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mein freund hat kaum zeit wegen seiner familie..

  • Starter*in Starter*in Anita24
  • Datum Start Datum Start
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Anita24

Gast
guten abend ihr lieben, ich muss hier mal meinen frust loswerden. 🙁 es geht um meinen freund (24), mit dem ich seit 3 monaten zusammen bin. er wohnt in einem kleinen dorf direkt neben dem haus seiner eltern in einer 3-zimmer-wohnung. sein vater finanziert diese wohnung teilweise mit und mein freund fühlt sich dadurch wohl "verpflichtet", seinen eltern wann immer sie es wünschen zur hand zu gehen.

die sache ist: sie leben von der landwirtschaft. sprich, dort gibt es IMMER arbeit. das krasse daran ist, dass er noch zwei schwestern hat (21 und 24), die beide noch im haus der eltern leben und dort selbstverständlich mitversorgt werden. außer der mutter alle paar sonntage mal beim kochen zu helfen, rühren die aber keinen finger und darüber beschwert sich auch keiner.

mein freund und ich können uns nur am wochenende sehen und das ist eben jedesmal für irgendwelche arbeiten im und am haus der eltern, auf dem feld oder im garten verplant. er wird dort permanent wie selbstverständlich eingespannt, ohne groß gefragt zu werden, ob er vielleicht mal was anderes vorhat (z.b. mit mir, da wir ja nur diese beiden tage haben), während die schwestern gemütlich ausschlafen und dann erstmal mit freunden was unternehmen, oder reiten gehen, oder oder oder..

hinzu kommt, dass er eine sehr große familie quasi im ganzen dorf verstreut hat. sprich elends viele cousins, cousinen, tanten, onkelz usw., sodass eigentlich nahezu jeder sonntag ebenfalls ins wasser fällt, weil er irgendwo eingeladen ist (geburtstag, konfirmation..).

klar ich könnte da überall mitkommen, aber ganz ehrlich, ich möchte nicht dauernd nur als sein "anhängsel" irgendwo mitgeschleift werden, ich möchte einfach mal ein selbstbestimmtes wochenende haben, an dem er wirklich von freitagabend bis sonntagabend zeit für mich hat und sonst für niemanden.

er arbeitet ja unter der woche auch ganz normal seine 40 stunden, während seine schwestern irgendwas lockeres studieren und in der woche nichtmal 5 tage vorlesung haben, aber die werden, wie bereits erwähnt, am wochenende nie von den eltern behelligt, sondern immer nur mein freund.

seine eltern betreiben auch einen saisonal geöffneten biergarten, in dem er und seine schwestern zur hochsaison (im sommer) immer von früh bis nachts arbeiten. seine schwestern bekommen dafür geld bar auf die kralle und das nicht wenig, er dagegen geht jedesmal komplett leer aus oder bekommt einen 50-euro-schein in die hand gedrückt für 4 wochen durchackern..

ich habe mehrfach versucht mit ihm zu sprechen und ihm klarzumachen, dass ich mir die wochenenden einfach anders wünsche, es muss ja nichtmal jedes so sein, aber jedes zweite wäre ja wohl drin.. er meint dann immer nur, dass er mich ja auch gern sehen möchte, aber er einfach nicht aus seiner haut könne, da er finanziell in gewisser weise abhängig sei vom vater..
 
Also erst einmal würde ich die anderen aussen vor lassen. Ob die den Eltern helfen oder nicht, ist eine Sache zwischen den Eltern und den anderen.

Zeig deinem Freund, dass du Verständnis dafür hast, dass er seine Eltern unterstützt, da ihr ja auch etwas davon habt. Es sollte angemessen sein, etwas mehr als normal ist, denke ich auch ok. Es sind ja seine Eltern.

Jetzt würde ich Ihm aber klar sagen, dass es dich verletzt, wenn er "nicht aus seiner Haut kann"! Mach im klar, wenn ihm etwas an dir liegt, er irgendwo auch Zeit für dich finden muss.

Sag ihm wie du es dir vorstellen könntest. Laß im aber etwas flexibilität in der Gestaltung.

Dränge ihn nicht, dass er sofort alles ändern muss. Leg aber einen Termin innerhalb den nächsten 2 -3 Tagen fest, wo Ihr darüber sprecht.

Respektiere seine Meinung. Ist das Ergebnis ok, wäre es super für dich. Errinnere ihn daran, wenn er sich nicht daran hält.

Sollte er aber immer noch nicht bereit sein etwas zu ändern oder hält er sich nicht daran, bleibt dir nichts anderes übrig, als die Konsequenz aus der Situation zu ziehen. Mach ihm dass dann klar und vor allem zieh es auch mit einer kurzen Frist durch.
Ich wünsch Dir alles Gute.
 
also, wenn er nicht aus seiner haut kann und du mit dieser haut keine befriedigende liebesbeziehung haben kannst.....?????!!!!!!!

wir verlieben uns zwar in in den menschen an sich, aber der mensch ist nicht allein auf der welt. der hat familie, der hat gewohnheiten und der hat vor allem lebensregeln, die ihm wichtig sind. er hat halt eine "haut"

diese haut legen wir auch nicht einfach so ab. schon wenn es unser eigenes leben massiv stört, tun wir uns noch immer schwer, änderungen herbeizuführen; um wieviel unwahrscheinlicher ist es aus der haut rauszukommen, wenn das von jemand anderem gewünscht ist.

im moment (!!) gibt´s ihn scheinbar nur in kombination mit aktuellen lebensumständen.

wenn sich die so gar nicht mit DEINER vorstellung vom leben vertragen, dann kannst du nur versuchen, das beste aus den umständen zu machen, (akzeptieren und nischen für dich finden in denen du das was du willst im kleinen kriegst) oder die umstände zu ändern (Trennung)
 
Für Euch gibts nur eine Lösung und die heißt ausziehen! Heisst natürlich, dass dann auch Du ggf. Deinen Beitrag leisten musst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in dem von Dir beschriebenen setting irgendetwas anderes, wie Kompromisse, Absprachen u.ä. funktionieren können. Sein Vater wird der Ansicht sein, dass er, egal wie klein seine finanzielle Unterstützung auch ist, damit ein Recht auf die Arbeitskraft seinen Sohnes hat - und das wird ihm auch niemand ausreden.

Der einzige Weg, sich dem zu entziehen ist 1. kein Geld zu nehmen und 2. nicht dauernd verfügbar zu sein. Ob Du Deinen Freund nach nur 3 Monaten dazu bringst, dem zuzustimmen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Wenn nicht nur sein Vater, sondern auch er sich selber als Hoferbe und Stammhalter betrachtet, dann wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als Dich damit abzufinden oder Dir jmd. anderen zu suchen.

hinzu kommt, dass er eine sehr große familie quasi im ganzen dorf verstreut hat. sprich elends viele cousins, cousinen, tanten, onkelz usw., sodass eigentlich nahezu jeder sonntag ebenfalls ins wasser fällt, weil er irgendwo eingeladen ist (geburtstag, konfirmation..).

klar ich könnte da überall mitkommen, aber ganz ehrlich, ich möchte nicht dauernd nur als sein "anhängsel" irgendwo mitgeschleift werden

Es ist eine Sache, den Arbeitsdienst bei seinen Eltern in den Griff zu kriegen - ein ganz andere, ihn von seiner Familie loszueisen. Wenns Dir mit ihm ernst ist, dann wirst Du mit diesen Leuten ein Leben lang zu tun haben, und solltest Dich besser heute als morgen mit ihnen anfreunden und gut stellen. Wenn Du Dich aber auch nach 3 Monaten nur als "Anhängsel" fühlst, dann lass es besser bleiben, denn dann bist Du nicht die richtige für ihn.

digitus
 

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