudigen Mensch bezeichnen. Ich habe eine Ausbildung durchgezogen, das Abi gemacht und mich an einem Studium versucht welches ich nicht geschafft hab aber mein Gott so ist es halt. Wenn man andere fragt führe ich ein perfektes Leben ohne Geldsorgen oder Ängste.
Leider musste ich feststellen, dass ich vier Jahre nur die Ersatzperson für einen Menschen war, wo mich nicht wirklich liebte und mich nur belogen hat. Das komische ist, dass ich vermutlich heute noch für sie ins Feuer springen würde.
Mittlerweile sind wir einfach nur Freunde, sie hat nun einen Freund und ist schwanger und auch wenn es mir das herz gebrochen hat. Ich würde nie jemandem die Freundin ausspannen deswegen ist das Thema gegessen.
Liebe ist also nicht das Problem oder eben nur ein Teil einer Fahnenstange die mir doch sehr lang vorkommt.
Leider habe ich seit nun fast drei Jahren ein Problem, Während ich an einem Tag aufstehe und Berge wegbuddeln würde, sehe ich am nächsten Tag nur noch eine Trostlose Welt in der kein Platz mehr für mich ist.
Ich suche eigentlich nach der Frage ob ich Depressionen hab oder nicht. Das Problem ist, dass ich mir nicht im geringsten eine Depression zugestehen will. Ich bin eine Kämpfernatur, ich hab für alles gekämpft ob für die Ausbildung oder die Liebe.
Trotz dessen, lebe ich damit alleine. Damit wir uns nicht falsch verstehen, selbst der Wunsch tot zu sein war mir in meinem recht kurzen leben nicht Fremd. Aber sobald der neue Tag anbricht, vergeht das Gewitter wieder, und die Fassade hält wieder astrein.
Wer so lange gelesen hat, muss verrückt sein. Vielleicht ist ja auch alles was ich schreibe Schwachsinn.
Aber irgendwem muss ich mich nun einfach mal öffnen.
Die Antwort Schwachkopf auf diesen Post, würde mich nicht verwundern.
Aber irgendwas sinnvolles wäre auch ganz nett.

Lg. Excidium
 
Wir sind hier keine Diplom-Psychologen um da eine Diagnose stellen zu können. Du könntest Depressionen haben oder zumindest eine depressive Episode. Die Antwort liegt auf der Hand: Rede mit einem Therapeuten. Du hast über die Jahre gelernt deine Gefühle zu unterdrücken. Das macht was mit einem. Ich konnte auch nie mit jmd aus meiner Familie wirklich offen reden und ohne eine Therapeutin bei der ich ungebremst offen sein konnte wäre ich wohl früher oder später explodiert. Also such dir jmd der dir zuhört. Manchmal entdecken wir schnell was im Unterbewusstsein alles brodelt.

Du schreibst du hast keine Freunde.
Und dann schreibst du du bist mit deiner schwangeren Ex befreundet. Eines davon kann ja schlecht stimmen oder? Ich bin auch 23 und hab seit ich 19 bin überhaupt keine sozialen Kontakte mehr außerhalb meiner Familie. Und schon davor waren die sozialen Kontakte nie richtige Freunde. Das war auch nur eine Frage der Zeit.

Ebenso hat dich das Verhalten deiner Familie stark geprägt und alle anderen negativen Punkte. Egal was andere schreiben werden: Mach eine Therapie. Reden ist Gold.

Viel Glück
 
Ich würde nicht sagen das du eine Depression hast.
Du hast mal gute und mal schlechte Tage. Die hat jeder mal, und du sagst selbst es ist am nächsten Tag wieder erledigt.

Ich denke dein Problem ist, das du zu sehr in der Vergangenheit suchst, statt in die Zukunft zu blicken.
Das passiert wenn man selbst nicht weiß wohin die Reise gehen soll und / oder man so etwas wie stillstand hat.

Dinge die nicht gut laufen oder rückblickend nicht einfach waren, sind nicht der Anlass für deine Leere an manchen Tagen. Du suchst zu sehr in der Vergangenheit statt in der Gegenwart.

Jeder wird von seinen guten und schlechten Erfahrungen, seinem Umfeld und Umgang geprägt.
Klar, können manche Erfahrungen / Traumata negativ auf dein Leben einwirken. In der Regel spiegelt sich das an der Verhaltensweise, Konfliktfähigkeit oder Vermeidungsstrategien etc.

Die Erfahrungen, die du schilderst, sind meiner Meinung nach, nicht für deine schlechten Tage verantwortlich. Du musst lernen, dass nicht jeder Tag ein guter wird. Reflektiere an solchen Tagen, weshalb du so fühlst.

Ist es aus einem bestimmten Anlass...
....was stört mich wirklich...
....was kann ich tun um aus dem Gefühl rauszukommen?
Oder auch....
......wird mir das Graben in der Vergangenheit, bei dem jetzigen Problem helfen
....was fühle ich gerade oder frustet mich.... ist es die Allgemeinsituation oder die Langeweile....
... was muss ich tun....

Suche nicht in der Vergangenheit nach Antworten.
Suche die Antworten in der Gegenwart...
 
Hallo,

ich würde auf jeden fall mit einem Arzt mal reden und vielleicht eine Therapie machen. Man kann nicht immer alles alleine lösen in seinem Leben und schon gar nicht durch kämpfen.

Ob Du eine Depression hast, kann wirklich nur ein Facharzt sagen, aber Du hast lange genug gelitten und wenn die Methoden, die Du bisher angewandet hast, nicht helfen, dann versuche andere und lass Dir helfen.
 
wenn du darüber grübelst ob du nun Depressionen hast oder nicht, dann bist du zumindest auf dem besten Weg dahin. deine Vergangenheit ist auch eine typische für spätere psychische Probleme. Du musst dir sagen: ich bin noch jung. ich werde mir jetzt in den nächsten 2 bis 3 Jahren alles was falsch läuft beseitigen und wenn das heißt einen terapeuten anzuheuern dann mach es. geh Sport machen. in einen Verein.
 

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